Zion, das sind „die im Herzen Reinen“
Elaine S. Dalton
Präsidentin der Jungen Damen
CES-Fireside für junge Erwachsene • 13. September 2009 • Brigham-Young-Universität
Es ist mir eine Freude, heute Abend bei Ihnen zu sein. Ich danke jedem im Chor für die wunderschöne Musik. Vielen Dank für den Geist, den Sie mitbringen, und auch vielen Dank für das schöne Gebet. Ich bin glücklich und es stimmt mich demütig, dass ich hier sein darf, und ich bete darum, dass jeder von Ihnen heute erkennen möge, wie sehr der Herr Sie liebt. Ich möchte Ihnen sagen, dass ich Sie sehr lieb habe.
Ich bin froh, dass mein Mann Steve und einige meiner Kinder auch hier sind. Ich liebe meinen Mann. Wir haben beide an der Brigham-Young-Universität studiert. Hier haben wir beschlossen zu heiraten. Ich finde es erwähnenswert, dass ich ausgerechnet an unserem Hochzeitstag vor Ihnen stehe. Alles Gute, Liebling! Wir sind jetzt genau so lange verheiratet, wie es gedauert hat, den Salt-Lake-Tempel zu bauen. Oder wie die Kinder Israel durch die Wüste zogen. Und alles, was wir dafür vorweisen können, sitzt hier in der ersten Reihe. Unsere Kinder sind unser Schatz. Ich habe sie sehr lieb. Ich bin sehr gern ihre Mutter. Ich habe erlebt, wie sie im Evangelium gewachsen und von den Rednerpulten in der Kirche aus belehrt worden sind. Ich bin dankbar, dass sie den Rat der Propheten, Seher und Offenbarer befolgen.
Ich habe auch erlebt, wie die Jugend der Kirche im Evangelium wächst. Mein Verhältnis zu den Jungen Damen ist einzigartig und besonders, nachdem ich schon einige Jahre der Präsidentschaft der Jungen Damen angehöre. Wir haben im Grunde gemeinsam die JD-Jahre durchlaufen. Wir haben unsere JD-Medaillons gemeinsam verdient. Wir sind jede Woche aufgestanden und haben gemeinsam den JD-Leitgedanken aufgesagt. „Wir sind Töchter … Wir wollen allzeit … Indem wir … machen wir uns bereit.“1 Ich betrachte Sie als „meine Jungen Damen“. Ich habe gesehen, wie viele von Ihnen, den jungen Männern, das Priestertum empfangen haben und darin aufgestiegen sind; wie Sie Ihre Bündnisse und das Priestertum geehrt, sich auf Ihre Mission vorbereitet und sie überall auf der Welt erfüllt haben. Ich habe viele von Ihnen im Missionsfeld kennengelernt. Sie sind meine Helden! Sie sind mutig, haben eine erstaunliche Kraft und den Wunsch, rechtschaffen zu sein.
Der Herr wird Ihnen helfen, wichtige Entscheidungen zu treffen
Jeder von Ihnen hat die Reise als Heiliger der Letzten Tage angetreten und Sie befinden sich gerade an einem Wendepunkt im Leben. Es ist eine Zeit, in der man Gewohnheiten für die Ewigkeit annimmt und weitreichende Entscheidungen trifft. Sie sind die Zukunft der Kirche und Ihres Heimatlandes. Sie wurden gerade für diese Zeit zurückbehalten (siehe Ester 4:14). Sie werden Chancen erhalten, die Ihre kühnsten Erwartungen bei weitem übertreffen, und Sie werden – wie auch ich – entscheidende Augenblicke erleben, die sich stark auf dieses „Jahrzehnt der Entscheidungen“ auswirken werden.
Für mich begann alles bei einer BYU-Andacht wie dieser. Ich traf mich regelmäßig mit einem jungen Mann. Eines Abends kam er aufs Heiraten zu sprechen und war sehr hartnäckig. Ich konnte kaum schlafen wegen seiner Worte. Ich wusste, dass ich eine Entscheidung treffen musste. Ich betete zum Herrn, er möge mich erkennen lassen, was ich machen sollte, aber ich erhielt nicht sofort eine Antwort. Am nächsten Morgen waren wir zusammen bei einer Andacht. Als ich dort saß, hörte ich gebannt zu, als der Sprecher, Elder A. Theodore Tuttle, ans Pult ging und sich dazu äußerte, wie man wichtige Entscheidungen trifft. Mir kam es so vor, als ob er direkt zu mir spräche. Es traf mich ins Herz, seine Worte drangen mir tief in die Seele. Er erläuterte die Entscheidungsfindung anhand von Abschnitt 9 im Buch Lehre und Bündnisse. Alle anderen schienen diesen Abschnitt in den Schriften genau zu kennen – nur ich nicht. Sie kennen ihn ebenfalls alle, aber für mich war er an dem Tag reine Offenbarung. Er zeigte mir beispielhaft, wie ich Antwort auf meine Gebete erhalten konnte. Er las vor:
„Siehe, du hast es nicht verstanden; du hast gemeint, ich würde es dir geben, obschon du dir keine Gedanken gemacht hast, außer mich zu bitten.
Aber siehe, ich sage dir: Du musst es mit deinem Verstand durcharbeiten; dann musst du mich fragen, ob es recht ist, und wenn es recht ist, werde ich machen, dass dein Herz in dir brennt; darum wirst du fühlen, dass es recht ist.
Wenn es aber nicht recht ist, wirst du keine solchen Gefühle haben, sondern du wirst eine Gedankenstarre haben, die dich das vergessen lassen wird, was falsch ist.“ (LuB 9:7-9.)
Obwohl diese Verse ursprünglich an Oliver Cowdery gerichtet waren, waren sie in diesem Augenblick für mich die unmittelbare Antwort auf mein Gebet vom Vorabend. Elder Tuttle beschrieb auch, wie man Pro und Contra auflistet, eine vorläufige Entscheidung trifft und diese dann im Gebet mit dem Herrn bespricht. 2
Ich wusste, dass ich handeln musste! Es konnte nicht so weitergehen wie bisher. Ich musste mich zu einer Entscheidung durchringen. Ich wusste es, und ich wusste, dass Gott wusste, dass ich es wusste. Ich traf vorläufig die Entscheidung, bei dem jungen Mann zu bleiben, aber ich kann nicht sagen, dass die Antwort wie ein Brennen im Herzen war. Es schien jedoch richtig, und ich fühlte mich wohl. Ich war nicht mehr verwirrt oder beunruhigt. Ich spürte Frieden. Ich wusste, was zu tun war, und war damit glücklich. Ich blieb also bei diesem hartnäckigen jungen Mann, und er ist heute mit mir hier. Ich bin dankbar für seine Güte, Beharrlichkeit und Geduld.
War es immer leicht, nachdem ich diese Antwort erhalten hatte? Nein. Mein Mann meint, man könne noch heute die Abdrücke von meinen Schuhabsätzen vor der Tür des Salt-Lake-Tempels sehen, als ich ein wenig Angst bekam und noch abwarten wollte. Aber das habe ich daraus gelernt: Wenn man im Gebet Glauben ausübt, hilft der Herr im entscheidenden Augenblick, einen entscheidenden Entschluss zu fällen. Er hört und erhört unsere Gebete durch die Einflüsterungen des Heiligen Geistes. Sie sind nicht sich selbst überlassen. Sie sind damit gesegnet, dass der Heilige Geist Sie führen kann. In Abschnitt 8 des Buches Lehre und Bündnisse verheißt der Herr einem jeden: „Ich werde es dir in deinem Verstand und in deinem Herzen … sagen.“ (LuB 8:2.) Ich habe das erlebt, und jeder von Ihnen kann das ebenfalls erleben.
Ich bezeuge, dass der Herr unsere Gebete hört und erhört und dass er uns führt und leitet, wenn wir uns Mühe geben, seinen Willen zu tun und seine Gebote zu halten. Auf diese Weise empfängt man persönliche Offenbarung. Darum bete ich heute, dass der Geist des Herrn bei Ihnen sein möge, wenn Sie der Botschaft zuhören, die ich vorbereitet habe – dass sie klar und deutlich ist. Ich bete, dass diese Botschaft in Ihrem Herzen Wurzeln schlägt und Sie einen persönlichen Bezug finden. Ich bete, dass der Heilige Geist Ihnen einprägt, wie wichtig diese einfache Botschaft ist, damit Sie sie bei den wichtigen Entscheidungen, die Sie in den entscheidenden Augenblicken des Lebens treffen, einbeziehen können.
Die Welt in der Rückkehr zur Tugend anführen
Meine Botschaft heute ist ein Weckruf an Sie, die jungen Erwachsenen dieser auserwählten Generation, die Welt in der Rückkehr zur Tugend anzuführen. Was bedeutet Tugend? Warum ist sie wichtig? Und wie können wir in dieser edlen und heiligen Sache zusammenfinden?
Ich möchte mit dem schlichten Erlebnis eines Pioniermädchens namens Agnes Caldwell beginnen. Agnes berichtete, wie sie 1856 mit der Handkarrengruppe Willie unterwegs war. Sie war damals gerade neun Jahre alt. Sie erzählte: „Obwohl ich noch jung war, kann ich noch immer die Augen schließen und sehe ganz genau vor mir, wie wir ununterbrochen weiterlaufen mussten. Es wird mir immer in Erinnerung bleiben. Oft war ich so müde, und da ich ja ein Kind war, hängte ich mich an den Karren, wurde aber sanft wieder weggeschoben. Dann warf ich mich am Straßenrand nieder und weinte. Wenn ich dann merkte, dass alle an mir vorbeigingen, sprang ich auf und rannte los, um sie wieder einzuholen.“
Sie berichtete weiter: „Kurz bevor wir die Berge überquerten, wurden uns Wagen zur Hilfe geschickt. Das war eine große Erleichterung. Die Alten und die Kranken durften fahren, die Gesunden gingen weiter zu Fuß. Als die Wagen losfuhren, wollten einige von uns Kindern herausfinden, wie lange wir wohl neben den Wagen herlaufen konnten, bis man uns anbot, mitzufahren. Das war jedenfalls meine große Hoffnung. Einer nach dem anderen blieb zurück, bis ich als Letzte weiterlief – so fest war mein Entschluss. Nach der wohl längsten Strecke, die ich zuvor oder seitdem gelaufen bin, rief der Kutscher … mir zu: ‚Na Kleine, möchtest du mitfahren‘? Ich antwortete ganz höflich: ‚Ja, Sir‘. Da griff er nach meiner Hand und schnalzte seinen Pferden zu, sodass sie losrannten und ich ebenfalls, obwohl ich dachte, meine Beine tragen mich nicht länger. Es kam mir vor, als ginge es meilenweit so weiter. Ich fand damals nur, er sei der gemeinste Mensch, der je gelebt habe. … Als ich am Ende aller Kräfte war, hielt er plötzlich an. Er wickelte mich in eine Decke und legte mich auf den Boden des Wagens, sodass ich es warm und bequem hatte. Hier konnte ich nun meine Meinung ändern, und das machte ich, denn ich wusste genau, dass er mich davor bewahrt hatte, im Wagen zu erfrieren.“ 3
„Agnes Caldwell und ihre Familie erreichten am 9. November 1856 in Sicherheit das Tal des Großen Salzsees. Sie ließen sich in Brigham City nieder, wo Agnes Chester Southworth kennenlernte und heiratete. Sie bekamen 13 Kinder [und] besiedelten mit anderen Mitgliedern die Kolonie Cardston in der kanadischen Provinz Alberta.“4 Wenn der Kutscher des Wagens Agnes in den Wagen geholt hätte, ohne sie vorher rennen zu lassen, wäre sie sicher der bitteren Kälte erlegen. Und wenn Agnes aufgegeben hätte und zurückgeblieben wäre, hätte ihre Geschichte vielleicht ganz anders geendet. Für Agnes war dies jedoch ihr entscheidender Augenblick, und obgleich der Entschluss, weiterzurennen, ihr damals nicht einleuchtete, lief sie trotzdem. Sie lief nach Zion, trat in die Fußstapfen des Propheten Brigham Young und hörte auf die Stimme des Herrn, der sagte: „Sie sollen erwachen und sich erheben und hervorkommen und sich nicht verweilen, denn ich, der Herr, gebiete es.“ (LuB 117:2.)
Das war der Lauf ihres Lebens! Er war schwer, und sie sträubte sich. Aber durch das Rennen erzeugte ihr Körper genug Wärme, die die Fahrt über anhielt, sodass sie nicht erfror. Jeder von Ihnen befindet sich auf der Reise nach Zion, und wie auf Agnes trifft auch auf Sie zu, was der Herr gesagt hat: „Erwache und erhebe dich und komm hervor und verweile dich nicht“ (siehe LuB 117:2), denn Zion ist nicht nur ein Ort – Zion bedeutet „die im Herzen Reinen“ (LuB 97:21). Sie müssen sich um ein reines Herz bemühen, um dieses Ziel zu erreichen! Nie zuvor hat es eine Generation wie die Ihre gegeben. Sie sind besser vorbereitet und ausgerüstet. Sie haben alles, was Sie brauchen. Es ist Zeit für den Lauf Ihres Lebens – für Ihren Lauf nach Zion!
Präsident Thomas S. Monson und seine Vorgänger haben uns den Weg gewiesen. Er ist uns deutlich vorgegeben. Gleichmäßig und bestimmt schreiten wir voran. So wie Agnes werden Sie aufgefordert, über die Prärie zu ziehen. Sie müssen vielleicht nicht all Ihren irdischen Besitz aufgeben, aber die Reise nach Zion erfordert, dass Sie all Ihre Sünden aufgeben, damit Sie ihn kennenlernen können: den wahren und lebendigen Christus. Vielleicht werden Sie sogar aufgefordert, bis zur Erschöpfung zu rennen, aber dabei wird die wärmende Liebe des Herrn Sie für ein großes Werk bewahren, das noch bevorsteht.
Von Ihnen wird verlangt, was der Herr verlangte, als er der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ihren Namen gab. In Lehre und Bündnisse , Abschnitt 115, steht: „Erhebt euch und lasst euer Licht leuchten, damit es den Nationen ein Banner sei.“ (Vers 5.) Die kleine Agnes Caldwell lief nach Zion, und dadurch hissten sie und alle, die es ihr gleichtaten, ein Banner für die Nationen und für diese Generation. Ausschlaggebend für ihre Reise nach Zion waren ihr Glaube und ihr Zeugnis. Ausschlaggebend waren Joseph Smith und Moroni und Oliver Cowdery und Nephi und Mose und Josua und sogar Thomas S. Monson. Und sogar Sie und ich sind ausschlaggebend. Agnes lief, weil sie ein Zeugnis hatte. Ihre Mutter wusste, dass das Evangelium wahr ist, und brachte es ihrer Tochter bei. Sie opferten alles, um nach Zion zu kommen und Gott dort einen Tempel zu bauen. Sie wussten: Joseph Smith ist ein Prophet Gottes und das Buch Mormon ist wahr. Sie wussten, dass die Segnungen, die man im heiligen Tempel empfängt, notwendig sind, damit der Plan erfüllt werden kann. Und sie wussten, was Joseph Smith wiederholt von Moroni gehört hatte: „Wenn es nicht so wäre, würde die ganze Erde bei seinem Kommen völlig verwüstet werden.“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte, 1:39.)
Zion war damals das Ziel und ist es auch heute. Es ist das Werk des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi. Wie Mormon und Moroni schon sagten: Mehr denn je ist es an der Zeit, in Christus treu zu sein (siehe Moroni 9:25) und „jede gute Gabe zu ergreifen und weder die böse Gabe, noch das, was unrein ist, anzurühren“ (Moroni 10:30). Es ist an der Zeit, zu erwachen und sich zu erheben, damit „die Bündnisse des Ewigen Vaters, die er für dich gemacht hat, o Haus Israel, sich erfüllen“ (Moroni 10:31). Es ist an der Zeit, zur Tugend zurückzukehren!
Die Rückkehr zur Tugend ist die Rückkehr zur Reinheit
Tugend bedeutet Reinheit. Sie beginnt im Herzen und im Kopf. Sie „ist eine Denk- und Verhaltensweise, die auf hohen moralischen Grundsätzen beruht“.5 Der Dreh- und Angelpunkt der Tugend ist Keuschheit – sexuelle Reinheit. Tugend und Keuschheit sind untrennbar miteinander verbunden. Man kann das eine nicht ohne das andere haben. Die Rückkehr zur Tugend ist die Rückkehr zur Reinheit. Einige sind der Ansicht, Tugend bedeute, gütig, ehrlich und redlich zu sein. Aber im Mittelpunkt eines tugendhaften Lebens steht Keuschheit, und man kann weder ehrlich noch redlich sein, ohne auch sexuell rein zu sein. Es ist nicht möglich. Man kann sich nicht am göttlichen Geist und am kostbaren Körper – der ewigen Seele – eines anderen vergreifen und als tugendhaft gelten oder tugendhaft sein. Wer so handelt, gefährdet die Entscheidungsfreiheit, für die wir im Vorherdasein gekämpft haben. Manche meinen, Tugend sei nur Frauen vorbehalten, aber sie ist geschlechtsunabhängig. Das englische Wort virtue leitet sich vom lateinischen virtus ab, was Stärke bedeutet. Nach einer heutigen Definition bedeutet Tugend, eine wirksame Macht oder Kraft innezuhaben, besonders aber die Fähigkeit, zu heilen und zu stärken.6 Daher gilt Tugend nicht nur für Frauen, sondern für alle.
Als die Frau in den Gassen von Jerusalem den Saum am Gewand des Erretters berührte, wusste sie, dass sie geheilt werden würde. Warum? Weil sie seine Reinheit und seine Macht erkannte. Der Erretter sagte selbst: „Ich fühlte, wie eine Kraft von mir ausströmte.“ (Lukas 8:46; siehe auch Markus 5:30, Lukas 6:19.) Die Kraft, von der er sprach, ist Macht – die Macht des Priestertums –, die alle männlichen Mitglieder der Kirche bei sich haben, wenn sie rein sind und „Tugend und Heiligkeit vor [dem Herrn] üben“ (LuB 38:24).
Letztes Jahr bestieg ich an einem kühlen Apriltag kurz nach der Generalkonferenz mit meinen beiden neuen Ratgeberinnen, Mary Cook und Ann Dibb, den Ensign Peak, wo wir einen goldfarbenen peruanischen Schal entfalteten, um mit diesem Banner zur Rückkehr zur Tugend aufzurufen. Als wir vom Gipfel ins Tal schauten und den majestätischen Salt-Lake-Tempel erblickten, wussten wir, dass eine Rückkehr zur Tugend eine Rückkehr zu sittlicher Reinheit bedeutet. Tugend ist der goldene Schlüssel, der die Türen des Tempels öffnet. Elder Russell M. Nelson hat gesagt, der Tempel sei eigentlich der Grund für alles, was wir in der Kirche tun: „Jede Aktivität, jeder Unterricht, alles, was wir in der Kirche tun, weist auf den Herrn und sein heiliges Haus hin.“7 Das wusste schon Brigham Young, und dort auf dem Ensign Peak wussten wir es auch.
Als wir dieses Banner für die Welt entfalteten, wussten wir, dass die Rückkehr zur Tugend nicht nur wichtig, sondern entscheidend ist. Wir müssen würdig sein, den heiligen Tempel Gottes zu betreten und dort heilige Bündnisse zu schließen und zu halten, und um die Arbeit zu verrichten, für die wir vorbereitet und vorherordiniert wurden. Nichts Unreines kann sein Haus betreten. So wie der Kutscher auf dem rettenden Wagen Agnes Caldwell vor dem Erfrieren bewahrte, haben wir die Chance und die Ehre, Erretter auf dem Berg Zion zu sein und anderen etwas abzunehmen, was sie nicht selbst erreichen konnten. Das ist aber nur möglich, wenn wir würdig sind, heilige Bündnisse zu schließen und zu halten und die heiligen Handlungen des Tempels zu empfangen.
„Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“
Jeder von Ihnen hat ein großes Werk zu verrichten. Was Sie tun und wie Sie sich entscheiden, ist wichtig, weil Sie wichtig sind. Sie gehören zu den auserkorenen Geistern, „die zurückbehalten worden waren, in der Fülle der Zeiten hervorzukommen, um sich an den Grundlegungen des großen Werks der Letzten Tage zu beteiligen, wozu auch die Errichtung von Tempeln und darin der Vollzug heiliger Handlungen … gehört“ (LuB 138:53,54).
Kein Wunder also, dass der Satan seine Angriffe verstärkt hat. Wenn Sie abgelenkt sind, es aufschieben oder unwürdig sind und daher nicht in den Tempel gehen, um die Arbeit zu verrichten, für die Sie vorbereitet wurden, gewinnt er. Das heißt, dass Sie rein und würdig sein müssen, um die Eingebungen des Heiligen Geistes zu erhalten, die Sie für die Entscheidungen brauchen, die Sie jetzt treffen. Es heißt auch, dass Sie würdig bleiben müssen, um den heiligen Tempel des Herrn zu betreten.
All die Opfer und die Arbeit früherer Generationen haben zu diesem Augenblick geführt. Die Pioniere haben alles geopfert, sogar ihr Leben, damit wir diesen Tag erleben können, denn es ist kein Zufall, dass Sie jetzt zur Erde gekommen sind. Es gehört alles zu dem Plan, den Sie in der vorirdischen Welt angenommen haben. Sie nehmen einen ganz besonderen Platz in der Geschichte der Welt ein. Sie wurden als „ausschlaggebende Generation“ bezeichnet.8 Petrus hat über Sie gesagt: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm.“ (1 Petrus 2:9.) Nie waren die Erwartungen an Sie größer, aber nie war Ihnen auch mehr gegeben: die Propheten, die heiligen Schriften, das Priestertum, die heiligen Handlungen und Bündnisse, der Tempel, das Buch Mormon und das Evangelium in seiner Fülle. Sie wurden vorbereitet, berufen und auserwählt. Diese Zeit gehört Ihnen. Ich bin überzeugt: Was Ihre Generation leistet, wird in jedem Bericht über die unruhige Zeit, in der wir leben, fett gedruckt stehen.
Damit Sie die Aufgaben erfüllen können, für die Sie vorherordiniert wurden, müssen Sie Ihren Glauben fest an unserem Erretter, Jesus Christus, ausrichten. Bedenken Sie, dass Glaube ein Grundsatz ist, der nicht nur Macht verleiht, sondern auch Handeln verlangt. Sie müssen gemäß dem Glauben handeln, den Sie bereits haben. Im vorirdischen Reich legten Sie nicht einfach nur Glauben an den Tag, sondern Sie hatten außerordentlichen Glauben und haben gute Werke verrichtet (siehe Alma 13:3). Alma hat erklärt, dass jeder von Ihnen „von Grundlegung der Welt an gemäß dem Vorherwissen Gottes … berufen und vorbereitet“ war (Alma 13:3). Brüder, Sie waren vorbereitet, das Priestertum zu empfangen, durch das Sie hier auf Erden die Macht Gottes ausüben können. Schwestern, Ihnen wurde die edle Gabe und die Verantwortung übertragen, andere geistig zu nähren und die Mutter auserwählter Geister zu werden. Ihnen wurde die göttliche Macht anvertraut, sterbliches Leben zu erschaffen. Tugendhafte Menschen sind entschlossen, die Heiligkeit des Lebens zu wahren. Sie beherzigen den Rat Gottes, wie neues Leben empfangen, beschützt und genährt wird. Keine Stärke ist größer als die der Tugend, und es gibt keine größere Zuversicht als die eines tugendhaften Lebens.
Im Vorherdasein befanden Sie sich in einem Krieg. Sie haben mit Ihrem Glauben und Ihrem Zeugnis vom Erretter dafür gekämpft, den Plan anzunehmen, den Gottvater vorgelegt hatte. Sie wussten, dass das richtig war, und weil Sie den Erretter kannten, wussten Sie auch, dass er seinen Worten Taten folgen lassen würde. Beim Krieg im Himmel war keiner der Geister neutral, und auch heute kann man nicht neutral sein, wenn man sich zwischen richtig und falsch entscheiden muss. Der Herr selbst sagte: „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich.“ (Matthäus 12:30.) Sie waren an seiner Seite! Sie warteten begierig auf Ihren Auftrag. Sie wussten, was man von Ihnen verlangte. Sie wussten, wie schwierig es werden würde, aber Sie waren nicht nur überzeugt, Ihre göttliche Mission erfüllen zu können, sondern dass Sie auch etwas in Bewegung setzen würden. Ein Prophet hat über Sie und Ihre Zeit gesagt:
„Gott hat euch nahezu 6000 Jahre zurückbehalten, damit ihr euren Auftritt in den Letzten Tagen vor dem Zweiten Kommen des Herrn habt … Gott hat für die Schlussphase einige seiner stärksten Kinder vorgesehen, die das Reich Gottes zum Sieg führen werden. Und hier kommt ihr ins Spiel! Ihr seid die Generation, die darauf vorbereitet sein muss, ihrem Gott zu begegnen.
Die Propheten haben immer schon durch den Korridor der Zeiten auf die heutige Zeit geblickt. Milliarden Verstorbene und die, die noch nicht geboren sind, richten ihre Augen auf uns. Täuscht euch da nicht – ihr seid eine auserwählte Generation.“ 9
Die Rückkehr zur Tugend kann ein ganzes Volk retten
Als Petrus an die Mitglieder der Urkirche schrieb, forderte er sie auf, mit ihrem „Glauben … Tugend zu verbinden“ (siehe 2 Petrus 1:5). Glaube ohne Tugend wird schnell schwach und stirbt, denn ohne Tugend gibt es keine Reinheit. Ohne Tugend gibt es keine Stärke. Und ohne Tugend gibt es keine Geistigkeit. Wenn Sie wirklich begreifen, wer Sie sind, müssen Sie rein sein, denn „nur wer rein ist, ist auch [geistig] stark“10 Die Macht, von der ich spreche, ist nicht die Macht, die wir in der Welt erleben. Sie hat nichts zu tun mit Ruhm, Stellung, gutem Aussehen, hohem Bekanntheitsgrad oder Reichtum. Die Macht und Stärke, von der ich spreche, bezieht sich auf Tugend – nämlich Keuschheit und sexuelle Reinheit.
Wir leben in einer Welt, in der man sich um Sauberkeit und Reinheit sorgt – um Sauberkeit in der Luft und in der Umwelt, im Wasser und sogar in der Nahrung. In manchen Ländern gibt es Gesetze gegen Umweltverschmutzung und sogar staatliche Umweltschutzbehörden, um dafür zu sorgen, dass wir nicht durch Schadstoffe in der Luft, im Wasser oder in Nahrungsmitteln krank werden. Doch die Gesellschaft toleriert sittliche Verschmutzung in Form von Pornografie auf Plakaten, im Fernsehen, im Internet, in der Unterhaltungsbranche und in anderen Medien. Wir dulden Schmutz, der durch zweideutige Texte, Musik und Sprache in unsere Gedanken eindringt. In gewisser Hinsicht führen wir ein „organisches“ Leben und sorgen nach außen hin für Sauberkeit, obwohl unsere sittlichen Fasern verschmutzt sind. Es ist die mangelnde Tugend, die für so viele Übel in Gesellschaft, Finanzwelt und Staat verantwortlich ist. Ich glaube, dass der Zerfall des Glaubens und der Familie sowie finanzielle Tiefschläge direkt mit der mangelnden Tugend in der Gesellschaft zusammenhängen. Und ich glaube, dass die Rückkehr zur Tugend ein ganzes Volk retten könnte.
Es wird zu gesellschaftlichen Reformen aufgerufen, aber wir brauchen eine sittliche Reform: einen Aufruf zur Rückkehr zur Tugend. Und wenn nicht wir, denen so viel gegeben ist, wie etwa das wiederhergestellte Evangelium Jesu Christi, die Welt zur Tugend zurückführen, wer dann? Sie waren im Vorherdasein Anführer und sind für alles eingetreten, was nun in der Gesellschaft bedroht ist. Sie bereiten sich vor, in jedem Bereich der Gesellschaft Einfluss zu nehmen. Sie – die jungen Erwachsenen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – können und müssen diese Rückkehr anführen.
Im Zweiten Weltkrieg rüttelte Winston Churchill eine ganze Nation wach, als er sagte: „Sie fragen, was unser Ziel ist? Ich antworte mit einem Wort: Sieg – Sieg um jeden Preis, Sieg trotz allen Terrors; Sieg, wie lang und schwer der Weg auch sein mag; denn ohne Sieg gibt es kein Überleben.“11 Meine jungen Brüder und Schwestern, ich möchte diesen Aufruf von Winston Churchill für den Krieg, in dem wir uns heute befinden, ein wenig abwandeln: Sie fragen, was unser Ziel ist? Ich antworte mit einem Wort: Tugend – Tugend um jeden Preis, Tugend trotz aller Widerstände, Tugend, wie lang und schwer der Weg zur Umkehr auch sein mag, denn ohne Tugend kann es keinen Sieg geben.
Im Buch Mormon weiß man von Helaman und seinen jungen Kriegern, dass sie tugendhaft waren und auf das Zeugnis ihrer Mütter bauten. Sie waren „zu allen Zeiten und in allem, was ihnen anvertraut war, treu“ (Alma 53:20). Sie hielten ihre Bündnisse und kämpften dafür, dass auch ihre Eltern ihre Bündnisse halten konnten. Ihr Ziel war der Sieg, und ihre Stärke war die Tugend.
Mormon schrieb seinem Sohn Moroni über den Verfall der Gesellschaft, in der er lebte. Er berichtet, dass man so schlecht und unsittlich geworden war, dass man das, „was vor allem anderen höchst teuer und kostbar ist, nämlich Keuschheit und Tugend“ für wertlos hielt (siehe Moroni 9:9). Ist es möglich, dass unsere Gesellschaft auch an diesem Punkt angelangt ist? In alten Zeiten wurde jemand, der das Gesetz der Keuschheit brach, mit einem scharlachroten Buchstaben gekennzeichnet. Heute scheinen diejenigen, die keusch leben, gebrandmarkt zu sein.
Was wird man über Ihre Generation sagen? Wird man Sie als tolerante Generation bezeichnen, als Konsumentengeneration, Generation X oder Y? Wird man Sie die Generation nennen, die man verführte, kein tugendhaftes, sondern nur ein halbherziges Leben zu führen? Oder aber wird man Sie für Ihre Reinheit und Tugend kennen, für Ihren Mut und Ihre Stärke, die übrige Welt zur Rückkehr der Tugend anzuführen? Eine so überwältigende Rückkehr, dass Sie durch Ihr reines Leben und Ihre starke Überzeugung die Entwicklung in der Gesellschaft, ja, sogar die Welt verändern?
Sie bereiten sich auf das Kommen des Erretters vor. Sie müssen Sünde verabscheuen und sich darauf einstellen und vorbereiten, „mehr würdig des Reiches“ zu sein.12 Es wurde prophezeit, dass eines fernen Tages alle Völker sagen werden: „Kommt und lasst uns hinaufgehen zum Berg des Herrn … und er wird uns in seinen Wegen unterweisen, und wir werden auf seinen Pfaden wandeln; denn von Zion wird das Gesetz ausgehen.“ (2 Nephi 12:3.) Sind Sie die Generation, die diesen Anstieg anführt?
Bewahren Sie die Tugend
Damit das möglich ist, muss jeder von uns die Tugend bewahren. Schwestern, bewahren Sie Ihre Tugend. Sie ist wirklich, wie Mormon beschrieben hat, „vor allem andern höchst teuer und kostbar“, und Sie sind es auch (siehe Moroni 9:9). Sie sind Töchter Gottes. Sie tragen in sich die heilige Kraft, sterbliches Leben zu erschaffen und eine Mutter der erwählten und reinen Geister des himmlischen Vaters zu werden. Das ist eine der größten Gaben Gottes an seine kostbaren Töchter. Bewahren Sie diese Kraft, indem Sie nach den Grundsätzen leben, sich anständig kleiden und verhalten und tugendhaft bleiben. Bewahren Sie die Kraft durch reine Gedanken und Taten. Gestatten Sie niemandem, sich an diesen Gottesgaben zu vergreifen. Dann werden Sie, Ihre Familie und die Generationen nach Ihnen gestärkt und gesegnet.
Brüder, auch Sie müssen Ihre Tugend bewahren. Sie tragen das Priestertum – die Macht, hier auf Erden in Gottes Namen zu segnen und zu handeln. Der Herr hat die Priestertumsträger aufgefordert, Tugend und Heiligkeit vor ihm zu üben (siehe LuB 38:24). Bewahren Sie sich die Tugend durch Ihre Gedanken und durch das, was Sie sehen, sagen und tun. Lassen Sie nicht zu, dass Pornografie Ihre Kraft schwächt. Bleiben Sie rein, damit Sie die Macht des Priestertums ausüben können, die Gott Ihnen anvertraut hat. Moroni fasst die Lehren der früheren Propheten über Tugend so zusammen: „Seid weise in den Tagen eurer Bewährung; legt alle Unreinheit ab; bittet nichts, was ihr dann in euren Begierden verzehrt, sondern bittet mit unerschütterlicher Festigkeit darum, dass ihr keiner Versuchung nachgebt, sondern dass ihr dem wahren und lebendigen Gott dient.“ (Mormon 9:28.)
Vor einigen Jahren ging ich mit ein paar Frauen frühmorgens am Tag vor Thanksgiving joggen. Wir nannten es unseren „Thanksgiving-Lauf“ und zählten beim Joggen laut auf, wofür wir dankbar waren. Gerade hatte ich gesagt, dass ich für einen starken, gesunden Körper dankbar bin, als ich auf einer vereisten Stelle der Straße ausrutschte und hinfiel. Als ich aufstehen wollte, merkte ich, dass ich mich verletzt hatte. Mein Bein war gerade über dem Knöchel gebrochen – und ich sage lieber nicht, woher ich das wusste, sonst würde ich auf der Stelle ohnmächtig werden. Mein Mann meinte, wäre ich Football-Nationalspieler, hätte man den Vorfall am Abend im Fernsehen gezeigt.
Da saß ich nun auf der Straße in der trüben Morgendämmerung und wartete auf Hilfe, als ich die Scheinwerfer eines Autos wahrnahm, das gerade auf mich zukam. Mit quietschenden Reifen hielt das Auto an, und ein Mann sprang heraus. Er sagte, er habe gedacht, ich sei ein Müllsack auf der Straße, und wäre beinahe weitergefahren. Ich fragte ihn, ob er ein Mitglied der Kirche sei, und er bejahte. Ich bat ihn, mir einen Segen zu geben, weil ich so starke Schmerzen hatte, dass ich nicht wusste, wie lange ich es in diesem Zustand noch aushalten konnte. Er erwiderte: „Das geht nicht. Das sollte lieber ihr Mann machen.“ Dann stieg er in sein Auto und fuhr weiter.
Später im Krankenhaus wurde ich in eine kleine Kabine in der Notaufnahme gebracht, wo ich auf die Operation warten musste. Als der Vorhang der Kabine zur Seite ging, standen da mein Mann und all unsere fünf Söhne. Als sie mich im Kreis umringten und mir die Hände auflegten, spürte ich ihre Reinheit, ihre Macht und ihre Stärke. Brüder, Priestertumsträger, halten Sie sich rein, damit Sie Ihr Priestertum jeden Augenblick ausüben können. Damals half mir die Macht des Priestertums, die so tugendhaft und heilig ausgeübt wurde.
In einer „schädlichen“ Welt tugendhaft bleiben
Ich glaube fest daran, dass ein tugendhafter junger Mensch, der vom Geist geführt wird, die Welt verändern kann! Aber bevor wir die Welt verändern, müssen wir uns selbst ändern. Präsident Boyd K. Packer hat gesagt, dass wir „in einer Umwelt [leben], die schädlich wird und den Geist vergiftet“.13 Was können wir jetzt also tun, um in einer „schädlichen Welt“ tugendhaft zu bleiben?
Erstens: Umkehren. Ich bin mir natürlich bewusst, dass heute einige zuhören, die sich nicht tugendhaft fühlen und Fehler begangen haben. Deswegen ist die Rückkehr zur Tugend so wichtig. Sie müssen erkennen, dass Sie zurückkehren können. Sie können sich ändern.
Wenn ich mitten in einem Marathon in die falsche Richtung liefe und es bemerkte, liefe ich dann weiter? Ich würde natürlich sofort umkehren! Warum? Ich hätte wertvolle Zeit und kostbare Energie und Kraft verloren, und den Marathon zu beenden, wäre wegen der zusätzlichen Strecke und Zeit viel schwerer für mich. Ich würde nicht weiter in die falsche Richtung laufen, denn ganz gleich, wie lange ich durchhielte, würde ich doch nie die Ziellinie erreichen. Und doch hören viele, die einen sittlichen Fehler begangen haben, eine leise Stimme: „Du hast es vermasselt. Du kannst dich nicht ändern. Es wird sowieso keiner erfahren.“ Ich möchte Ihnen sagen: Glauben Sie das nicht! Der Satan möchte Sie glauben lassen, Sie könnten sich nicht ändern, aber das stimmt ganz und gar nicht.14 Aufgrund des Sühnopfers des Erretters ist Umkehr immer möglich. Präsident Monson hat zu jedem von uns, der Fehler begangen hat, gesagt: „Wenn einer von Ihnen auf dem Wege ausgerutscht ist, dann gibt es Menschen, die Ihnen helfen werden, wieder rein und würdig zu werden: Ihr Bischof oder Zweigpräsident ist gern bereit zu helfen und wird, voll Verständnis und Mitgefühl, alles in seiner Macht Stehende tun, um Sie auf dem Weg zur Umkehr zu unterstützen, damit Sie wieder in Rechtschaffenheit vor dem Herrn stehen können.“ 15
Einige von Ihnen wurden missbraucht und sind das Opfer des sündhaften Verhaltens anderer. Wie Mormon es ausdrückt, wurden Sie dessen beraubt, „was vor allem anderen höchst teuer und kostbar ist, nämlich Keuschheit und Tugend“ (Moroni 9:9). Bitte seien Sie sich bewusst, dass Sie durch das Sühnopfer Christi geheilt werden können. Es trifft Sie keine Schuld, denn Sie haben nicht gesündigt und müssen nicht umkehren. Der Erretter hat nicht nur für unsere Sünden und Fehler gelitten, sondern auch unser Leiden auf sich genommen (siehe Alma 7:11). Durch sein unbegrenztes Sühnopfer heilt er Sie und schenkt Ihnen Frieden. Laufen Sie zu ihm. Durch das Sühnopfer des Erretters erhört Gottvater Ihre Gebete. Er gibt Antwort durch den Heiligen Geist und durch Menschen, denen Sie begegnen.
Ich bin so dankbar für diese Lehre und für den Grundsatz Umkehr. Ohne sie könnte niemand von uns in sein himmlisches Zuhause zurückkehren und rein und würdig genug sein, in der Gegenwart Gottvaters und des Erretters Jesus Christus zu wohnen. Ich bin dankbar, dass in diesen Letzten Tagen das Priestertum wiederhergestellt ist, durch das wir die Hilfe erhalten, die wir brauchen, um zur Tugend zurückzukehren. Durch diese Macht können wir auch „von der Welt unbefleckt“ bleiben, wenn wir würdig vom Abendmahl nehmen (siehe LuB 59:9). Wenn wir jede Woche unser Taufbündnis erneuern, geloben wir, Gottes Gebote zu halten, Jesu Namen auf uns zu nehmen und immer an ihn zu denken. Dafür verspricht er uns, dass sein Geist immer mit uns ist (siehe LuB 20:77, 79). In einer derart verführerischen, verlockenden Welt ist es unumgänglich, dass wir die Führung des Heiligen Geistes empfangen, erkennen und uns darauf verlassen. Diese wunderbare Gabe zeigt uns dann alles, was wir tun sollen (siehe 2 Nephi 32:5). Das ist eine unverrückbare Verheißung, denn der Heilige Geist ist ein Mitglied der Gottheit. Zu seinen Aufgaben gehört es, zu lehren, zu bezeugen, zu trösten und zu warnen. Diese kostbare Gabe reinigt und heiligt auch. So sind der Heilige Geist und Tugend untrennbar miteinander verbunden. Wir werden „durch Feuer und durch den Heiligen Geist“ gereinigt (2 Nephi 31:17). Dann haben wir „keine Neigung mehr …, Böses zu tun, sondern, ständig Gutes zu tun“ (Mosia 5:2).
Zweitens: Wählen Sie Ihre Freunde sehr sorgsam aus. In der heutigen technisierten Gesellschaft verbringen wir vielleicht mehr Zeit mit nicht-menschlichen Freunden als mit Gleichaltrigen. Möglicherweise wählen wir die menschlichen Freunde sehr sorgsam aus, aber beachten kaum, welche anderen Freunde Einfluss auf uns haben. Medien aller Art haben gesellschaftlich einen sehr starken Einfluss. Wir alle haben drei wertvolle Gaben fürs Erdenleben erhalten: den Körper, die Entscheidungsfreiheit und Zeit. Wenn der Satan uns dazu verleitet, unsere Zeit ziellos, unergiebig oder, was noch schlimmer ist, untugendhaft zu verbringen, und uns einredet, dass unser Handeln niemanden beeinflusst, weil wir ja allein sind, dann hat er gewonnen. „Wenn es etwas Tugendhaftes oder Liebenswertes gibt, wenn etwas guten Klang hat oder lobenswert ist, so [müssen] wir danach [trachten].“ (13. Glaubensartikel.)
Suchen Sie sich tugendhafte Freunde und keine, die es nur vorgeben. Vergessen Sie nicht: „Tugend liebt Tugend; Licht hält fest an Licht.“ (LuB 88:40.) Hier wird ein bestimmtes Verhältnis widergespiegelt. Wenn Sie Freunde oder einen Ehepartner für die Ewigkeit suchen, können Sie nicht einfach eine Liste aller Eigenschaften aufstellen, die Sie sich von anderen oder von einem ewigen Partner wünschen. Sie müssen selbst sein, was auf Ihrer Liste steht, und zwar immer, in allem und überall.
Drittens: Beginnen Sie mit einem strengen Training. Wenn man für einen Marathon trainiert, muss man sich an einen strengen Trainingsplan halten, damit man auf die Strecke vorbereitet ist. Das gilt auch für das Leben. Wir befinden uns auf dem Lauf des Lebens und brauchen einen strengen Trainingsplan. Damit der Plan erfolgreich ist, müssen wir darauf notieren, was wir jeden Tag, ohne Ausnahme, unternehmen werden, damit der Geist bei uns sein kann. Das ist für jeden verschieden, aber das tägliche Gebet gehört immer dazu. Der Vater im Himmel hört unsere Gebete und gibt uns Antwort. Ich bezeuge, dass dies stimmt. Die Herausforderung besteht darin, uns dort aufzuhalten, wo wir eine Antwort hören und erkennen können.
Zum strengen Training gehört auch das tägliche Lesen im Buch Mormon. Joseph Smith hat gesagt, „wenn man sich an dessen Weisungen halte, werde man dadurch näher zu Gott kommen als durch jedes andere Buch.“16 Durch das Buch Mormon wächst Ihr Glaube an Jesus Christus, und durch diesen Glauben können Sie der Versuchung standhalten. Dieser Bericht wurde für Sie und Ihre Generation verfasst. Wenn Sie jeden Tag nur fünf Minuten darin lesen, wird das Ihr Leben verändern. Ich weiß, dass das stimmt, denn ich und Tausende andere haben es schon getan. Stellen Sie sich vor, was in fünf Jahren dabei herauskommen würde, wenn sich jeder von uns dazu verpflichtete, jeden Tag fünf Minuten zu lesen.
Und zum Schluss: Lächeln Sie! Und wenn Sie lächeln, denken Sie daran, wer Sie sind. Sie sind Söhne und Töchter des himmlischen Vaters. Er kennt Sie. Er kennt Ihren Namen. Er vertraut Ihnen und hat Sie lieb. Also lächeln Sie! Dieses Training ist einfach, aber man muss es jeden Tag strikt einhalten.
Streben Sie vorwärts – verlieren Sie nicht den Mut!
Ich möchte dieser Liste noch einen Vorschlag hinzufügen: Streben Sie vorwärts, erfüllt vom vollkommenem Glanz der Hoffnung (siehe 2 Nephi 31:20). Verlieren Sie nicht den Mut! Manchmal ist die Reise schwierig, und sie wird auch nicht immer einfach sein.
Beim Schriftstudium ist mir immer stärker bewusst geworden, dass der Herr sein erwähltes Volk immer wieder bis an die Grenzen testet und es darin schult, worauf es wirklich ankommt. So erging es beispielsweise auch den Jarediten, als sie am Anfang ihrer Reise ans Meer kamen und dort vier Jahre blieben. Da ging es ihnen wirklich gut! Es ging ihnen sogar so gut, dass sie vergaßen, den Herrn anzurufen – doch der Herr hatte etwas anderes mit ihnen vor. Er züchtigte den Bruder Jareds drei Stunden lang. Er warnte ihn sogar vor, dass der nächste Abschnitt der Reise schwierig werden würde – sie würden in den Tiefen des Meeres verschlungen und von den Winden getrieben werden. Er beruhigte ihn jedoch auch mit sieben schönen Worten: „Ich bereite euch gegen dies alles vor.“ (Ether 2:25.) Der Herr bereitet Sie vor, und er bereitet Ihnen einen Weg!
Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir völlig unterschätzen, welch großen Segen und welche Erkenntnis wir uns aneignen könnten, wenn wir bereit wären, an unsere Grenzen zu gehen. Vielleicht hat Nephi aus diesem Grund gesagt:
„Weh sei dem, der in Zion sorglos ist!
Weh sei dem, der ruft: Alles ist wohl!
Ja, weh sei dem, der auf die Weisungen der Menschen hört und die Macht Gottes und die Gabe des Heiligen Geistes leugnet!“ (2 Nephi 28:24-26.)
Es heißt, wir wären im Begriff, eine Generation von Zuschauern und Kritikern zu werden. Ich möchte Ihnen eine meiner Lieblingsaussagen vorlesen. Sie hängt an meinem Spiegel. Sie lautet: „Nicht die Kritik zählt, auch nicht derjenige, der darauf hinweist, dass ein starker Mensch gefallen ist oder was der, der handelt, hätte besser machen können. Die Ehre gebührt dem Mann in der Arena, dessen Gesicht mit Staub, Schweiß und Blut verschmiert ist, der tapfer strebt, der Fehler begeht, immer wieder scheitert (denn mit allen Mühen gehen Fehler und Unzulänglichkeiten einher), der jedoch immer bestrebt ist, seine Taten zu vollbringen, der die große Begeisterung, die große Hingabe kennt, der sich in einer guten Sache engagiert, der bestenfalls am Ende den Triumph kennt, Großartiges erreicht zu haben, oder schlimmstenfalls nur deshalb scheitert, weil er viel gewagt hat. Sein Platz wird nie bei den kalten, scheuen Seelen sein, die weder Sieg noch Niederlage kennen.“ 17
Seien Sie nicht nur ein Zuschauer oder Kritiker. Das waren Sie doch auch nicht im Vorherdasein. Sie waren damals nicht neutral. Sie waren unverrückbar. Lassen Sie nicht zu, dass gerade diejenigen, die Toleranz einfordern, Sie und Ihre Ansichten nicht dulden. Sie befinden sich in der Arena, wo alles, was Sie damals verteidigt und gewählt haben, jetzt stattfindet. Werden Sie nicht müde, lassen Sie sich nicht ablenken oder abkanzeln! Seien Sie bereit, an Ihre Grenzen zu gehen, und streben Sie vorwärts, erfüllt vom vollkommenen Glanz der Hoffnung (siehe 2 Nephi 31:20).
Entrollen Sie Ihr Banner der Tugendhaftigkeit
In aller Welt stehen junge weibliche Mitglieder der Kirche dafür ein, rein und keusch zu bleiben. Junge Schwestern und einige junge Brüder haben Berge bestiegen und ihr persönliches Banner aufgestellt und sich verpflichtet, zur Tugend zurückzukehren und rein und keusch zu bleiben. Werden Sie sich ihnen anschließen? Denken Sie an Ihr persönliches Banner. Was würden Sie darauf schreiben, wenn es Ihre einzige oder letzte Botschaft an die Welt wäre? Wie würde Ihr Banner aussehen?
Zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort wurde ebenfalls ein Banner entfaltet. Das tat ein mutiger Mann, Moroni, der sich für die Sache der Rechtschaffenheit einsetzte. Die Gesellschaft, in der er lebte, war in Aufruhr. Die Gier nach Macht, Reichtum und Ansehen hatte dazu geführt, dass einige der Stärksten und Entschlossensten, wie es im Buch Mormon steht, „nach und nach“ vergiftet wurden (siehe Alma 47:18). Das heißt: Diejenigen, die eigentlich entschlossen waren, keinen Kompromiss einzugehen, wurden nach und nach genau dazu überredet. Alexander Pope beschrieb auf diese Weise, was es heißt, „nach und nach“ vergiftet zu werden:
Das Laster ist grausam, es lässt dich erblassen,
du musst es nur sehen, um es zu hassen.
Doch nimmst du sein Angesicht häufig in Kauf,
wird Leid dir zu Mitleid und froh nimmst du’s auf. 18
In dieser Lage entfaltete Moroni sein Banner – das Banner der Freiheit – und rief zur Verteidigung von Familie, Frau und Kindern, Religion und Gott auf. Er verhielt sich weder neutral noch passiv. Er zeigte auch keine Toleranz. Er war im Recht! Kühn schritt er voran. In den Schriften wird Moroni so beschrieben, wie meiner Meinung nach auch viele von Ihnen sind: „Wenn alle Menschen so gewesen wären und jetzt wären und immer so sein würden wie Moroni, siehe, dann wären selbst die Mächte der Hölle für immer erschüttert; ja, der Teufel hätte niemals Macht über das Herz der Menschenkinder.“ (Alma 48:17; siehe auch Alma 46:12,13,18, 21.)
Sie sind das Banner! Ihr reines, tugendhaftes Leben ist das Banner, das die Völker der Erde dazu bringt, aufzuschauen und zum Tempel zu kommen. Wenn Sie tugendhaft bleiben, wird der Heilige Geist Sie führen, und durch Ihre Tugend ist es Ihnen möglich, oft in den Tempel zu gehen. Wenn Sie keinen Tempelschein haben, ist es an der Zeit, würdig zu werden und einen zu bekommen. Dies ist Ihr Werk. In einer Welt, die immer finsterer wird, verleiht der Tempel Ihnen Stärke und Schutz und ist nicht nur für Sie ein Panier, sondern für alle Völker. Die Rückkehr zur Tugend ist eine Rückkehr zum Tempel, und die Rückkehr zum Tempel ist eine Rückkehr zum Erretter.
Tugend bringt Segnungen der Ewigkeit
Vor 41 Jahren kniete ich an einem Altar im Salt-Lake-Tempel und ging ein Bündnis mit diesem wunderbaren Mann ein, der hier neben mir auf dem Podium sitzt. Diese Entscheidung hat sich auf alles ausgewirkt, was in den Jahrzehnten danach geschah. Was ich Ihnen damit sagen möchte: Gehen Sie in den Tempel! Lassen Sie sich nicht ablenken. Vergessen Sie nicht, wer Sie sind! Lassen Sie nicht zu, dass irgendetwas Sie der Segnungen unwürdig macht, die im heiligen Tempel Gottes auf Sie warten.
Ich möchte Ihnen vorlesen, was in Lehre und Bündnisse 121:45,46 steht. Diese Worte beziehen sich auf diejenigen, die berufen und erwählt sind und tapfer ausharren. Sie gelten für Sie in der heutigen, schwierigen Zeit, wie sie auch für Joseph Smith und die Mitglieder in der schwierigen Anfangszeit der Kirche galten. „Lass Tugend immerfort deine Gedanken zieren; dann wird dein Vertrauen in der Gegenwart Gottes stark werden, und … der Heilige Geist wird dein ständiger Begleiter sein.“
Wenn wir tugendhaft sind, wird uns verheißen, dass wir voll Zuversicht in Gottes Gegenwart stehen werden – heilig und ihm gleich. Uns wird die Macht des Priestertums verheißen, die göttliche Macht, weil wir tugendhaft sind! Uns wird verheißen, dass der Heilige Geist unser ständiger Begleiter ist, der Zeugnis gibt, uns führt, warnt, tröstet und heiligt. Und schließlich wird uns verheißen, dass wir ewiges Leben haben werden, die größte aller Gaben Gottes. Wir werden zu Göttern und ein göttliches Leben führen, wenn wir tugendhaft sind. Wir werden sein wie Gott – so rein, wie er ist.
Die Reise nach Zion – einem reinen Herzen – erfordert alles, was wir besitzen. Ich bete darum, dass wir alle den Wunsch und die Kraft haben mögen, bis an die Grenzen zu gehen, wenn wir uns auf den Lauf des Lebens vorbereiten, und dass wir wie Agnes Caldwell nach der Hand des Meisters greifen. Seine Verheißung gilt uns allen: „Ich werde vor eurem Angesicht hergehen. Ich werde zu eurer rechten Hand sein und zu eurer linken, und mein Geist wird in eurem Herzen sein und meine Engel rings um euch, um euch zu stützen.“ (LuB 84:88.) Ich bezeuge, dass der Vater im Himmel und sein Sohn, Jesus Christus, leben und uns auf das große Werk vorbereiten, das im heiligen Tempel verrichtet wird – nicht nur als Vorbereitung auf das Zweite Kommen des Erretters, sondern für unsere Erhöhung. Das sage ich im Namen Jesu Christi. Amen.
Anmerkungen
1. „Der JD-Leitgedanke“, Mein Fortschritt: Programm für Junge Damen, Broschüre, 2001, Seite 5
2. Siehe A. Theodore Tuttle, Becoming Goodly Parents, Brigham Young University Speeches of the Year, 12. Dezember 1967
3. Agnes Caldwell Southworth, in Susan Arrington Madsen, I Walked to Zion: True Stories of Young Pioneers on the Mormon Trail, 1994, Seite 57–59
4. Susan Arrington Madsen, I Walked to Zion, Seite 59
5. Verkündet mein Evangelium!, 2004, Seite 139
6. Webster’s New World College Dictionary, 4. Auflage, 2002, „virtue“, Seite 1597
7. Russell M. Nelson, Liahona, Juli 2001, Seite 37
8. Siehe Sheri L. Dew, „You Are a Pivotal Generation“, Ansprache bei einer Andacht an der BYU Hawaii, 17. Februar 2009
9. Ezra Taft Benson, „In His Steps“, in 1979 Devotional Speeches of the Year, 1980, Seite 59
10. Siehe M. Russell Ballard, Der Stern, Januar 1991, Seite 34
11. Winston Churchill, Rede im Britischen Unterhaus, 13. Mai 1940, www.americanrhetoric.com/speeches/winstonchurchillbloodtoiltearssweat.htm
12. „Mehr Heiligkeit gib mir“, Gesangbuch, Nr. 79
13. Boyd K. Packer, „Faith in the Lord Jesus Christ and His Atonement“ (Ansprache bei einem Seminar für neue Missionspräsidenten, 27. Juni 2009, Seite 5
14. Siehe Für eine starke Jugend, Broschüre, 2001, Seite 29, 30
15. Thomas S. Monson, Liahona, Mai 2008, Seite 65ff.
16. Joseph Smith, in History of the Church, 4:461
17. Theodore Roosevelt, „Citizen in a Republic“, Rede an der Sorbonne in Paris, 23. April 1910, Presidential Addresses and State Papers and European Addresses, December 8, 1908, to June 7, 1910, Band 8 von Presidential Addresses and State Papers, Homeward Bound Hg., 1910, Seite 2191
18. Alexander Pope, An Essay on Man, 1732, Text 2, Zeile 217 bis 220, in The Complete Poetical Works of Pope, Hg. Henry W. Boynton, 1931, Seite 144
© 2009 by Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Genehmigung: Englisch 10/08, Übersetzung 10/08. Das Original trägt den Titel: Zion Is the Pure in Heart. German. PD50013476 150