Für Eltern


 


 

1.1.4 Die Rolle der Familie im Plan Gottes

Zum Plan des himmlischen Vaters gehört auch, dass wir in eine Familie hineingeboren werden. Er hat die Familie erschaffen, damit wir Glück erleben, damit wir in einer liebevollen Umgebung leichter richtige Grundsätze lernen und damit wir uns auf das ewige Leben vorbereiten.

Eltern haben die wesentliche Aufgabe, ihre Kinder darauf vorzubereiten, zum Vater im Himmel zurückzukehren. Sie erfüllen diese Aufgabe, indem sie ihren Kindern beibringen, wie diese Jesus Christus nachfolgen können, und indem sie nach dem Evangelium leben.

11.1 In erster Linie sind die Eltern für das geistige und körperliche Wohlergehen ihrer Kinder verantwortlich (siehe LuB 68:25-28). Die Bischofschaft, die PV-Leitung und die PV-Lehrkräfte unterstützen sie dabei, treten in dieser Aufgabe aber nicht an ihre Stelle.

„Kinder in Licht und Wahrheit erziehen“


Taufe

20.3.1 Als Mitglied eingetragene Kinder werden unter der Leitung der präsidierenden Autorität an ihrem achten Geburtstag oder so bald danach, wie es vertretbar ist, getauft und konfirmiert. Es handelt sich dabei um Kinder, für die bereits ein Mitgliedsschein vorliegt.

Der Bischof widmet den Siebenjährigen in der Gemeinde besondere Aufmerksamkeit; er achtet darauf, dass die Eltern, die Führungsbeamtinnen und Lehrkräfte der Primarvereinigung sowie die Heimlehrer ihnen helfen, sich auf die Taufe und die Konfirmierung vorzubereiten. Auch die Führungsbeamten des Melchisedekischen Priestertums und der Frauenhilfsvereinigung halten die Eltern dazu an, ihre Kinder zu unterweisen und sie auf diese heiligen Handlungen vorzubereiten. Wird ein Kind dann acht Jahre alt, sorgt der Bischof dafür, dass es jede nur mögliche Gelegenheit erhält, das Evangelium anzunehmen und sich taufen und konfirmieren zu lassen.


Glaube an Gott

11.5.1 Die Eltern können diese Anleitung als Anregung für Aktivitäten mit einzelnen Kindern und mit der ganzen Familie verwenden.


Der Aktivitätentag

11.5.2 Wo dies möglich ist, kann die Primarvereinigung Aktivitätentage für die acht- bis elfjährigen Jungen und Mädchen durchführen. Die Führungsbeamten und die Lehrkräfte nutzen für die Aktivitätentage die Anleitung Glaube an Gott, um zu unterstützen, was Kinder und Eltern zu Hause leisten, um die Bedingungen des Programms Glaube an Gott zu erfüllen.

Der Aktivitätentag wird nicht öfter als zweimal im Monat abgehalten. Er kann im Gemeindehaus oder bei jemandem zu Hause stattfinden. Wenn die Führungsbeamten die Häufigkeit der Aktivitätentage und den Ort dafür festlegen, berücksichtigen sie den Zeitaufwand für die Familien, Fahrzeiten und -kosten, die Sicherheit der Kinder und sonstige örtliche Gegebenheiten. Die Führungsbeamten sorgen dafür, dass die Aktivitäten den unter 11.8.1 und in Kapitel 13 erläuterten Richtlinien entsprechen.


Das PV-Scout-Programm

Das Scout-Programm unterstützt Jungen und deren Familie, indem ihnen zusätzlich Gelegenheit gegeben wird, die Grundsätze des Evangeliums anzuwenden, die sie daheim und in der PV lernen. Die elterliche Beteiligung und Unterstützung trägt wesentlich dazu bei, dass die Jungen dieses Programm erfolgreich durchführen. (Scouting Handbook, 6.0.)


Vorbereitung auf das Aaronische Priestertum

8.2 In erster Linie sind die Eltern für das geistige und körperliche Wohlergehen ihrer Kinder verantwortlich (siehe LuB 68:25-28). Die Bischofschaft und andere Führungsbeamte des Aaronischen Priestertums unterstützen sie dabei, treten in dieser Aufgabe aber nicht an ihre Stelle. Sie bieten auf folgende Weise Unterstützung an:

Sie unterstützen die Eltern dabei, ihre Söhne auf die Ordinierungen im Priestertum, das Endowment, eine Vollzeitmission, die Tempelehe und die Vaterschaft vorzubereiten.

Sie fördern die Kommunikation zwischen den Jungen Männern und deren Eltern.

Sie sorgen dafür, dass die Kollegiumsaktivitäten und andere Jugendveranstaltungen die Familie nicht übermäßig belasten oder mit Aktivitäten der Familie konkurrieren.

Die Führungsbeamten sind besonders einfühlsam gegenüber Jungen Männern, die aus einer Familie kommen, in der sie wenig im Evangelium unterstützt werden.

8.6.1 In erster Linie ist es die Aufgabe der Eltern eines zehn- oder elfjährigen Jungen, ihm zu helfen, sich auf das Aaronische Priestertum vorzubereiten. Die anderen Angehörigen und die Heimlehrer helfen dabei. Die Unterstützung der Heimlehrer kann in Familien, wo der Vater abwesend oder kein aktives Mitglied der Kirche ist, besonders wichtig sein.


Ausblick auf das Priestertum

11.5.5 Der Ausblick auf das Priestertum ist eine Versammlung für die elfjährigen Jungen und deren Eltern, die jedes Jahr stattfindet. Ziel dieser Versammlung ist es, den Jungen die Bedeutung des Priestertums bewusst zu machen und sie in ihrem Entschluss zu bestärken, sich dafür bereit zu machen.


Zeugnisgeben in der Primarvereinigung

11.8.3 Die Eltern und die PV-Führungsbeamtinnen und -Lehrkräfte geben im Unterricht auf einfache und direkte Art Zeugnis und erklären den Kindern, was ein Zeugnis ist und wie man es zum Ausdruck bringt.

In der Primarvereinigung soll keine Zeugnisversammlung abgehalten werden. Die Eltern und die PV-Führungsbeamtinnen und -Lehrkräfte können jedoch andere Gelegenheiten dafür schaffen, dass die Kinder Zeugnis geben. Ein Kind kann beispielsweise Zeugnis geben, wenn es eine Lektion beim Familienabend oder eine Ansprache im Miteinander hält. Solche Gelegenheiten helfen einem Kind, sich darauf vorzubereiten, in einer Fast- und Zeugnisversammlung Zeugnis zu geben, wenn es alt genug ist, um ohne Hilfe der Eltern, Geschwister oder eines anderen Zeugnis zu geben.


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