Linda Kjar Burton

16. Präsidentin
der Frauenhilfsvereinigung

Seit 2012


 

Linda K. Burton

Linda K. Burton, 16. Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung, hat gesagt: „Im Weihungsgebet des Kirtland-Tempels verwendete der Prophet Joseph Smith eine Formulierung, die ich schon immer mochte. In Lehre und Bündnisse 109:15 lesen wir: ‚Und dass sie in dir aufwachsen.‘ Was können wir tun, damit unsere Familien ‚im Herrn aufwachsen‘, damit wir und sie besser dazu in der Lage sind, die Segnungen, die mit dem Dienst im Tempel verbunden sind, zu erhalten?

Ich fordere uns alle auf, uns und unsere Lieben besser darauf vorzubereiten, die heiligen und ewigen Verordnungen und Segnungen des Tempels würdig anzunehmen. Mögen wir der Einladung Folge leisten, die an die Assembly Hall des zurückgelassenen Nauvoo-Tempels geschrieben wurde, als die Heiligen gen Westen auszogen. Dort steht in einfachen Worten: ‚Der Herr hat unser Opfer gesehen: folgt uns!‘ Ich bezeuge, dass kein Opfer zu groß ist, um die Segnungen der Ewigkeit zu beanspruchen, die uns erwarten, wenn wir würdig am Gottesdienst im Tempel teilnehmen, unsere Bündnisse halten und anderen dabei helfen, ‚im Herrn aufzuwachsen‘.“

Kindheit

Als Jugendliche wurde Schwester Burton bei einer Zeugnisversammlung der Missionare in Christchurch in Neuseeland plötzlich etwas klar. „Ich wusste, dass das Evangelium wahr ist“, erinnert sie sich. „Und mir war auch bewusst, dass ich das immer schon gewusst hatte.“

Es war eine der vielen wichtigen Lektionen, die sie lernte, nachdem sie mit ihrer Familie von Salt Lake City nach Neuseeland gezogen war, wo ihr Vater über die Neuseeland-Mission Süd präsidierte.

Linda Kjar wurde in Salt Lake City geboren und war das zweite von sechs Kindern von Marjorie C. und Morris A. Kjar. Sie hatte eine glückliche Kindheit und wuchs in einer Familie auf, in der das Evangelium Jesu Christi gelehrt wurde und beide Eltern treu ihre Aufgaben in der Kirche erfüllten. Aber ihr war nicht bewusst, wie wichtig ihren Eltern die Tempelbündnisse waren, bis sie mit ihrer Familie einmal um die halbe Welt nach Neuseeland zog. Linda war damals dreizehn.

Die Familie lebte in Wellington, an der Südspitze der neuseeländischen Nordinsel, während Linda und ihre Schwestern am viel weiter nördlich gelegenen Church College of New Zealand (einer Sekundarschule der Kirche) lebten und zur Schule gingen. Die Wohnheime waren voller Mitschülerinnen aus dem ganzen Pazifikraum. Im Laufe der Zeit gewannen sie sie sehr lieb. Vom Wohnheim aus konnte man den Tempel der Kirche in Neuseeland sehen. Es war ein beruhigender Anblick, wenn jemand Heimweh hatte – und das hatte jede von ihnen hin und wieder.

Ausbildung und Heirat

Als Studentin an der University of Utah lernte sie ihren zukünftigen Ehemann bei einer Andacht in der Assembly Hall auf dem Tempelplatz kennen. Die beiden heirateten am 7. August 1973 im Salt-Lake-Tempel. Interessanterweise waren ihre Väter gemeinsam im Westen Kanadas auf Mission gewesen.

Gemeinsam trafen sie die Entscheidung, dem Rat des Propheten zu folgen und sofort eine Familie zu gründen; das erste ihrer sechs Kinder wurde knapp ein Jahr später geboren.

Sie war sehr froh darüber, dass sie mit den Kindern zu Hause bleiben konnte, während ihr Mann sein BWL-Studium abschloss und dann im Immobilienbereich Karriere machte.

Das Leben war nicht immer leicht. Gerade als das vierte Kind geboren wurde und Bruder Burton Bischof war, brach die Wirtschaft in den USA zusammen und machte auch vor dem Immobilienmarkt nicht Halt. Der Leitzins schoss in die Höhe. Niemand kaufte Immobilien. Sie mussten ein Jahr ohne Einkommen auskommen.

„Wir lebten aus unserem Vorrat und brauchten ihn fast ganz auf“, sagt Schwester Burton.

Die Burtons stellten die Heizung ab und heizten ihr Haus mit einem kleinen Holzofen. Im Frühjahr fragte sie ein inspiriertes Mitglied ihrer Gemeinde, das keine Ahnung von ihrer Lage hatte, ob sie eine Gartenparzelle übernehmen wollten. „Etwas Frisches aus dem Garten zu haben war wirklich ein Geschenk für uns“, so Schwester Burton. „Wir bauten in diesem Jahr sehr viel an und konnten uns davon ernähren.“

Als sie eines Tages nach Hause kamen, stand ein Karton mit tiefgekühltem Fleisch auf dem Tisch. Bis heute wissen sie nicht, woher das Fleisch kam oder wie jemand in ihr Haus gelangt war. Die Tür war nämlich abgeschlossen gewesen. „[Aber] es war ein Segen für uns“, erklärt Schwester Burton. „Es war eine Bestätigung für uns, dass der Vater im Himmel unsere Not kannte, aber auch wusste, dass wir eigenständig bleiben wollten.“ Doch als alles danach aussah, dass sie nicht mehr über die Runden kommen würden, „bekam mein Mann eine wunderbare Arbeitsstelle. Das war eine Antwort auf unsere Gebete.“

Letzten Endes, so Schwester Burton, lernten sie, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken: „Wir haben erkannt: Wenn wir alles tun, wozu wir imstande sind, und unser Vertrauen in den Herrn setzen, übernimmt er das Übrige.“

Wichtige Aufgaben in der Kirche

Schwester Burton war im Hauptausschuss der Primarvereinigung (PV) und der Frauenhilfsvereinigung (FHV) tätig. Sie war auch Seminarlehrerin und hatte verschiedene Berufungen in der PV, bei den Jungen Damen, in der Sonntagsschule und in der FHV inne. Sie begleitete ihren Mann, als dieser von 2007 bis 2010 Präsident der Korea-Mission Seoul West war, und war, wie bereits erwähnt, mit dabei, als ihr Vater Präsident der Neuseeland-Mission Süd war.


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