Mary Ellen Wood Smoot

Dreizehnte Präsidentin
der Frauenhilfsvereinigung

1997–2002


 

Mary Ellen Wood Smoot

Durch das Besuchslehren kann man erreichen, dass Schwestern und ihre Familie das Evangelium Jesu Christi in ihr Leben aufnehmen. Mary Ellen W. Smoot, 13. Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung, lag es am Herzen, dass jede Schwester diese Vision erkannte und gemäß ihrer Verantwortung darin lebte.

„Wir brauchen einander“, sagte sie. „Wir brauchen Besuchslehrerinnen, … die aufrichtiges Interesse an den Schwestern haben, die sie besuchen, und denen bewusst ist, wie wichtig ihre Berufung ist, sich um jede Einzelne zu kümmern.“1

Bei der Besuchslehrarbeit geht es nicht darum, eine monatliche Aufgabenliste abzuhaken. Es geht darum, sich um jede Schwester zu kümmern und das Evangelium in jedes Heim zu tragen. „Ich möchte unsere Schwestern bitten, sich nicht mehr zu überlegen, ob ein Telefonanruf oder ein vierteljährlicher oder monatlicher Besuch genügt, sondern sich darauf zu konzentrieren, die zarten Seelen zu hegen und zu pflegen“, sagte Schwester Smoot. „Wir haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Evangeliumsflamme immer weiter hell brennt. Wir haben den Auftrag, die verlorenen Schafe zu finden und ihnen zu helfen, die Liebe des Erretters zu spüren.“2

Wenn die Schwestern ihr wahres Wesen verstehen, treffen sie bessere Entscheidungen – dazu gehört ein Leben nach dem Evangelium und wahrhaft aufrichtiges Besuchslehren. Bei der Allgemeinen FHV-Versammlung 1999 präsentierte Schwester Smoot die Erklärung der Frauenhilfsvereinigung, die den „Sinn und Zweck“3 des Lebens der FHV-Schwestern zum Ausdruck brachte. Unter anderem steht dort:

„Als weltweite Gemeinschaft von Schwestern verehren wir gemeinsam Jesus Christus, unseren Erretter und unser Vorbild. Wir sind Frauen des Glaubens, der Tugend, der Vision und der Nächstenliebe, die … den Eingebungen des Heiligen Geistes folgen, um geistig stärker zu werden, sich der Stärkung von Ehe und Familie widmen, Wir haben [auch] Freude am Dienen und an guten Werken. … Wir [erfreuen uns] der Segnungen des Tempels , [sind uns unserer] göttlichen Bestimmung bewusst und [streben] nach Erhöhung.“4

Kindheit

Mary Ellen Wood kam am 19. August 1933 als Tochter von Melvin und LaVora Blood Smith Wood in Ogden in Utah zur Welt. Sie ist die fünfte von sechs Töchtern. Familie Wood lebte das wiederhergestellte Evangelium, diente anderen und lehrte ihre Töchter den Wert harter Arbeit. Die Familie bestellte den Garten, züchtete Obstbäume und hatte eigene Tiere. Mary Ellen und ihre Schwestern arbeiteten in der Dosenfabrik ihres Großvaters. Als Kind hörte Mary Ellen gern die Geschichten über ihre Pioniervorfahren, was zu einer lebenslangen Begeisterung für Genealogie führte. Auf diesem Gebiet veröffentlichte sie auch einige Bücher.

Ausbildung und Heirat

Als Jugendliche diente Mary Ellen in verschiedenen Kirchenberufungen, aber auch als Schülersprecherin. Sie ging zur Utah State University in Logan in Utah. Als sie die neunte Klasse besuchte, traf sie Stanley Millard Smoot. Nachdem er eine Mission für die Kirche in Hawaii erfüllt hatte, heirateten sie am 8. Oktober 1952 im Salt-Lake-Tempel. Die beiden haben sieben eigene Kinder und fünf Pflegekinder. Mary Ellen war des Öfteren im Lehrer-Eltern-Ausschuss tätig, moderierte eine Radioshow für Teenager und war Präsidentin der Frauenvereinigung der Republikaner in Centerville in Utah.

Dienst in der Kirche

Schwester Smoot arbeitete von 1966 bis 1971 in der Redaktion der Zeitschrift Children‘s Friend. Zusammen mit ihrem Mann diente sie sieben Jahre lang in Komitees der Kirche für Öffentlichkeitsarbeit und leitete die Gästebetreuung der Kirche von 1993 bis 1997. 1999 sammelte die FHV 350.000 Decken, obwohl nur 30.000 Decken für Flüchtlinge aus dem Kosovo benötigt wurden. Schwester Smoot war 1999 eine Hauptsprecherin beim zweiten Weltfamilienkongress in Rom.5


Anmerkungen

  1. Mary Ellen W. Smoot, „Seeking Solutions", Ensign, Februar 2002, Seite 47
  2. Mary Ellen Smoot, „,Pionierschuhe‘ im Laufe der Zeit“, Liahona, Januar 1998, Seite 13
  3. Mary Ellen Smoot, „Freut euch, Töchter Zion“, Liahona, Januar 2000, Seite 112
  4. Mary Ellen Smoot, „Freut euch, Töchter Zion“, Seite 112
  5. Siehe Janet Peterson und LaRene Gaunt, Faith, Hope, and Charity, 2008, Seite 246 bis 264

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