Lehren für Mütter: Herbst-Generalkonferenz 2011


Kinder zur Welt bringen

  • „Ob nun in den besten oder aber auch in den schlimmsten Zeiten, die wahren Heiligen Gottes haben voll Glauben ‚Gottes Gebot…, sich zu vermehren und die Erde zu bevölkern‘, niemals vergessen, abgelehnt oder außer Acht gelassen. Wir gehen gläubig vorwärts und machen uns klar, dass es eine Entscheidung zwischen den Eheleuten und dem Herrn ist, wie viele Kinder sie wann bekommen. Wir dürfen in dieser Frage nicht übereinander urteilen.“ (Neil L. Andersen, „Kinder“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)

Kinder zur Welt zu bringen ist ein Vorrecht und ein Gebot

  • „Es ist eine große Ehre für ein Ehepaar, das Kinder bekommen kann, für diese Geistkinder Gottes einen irdischen Körper zu schaffen. Wir glauben an die Familie und wir glauben an Kinder. …
  • Wenn ein Ehepaar ein Kind bekommt, erfüllt es damit einen Teil der Absicht unseres himmlischen Vaters, nämlich Kinder auf die Welt zu bringen.“ Der Herr hat gesagt: ‚Dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit  – die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.‘ Vor der Unsterblichkeit muss es das Leben als Sterblicher geben.“ (Neil L. Andersen, „Kinder“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)

Kinder, die vom rechten Weg abgewichen sind

  • „Eltern, die sich abmühen, einem Kind ein Zeugnis vom Erlöser ins Herz zu pflanzen, erhalten Hilfe, wenn sie nach Wegen suchen, wie sie die Worte und den Geist des Buches Mormon in ihr Zuhause und in das Leben eines jeden in der Familie bringen können. … Der erste Schritt zur umfassenden Bekehrung [ist] der Glaube. Wenn wir uns gebeterfüllt mit dem Buch Mormon befassen, wächst unser Glaube an Gottvater, an seinen geliebten Sohn und an sein Evangelium.“ (Henry B. Eyring, „Ein Zeuge“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)

Das Schriftstudium in der Familie

  • „Meine liebe Frau Jeanene liebte das Buch Mormon. Schon in ihrer Jugend wurde es zur Grundlage ihres Lebens. … Jeanene konnte schon früh im Leben bestätigen, dass jeder, der beständig im Buch Mormon liest, den Geist des Herrn in größerem Maße verspürt, noch entschlossener ist, seine Gebote zu befolgen, und ein stärkeres Zeugnis von der Göttlichkeit des Sohnes Gottes erlangt.“ (Richard G. Scott, „Die Kraft der heiligen Schriften“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)

Vergissmeinnichts für Mütter

  • „Vergessen Sie nicht, mit sich selbst Geduld zu haben. … Seien Sie… dankbar für all die kleinen Erfolge zu Hause, in Ihren familiären Beziehungen, bei Ihrer Ausbildung und bei Ihrem Einkommen, bei Ihrem Beitrag in der Kirche und bei Ihrer persönlichen Entwicklung. …
  • Ein Beispiel: Darauf zu bestehen, dass Sie jede Woche einen ‚Bilderbuch-Familienabend‘ haben auch wenn Sie und Ihre Familie darunter leiden müssen, ist vielleicht nicht die beste Wahl. Überlegen Sie lieber: ‚Was können wir als Familie zusammen machen, was uns Freude macht, uns den Heiligen Geist spüren lässt und uns näher zusammenbringt?‘ So ein Familienabend mag vielleicht vom Programm und der Ausführung her schlicht sein, aber er könnte langfristig viel mehr Positives bewirken. …
  • Vergessen Sie nicht den Unterschied zwischen einem nützlichen und einem unnützen Opfer. Ein annehmbares Opfer besteht darin, dass wir etwas Gutes aufgeben, um etwas von noch viel größerem Wert zu erlangen.
  • Auf ein wenig Schlaf zu verzichten, um ein Kind zu trösten, das gerade einen Alptraum hatte, ist ein nützliches Opfer. Das wissen wir wohl. Die ganze Nacht aufbleiben und die eigene Gesundheit gefährden, um ein perfektes Accessoire für die Sonntagskleidung der Tochter anzufertigen, ist vielleicht kein so nützliches Opfer.“ (Dieter F. Uchtdorf, „Vergissmeinnicht“, Allgemeine FHV-Versammlung, September 2011.)

Wie wichtig die Mutterschaft ist

  • „Viele Stimmen in der Welt von heute stellen es als nebensächlich hin, Kinder zu bekommen, oder legen uns nahe, es hinauszuschieben oder die Kinderzahl in einer Familie zu begrenzen. Meine Töchter wiesen mich kürzlich auf einen Blogeintrag hin, dessen christliche Verfasserin, die nicht unserem Glauben angehört, Mutter von fünf Kindern ist. Sie schrieb: ‚Wenn man in dieser Kultur [aufwächst], ist es sehr schwer, Mutterschaft aus dem Blickwinkel der Bibel zu sehen. … Kinder sind heute viel weniger wichtig als eine Ausbildung. Ganz bestimmt weniger wichtig, als die Welt zu bereisen. Weniger wichtig als die Möglichkeit, abends zum Vergnügen auszugehen. Weniger wichtig, als seinen Körper im Fitnessstudio in Form zu bringen. Weniger wichtig als jede Arbeitsstelle, die man haben mag oder sich erhofft.‘ Dann fügte sie hinzu: ‚Mutter zu sein ist kein Hobby, sondern eine Berufung. Man sammelt nicht Kinder, weil man sie reizvoller findet als Briefmarken. Kinder zu haben ist nichts, was man gerade noch so in den Terminkalender quetscht. Genau dazu hat Gott uns die Zeit doch gegeben.‘
  • Kleine Kinder zu haben ist nicht leicht. Viele Tage sind wirklich schwierig. Eine junge Mutter bestieg einmal mit sieben Kindern den Bus. Der Busfahrer fragte: ‚Gehören die alle zu Ihnen oder kommen die nur zum Vergnügen mit?‘
  • ‚Die gehören alle zu mir‘, gab sie zurück. ‚Und ein Vergnügen ist das nicht!‘
  • Da die Welt zunehmend fragt: ‚Gehören die alle zu Ihnen?‘, danken wir Ihnen dafür, dass Sie innerhalb der Kirche einen Zufluchtsort für die Familie schaffen, wo wir Mütter mit Kindern ehren und ihnen helfen.“ (Neil L. Andersen, „Kinder“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)

Prioritäten

  • „Alma sprach von Prioritäten, als er sagte: ‚Dieses Leben [ist] zu einem Zustand der Bewährung geworden; eine Zeit, um sich bereit zu machen, Gott zu begegnen.‘ (Alma 12:24.) Es mag etwas Führung vonnöten sein, um die wertvolle Zeit der Vorbereitung auf die Begegnung mit Gott bestmöglich zu nutzen, aber gewiss würden wir den Herrn und unsere Familie ganz oben auf die Liste setzen. Präsident Dieter F. Uchtdorf hat gesagt: ‚In der Beziehung zur Familie wird Liebe in Wirklichkeit so buchstabiert: Z-e-i-t.“ („Was am wichtigsten ist“, Liahona, November 2010, Seite 21.) Ich bezeuge: Wenn wir aufrichtig und gebeterfüllt darum bitten, hilft uns unser Vater im Himmel, den Schwerpunkt auf das zu legen, was unsere Zeit am meisten verdient.“ (Ian S. Ardern, „Eine Zeit der Vorbereitung“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)

Die Kinder stärken und ihnen helfen, die Gebote zu halten

  • „Vielleicht erscheint es Ihnen manchmal so, dass die Menschen draußen in der Welt viel mehr Spaß haben als Sie. Einige von Ihnen fühlen sich vielleicht durch den Verhaltenskodex, an dem wir in der Kirche festhalten, eingeschränkt. Meine Brüder und Schwestern, ich sage Ihnen jedoch, dass es nichts gibt, was mehr Freude in Ihr Leben bringen und Ihrer Seele mehr Frieden schenken kann, als der Geist, der zu uns kommen kann, wenn wir dem Erlöser folgen und die Gebote halten. Dieser Geist kann bei den Aktivitäten, denen so viele in der Welt nachgehen, nicht zugegen sein. … Wir müssen in einer Welt, die sich so weit vom Geistigen entfernt hat, wachsam sein. Es ist wichtig, dass wir alles ablehnen, was nicht unseren Maßstäben entspricht, und uns weigern, das aufzugeben, was wir uns am meisten wünschen – ewiges Leben im Reich Gottes.“ (Thomas S. Monson, „Stehen Sie an heiligen Stätten“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)

Die Kinder lehren, den Geist zu erleben

  • „Liebe Eltern und Führer der Kirche, bitte helfen Sie Ihren Kindern und Jugendlichen, mehr über den Geist des Elija zu erfahren und ihn selbst zu erleben. Reglementieren Sie dieses Vorhaben aber nicht übermäßig und verlieren Sie sich nicht in Einzelheiten und Schulungen. Fordern Sie den Nachwuchs auf, selbst zu forschen, herumzutüfteln und etwas für sich herauszufinden (siehe Joseph Smith Lebensgeschichte 1:20). Jeder junge Mensch kann meine Vorschläge umsetzen, indem er die Funktionen auf lds.org/familyhistoryyouth ausprobiert. … Die jungen Leute müssen zunehmend Lernende sein, die selbst handeln und dabei Licht und Erkenntnis durch die Macht des Heiligen Geistes empfangen – sie sollen nicht nur passive Schüler sein, die hauptsächlich auf sich einwirken lassen (siehe 2 Nephi 2:26).“ (David A. Bednar, „Das Herz der Kinder wird sich den Vätern zuwenden“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)

Unsere Familie belehren

  • „‚Die Aufgabe, [erfolgreich] zu lehren, obliegt nicht nur denen, die in der Kirche offiziell als Lehrkraft berufen sind.‘ Genau genommen hat jedes Familienmitglied, jeder Führungsbeamte und jedes Mitglied der Kirche (auch die Jugendlichen und Kinder) die Aufgabe, zu lehren. …
  • Eltern, die so vorgehen wie der Heilige Geist, schaffen ein Zuhause, wo die Kinder Grundsätze lernen, statt nur etwas über Grundsätze zu erfahren. Ebenso hilft ein Lehrer dem Lernenden, die Lehren des Evangeliums zu verstehen und zu leben, statt nur über die Lehre zu reden. Der Heilige Geist wirkt ungehindert, wenn Menschen ihre Entscheidungsfreiheit richtig nutzen.“ (Matthew O. Richardson, „Wie man auf die Weise des Herrn lehrt“, Herbst-Generalkonferenz 2011.)