Elaine Low Jack

Zwölfte Präsidentin
der Frauenhilfsvereinigung

1990–1997


 

Elaine Low Jack

Elaine L. Jack, die 12. Präsidentin der FHV, hat erkannt, dass sie zwar nicht die Probleme jeder Frau lösen konnte, aber sie konnte allen vor Augen führen, dass das Evangelium Jesu Christi die Quelle ihrer größten Kraft und Stärke sein kann.

„Trotz Prüfungen, weltlicher Verwirrungen und ätzender Stimmen können wir auf den Herrn vertrauen und frohen Herzens vorwärts gehen – in dem Bewusstsein, dass wir bei jeder Herausforderung und jedem Problem die Kraft haben weiterzumachen. Warum?“ fragte sie. „Weil wir wissen, dass seine Verheißungen real sind, dass er uns mit Namen kennt und dass er für jeden von uns einen Plan hat. Er hilft uns, in Erfahrung zu bringen, wie dieser Plan aussieht, und ihn voll Freude zu verwirklichen.“1

Ein persönliches Zeugnis von Jesus Christus ist der Schlüssel zum Glücklichsein, und Elaine wollte, dass jede Schwester ein Zeugnis hatte. „An erster Stelle in der FHV steht, ein persönliches Zeugnis zu erlangen“, sagte sie. „Das ist die Grundlage für alles, was wir tun.“2

Schwester Jacks Wunsch wurde 1992 mit dem Alphabetisierungs- programm in die Tat umgesetzt, einem weltweiten Angebot an alle Schwestern, lesen zu lernen. „Lesen zu können ist mehr als nur eine irdische Fähigkeit. Es ist für unseren ewigen Fortschritt genauso wichtig“, sagte Elaine. „Wenn wir Seelen zu Christus bringen sollen, dann müssen sie in der Lage sein, die einfachen Grundsätze und Gebote des Evangelium zu verstehen, die in Gottes Wort – den Schriften – zu finden sind.“3

Daraufhin konnten die Schwestern der FHV anderen Frauen und deren Familien helfen, indem sie Sprachprogramme durchführten und den Schwestern, die sie besuchten, das Lesen beibrachten.

„Wir gehören zu einem großen Ganzen“, sagte Schwester Jack. „Wir brauchen einander, damit unsere Schwesternschaft vollständig ist. Wenn wir Schwestern einander an der Hand fassen, erreichen wir jeden Kontinent, denn wir sind in jedem Land zu finden. Wir sind einander in dem Bemühen verbunden, zu verstehen, was der Herr uns zu sagen hat, was er aus uns machen will. Wir sprechen verschiedene Sprachen, aber wir sind eine Familie, die doch eines Herzens sein kann.“4

Kindheit

Elaine Low wurde am 22. März 1928 in Cardston in Alberta in Kanada geboren. Sie ist eins von vier Kindern der treuen Kirchenmitglieder Sterling Oliver und Lovina Anderson Low. Das Haus ihrer Kindheit befand sich weniger als einen Straßenblock vom Cardston-Alberta-Tempel entfernt.5 Ihre Eltern gehörten zu den ersten Paaren, die dort aneinander gesiegelt wurden. Ihr Großvater, der auch Patriarch war, arbeitete vom Anfang bis zur Fertigstellung des Tempels daran mit. Sie spielte in der Sonntagsschule die Orgel6 und tippte die Patriarchalischen Segen ab, die ihr Großvater gab7.

Ausbildung und Heirat

Nachdem sie die Highschool als Jahrgangsbeste abgeschlossen hatte, machte sie ihren erweiterten Universitätsabschluss in Anglistik an der University of Utah in Salt Lake City. Dort traf sie ihren späteren Ehemann Joseph E. Jack, einen Medizinstudenten im höheren Semester. Sie heirateten am 16. September 1948 im Cardston-Alberta-Tempel. Sie lebten in New York, in Massachusetts und in Alaska bevor sie nach Utah zurückkehrten. Sie zogen vier Söhne groß.

Dienst in der Kirche

Vor ihrer Berufung zur Präsidentin der FHV diente Elaine als Zweite Ratgeberin in der JD-Präsidentschaft unter Ardeth G. Kapp. Die FHV feierte ihr 150-jähriges Bestehen im Jahr 1992. Im Zuge der Feierlichkeiten forderte Schwester Jack die Schwestern dazu auf, bei nachbarschaftlichen Dienstprojekten mitzuwirken. Die Schwestern machten alles – vom Reinigen der Wege zu einer Wasserquelle über das Streichen von Obdachlosenunterkünften bis hin zum Büchersammeln.8 Außerdem organisierte die FHV-Präsidentschaft die Übertragung der Versammlung zum 150-jährigen Bestehen der FHV am 14. März 1992. Die Schwestern verspürten bei der ersten Live-Übertragung für sie einen starken Geist der Einheit, als die Übertragung in den USA, Kanada, der Karibik und in 10 Großstädten in aller Welt ausgestrahlt wurde.9 Von 1997 bis 2000 dienten die Jacks als Präsident und Oberin im Cardston-Alberta-Tempel.


Anmerkungen

  1. Elaine L. Jack, „Die Liebe hört niemals auf“, Der Stern, Juli 1992, Seite 84
  2. Elaine L. Jack, „The Mission of Relief Society“, Ansprache zum Tag der offenen Tür der FHV, 27. September 1990, Historisches Archiv der Kirche, Salt Lake City
  3. In Julie A. Dockstader, „Goal of Learning to Read: To Expand the Horizons of Gospel Understanding“, Church News, 1. Oktober 1994, Seite 4
  4. Elaine L. Jack, „Die Liebe hört niemals auf“, Seite 84
  5. Siehe Janet Peterson und LaRene Gaunt, Faith, Hope, and Charity, 2008, Seite 224
  6. Siehe Peterson und Gaunt, Faith, Hope, and Charity, Seite 224
  7. Siehe Jill Mulvay Derr, Janath Russell Cannon und Maureen Ursenbach Beecher, Women of Covenant: The Story of Relief Society, 1992, Seite 403
  8. Siehe Peterson und Gaunt, Faith, Hope, and Charity, Seite 233
  9. Siehe Derr, Cannon und Beecher, Women of Covenant, Seite 415

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