Barbara Bradshaw Smith

Zehnte Präsidentin
der Frauenhilfsvereinigung

1974–1984


 

Barbara Bradshaw Smith

Barbara B. Smith, zehnte Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung, führte die Frauen der Kirche durch eine schwierige Epoche. Der vorgeschlagene Zusatzartikel zur Verfassung der USA veranlasste Frauen dazu, ihre Rechte, ihre Rolle und ihren Wert als Mütter und Frauen in Frage zu stellen. Aber Schwester Smith verteidigte die Aufgabe des Frauentums und führte die Frauen in der ganzen Welt glaubenstreu an, ihren gottgegebenen Zweck zu erfüllen.

„Die Schwestern der FHV haben eine noble Herkunft, eine gegenwärtige Herausforderung und eine Vision der zukünftigen Größe“, sagte sie. „Mit der Organisation der FHV wurde das Programm des Herrn für seine Töchter ins Leben gerufen. Der Eckstein dieses Werks ist es, mit voller Kraft dabei mitzuwirken, das Leiden seiner Kinder zu lindern. Außerdem erklärte der Prophet, dass die FHV nicht nur dazu da ist, den Armen zu helfen, sondern auch Seelen zu retten. Dieser Herausforderung sehen wir uns heute in besonderem Maße gegenüber.“1

Mutterschaft nimmt im Plan des Herrn zur Errettung der Seelen eine zentrale Stellung ein und hilft den Frauen dabei, mehr so zu werden wie er ist. „,Ein gutes Familienleben ist kein Zufall; es ist immer Resultat von Arbeit‘, sagte sie. So war es für die Frauen damals, und so stellt es sich auch für uns heute dar. Unser Leben erfordert Disziplin, die Lage kompromisslos zu meistern und das Umsetzen von Regeln in lebendige Grundsätze, die zu unserer Heiligung beitragen.“2

Schwester Smith war die göttliche Rolle der Frau so wichtig, dass sie die Frauen der Kirche dazu aufforderte, für ein Denkmal zu Ehren der Frau in Nauvoo in Illinois zu spenden. Vom fertigen Denkmal sagte sie: „Die 13 Statuen in diesem herrlichen Garten versinnbildlichen unser Wissen von der wahren Rolle der Frau, ihrem unersetzlichen Beitrag zum Leben und dass sie das Leben lebenswert machen.“3

1980 sagte Schwester Smith: „Ich habe den großen Zweck der FHV erkannt. Am Anfang dachte ich, dass die FHV ein Geschenk des Herrn an die Frauen der Kirche sei. Jetzt weiß ich aber, dass es das Geschenk des Herrn an seine Töchter überall auf der Welt ist, und sobald die Frauen in der Kirche die Grundsätze des Evangeliums lernen und umsetzen, sie ein Einfluss zum Guten im Leben der Frauen in aller Welt sind.“4

Kindheit

Barbara erblickte am 26. Januar 1922 in Salt Lake City als drittes von sechs Kindern von Dan Delos und Dorothy Mills Bradshaw das Licht der Welt. Barbaras Eltern waren dafür bekannt, ihre Kinder dazu zu ermuntern, ihr bestes zu geben, und Barbara war ein gehorsames Kind und setzte sich gern Ziele und erreichte sie.

Heirat und Familie

Barbara lernte ihren Mann Douglas Hill Smith an der Highschool kennen. Nach zweijähriger Beziehung heirateten sie am 16. Juni 1941 im Tempel in Salt Lake City. Die beiden haben sieben Kinder. Obwohl Schwester Smith und ihr Ehemann oft mit Kirchenangelegenheiten, Geschäftlichem und Aufgaben in der Nachbarschaft beschäftigt waren, können sich ihre Kinder nicht daran erinnern, dass ihre Mutter oft nicht da war. Sie haben sie vor Augen, wie sie zuhause von ihr belehrt wurden, ermutigt wurden und vertrauensvolle Aufgaben erhielten, durch die sie sich wertgeschätzt fühlten.5 Schwester Smith verstarb am 13. September 2010.

Dienst in der Kirche

Zu Schwester Smiths Amtszeit wuchs die Mitgliederzahl der FHV von weniger als einer Million Mitglieder, die 17 verschiedene Sprachen vertraten, auf 1,6 Millionen Mitglieder an, die 80 Sprachen sprechen.6 Nach ihrer Entlassung setzte sie ihren Dienst in der Kirche an der Seite ihres Mannes fort, der als Mitglied ins Erste Kollegium der Siebziger berufen wurde und als Gebietspräsident in Asien fungierte. Barbara beschäftigte sich intensiv mit Genealogie und hat vier Bücher geschrieben.


Anmerkungen

  1. Barbara B. Smith, in einem Interview mit Julie B. Beck, Disc 3, Abschnitt 2
  2. Barbara B. Smith, „A Season for Strength“, Ensign, November 1983, Seite 84f.
  3. Barbara B. Smith, in Dedication of the Nauvoo Monument to Women, Videokassette AV452, 2:43–3:06
  4. „Relief Society Today“, Ensign, März 1980, Seite 20
  5. Siehe Janet Peterson und LaRene Gaunt, Faith, Hope, and Charity, 2008, Seite 185
  6. Peterson und Gaunt, Faith, Hope, and Charity, Seite 197

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