Unser Prophet: Thomas S. Monson

William R. Walker

von den Siebzigern

CES-Andacht für junge Erwachsene • 5. Mai 2013 • Brigham-Young-Universität Idaho

 
William R. Walker

„Wir danken, o Gott, für den Propheten“ (Gesangbuch, Nr. 11). Dieses Lied ist eines der besonderen Kennzeichen der Kirche. Wir danken Gott wirklich für einen Propheten, der uns in diesen Letzten Tagen führen soll.

Dass Gott uns einen Propheten gegeben hat, ist ein Kernstück im Glauben und in der Überzeugung der Mitglieder überall. Wir wissen, dass Gott lebt und dass er uns liebt. Wir wissen, dass er uns seinen Sohn Jesus Christus als Erretter und Erlöser gesandt hat, und wir wissen, dass er uns einen Propheten gegeben hat.

Diejenigen, die in der Anfangszeit der Kirche lebten, waren sehr dankbar, dass sie zur Zeit des Propheten Joseph Smith lebten. Die Botschaften und Zeugnisse der Wiederherstellung haben die frühen Heiligen oft selbst miterlebt.

In den Jahren, als Brigham Young über die Kirche des Herrn präsidierte, hat sich Wunderbares ereignet. Die Heiligen zogen nach Westen und ließen sich mitten in den Rocky Mountains nieder. Dort entwickelte sich die Kirche gut. Diejenigen, die in dieser Epoche lebten, sahen es als einen großen Segen an, dass sie zur Zeit des Propheten Brigham Young lebten.

Dieses Muster setzte sich fort, als der Herr große und edle Männer schickte, um die Angelegenheiten seiner Kirche zu leiten. Meine Eltern und Großeltern haben mit tiefer Verehrung und Zuneigung von dem Propheten ihrer Zeit – Präsident Heber J. Grant – gesprochen.

Meine Frau und ich und viele Ihrer Eltern und Großeltern waren begeistert vom großartigen Beispiel und den bemerkenswerten Worten des Propheten David O. McKay. Seine Nachfolger waren: Joseph Fielding Smith, Harold B. Lee, Spencer W. Kimball, Ezra Taft Benson und Howard W. Hunter. Jeder dieser Männer war auf wunderbare Weise darauf vorbereitet, die Kirche über einen vom Herrn selbst bestimmten Zeitraum hinweg zu leiten. Jeder genoss die Zuneigung und die Unterstützung der Mitglieder.

Die meisten von Ihnen, die heute Abend hier sind, erinnern sich gern, was für ein großartiger Führer Präsident Gordon B. Hinckley war. Was für ein Segen, zu der Zeit gelebt zu haben, als er Präsident der Kirche war!

Vor fünf Jahren wurde Präsident Hinckley vom Herrn heimgerufen, und Thomas S. Monson wurde der Präsident der Kirche – der heutige Prophet des Herrn auf der Erde. O, was für ein Segen ist es für Sie und mich, in dieser wunderbaren Zeit zu leben, da wir von solch einem großen Propheten geleitet werden!

Dies ist die Kirche des Herrn. Er plant das Leben dieser großen Apostel und stellt sie an den Platz, wo sie die Kirche leiten können. Es ist eine Tatsache, dass es zu den charakteristischen Merkmalen der Kirche des Herrn gehört, in der heutigen Zeit Apostel und Propheten auf der Erde zu haben.

Der Apostel Paulus schreibt über die Kirche, dass sie „Apostel und Propheten“ hat; „der Schlussstein ist Christus Jesus selbst“ (Epheser 2:20). So war es, und so ist es. Die Kirche des Herrn zeichnet sich dadurch aus, dass sie Apostel und Propheten hat, der Schlussstein ist Jesus Christus selbst. Jeder Präsident der Kirche hat bezeugt, dass Jesus Christus das Oberhaupt dieser Kirche ist.

Da gibt es keine Zufälle und keine Fehler, und es finden keine Wahlkampagnen statt. Wenn es um die Nachfolge in der Präsidentschaft der Kirche des Herrn geht, hat der Herr zu bestimmen, und sein Wille wird gewiss getan.

Ich bezeuge Ihnen: Es ist der Wille des Herrn, dass wir heute von Präsident Thomas S. Monson geleitet werden. Er ist heute der Prophet des Herrn auf der Erde.

Was Jeremia, der Prophet aus dem Alten Testament, uns über Propheten gesagt hat, trifft auch auf Präsident Monson zu, wie wir wissen. Die Schriftstelle lautet: „Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“ (Jeremia 1:5.)

Ich möchte heute über das Leben und das geistliche Wirken von Präsident Thomas S. Monson, dem 16. Präsidenten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, sprechen.

Präsident Hinckley hat mich in seinem letzten Lebensjahr zum Direktor der Tempelabteilung ernannt, und Präsident Monson hat mich dadurch geehrt, dass er mir erlaubt hat, diesen Auftrag weiterhin auszuführen. In den letzten sechs Jahren genoss ich die große und unvergessliche Segnung, Präsident Thomas S. Monson und seinen Ratgebern in Angelegenheiten, die den Tempel betrafen, behilflich zu sein. Ich habe an seiner Seite gesessen, und Präsident Monson hat mir viele Ratschläge und Anweisungen erteilt, was den Tempel und damit verbundene Fragen betrifft. Er hat mich eingeladen, ihn zu Tempelweihungen, zu Feiern anlässlich des Ersten Spatenstichs und zur Besichtigung möglicher Tempelgrundstücke zu begleiten. Ich durfte mit ihm um die Welt reisen, so weit weg wie nach Kiew in der Ukraine oder Cebu auf den Philippinen und zu anderen interessanten Orten wie zum Beispiel Rom.

Bei seinen Reisen kreuz und quer durfte ich miterleben, wie viel Liebe er den Menschen entgegenbringt – nicht nur Mitgliedern der Kirche, sondern allen Menschen. Ich habe beobachtet, wie herzlich und freundlich er immer ist, sanft wie Christus und einfühlsam, besonders gegenüber Kindern, alten und kranken Menschen. Viele Male, wenn ich Präsident Monson zusah, habe ich gedacht: „So würde der Heiland handeln. So würde der Heiland Menschen behandeln.“

Ich habe seine nie endende Begeisterung gesehen, seine Energie und seine Entschlossenheit, seine Lebensfreude und seinen innigen Wunsch, dem Herrn zu dienen und so zu handeln, wie der Erretter es wünscht. Er wird es niemals müde, das Werk des Herrn zu tun.

In Lehre und Bündnisse, Abschnitt 52, Vers 14, sagt der Herr: „Ich werde euch in allem ein Muster geben, damit ihr nicht getäuscht werdet.“

Ich mag diese Schriftstelle sehr, denn ich entnehme ihr, dass der Herr mir ein Muster geben und mir zeigen wird, wie ich handeln und leben soll. Aber da geht es nicht nur um mich. Es geht um jeden von uns. Der Herr zeigt uns den Weg. Er gibt jedem von uns ein Muster, um uns zu zeigen, wie wir leben sollen.

Ich denke, zu den wichtigen Mustern in unserem Leben gehört das Leben des Propheten, der die Kirche des Herrn in unserer Zeit führt und leitet. Wie ich schon erwähnte, war in meiner Jugend Präsident David O. McKay mein Muster. Ich mochte ihn sehr, habe ihn unterstützt, für ihn gebetet, seine Worte gründlich studiert, und ich wollte ihm so ähnlich sein, wie ich es mir nur vorstellen konnte.

Ich vermute, dass für viele Ihrer Eltern, als sie jung waren, Präsident Spencer W. Kimball das Muster war. Natürlich ist es der größte Wunsch von uns allen, unser Leben nach dem Muster des Erretters zu gestalten – ihm nachzufolgen, nach seinen Geboten zu leben und ihm so ähnlich zu sein, wie wir nur können.

In 3 Nephi 27:27 fragt und erklärt Jesus: „Was für Männer sollt ihr sein? Wahrlich, ich sage euch: So, wie ich bin.“

Das ist unser Hauptziel – so zu sein wie er.

In jedem Büro, das Präsident Monson benutzt hat, seit er als Bischof berufen wurde, hing an der Wand ein bekanntes Bild des Heilands, gemalt von Heinrich Hofmann. Es ist ein schönes Bild des Erretters.

Über dieses Bild hat Präsident Monson gesagt: „Ich liebe dieses Bild. Ich habe es, seit ich mit 22 Jahren Bischof war, mitgenommen, wohin auch immer mein Dienst mich führte. Ich habe versucht, mein Leben nach dem Beispiel des Meisters zu gestalten. Immer wenn ich eine schwierige Entscheidung zu treffen hatte, habe ich das Bild angesehen und mich gefragt: ,Was würde er wohl tun?‘ Und dann habe ich mich bemüht, das zu tun.“ (Heidi S. Swinton, To the Rescue: The Biography of Thomas S. Monson, Seite 135.)

Ich weiß, dass Präsident Monson gedenkt, dem Beispiel Jesu zu folgen. Einmal war ich mit Präsident Monson bei einer Veranstaltung vor einer Tempelweihung. Er war an dem Tag gerade erst eingeflogen, und als die abendliche Versammlung sich ihrem Ende näherte, dachte ich, Präsident Monson müsse müde sein, und wollte dafür sorgen, dass er vor den Ereignissen am nächsten Tag etwas ausruhen konnte. Beim Schlusslied lehnte ich mich zu Präsident Monson hinüber und sagte: „Präsident, wenn wir uns nach dem Schlussgebet zur Seitentür hinausschleichen, können wir Sie schnell ins Hotel bringen und Sie können sich ausruhen.“

Er sah mich verwundert an und sagte: „Elder Walker, wenn Jesus hier wäre, denken Sie, er würde sich am Ende der Versammlung zur Seitentür hinausschleichen?“

Ich habe diesen Vorschlag nie wieder gemacht. Wie es der Erretter getan hätte, wollte Präsident Monson mit den Menschen zusammen sein. Er dachte überhaupt nicht an sich selbst. Er dachte darüber nach, was er Gutes tun könnte.

Ich hatte schon immer das Gefühl, dass ich ein besserer Mensch sein kann, wenn ich mein Leben nach dem Muster rechtschaffener Vorbilder ausrichte, die der Herr mir auf den Weg gestellt hat: meine Großeltern, meine Eltern, meine Bischöfe, meinen Missionspräsidenten und natürlich den Propheten Gottes, den ich sehen und hören kann und für den ich jeden Tag bete. Ich bin sicher, dass die meisten von Ihnen das auch tun.

In meinem Leben war es ein wunderbarer Segen, dass ich mich bemüht habe, mehr so wie der Herr zu sein und mehr so wie sein Prophet zu sein – Präsident Thomas S. Monson.

Ich möchte Ihnen einiges aus dem Leben und den Worten Präsident Monsons nahebringen, und dabei werden Sie hoffentlich Eigenschaften erkennen, die Sie auch in Ihrem Leben haben möchten. Es wäre für uns alle ein Segen, wenn wir unser Leben nach dem Muster des Propheten des Herrn gestalten und von ihm lernen wollten.

Wie Nephi und wie die meisten von Ihnen stammt Thomas S. Monson von guten Eltern. Er wurde am 21. August 1927 in Salt Lake City geboren. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, woher er kommt. Mit seinem zurückhaltenden Sinn für Humor und völlig damit zufrieden, wer er ist, sagt Präsident Monson gelegentlich, er brauche sich keine Gedanken darüber zu machen, von welcher Seite der Eisenbahnschienen er stammt – weil er zwischen den Schienen aufwuchs.

Mich hat immer beeindruckt, wie freudig er von seiner Jugend erzählt. Ich denke, er hatte viel Ähnlichkeit mit Nephi. Laman und Lemuel waren anscheinend gut darin, bei allem zu sehen, wo es klemmte und was daran schlecht war. Nephi hingegen war positiv eingestellt, optimistisch und dankbar. Er sah das Gute in allem, was ihn umgab. Auf diese Art ist Tommy Monson aufgewachsen – und er ist sein ganzes Leben lang so gewesen!

Er war ein guter Schüler, und was vielleicht noch wichtiger ist, er war ein guter Junge. Er zeigte, dass er den Wunsch hatte, sich im Dienst des Herrn zu bewähren, als er zum Sekretär des Diakonskollegiums in seiner Gemeinde berufen wurde. Fast 70 Jahre später, als Präsident der Kirche, erinnerte er sich ein wenig stolz an seinen Wunsch, die Protokolle seines Diakonskollegiums so gut zu führen wie irgend möglich. Er dachte nicht etwa: „Warum bin ich der Sekretär und nicht der Präsident des Kollegiums?“ Er wollte nur seine Arbeit gut erledigen. Er war zu einem Amt in der Kirche des Herrn berufen worden und wollte sein Bestes geben. Er wollte, dass die Protokolle für sein Diakonskollegium sauber und ordentlich waren, und so schrieb er sie mit der Schreibmaschine. Als 12-jähriger Junge gab er uns ein wunderbares Beispiel.

Wenn Ihnen das bemerkenswert vorkommt, bin ich nicht überrascht. Sein Pfahlpräsident fand es auch bemerkenswert. Als er von der ausgezeichneten Arbeit des jungen Tommy hörte, übertrug er ihm eine Ansprache auf der Pfahlkonferenz – als Sekretär des Diakonskollegiums! Haben Sie jemals gehört, dass der Sekretär eines Diakonskollegiums auf der Pfahlkonferenz gesprochen hat? Was für ein Beispiel für uns alle!

Er schloss die Highschool ab und ging zur Marine der Vereinigten Staaten. Er diente seinem Land und blieb dabei sauber und tugendhaft. Er kehrte vom Militärdienst zurück und arbeitete schwer, um eine gute Ausbildung zu bekommen. Er war ein guter Student – wieder ein großes Beispiel für uns alle! (Ein beispielhaft guter Student zu sein, ist für manche von Ihnen vielleicht wichtiger als für andere.)

Er verliebte sich in ein hübsches Mädchen aus der Kirche namens Frances Johnson. Er machte ihr den Hof und bat sie bald darauf, ihn zu heiraten. Sie heirateten am 7. Oktober 1948, mit 21 Jahren, im Salt-Lake-Tempel. Was für ein Beispiel für uns alle! (Dies ist wiederum für manche von Ihnen vielleicht wichtiger als für andere.)

Obwohl er erst 18 Monate verheiratet war und sich bemühte, in seiner neuen Arbeit voranzukommen, nahm er die Berufung vom Herrn an, einer großen Stadtgemeinde als Bischof zu dienen. Es war die Gemeinde, in der er aufgewachsen war. (Denken Sie nur!) Er sagte nicht: „Es ist nicht die richtige Zeit“ oder „Ich bin zu jung“, sondern er nahm die Berufung an, vertraute auf den Herrn und stürzte sich mit aller Energie und allem Talent, die der Herr ihm gegeben hatte, auf die Aufgabe. Er wollte im Dienst des Herrn so gut wie nur möglich sein.

Der junge Bischof fand an einer Schriftstelle Gefallen, die für jeden von uns genauso ein Segen sein kann wie für ihn.

„Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit;

such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade.“ (Sprichwörter 3:5,6.)

Noch heute zitiert Präsident Monson diese Schriftstelle häufig und hält sich auch selbst an das, was sie besagt. Was für ein Vorbild ist er für uns alle! Wir täten alle gut daran, an diese Schriftstelle zu denken und sie zu einem wichtigen Teil unserer Lebensanschauung zu machen – genau wie Präsident Monson.

Bischof Monsons Gemeinde umfasste mehr als 1000 Mitglieder, darunter 84 Witwen. Wir durften gelegentlich auf der Generalkonferenz oder bei anderen Anlässen von ihm hören, was für schöne Erlebnisse er hatte, als er diese Witwen betreute, für die es ein Segen war, dass sie unter seine Obhut kamen.

Jedes Mal, wenn ich ihn von seinen Erfahrungen als Bischof erzählen höre, stelle ich beeindruckt fest, dass er nach seiner Entlassung als Bischof nicht aufhörte, an den Mitgliedern seiner Gemeinde liebevoll Anteil zu nehmen. Er wurde mit 27 Jahren in die Pfahlpräsidentschaft berufen, aber selbst viele Jahre später (nach seiner Berufung als Missionspräsident und als Apostel) hing er noch an den älteren Mitgliedern seiner Gemeinde, kümmerte sich um sie und gab auf sie acht. Er mochte und betreute sie ganz offensichtlich nicht nur, weil er einen Auftrag hatte. Seine Zuneigung und seine Anteilnahme waren ihm tief ins Herz gedrungen und konnten ihm durch keinen Wechsel der Aufgaben genommen werden.

Hierin hat Präsident Monson uns den Weg gezeigt. Es ist ein besserer Weg; es ist der Weg und die Weise des Herrn. Er hat andere lieb und kümmert sich um sie – genau wie der Herr es uns aufgetragen hat. Was für ein Vorbild ist er für uns alle!

Mit 31 Jahren wurde Präsident Monson als Präsident der Kanadischen Mission der Kirche mit Sitz in Toronto in der Provinz Ontario berufen. Geradeso, wie er es als Bischof getan hatte, stürzte er sich auf diesen Auftrag, gab dafür alles, was er hatte, und vertraute von ganzem Herzen auf den Herrn. Alle in seiner Umgebung konnten seine Liebe zum Herrn, seine Liebe zu Frau und Kindern, seine Liebe zu den Missionaren und den Mitgliedern und seine Liebe zu Kanada sehen, dem Land, in dem zu dienen er berufen war. Sein Einfluss als Missionspräsident war weitreichend und ist bis heute unermesslich. Seine Missionare hingen an ihm und bemühten sich, so zu leben, dass ihr Missionspräsident stolz auf sie war. Daraus können wir alle lernen.

Wie nach seiner Entlassung als Bischof blieben die Gefühle und die Zuneigung erhalten, die er für seine Missionare und die Heiligen empfand, die das Glück hatten, seiner Obhut anvertraut zu sein. Ich bin Zeuge gewesen von Präsident Monsons niemals nachlassender Zuneigung und seinem Interesse an den Missionaren, die unter ihm in der Kanadischen Mission dienten. Was für ein Vorbild!

Ich weiß, dass die Missionare, die Thomas S. Monson als Missionspräsidenten haben durften, sich bemühten, dem Muster zu folgen, das Präsident Monson und seine Frau ihnen vorlebten – wie man nämlich im Reich des Herrn rechtschaffen dient. Zur Veranschaulichung möchte ich auf die erstaunliche Tatsache hinweisen, dass von den 141 Tempelpräsidenten, die es derzeit auf der Welt gibt, fünf als junge Missionare unter Präsident Monson der Kanadischen Mission angehörten.

Tausende von Ihnen, die Sie heute Abend mit uns sind, sind zurückgekehrte Missionare. Ich bete, dass jeder von uns dem Beispiel dieser fünf Tempelpräsidenten folgen und sich bemühen möge, treu dem Weg zu folgen, den unsere Missionspräsidenten uns vorgelebt haben, und rechtschaffen dienen.

Es berührte mich, als ich jüngst in den Church News ein Foto sah, wie Präsident Monson in Toronto einen Mann im Krankenhaus besuchte (siehe „Teachings of the Prophet“, Church News, 3. Februar 2013, Seite 7). Dieser Mann hatte 50 Jahre zuvor an Präsident Monsons Seite gedient. Präsident Monson hatte ihn nicht vergessen. All die vielen Jahre und Meilen konnten Präsident Monson nicht die liebevollen und dankbaren Gefühle nehmen, die sich bei denen einstellen, die gemeinsam dem Herrn dienen. Ich hoffe, jeder von uns wird seinem Beispiel folgen und diejenigen nicht vergessen, die uns in früheren Jahren ein Segen gewesen sind.

1963, als er 36 Jahre alt war, wurde Thomas S. Monson zu Präsident David O. McKay, der damals der Präsident der Kirche war, ins Büro gebeten. Bei diesem Treffen berief Präsident McKay ihn zum Apostel des Herrn Jesus Christus.

Präsident Monson ist der einzige Apostel, der in den letzten 100 Jahren in so jungen Jahren zu den Zwölf berufen wurde. Sicherlich leitete die Hand des Herrn die Berufung dieses jungen Apostels, weil der Herr wusste, dass Thomas S. Monson die Kirche in unserer Zeit leiten würde.

Bei der kommenden Herbst-Generalkonferenz jährt sich Thomas S. Monsons Berufung zum Apostel zum 50. Mal. Ist das nicht wunderbar! (Seit Joseph Fielding Smith haben wir keinen Apostel gehabt, der sein 50. Jubiläum bei den Zwölf feiern konnte.)

In 22 Jahren war Präsident Monson Ratgeber von drei Präsidenten der Kirche: Ezra Taft Benson, Howard W. Hunter und Gordon B. Hinckley. Am 3. Februar 2008 wurde Thomas S. Monson als Präsident der Kirche ordiniert und eingesetzt. Ihm stehen zwei vortreffliche und großartige Ratgeber zur Seite: Präsident Henry B. Eyring und Präsident Dieter F. Uchtdorf. Sie sind die drei präsidierenden Hohen Priester, die heute die Kirche des Herrn auf Erden leiten (siehe LuB 107:22).

Präsident Monsons beachtliches Wirken ist schon oft mit den Worten „zur Rettung“ beschrieben worden. Heidi Swinton schrieb eine wunderbare Biografie über das Leben von Präsident Monson und nannte sie passend To The Rescue – zur Rettung. Diese Biografie wurde 2010 veröffentlicht. Falls Sie sie noch nicht gelesen haben, empfehle ich sie Ihnen. Sie ist segensreich für Ihr Leben.

Die Botschaft ist natürlich die gleiche, die Jesus uns bei Lukas vermittelt: Lass die 99 zurück und geh und rette den Einen (Lukas 15:4). Das ist der Kern des Evangeliums Jesu Christi: unsere Mitmenschen zu lieben und nichts unversucht zu lassen, um ihnen ein Segen zu sein. Präsident Monson hat diese Grundsätze schon immer vertreten, vor allem aber lebt er auch danach. In seinem Leben gibt es unzählige Beispiele dafür, wie man sich denjenigen zuwendet, die es am nötigsten haben, und sie besucht, sie tröstet oder ihnen hilft: Witwen, Kinder, Kranke, Bedrängte und Menschen, die einsam sind oder deren Herz gebrochen ist.

Der Apostel Jakobus hat geschrieben: „Ein reiner und makelloser Dienst vor Gott, dem Vater, besteht darin: für Waisen und Witwen zu sorgen, wenn sie in Not sind, und sich vor jeder Befleckung durch die Welt zu bewahren.“ (Jakobus 1:27.)

So hat Präsident Monson immer gelebt. Die Lektion für uns lautet: Man muss kein Apostel sein, um so zu leben. Wir können unsere Religion leben, wir können die Vaterlosen und die Witwen besuchen und wir können uns vor jeder Befleckung durch die Welt bewahren. Wir können auf unseren Propheten schauen, um zu sehen, wie das zu machen ist! Wir können uns sagen: „Solch ein Mensch möchte ich sein.“

Vor einigen Jahren gab uns Präsident Monson kurz vor der Generalkonferenz eine weitere wundervolle Lektion. Diesmal war es vor den versammelten Generalautoritäten, die nach Salt Lake City gekommen waren. Viele gehörten irgendwo auf der Welt einer Gebietspräsidentschaft an. Es war eine sehr wichtige Versammlung. Wir waren zusammengekommen, um von der Ersten Präsidentschaft und den Zwölf Aposteln geschult zu werden.

Als der Beginn der Versammlung unmittelbar bevorstand, schienen alle da zu sein außer Präsident Monson, der noch nicht eingetroffen war. Mehrere Minuten, bevor die Versammlung beginnen sollte, hörten wir auf, uns miteinander zu unterhalten, saßen andächtig da und hörten dem Vorspiel zu. Wir dachten, dass der Präsident jeden Moment hereinkommen würde.

Wir warteten geduldig. Es wurde neun Uhr, und schließlich war neun Uhr vorbei. Einige gingen zur Seitentür hinaus, wohl um nachzusehen, ob Hilfe gebraucht würde. Als sie zurückkamen, wurde uns gesagt: „Präsident Monson kommt gleich.“

Etwa 15 Minuten nach dem geplanten Versammlungsbeginn kam Präsident Monson herein. Wir standen alle respektvoll auf. Wir waren glücklich, ihn zu sehen, und froh, dass er gut aussah. Offensichtlich lag kein Grund vor, warum er zu spät kam.

Präsident Monson ging direkt zum Rednerpult und sagte: „Brüder, es tut mir leid, dass ich zu spät komme, aber meine Frau hat mich heute früh gebraucht.“

Ich war tief beeindruckt und beschämt. Ich musste immer wieder über Präsident Monsons Worte nachdenken. Dies war eine sehr wichtige Versammlung. Die ganze oberste Führung der Kirche war versammelt, aber Präsident Monson gab uns allen ein Beispiel. Seine Frau brauchte ihn, und er nahm sich die Zeit, die nötig war, um für sie zu sorgen. Es war eine großartige Predigt. Ich kann mich an nichts anderes mehr erinnern, was an diesem Tag gesagt wurde, nur an diese Predigt: „Meine Frau hat mich gebraucht.“

Diese Predigt wurde bei einer anderen Gelegenheit bekräftigt, als Präsident Monson sagte: „Wenn ich einen Mann sagen höre, dass er seine Frau liebt, dann möchte ich ihm sagen: ‚Beweise es durch die Art und Weise, wie du sie behandelst und wie du ihr dienst.‘“

So ist Präsident Monson: Er schaut immer nach anderen. Er ist immer gütig und kümmert sich um andere.

Man braucht nicht lange in Präsident Monsons Nähe zu sein, um zu spüren, wie sehr er seine liebe Frau, Schwester Frances Monson, liebt und mit ihr verbunden ist. Wenn er von ihr spricht, beginnen seine Augen zu leuchten und er lächelt. Man weiß dann, dass dies ein Mann ist, dessen Liebe zu seiner Frau einem jeden von uns ein Beispiel ist. Präsident Monson und seine Frau zeigen uns beispielhaft, wie ein Mann und seine Frau in ihrer Liebe zum Herrn und dem Wunsch, ihm rechtschaffen zu dienen, verbunden sein können.

Ich möchte dem Herrn mehr gleichen, aber ich möchte auch seinem Propheten mehr gleichen.

Wenn Sie sich fragen, was Präsident Monson sich wohl von Ihnen wünscht, mag Ihnen das folgende Erlebnis helfen, dies zu erkennen:

Im letzten November war der schöne Boise-Idaho-Tempel nach 18-monatiger Schließung wegen Verschönerungs- und Modernisierungsarbeiten bereit, erneut geweiht zu werden. Nach 30 Jahren sinnvoller Nutzung durch die treuen Mitglieder in diesem Teil von Idaho und den umliegenden Gebieten musste er dringend repariert werden. Um die erneute Weihung des Tempels zu feiern, war die Jugend des Tempeldistrikts wie üblich eingeladen worden, nach der Fertigstellung eine große kulturelle Feier zu veranstalten. Es war ein Abend, an dem sie sangen und tanzten und ihren Glauben und ihre Dankbarkeit für den Tempel ausdrückten.

Ich saß neben Präsident Monson, als wir die wundervollen Vorführungen der verschiedenen Pfähle anschauten. In einer Tanznummer trat eine Gruppe reizender Junger Damen auf. Präsident Monson hatte Freude an der Darbietung. Er lehnte sich zu mir herüber und sprach aus, was ihm auf dem Herzen lag. Er sagte: „Ich hoffe, dass jede von ihnen im Tempel heiraten wird. Ich wünsche mir so sehr, dass jede von ihnen diese Segnung erhält – dass sie im Tempel getraut wird.“

Ich dachte: „Ist das nicht wunderbar! Der Prophet Gottes sieht hier diese Jugendlichen mit Gesang und Tanz feiern, doch für ihn ist dies ganz klar mit dem Tempel verbunden, den er am nächsten Morgen weihen wird. Er hofft, dass jeder von ihnen im Tempel heiraten wird.“ Wenn das der Wunsch des Propheten für uns ist, und so ist es, dann sollten wir alle uns das auch für uns selbst wünschen, und es sollte für uns alle ein ganz, ganz wichtiges Ziel sein.

Ich möchte noch von einem anderen Erlebnis berichten:

Präsident Monson, Präsident Eyring und Elder Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel begaben sich im November 2010 zur erneuten Weihung des prächtigen Tempels nach Laie in Hawaii. Am Abend vor der Tempelweihung kamen wir im Cannon Center auf dem Campus der BYU Hawaii zu einer kulturellen Feier zusammen. Das Programm war wunderbar. Die Jugend des Tempeldistrikts erzählte mit Gesang, Tanz und Wort die Geschichte der Kirche in Hawaii. Sie erzählte von den frühen Missionaren und den ersten Bekehrten. Sie erzählte die erstaunliche Geschichte, wie der zukünftige Prophet Joseph F. Smith 1854, als er gerade einmal 15 Jahre alt war, auf eine Mission nach Hawaii berufen wurde. Joseph F. Smith kehrte von seiner dreijährigen Mission kurz vor seinem 19. Geburtstag zurück. (Sie haben gedacht, die jüngste Änderung der Altersgrenze auf 18 Jahre sei etwas ganz Beachtliches gewesen, nicht wahr?)

Im weiteren Verlauf der kulturellen Feier stellten die Jugendlichen das Wachstum der Kirche unter dem polynesischen Volk dar und erzählten, wie Präsident Joseph F. Smith über 50 Jahre später nach Hawaii zurückkehrte und als Präsident der Kirche das Grundstück weihte und den Ersten Spatenstich für den Laie-Hawaii-Tempel vornahm.

Die kulturelle Feier war wundervoll, und alles gefiel Präsident Monson sehr gut. Er freute sich über eine Vorführung der populären Tanznummer „Boogie Woogie Bugle Boy“ aus dem Zweiten Weltkrieg, weil sie ihn an seine Zeit bei der US-Marine erinnerte. In anderen Nummern ging es vor allem um die verschiedenen Tänze der Inselbevölkerung.

Bei einer Nummer wurde der Hula aufgeführt, ein sehr schöner Tanz. Eine der Jungen Damen, die an diesem Tanz teilnahmen, saß in einem Rollstuhl. Sie war sehr hübsch, und obwohl sie ihre Beine nicht bewegen konnte, führte sie den Tanz sehr anmutig vor. Präsident Monson wies mich auf sie hin und sprach darüber, wie reizend sie war und wie schön sie tanzte.

Am Schluss des Programms waren alle glücklich über die gelungene Vorführung. Als wir das Podium verließen, waren alle Tänzer wieder auf der Tanzfläche, auch die Hulatänzer. Präsident Monson schlug nicht den vorgesehenen Weg nach draußen ein, sondern ging direkt auf die Tanzfläche zu, um sich bei den Jugendlichen zu bedanken, und auch geradewegs auf das hübsche Mädchen im Rollstuhl, um ihr liebevoll sein Lob auszusprechen.

Mitten in der Feier und der großen Menschenmenge bewies Präsident Monson wieder die reine Liebe des Erretters. Er ging zu der Einen. Er bückte sich und küsste sie auf die Stirn. Ich dachte bei mir: „Ist das nicht wunderbar! Der Prophet Gottes zeigt uns wieder einmal, wie man auf seine Mitmenschen zugeht, wie man gütig und liebevoll ist und wie man jemanden ermutigt und aufrichtet.“ Ich dachte: „So würde Jesus handeln. So sollen wir nach dem Willen des Heilands andere behandeln.“

Mir gefällt das PV-Lied, in dem es heißt: „Ich möchte so sein wie Jesus.“ („Ich möchte so sein wie Jesus“, Liederbuch für Kinder, Seite 40.) Da würde ich gerne hinzufügen: „Und ich möchte so sein wie sein Prophet.“

Ich möchte fünf Vorschläge machen, wie wir dem Beispiel Präsident Monsons folgen können:

Erstens: Wir können positiv eingestellt und fröhlich sein.

In der Köstlichen Perle steht, der Prophet Joseph Smith habe ein fröhliches Gemüt gehabt (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:28). Das gilt auch für Präsident Monson. Er hat wirklich ein fröhliches Gemüt.

Bei einer Gelegenheit sagte Präsident Monson: „Wir können uns für eine positive Einstellung entscheiden. Wir bestimmen zwar nicht, wohin der Wind weht, aber wir können die Segel richtig setzen. In anderen Worten, wir können uns entscheiden, fröhlich und positiv eingestellt zu sein, ganz gleich, was vor uns liegt.“ („Messages of Inspiration from President Monson“, Church News, 2. September 2012, Seite 2.)

Eines Tages wartete ich vor dem Sitzungsraum der Ersten Präsidentschaft. Ich war zu einer Besprechung eingeladen, in der es um Angelegenheiten ging, die den Tempel betrafen. Ich saß still allein vor der Tür. Ich dachte, die Erste Präsidentschaft wäre schon bei der Besprechung und würde mich in einigen Minuten dazuholen. Als ich dort saß, hörte ich jemand pfeifend den Gang entlangkommen. Ich dachte: „Da kann sich jemand nicht richtig benehmen. Man läuft nicht pfeifend vor dem Büro des Präsidenten der Kirche herum.“ Im nächsten Augenblick kam der Pfeifende um die Ecke – es war Präsident Monson. Er war fröhlich und strahlte eine positive Einstellung aus. Er begrüßte mich herzlich und sagte: „Ich nehme an, dass wir in ein paar Minuten beginnen.“ Selbst mit dem Gewicht der ganzen Kirche auf den Schultern ist er ein Vorbild an Fröhlichkeit und jederzeit positiv eingestellt. Wir sollten auch so sein.

Zweitens: Wir können zu Kindern freundlich und liebevoll sein, genau wie Präsident Monson.

Jesus sprach oft über Kinder. Sein Prophet, Präsident Monson, spricht auch oft über Kinder, und ich habe besonders bei Tempelweihungen gesehen, wie gern er Kinder hat und uns am eigenen Beispiel zeigt, wie wir sie behandeln sollen. Bei jeder Tempelweihung richtet er seine Aufmerksamkeit auf die Kinder. Er beteiligt sie gern an der Schlusssteinlegung und fordert immer ein paar von ihnen auf, Mörtel auf den Schlussstein zu streichen, um an der symbolischen Fertigstellung des Tempels teilzuhaben. Er sorgt dafür, dass sie ihren Spaß daran haben. Er sorgt dafür, dass sie sich daran erinnern. Er lächelt sie immer an. Er muntert sie auf und lobt sie. Das ist so schön anzusehen.

Zu seiner herzlichen Begrüßung gehört manchmal, dass er ihnen in die Hand klatscht oder mit den Ohren wackelt und dass er sie ermutigt, auf Mission zu gehen und im Tempel zu heiraten. Er hat wirklich Freude am Leben – und das sollten wir alle haben.

Vor einigen Jahren sollte Präsident Monson an seinem Geburtstag den Oquirrh-Mountain-Tempel weihen. Als er ankam und sich der Tür des Tempels näherte, hatte sich eine Gruppe junger Leute versammelt. Sie wussten offensichtlich, dass er Geburtstag hatte, denn sie begannen, „Happy Birthday“ zu singen. Das gefiel ihm. Er blieb stehen und schaute sie lächelnd an. Er fing sogar an, mit den Armen zu wedeln, als ob er den Gesang leitete. Am Ende setzten sie hinzu: „Und wir wünschen noch viele Jahre mehr!“ Das gefiel Präsident Monson auch. Er sagte zu mir: „Das finde ich am schönsten.“

Die Kinder und die jungen Leute der Kirche haben ihn lieb, und ich denke, das kommt daher, weil sie genau wissen, dass er sie lieb hat! Jesus liebte die kleinen Kinder, und sein Prophet liebt die kleinen Kinder. Das ist ein großartiges Beispiel für jeden von uns!

Drittens: Wir können den Eingebungen des Geistes folgen, genau wie Präsident Monson.

Präsident Monson beschrieb seine Aufopferung für den Herrn und seine Verpflichtung, den Eingebungen des Geistes zu folgen, sehr schön mit diesen Worten: „Die schönste Erfahrung, die ich im Leben kenne, ist es, eine Eingebung zu spüren, danach zu handeln und später zu erfahren, dass damit ein Gebet beantwortet oder einem Menschen in Not geholfen wurde. Ich möchte immer, dass der Herr weiß: Wenn er eine Besorgung zu erledigen hat, dann wird Tom Monson sie für ihn erledigen.“ (Im Auftrag des Herrn, DVD, 2008.) Wir alle sollten den Wunsch haben, diesem Muster zu folgen.

Viertens: Wir können den Tempel lieben, wie Präsident Monson ihn liebt.

Präsident Monson wird in die Geschichte eingehen als einer der großen Tempelbauer in der Geschichte der Kirche. Seitdem er im Februar 2008 Präsident der Kirche wurde, hat er das große Werk des Tempelbaus fortgesetzt. Einige der Tempel, die er angekündigt hat, gehören zu den geschichtsträchtigsten: „Ich freue mich, Ihnen heute Morgen fünf neue Tempel ankündigen zu dürfen, für die Grundstücke erworben wurden und die in den kommenden Monaten und Jahren an folgenden Standorten errichtet werden: Calgary in der kanadischen Provinz Alberta, Córdoba in Argentinien, Großraum Kansas City, Philadelphia in Pennsylvania und Rom in Italien.“ (Thomas S. Monson, „Willkommen zur Konferenz!“, Liahona, November 2008, Seite 6.)

In den fünf Jahren, in denen er Prophet ist, hat Präsident Monson Pläne für 33 neue Tempel angekündigt. Erst letzten Monat bei der Frühjahrskonferenz gab er Pläne für zwei neue Tempel bekannt: einen in Cedar City in Utah und einen in Rio de Janeiro in Brasilien.

Mit der Weihung des Tegucigalpa-Tempels in Honduras im März hat die Kirche nun 141 Tempel. Weitere 29 werden gerade gebaut oder sind in der Planung. Dies ist eine große Zeit des Tempelbaus und des Tempeldienstes in der Kirche des Herrn. Ich habe gehört, wie Präsident Monson jungen Menschen, die noch zu jung waren, um in den Tempel zu gehen, gesagt hat: Geht hin und berührt die Mauer des Tempels und lasst dann „den Tempel euch berühren“.

Präsident Monson hat gesagt: „Möge ein jeder von uns so leben, dass er würdig ist und reine Hände und ein reines Herz hat, damit der Tempel unser Leben und unsere Familie berühren kann.“ („Die Segnungen des Tempels“, Liahona, Oktober 2010, Seite 19.)

Dem fügte er diese wunderbare Verheißung hinzu: „Wenn wir den Tempel lieben, den Tempel berühren und den Tempel besuchen, spiegelt unser Leben unseren Glauben wider. Wenn wir zu so einem heiligen Haus Gottes gehen und uns der Bündnisse erinnern, die wir darin schließen, werden wir imstande sein, jede Prüfung zu ertragen und jeder Versuchung zu widerstehen.“ (Be Your Best Self, Seite 56; Hervorhebung hinzugefügt.)

Lassen Sie uns dem Muster folgen, das der Prophet uns gegeben hat, und den Tempel lieben.

Fünftens: Wir können gütig und rücksichtsvoll sein und andere lieb haben, genau wie Präsident Monson.

Präsident Monson ist ein wundervolles Beispiel für Nächstenliebe. Sein ganzes geistiges Wirken ist davon erfüllt, Hausbesuche zu machen, jemandem die Hände aufzulegen und einen Segen zu geben, unerwartet anzurufen und Trost und Mut zu spenden, Briefe zu schicken, in denen er jemanden anspornt, lobt oder sich bedankt, Besuche in einem Krankenhaus oder Pflegeheim zu machen oder die Zeit für eine Beerdigung oder Trauerfeier zu finden – und das alles trotz eines übervollen Terminkalenders.

Ich habe schon die 84 Witwen erwähnt, die Präsident Monson als Bischof in seiner Gemeinde hatte. In den Jahrzehnten, die seinem Dienst als Bischof folgten, kam seine unglaubliche Hingabe, verbunden mit dem Ergebnis von vielen ihrer Gebete, schließlich darin zum Ausdruck, dass er der Beerdigung von jeder einzelnen beiwohnen konnte. Denken Sie nur!

So wie der Heiland es getan hätte, ist Thomas Monson umhergegangen und hat Gutes getan, Segen gespendet und anderen Liebe erwiesen, als sei dies die einzige Triebfeder seines Lebens. Wir können alle hieraus lernen, wenn wir uns bemühen, seinen Fußstapfen zu folgen.

Ein bemerkenswertes Beispiel von Präsident Monsons Güte erlebte ich im vorigen Jahr. Als der schöne Brigham-City-Utah-Tempel sich seiner Vollendung näherte, kam ich mit der Ersten Präsidentschaft zusammen, um Pläne für seine Weihung zu besprechen. Da Brigham City nur eine Stunde nördlich von Salt Lake City liegt, wäre es für Präsident Monson sehr einfach gewesen, zur Weihung dorthin zu fahren. Stattdessen sagte Präsident Monson: „Brigham City ist die Heimatstadt von Präsident Boyd K. Packer, diesem großen Apostel, der im Kollegium der Zwölf so viele Jahre neben mir gesessen hat. Ich möchte, dass ihm die Ehre und der Segen zufällt, den Tempel in seiner Heimatstadt zu weihen. Ich bleibe fern und beauftrage Präsident Packer, den Brigham-City-Tempel zu weihen. Es soll sein Tag sein.“

Es war ein herrlicher Tag für Präsident Packer und seine Frau, die ebenfalls in Brigham City aufgewachsen ist. Ich war sehr berührt von Präsident Monsons gütiger und großherziger Geste gegenüber seinem Mitapostel. Wir können alle so sein. Wir können teilen und gütig sein und nicht so viel an uns selbst denken, sondern mehr an unsere Mitmenschen.

Ich mag das Kinderlied „Folg dem Propheten!“. Es hat neun wundervolle Strophen, aber mir bleibt nur Zeit, die letzte vorzulesen:

In der Welt von heute irrt so mancher sehr,
glaubt ihr’s nicht, dann nehmt die Tageszeitung her.
Denn ganz klare Führung haben wir auf Erd,
wenn wir folgen dem, was der Prophet uns lehrt.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Folg dem Propheten, … weich nicht vom Weg ab!
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Folg dem Propheten, … er kennt den Weg.
(Liederbuch für Kinder, Seite 58.)

Präsident Monson kennt den Weg. Der rechte Weg ist der Weg des Herrn. „Der rechte Weg ist, an Christus zu glauben.“ (2 Nephi 25:29.)

Präsident Monson hat uns durch seine wunderbaren und inspirierenden Botschaften auf der Generalkonferenz klargemacht, wie wir leben sollen. Er hat uns an seinem beachtlichen und wunderbaren eigenen Beispiel gezeigt, wie man ein Nachfolger Jesu Christi ist. Der Herr hat uns wahrhaftig ein Muster in allem gegeben, und eines der Muster, dem zu folgen wir uns bemühen sollten, ist das unseres verehrten Propheten.

Ich bezeuge, dass es einen Gott im Himmel gibt, der uns kennt und uns liebt. Er hat uns einen Propheten gegeben, um uns zu führen, zu lehren und uns in diesen Letzten Tagen zu leiten. Ich bezeuge, dass Jesus Christus der Sohn Gottes und der Erretter dieser Welt ist. Ich bin überzeugt, der Herr erwartet von uns, dass wir den Propheten lieb haben und unterstützen und seinem Beispiel folgen.

Wir danken dir, Gott, für den Propheten. Wir danken dir für diesen Propheten. Ich sehe es als einen großen Segen an, in der Zeit zu leben, da Thomas S. Monson der Prophet des Herrn ist. Wenn wir dem Propheten folgen und uns bemühen, ihm ähnlicher zu werden, ist es unvermeidlich, dass wir treuere Jünger des Herrn Jesus Christus werden.

Es war mir eine Ehre, heute Abend zu Ihnen zu sprechen, und ich bitte den Herrn darum, einen jeden von Ihnen überreich zu segnen. Ich gebe Zeugnis, dass dies das Werk des Herrn ist. Im Namen Jesu Christi. Amen.

© 2013 Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Genehmigung: Englisch 9/12, Übersetzung 9/12. Das Original trägt den Titel: Our Prophet: Thomas S. Monson. German. PD50046139 150