Die PV stärkt die Familie

 

Rosemary M. Wixom, Präsidentin der Primarvereinigung
Schulung für die Primarvereinigung 2011


Willkommen in der PV!

Uns allen liegen Kinder sehr am Herzen, und heute schauen wir einander voller Hoffnung an:

  • Voller Hoffnung für die Zukunft jedes Kindes.
  • Voller Hoffnung für Familien.
  • Voller Hoffnung für Mütter und Väter.
  • Voller Hoffnung für uns selbst als Führungsbeamte und Lehrer in der PV.

Wenn wir in der Primarvereinigung dienen, geht es nicht nur darum, den Kindern etwas zu vermitteln, sondern auch jeder Familie. Bei der weltweiten Führerschaftsschulung 2011 sagte Elder Dallin H. Oaks: „Die Familie zu stärken ist der Zweck der Kirche.“ Unser Schwerpunkt ist „die Errettung der Kinder Gottes und die Stärkung ihrer Familien“. Wir nehmen alle gemeinsam an diesem herrlichen Evangelium Jesu Christi teil. Das Evangelium Jesu Christi ist für all diejenigen, die es wirklich betrachten, einfach atemberaubend. Als Familie sagen wir zueinander: „Nimm meine Hand. Halte dich fest. Wir bleiben gemeinsam auf dem Pfad, der zurück zum Vater im Himmel führt.“

Wie viele von Ihnen waren als Kind in der PV? Wie viele von Ihnen erinnern sich an eine Lehrerin oder Führungsbeamtin in der PV, die bleibenden Einfluss auf Sie hatte? Sie werden wirklich geschätzt.

Ich hoffe, Ihnen ist bewusst, wie sehr wir Sie schätzen. Wir sind dankbar für Sie. Wir beten für Sie. Wir besuchen Sie gerne in Ihrer PV. Wir schauen Ihnen so gern dabei zu, wie Sie die Kinder begrüßen, wenn sie zur Tür hereinkommen. Sie kennen den Namen jedes Kindes. Wir schauen Ihnen auch gern dabei zu, wie Sie mit den Lehrern umgehen. Sie loben und danken den Lehrern vor den Kindern. Wir schauen Ihnen gern dabei zu, wie Sie singen und mit den Kindern Spaß haben. Sie stehen auf und machen mit. Sie geben Zeugnis von den Wahrheiten des Evangeliums. Wir sehen, dass Sie sich vorbereiten, wie gut Sie alles organisieren, und darüber hinaus sind Sie stets bereit, für eine verhinderte Lehrerin oder einen verhinderten Lehrer einzuspringen. So ist das Leben eines Mitglieds der PV-Leitung, und wir danken Ihnen dafür.

Es ist ein Vorzug, Kinder unterweisen zu können. Sie sind rein, und ihr Sinn ist aufnahmebereit. Als PV-Führungsbeamtinnen schreiben wir sozusagen auf leere Seiten. Auch schützen wir den Glauben, der jedem Kind angeboren ist. Bei einer Versammlung des Hauptausschusses der PV beschrieb Michael Wilcox dies folgendermaßen: „Wir haben die Aufgabe, zu verhindern, dass die Welt einem Kind das wegnimmt, was bereits da ist.“

Wir stehen Ihnen zur Seite. Lassen Sie uns heute miteinander Rat halten. Wenn Sie nach Hause gehen, stellen Sie sich diese drei Fragen:

  • Was gefällt mir an meiner Berufung?
  • Was ist der Zweck der PV?
  • Was werde ich mithilfe des neuen Handbuchs anders machen?

Diese Woche vor einem Jahr wurden wir als die Präsidentschaft der Primarvereinigung bestätigt. Lassen Sie mich Ihnen die Präsidentschaft vorstellen. Schwester Jean Stevens ist die Erste Ratgeberin. Sie hat acht Enkel. Schwester Cheryl Esplin ist die Zweite Ratgeberin. Sie hat 20 Enkel. Ich bin Schwester Rosemary Wixom, und ich habe sieben Enkel. Sie fragen sich vielleicht, warum ich Enkel erwähnt habe. Nicht deswegen, damit Sie die Anzahl wissen, sondern damit Sie sehen können, dass uns unsere Familie wichtig ist. Jeder von uns gehört zu einer Familie. Mein erster Rat: Die Familie geht vor. Nehmen Sie sich die Zeit, sich an ihrer Familie zu erfreuen!

Wir haben im Büro der PV-Präsidentschaft einen runden Tisch, und jeden Tag, wenn wir zusammen sind, versammeln wir uns an ihm. Das vergangene Jahr hat unser aller Leben verändert. Wir haben an diesem Tisch Tränen vergossen. Wir haben an diesem Tisch auch sehr gelacht, und wir haben an den Stühlen gekniet und wurden mit Offenbarung und mit dem Einfluss des Heiligen Geistes gesegnet. Wir bemühen uns um Führung aus diesen drei Quellen: vom Herrn, von unseren Priestertumsführern und aus dem Handbuch der Kirche. Wir folgen der Aufforderung der führenden Brüder, sich mit den ersten drei Kapiteln des Handbuchs der Kirche intensiv auseinanderzusetzen. Dies ist Teil der wöchentlichen Sitzung der Präsidentschaft. Uns liegt die PV so sehr am Herzen. Wir wissen, unser Vater im Himmel und Jesus Christus leiten dieses Werk, und wir folgen gemeinsam ihrem Willen.

Oft werden wir von einer Berufung in der Kirche überrascht. Wenn Sie sich unzulänglich fühlen oder Ihre Berufung in der PV in Frage stellen, haben Sie bitte keine Schuldgefühle. Wenden Sie sich an den Herrn. Fragen Sie ihn: „Soll ich wirklich derzeit in der PV dienen?“ Horchen Sie dann. Sie werden eine Antwort erhalten.

Machen Sie Ihre Berufung zu einem Teil Ihres Lebens. Sehen Sie sich um. Betrachten Sie die Familie der Kinder, die Sie unterweisen – die Mütter und Väter, die alleinstehenden Eltern, manchmal Großeltern –, und lassen Sie sich in Ihren Bemühungen in der PV von der Frage leiten: „Wie können wir dazu beitragen, die Familie zu stärken?“

Die nächste Frage: Wie können wir Kindern helfen, ein starkes Zeugnis zu entwickeln und dem Vater im Himmel und Jesus Christus näherzukommen?

Etwa zwei Wochen nach unserer Berufung erhielt ich einen Anruf von Elder Hales. Er fragte mich, ob ich in sein Büro kommen könne. Er stellte mir eine Frage. Was ist die Pfahlwurzel, die ein Kind bei stürmischem Wind fest verankert? Eine Pfahlwurzel ist die Hauptwurzel eines Baums, die senkrecht tief in den Boden hineinwächst.

Was ist also die Pfahlwurzel, die ein Kind fest verankert, wenn die Winde der Welt stürmisch wehen?

Was sehen Sie als die Pfahlwurzel, die die Kinder bei Ihnen in der PV fest verankert?

Würden Sie bitte Alma 24:14 aufschlagen? Hier freuen sich die Anti-Nephi-Lehier über Christus und erklären, was ihnen zu ihrer Errettung „kundgetan“ wurde.

„Und der große Gott ist barmherzig zu uns gewesen und hat uns dies alles kundgetan, damit wir nicht zugrunde gehen; ja, und er hat uns dies alles im voraus kundgetan, weil er unsere Seele ebenso liebt, wie er unsere Kinder liebt; darum besucht er uns in seiner Barmherzigkeit durch seine Engel, auf dass der Plan der Errettung uns ebenso kundgetan werde wie zukünftigen Generationen.“ (Hervorhebung hinzugefügt.)

Könnte es sein, dass dieses Wissen vom „Plan der Errettung“ – von der Fülle des Evangeliums – eine Pfahlwurzel für Kinder ist, wenn der stürmische Wind weht?

Wir möchten, dass jedes Kind weiß, dass es ein Kind von Gott ist und dass er es lieb hat; dass der Vater im Himmel einen Plan hat, den „Plan der Errettung“ oder Erlösungsplan; dass die Familie darin eine Rolle spielt und dass wir durch unseren Heiland Jesus Christus auf dem Weg verbleiben können, der zurück zum Vater im Himmel führt.

Wenn ein Kind weiß, woher es kommt, warum es hier ist und wo es hingeht, hat es einen geistigen Anker in seinem Leben. Es sieht einen Sinn in diesem Erdenleben.

Wenn wir die Primarvereinigungen besuchen, sprechen wir gern mit den Kindern über den Erlösungsplan. Wir fragen sie: „Wo habt ihr gelebt, bevor ihr zur Erde gekommen seid?“ Sie antworten dann: „Beim Vater im Himmel.“ Wir sprechen über das vorirdische Dasein und wie wir vor Freude gejauchzt haben, weil wir auf diese Erde kommen durften. Unser Heiland, Jesus Christus, geht uns voran. Dann erklären wir ihnen, dass man dieses Erdenleben damit vergleichen kann, einen Pfad entlangzugehen. Wir versuchen, auf dem engen und schmalen Pfad zu bleiben, der uns zum Vater im Himmel zurückführt.

Wenn wir fragen: „Was machen wir, um auf dem Pfad zu bleiben?“, antworten die Kinder: „Wir lesen in den heiligen Schriften, beten, machen den Familienabend, halten die Gebote, gehen auf Mission, heiraten im Tempel!“ Sie wissen, was ihnen hilft, auf dem engen und schmalen Pfad zu bleiben. Dann fragen wir sie: „Wollt ihr den Pfad allein entlanggehen?“ „Natürlich nicht!“, antworten sie darauf. „Wer soll mit euch mitgehen?“ „Meine Familie! Meine Familie!“, antworten sie dann immer.

Dann sagen wir: „Wir müssen eng beieinander bleiben, uns festhalten und den Pfad zusammen erklimmen. Wir wollen alle zu unserem Vater im Himmel zurückkehren und mit unserer Familie zusammen sein.“

Alles, was wir in der PV lehren, singen und machen, hilft den Kindern, auf dem Pfad zu bleiben. Dadurch wird der Zweck der PV erfüllt. Was ist der Zweck der PV? – Den Kindern zu helfen, die Liebe des Vaters im Himmel zu verspüren, das Evangelium Jesu Christi kennenzulernen, den Heiligen Geist zu spüren und sie darauf vorzubereiten, heilige Bündnisse einzugehen und zu halten.

  • Wir möchten, dass die Kinder die Liebe des Vaters im Himmel verspüren, also sprechen wir über die Liebe, die sie zu Hause empfinden und lassen sie sie auch in der PV spüren.
  • Wir möchten, dass sie das Evangelium Jesu Christi kennenlernen und verstehen. Deshalb bitten wir sie nicht nur, ihre heiligen Schriften mitzubringen, sondern wir bringen ihnen in der PV die heiligen Schriften nah und unterweisen sie in den Grundsätzen aus der Anleitung für das Miteinander und den Leitfäden. Wir lassen die Kinder mitmachen. Wir stellen Fragen, und die Kinder sehen die Lehre, hören sie, schreiben sie auf, malen sie und sprechen davon. Mithilfe des Programms „Glaube an Gott“ lernen sie, wie man das Evangelium lebt.
  • Wir möchten, dass jedes Kind den Heiligen Geist spürt und erkennt, deswegen laden wir den Geist durch Gebet, Geschichten, Schriftstellen, Musik und Zeugnisse ein. Dann sagen wir: „Ich kann den Heiligen Geist jetzt gerade spüren. Ich kann ihn spüren, wenn ihr singt.“
  • Wir möchten, dass die Kinder sich darauf vorbereiten, heilige Bündnisse einzugehen und zu halten, also sprechen wir über die Taufe und den Tempel. Wir sprechen über die ewige Familie. Wir bereiten die Kinder auf Bündnisse vor, indem wir im Miteinander über „Meine Evangeliumsrichtlinien“ sprechen. Wie wir uns kleiden, welche Sprache wir benutzen und was wir lesen und ansehen, bereitet uns darauf vor, das Taufbündnis und Tempelbündnisse einzugehen. Es geht darum, die Kinder jetzt auf diese Bündnisse vorzubereiten. Wir fragen uns: „Worin unterweise ich die Kinder heute, woran sie sich mit 19 erinnern können?“

Die kleinen und einfachen Dinge, die wir tun, machen häufig am meisten aus. Betrachten Sie, was das Auswendiglernen der Glaubensartikel bei einem Jungen namens Matt Richardson bewirkt hat. Er berichtet:

„Wie viele andere fuhr ich in der Mittelstufe mit dem Bus zur Schule. Jeden Tag ging ich zur Bushaltestelle und wartete mit meinen Freunden und anderen Schülern auf den Bus. Als ich eines Morgens zur Bushaltestelle kam, sah ich einige meiner Mitschüler, die in einer Gruppe beieinanderstanden und sich unterhielten. Einer von ihnen bemerkte, dass ich auf sie zukam, und mit dem Finger auf mich zeigend sagte er so laut, dass ich es hören konnte: ‚Hier kommt er schon!‘ Als ich der Gruppe näherkam, hörte ich jemanden sagen: ‚Er wird‘s Dir zeigen, wart‘s nur ab.‘

Nervös grüßte ich alle und fragte, was los sei. Die Gruppe teilte sich und mittendrin stand ein junger Mann mit einem selbstsicherem Grinsen im Gesicht. Ronnie verspottete gern die Schüler, die der Kirche Jesu Christi angehörten, und es sah ganz so aus, als ob er schon wieder dabei war. Einer meiner Freunde erklärte schnell: ‚Ronnie hat gesagt, dass wir Mormonen nichts weiter als dumme Schafe seien.‘ Ronnie stand ungerührt da und grinste überlegen. Mein Freund fuhr fort: ‚Er hat gesagt, dass wir keine Ahnung von unserer Kirche haben und dass wir wie dumme Schafe nur unseren Eltern folgen!‘ Ronnie begann, wie ein Schaf zu blöken. ‚Also‘, sagte jemand anderes laut und versuchte damit Ronnies unerträgliches Nachahmen eines Schafs zu übertönen, ‚haben wir Ronnie gesagt, dass wir keine Schafe seien und dass wir eigentlich ziemlich viel darüber wissen, was die Kirche lehrt.‘ Sie fuhr fort: ‚Ronnie meinte darauf, dass wir ihm erzählen sollen, was man in unserer Kirche glaubt, und wir antworteten: „Wart’s nur ab, bis Matt Richardson da ist. Er wird dir alles über die Kirche erzählen.“‘ Mir rutschte das Herz in die Hose, als ich die Geschichte hörte. Sofort forderten alle meine Freunde mich gemeinsam auf: ‚Also erzähl Ronnie schon von der Kirche. Zeig ihm, dass wir keine Schafe sind!‘ Ronnie stand grinsend da und fügte hinzu: ‚Mach schon, du Mormone. Erzähl mir, woran man in deiner Kirche glaubt‘, und dann fing er wieder an zu blöken.

Alle Augen waren auf mich gerichtet. Jeder wartete auf meine Antwort. Das Blöken tönte in meinen Ohren. Ich konnte kaum denken. Es war, als wäre mein Gedächtnis wie ausradiert. Ich sprach schnell ein aufrichtiges Gebet und flehte den Vater im Himmel an, mich aus dieser schrecklichen Lage zu befreien. Zu meiner Überraschung – und zu meiner großen Erleichterung – kam der Bus in dem Moment und die Schüler drängten hinein. Ich war erleichtert, als ich die Stufen in den Bus hinaufstieg und zu meinem gewohnten Platz hinten im Bus lief. ‚Der Bus hat mich gerettet‘, dachte ich dankbar. Doch kaum hatte ich mich hingesetzt, als das Blöken wieder anfing. Es ertönte immer schneller und lauter, als Ronnie sich zu mir herumdrehte und sagte: ‚Komm schon, Mormone. Erzähl mir nur eine Sache, woran man in deiner Kirche glaubt.‘ Dann begann er wieder zu blöken. Es war schwer, sich zu konzentrieren bei dem laut ertönenden ‚Mäh, mäh‘, während gleichzeitig alle meine Freunde mich gemeinsam mit ermutigenden Worten anspornten. ‚Komm schon, Matt‘, sagten sie, ‚erzähl ihm von der Kirche. Zeig ihm, dass wir keine Schafe sind!‘

‚Nun‘, sagte ich, hielt dann inne und versuchte meine Gedanken zu sammeln. ‚Wir glauben … wir glauben‘, stammelte ich, während ich angestrengt nachdachte, was ich sagen könne. Irgendwas musste mir doch einfallen. ‚Wir glauben …‘, sagte ich erneut ganz langsam in der Hoffnung, dass etwas geschehen würde. ‚Fällt dir nichts ein?‘, spottete Ronnie. ‚Dachte ichʼs mir doch; du bist ein Schaf!‘

Aber dann geschah es. Es überkam mich – wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ich setzte mich aufrecht hin, schaute Ronnie direkt an und sagte: ‚Wir glauben an Gott, den ewigen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus, und an den Heiligen Geist.‘ Ronnie konnte die Verblüffung in seinem Gesicht nicht verbergen. Er erholte sich jedoch schnell und konterte: ‚Das zählt nicht. Jeder glaubt an Gott, an Jesus und an den Heiligen Geist.‘ Er hatte sich wieder gefangen und höhnte: ‚Erzähl mir noch etwas, du Schaf.‘

Meine Freunde schauten mich wieder an und fragten sich natürlich, was wohl als nächstes käme. Ruhig sagte ich: ‚Wir glauben, dass der Mensch für seine eigenen Sünden bestraft werden wird und nicht für die Übertretung Adams.‘ Fast ohne abzusetzen fuhr ich mit dem dritten Glaubensartikel fort, gefolgt vom vierten, fünften und sechsten. Meine Freunde stimmten begeistert am Anfang jedes nächsten Glaubensartikels bei den Worten ‚Wir glauben‘ mit ein, ließen mich aber den Rest alleine sagen. Ich zitierte alle dreizehn Glaubensartikel. Als ich fertig war, konnte man kein nachgeahmtes Blöken mehr hören.

Obwohl ich nicht sicher bin, welchen Einfluss dieses Ereignis auf Ronnie oder irgendwen sonst hatte, weiß ich mit absoluter Sicherheit, dass eine Person in diesem Bus eine dauerhafte Veränderung durchgemacht hatte. Und zwar ich selbst! Ich stieg mit der Erkenntnis aus dem Bus, dass ich viel mehr über das Evangelium und die Kirche wusste, als ich gedacht hatte. Ich bemerkte auch, dass ich ein viel stärkeres Zeugnis vom Evangelium hatte als erwartet. Ich stieg aus diesem Bus aus und war zutiefst dankbar für die Zeit in der PV und besonders dafür, dass ich alle dreizehn Glaubensartikel auswendig lernen konnte. Dadurch war ich auch für einen unerwarteten Augenblick vorbereitet, bei dem es wirklich darauf ankam.“

Hilft also das Programm „Glaube an Gott“, wozu das Auswendiglernen der Glaubensartikel gehört, einem Kind wirklich dabei, auf dem Pfad zu bleiben? Ja!

In den Schriften lesen wir:

„Alle deine Kinder werden vom Herrn belehrt werden; und groß wird der Friede deiner Kinder sein.“ (3 Nephi 22:13.)

„Erzieh den Knaben für seinen Lebensweg, dann weicht er auch im Alter nicht davon ab.“ (Sprichwörter 22:6.)

Uns stehen zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung. Eines der wunderbarsten ist das Handbuch der Kirche. Es stellt einen Schatz dar, wenn wir gemäß der Aufforderung von Präsident Monson handeln und es „lesen, verstehen und [uns] daran halten“.

Was in der PV bereitet Ihnen Sorgen? Lassen Sie mich raten. Möglicherweise gehören Fragen wie diese dazu: Wie können wir einem Kind ermöglichen, Andacht und Achtung zu spüren? Wie gehen wir mit auffälligen Verhaltensweisen um? Oder wie können wir einer Lehrerin helfen, hingebungsvoller zu sein? Denken Sie darüber nach, inwiefern die folgenden Grundsätze der Führung im Evangelium hilfreich sein könnten: sich wirklich in geistiger Hinsicht vorbereiten; untereinander und mit Ihrem Priestertumsführer oder mit den Eltern Rat halten; in geistiger Hinsicht dienen oder das Evangelium Jesu Christi lehren. Diese wertvollen Grundsätze werden in Kapitel 3 des Handbuchs der Kirche besprochen. Auf diese Weise führt der Heiland.

Schauen wir uns das Handbuch an. Sie hatten schon die Gelegenheit, die Grundsätze aus diesem neuen Handbuch der Kirche umzusetzen. Und zwar genau diese Grundsätze der Führung im Evangelium, die wir gerade erwähnt haben. Haben Sie irgendeine Veränderung bemerkt? Wurde irgendetwas bewirkt?

Denken Sie an Ihren Gemeinderat. Wie hat sich Ihre Aufgabe beim Gemeinderat verändert?

Inwiefern gehen Sie besser auf die Bedürfnisse des Einzelnen ein und inwiefern stärken Sie die Familien in Ihrer Gemeinde?

Präsident Packer hat gesagt: „Die Handbücher [sorgen] für Vereinfachung und Flexibilität.“ Er fuhr fort: „Lassen Sie mich das unterstreichen: für Vereinfachung und Flexibilität.“ Wie erreichen Sie das?

Elder Holland hat gesagt: „Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen Wunder. Jede Familie, jede Ehe, jedes Kind, jedes Wohnviertel.“ Und ich möchte hinzufügen: „Jede PV.“ In Bezug auf das Erlösungswerk sagte er auch: „Das ist unsere Aufgabe.“

Wir alle befinden uns auf dem Pfad, und wir müssen aneinander festhalten mit dem „vollkommenen Glanz der Hoffnung“ (2 Nephi 31:20). Genießen Sie Ihre Berufung in der PV! Unser Erretter Jesus Christus lebt. Er hat uns den Weg gezeigt und geht uns voraus. Uns obliegt es, „wahre Nachfolger“ – treue Jünger – zu werden und anderen zu helfen, dasselbe zu werden. Das ist der Zweck einer jeden Berufung in der Kirche. Mögen Sie die Liebe des Herrn spüren bei dieser kostbaren Gelegenheit, den Kindern ein Segen zu sein und dabei mitzuhelfen, ihre Familie zu stärken.