Familienforschung – Abschaffung des Mikrofilms

 

Am 1. September 2017 stellt FamilySearch den Versand von Mikrofilmen ein. (Der letzte Tag, an dem man Mikrofilme noch bestellen kann, ist der 31. August 2017.)

Die Änderung ergibt sich aus dem beträchtlichen Fortschritt, den FamilySearch bei der Digitalisierung von Mikrofilmen gemacht hat, sowie daraus, dass das Medium Mikrofilm veraltet ist.

• Der Online-Zugang zu Digitalaufnahmen von Dokumenten ermöglicht es FamilySearch, viel mehr Menschen zu erreichen, und zwar noch schneller und wirksamer.

• FamilySearch ist mit seinen Sammlungen von Milliarden genealogischer Aufzeichnungen aus aller Welt weltweit führend, wenn es um das Erhalten und Zugänglichmachen historischer Aufzeichnungen geht.

• Über 1,5 Millionen Mikrofilme (etwa 1,5 Milliarden Aufnahmen) wurden von FamilySearch digitalisiert, einschließlich der ausgehend von Mikrofilmleihverzeichnissen in aller Welt am meisten angeforderten Sammlungen.

• Die übrigen Mikrofilme sollten bis Ende 2020 digitalisiert sein. Für alle neuen Dokumente, die FamilySearch im Rahmen seiner weltweiten Anstrengung überall auf der Welt ablichten lässt, werden bereits Digitalkameras verwendet.

• In den Centern für Familiengeschichte wird es auch weiterhin Zugang zu zweckdienlichen technischen Geräten, abonnierten Premium-Diensten und digitalen Dokumenten geben, darunter auch Inhalte, die aufgrund von Beschränkungen nicht von zuhause aus verfügbar sind.

Derzeit gibt es auf FamilySearch.org unter „Suche“ drei Bereiche, über die man auf historische Aufzeichnungen zugreifen kann.

• Der Bereich „Aufzeichnungen“ enthält historische Aufzeichnungen, die indexiert und daher nach Namen durchsucht werden können. Es gibt aber auch nicht indexierte Aufzeichnungen, die alphabetisch geordnet sind und zur Ansicht bereitstehen.

• Der Bereich „Bücher“ enthält Digitalversionen von Büchern aus der Family History Library und anderen Bibliotheken und Archiven.

• Im Katalog findet man die Beschreibung vieler genealogischer Unterlagen, darunter Bücher, Online-Material, Mikrofilme und Mikrofiches, die zur Sammlung von FamilySearch gehören.

Sofern dies von den zuständigen Priestertumsführern genehmigt wurde, können die Center bereits von FamilySearch ausgeliehene Mikrofilmsammlungen auch nach der Einstellung des Mikrofilmbestellservices behalten. Das Center hat die Möglichkeit, Mikrofilme zurückzuschicken, die im Internet verfügbar sind oder aus anderen Gründen nicht benötigt werden. Da immer mehr Aufnahmen im Internet veröffentlicht werden, ist es den Centern überlassen, zu entscheiden, ob sie ihren Bestand an Mikrofilmen behalten wollen.