Jährliche HO-Schulung: Primarvereinigung


Teil 1 der Schulung bildet eine Gesprächsrunde mit Elder Holland, in der es um Grundsätze geht, wie man auf die Weise des Erretters lernt und lehrt. Schauen Sie die Gesprächsrunde an und überlegen Sie, wie Sie diese Grundsätze in Schulungen auf Pfahl- und Gemeindeebene einbeziehen können.


Begrüßung

 

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Wenn sich die PV-Leitung und -Lehrkräfte darum bemühen, dass Lernen und Lehren im Leben der Kinder zu verbessern, sollen sie nicht nur Einfluss auf die Kinder ausüben, sondern auch von den Kindern, die ja noch am Anfang ihres Bündnisweges stehen, lernen.


Auf die Weise des Erretters lehren

„Alle deine Kinder werden vom Herrn belehrt werden; und groß wird der Friede deiner Kinder sein.“ (3 Nephi 22:13.)


Denken Sie über das Beispiel des Heilands nach

Damit sich die Leitungen und Lehrkräfte auf die Schulung einstimmen können, lesen Sie diesen Absatz vor:

„Denken Sie einen Moment darüber nach, was Sie über den Heiland wissen. Können Sie ihn vor Ihrem geistigen Auge sehen – mit seinen Jüngern, die sich um ihn scharen? Können Sie sich vorstellen, wie er die Menschen am See Gennesaret belehrt oder sich allein mit der Frau am Brunnen unterhält? Was ist kennzeichnend dafür, wie er gelehrt und die Menschen geführt hat? Wie hat er anderen geholfen, zu lernen, geistig zu wachsen und sich zu seinem Evangelium zu bekehren?“ („Auf die Weise des Erretters lehren“.)

  • Welche Gedanken sind Ihnen gekommen, als Sie über diese Fragen nachgedacht haben?

„[Jesus] nahm ihre kleinen Kinder, eines nach dem anderen, und segnete sie und betete für sie zum Vater.“ (3 Nephi 17:21.)

Quellen und Hilfen


Folgen Sie dem Beispiel des Heilands

Bilden Sie kleine Gruppen. Geben Sie jeder Gruppe einen oder mehrere der nachstehenden Absätze, die dem Abschnitt „Auf die Weise des Erretters lehren“ des Schulungsmaterials zum Lehrplan Komm und folge mir nach! entnommen sind. Jede Gruppe soll besprechen, wie sich der jeweilige Absatz auf den Unterricht bei den Kindern beziehen lässt. Die Teilnehmer sollen auch passende Schriftstellen heraussuchen und von eigenen Erfahrungen berichten. Anschließend soll jede Gruppe berichten, was sie besprochen hat.

Er brachte ihnen Liebe entgegen, betete für sie und tat ihnen beständig Gutes. Er suchte Gelegenheiten, bei ihnen zu sein und ihnen seine Liebe zum Ausdruck zu bringen. Er kannte ihre Interessen, ihre Hoffnungen und Wünsche, und er wusste, was in ihrem Leben vor sich ging.

Er wusste auch, wer sie waren und was aus ihnen werden konnte. Für jeden fand er einen ganz individuellen Weg, wodurch er lernen und wachsen konnte. Wenn jemand Sorgen hatte, gab er ihn nicht auf, sondern liebte ihn und diente ihm weiterhin.

Er bereitete sich darauf vor, zu lehren, indem er für sich allein Zeit mit Beten und Fasten verbrachte. Jeden Tag bemühte er sich in stillen Momenten um Führung vom Vater im Himmel.

Er nutzte die heiligen Schriften, um zu lehren und von seiner Mission Zeugnis abzulegen. Er brachte den Menschen bei, selber über die heiligen Schriften nachzudenken und sie zu verwenden, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Ihnen brannte das Herz in der Brust, als er das Wort Gottes mit Macht und Vollmacht lehrte, und sie erkannten für sich selbst, dass die heiligen Schriften wahr sind.

Er erzählte einfache Geschichten, Gleichnisse und Begebenheiten, die den Menschen einleuchteten. Er half ihnen, in ihren eigenen Erfahrungen und in ihrer Umwelt Evangeliumsgrundsätze zu entdecken. Er sprach über das Fischen, von der Geburt eines Kindes und von der Arbeit auf dem Feld. Um ihnen nahezubringen, dass sie aufeinander achtgeben mussten, erzählte er ihnen Geschichten darüber, verlorene Schafe zu finden. Um seinen Jüngern beizubringen, auf die liebevolle Fürsorge des Vaters im Himmel zu vertrauen, bat er sie, die Lilien auf dem Feld zu betrachten.

Er stellte Fragen, die sie veranlassten, gründlich nachzudenken und ihre Gefühle zu erforschen. Er war aufrichtig an ihren Antworten interessiert und freute sich, wenn sie ihren Glauben zum Ausdruck brachten. Er gab ihnen Gelegenheiten, Fragen zu stellen und ihre Erkenntnisse mitzuteilen; er ging auf ihre Fragen ein und hörte sich ihre Erlebnisse an. Dank seiner Liebe waren sie gerne bereit, ihre Gedanken und Gefühle offenzulegen.

Er forderte sie auf, Zeugnis zu geben; und während sie das taten, berührte der Geist ihnen das Herz. ‚Für wen haltet ihr mich?‘, fragte er. Als Petrus antwortete, wurde sein eigenes Zeugnis gestärkt: ‚Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!‘

Er vertraute ihnen, bereitete sie vor und übertrug ihnen wichtige Aufgaben, wenn es darum ging, andere zu belehren, sie zu segnen und ihnen zu dienen. Er trug ihnen auf: ‚Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!‘ Seine Absicht war es, ihnen zu helfen, sich durch ihren Dienst an anderen selbst zu bekehren.

Er forderte sie auf, mit Glauben zu handeln und nach den Wahrheiten zu leben, die er lehrte. Bei all seinen Belehrungen konzentrierte er sich darauf, denen, die ihm nachfolgten, zu helfen, das Evangelium von ganzem Herzen zu leben. Um das zu erreichen, schuf er für sie Gelegenheiten, durch einprägsame Erlebnisse zu lernen. Als er den Nephiten erschien, lud er sie ein, einer nach dem anderen zu ihm zu kommen, damit sie ihn selbst sehen, fühlen und erkennen konnten. Als er bemerkte, dass sie seine Botschaft nicht gänzlich verstanden hatten, bat er sie, heimzugehen und sich darauf vorzubereiten, wiederzukommen und mehr zu lernen.

Zu jeder Gelegenheit war er ihr Vorbild und Lehrer. Er lehrte sie, wie man betet, indem er mit ihnen betete. Er lehrte sie, andere zu lieben und ihnen zu dienen, und zwar durch die Art und Weise, wie er sie liebte und ihnen diente. Er lehrte sie, wie man sein Evangelium lehrt, und zwar durch die Art und Weise, wie er es lehrte.“

Zeigen Sie das Video „My Joy is ful“ (Meine Freude ist voll). Fragen Sie anschließend:

  • Welche weiteren Grundsätze über den Erretter haben Sie erfahren, als Sie das Video angeschaut haben? Wie können wir seinem Beispiel nacheifern?

„Das ist … Ihre heilige Berufung: so zu lehren, wie der Erretter gelehrt hat. Wenn Sie das tun, schaffen die [Kinder] in ihrem Herzen Raum, damit der Same des Evangeliums gepflanzt werden, anschwellen und wachsen kann. Dadurch bekehren sie sich, was ja letztlich der Grund ist, warum Sie lehren.“ („Auf die Weise des Erretters lehren“.)

„Einem Lehrer geht es nicht nur darum, einen Vortrag über die Wahrheit zu halten, sondern er hat ein höheres Ziel. Er möchte den Geist einladen und solche Unterrichtsmethoden anwenden, die es den Lernenden erleichtern, die Wahrheit zu erkennen und so zur Anwendung motiviert zu werden.“ (Virginia H. Pearce in: Lehren, die größte Berufung, Seite 61.)

Quellen und Hilfen


Zum Abschluss

Fordern Sie die Teilnehmer auf, jeden Grundsatz, der besprochen wurde, auf sich zu beziehen. Die oben genannten Grundsätze könnten sie beispielsweise so umformulieren: „Ich bringe den Kindern, die ich unterweise, Liebe entgegen; ich weiß, wer sie sind; ich bereite mich darauf vor, zu lehren; ich nutze die heiligen Schriften“ und so weiter.

  • Was haben Sie bei dieser Schulung verspürt und dazugelernt, was Ihnen als Eltern, Lehrkraft und Leitung hilft?

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