Das Evangelium lehren

Lektionen für die JD-Klassenpräsidentschaften


 

Lektion 1:
Die Grundsätze für das Lehren anwenden

Den Grundsatz vorstellen

Die Führungsbeamten in der Kirche des Heilands bemühen sich, bei der Unterweisung im Evangelium seinem Beispiel zu folgen. Sie betrachten Jesus Christus als den größten aller Lehrer. In den heiligen Schriften finden sie die Grundsätze für das Lehren, die er angewandt hat. Sie bemühen sich, ihm nachzufolgen und so zu lehren wie er.

Seht euch das Video „Grundsätze für das Lehren“ an und denkt an einen Lehrer, der euer Leben und euer Zeugnis beeinflusst hat. Was hat der Betreffende gemacht? Was habt ihr dabei empfunden? Wann und wo hat diese Person euch belehrt?

Gemeinsam lernen

  1. Besprecht die im Video gezeigten Grundsätze für das Lehren, die der Erlöser angewendet hat:
    • die Schüler lieben
    • durch den Geist lehren und Zeugnis geben
    • die Lehre anhand der heiligen Schriften erläutern
    • die Teilnehmer zu eifrigem Lernen anregen
  2. Inwiefern hat der Lehrer, der einen nachhaltigen Eindruck bei euch hinterlassen hat, so gelehrt wie der Herr?
  3. Wo habt ihr als Klassenpräsidentschaft, die Gelegenheit zu lehren?
    • Wie unterrichtet man formell bei Sitzungen der Klassenpräsidentschaft, bei Aktivitäten unter der Woche, beim JD-Zeltlager, beim Seminar oder beim Unterricht am Sonntag und anderen Gelegenheiten?
    • Wie belehrt ihr die Mädchen in eurer Klasse, eure Familie und eure Freunde informell?

Das Gelernte in die Tat umsetzen

Wählt gebeterfüllt einen der Grundsätze für das Lehren aus, der im Video vorkam. Wendet ihn diese Woche an, wenn ihr euch vorbereitet und das Evangelium in formellem oder informellem Rahmen lehrt. Inwiefern hat sich dieser Grundsatz auf euer Lehren ausgewirkt? Besprecht als Klassenpräsidentschaft, was euch aufgefallen ist.

Hilfsmittel

Komm und folge mir nach!: „Wir lehren“ – Welche Grundsätze für das Lehren sind diesen Jugendlichen aufgefallen und inwiefern hatten sie Gelegenheit zu lehren?

Lehren, die größte Berufung – Auf Seite 26 der Anleitung Lehren, die größte Berufung erfahrt ihr mehr über diese Grundsätze und könnt euch von dem inspirieren lassen, was Präsident Harold B. Lee über den Lehrer erzählt, der ihn in seiner Jugend am meisten beeinflusst hat.

 

Lektion 2:
Die Schüler lieben

Den Grundsatz vorstellen

Jesus Christus war uns ein vollkommenes Vorbild darin, wie man seine Mitmenschen wertschätzen und behandeln sollte. „Nächstenliebe ist die reine Christusliebe.“ (Siehe Moroni 7:45-48.) Sie ist die höchste, edelste und stärkste Form der Liebe und die, die am längsten anhält und eine Freude für die Seele ist.

Nächstenliebe ist eine Gabe von Gott, und wir können sie ohne die Hilfe des Herrn nicht entwickeln. Mormon hat gesagt, dass wir „mit der ganzen Kraft des Herzens zum Vater [beten sollen], dass [wir] von dieser Liebe erfüllt“ werden (Moroni 7:48).

Wenn man betet, die Gebote hält und sich mit dem Leben des Erretters befasst, entwickelt man mehr Liebe für alle Menschen, insbesondere für diejenigen, denen man dient.

Gemeinsam lernen

  • Lest Moroni 7:45. Was zeichnet die Nächstenliebe aus? Wie könnt ihr euch darum bemühen, diese Art von Liebe zu entwickeln? Wie wird sich dies positiv auf das Leben derjenigen auswirken, denen ihr dient?
  • Tragt einige Vorschläge zusammen, wie man einzelne Mädchen erreichen kann. Ihr könnt auch ein Rollenspiel dazu machen.

Das Gelernte in die Tat umsetzen

  • Betet über die nächsten Wochen zum Vater im Himmel, dass ihr von Nächstenliebe erfüllt werden möget.
  • Haltet fest, was jedes Mitglied der Klassenpräsidentschaft diese Woche machen wird, um einem Mädchen aus der Klasse ungeheuchelte Liebe und Freundschaft entgegenzubringen. Berichtet bei der nächsten Sitzung der Klassenpräsidentschaft von euren Erfahrungen.

Hilfsmittel

Komm und folge mir nach!: „Lernen Sie uns kennen, haben Sie uns lieb“

Weltweite Führerschaftsschulung: „Die Kinder Gottes lieben“

 

Lektion 3:
Durch den Geist lehren und Zeugnis geben

Den Grundsatz vorstellen

Der Herr sprach darüber, wie wichtig es ist, durch den Geist zu lehren, als er sagte: „Der Geist wird euch durch das Gebet des Glaubens gegeben; und wenn ihr den Geist nicht empfangt, sollt ihr nicht lehren.“ (LuB 42:14.) Wir lernen die Wahrheiten des Evangeliums und erlangen ein Zeugnis durch die Macht des Heiligen Geistes (siehe Moroni 10:5 und 2 Nephi 33:1). Es ist wichtig, dass ihr als Führerinnen andere durch den Geist lehrt und ihnen Zeugnis gebt.

Durch den Geist zu lehren und Zeugnis zu geben setzt voraus, dass man würdig lebt, inbrünstig betet und lernt, die Führung des Geistes zu erkennen und ihr mutig zu folgen (siehe LuB 43:15,16). Wenn ihr geistig vorbereitet seid, führt euch der Geist bei dem, was ihr sagen sollt. Bringt kurz und aufrichtig zum Ausdruck, dass ihr von den Grundsätzen oder Lehren, die ihr lehrt, überzeugt seid. So gebt ihr am machtvollsten Zeugnis.

Gemeinsam lernen

  • Denkt nach, wann ihr den Geist verspürt habt und euer Zeugnis gestärkt wurde. In welcher Situation geschah das und wer war daran beteiligt? Was habt ihr dabei gelernt? Was habt ihr dabei empfunden?
  • Lest 2 Nephi 1:27. Was können wir von Nephi darüber lernen, wie man durch den Geist lehrt?
  • Was könnt ihr als Klassenpräsidentschaft tun, um den anderen ein Beispiel zu geben und durch den Geist zu lehren und Zeugnis zu geben?

Das Gelernte in die Tat umsetzen

Achtet beim Unterricht am Sonntag, bei den gemeinsamen Aktivitäten der Jungen Männer und Jungen Damen, beim Seminar und in der Schule auf die Eingebungen des Heiligen Geistes und bringt den Mut auf, diesen Eingebungen zu folgen und durch den Geist zu lehren oder Zeugnis zu geben.

Besprecht als Klassenpräsidentschaft, inwiefern Zeugnis geben einem den Mut geben kann, für Wahrheit und Rechtschaffenheit einzutreten. Haltet nach Gelegenheiten Ausschau, bei denen ihr in den nächsten Wochen den Mädchen in eurer Klasse Zeugnis geben könnt.

Hilfsmittel

Komm und folge mir nach!: „Laden Sie uns ein, Zeugnis zu geben“ – Denkt, während ihr euch das Video anseht, an die Mädchen in eurer Klasse und daran, welche Wirkung euer Zeugnis vom Erretter und seinem Evangelium auf sie hat.

 

Lektion 4:
Die heiligen Schriften und die Aussagen lebender Propheten als Unterrichtsgrundlage verwenden

Den Grundsatz vorstellen

Ein wichtiger Aspekt, wie ihr eure Aufgabe als Klassenpräsidentschaft erfüllt, besteht im Lehren. Jesus Christus ist das größte Vorbild eines Führers und Lehrers. Er hat uns geboten, „einander die Lehre des Reiches zu lehren“ (LuB 88:77). Der Ausdruck „Lehre des Reiches“ bezieht sich auf die offenbarten Wahrheiten des Evangeliums, die in den heiligen Schriften und den Worten der lebenden Propheten zu finden sind. Als Klassenpräsidentschaft könnt ihr andere geistig stärken, indem ihr häufig aus den heiligen Schriften und den Worten der lebenden Propheten lehrt.

Gemeinsam lernen

  • Alma erklärte, dass das Wort Gottes dazu führe, dass die Menschen das tun, was gerecht ist, und dass es eine mächtige Wirkung auf den Sinn habe. Lest Alma 31:5. Besprecht diese Schriftstelle. Überlegt, inwiefern das Wort Gottes die Menschen verändert hat, die in den heiligen Schriften erwähnt werden. Sprecht darüber, wie euch einmal eine Schriftstelle oder eine Ansprache bei der Generalkonferenz dazu veranlasst hat, ein besserer Mensch zu werden.
  • Wie könnt ihr als Klassenpräsidentschaft den Mädchen in eurer Klasse helfen, geistig zu wachsen, indem ihr über das Wort Gottes sprecht und es lehrt?

Das Gelernte in die Tat umsetzen

Sucht in der kommenden Woche nach Schriftstellen im Neuen Testament oder im Buch Mormon, die veranschaulichen, wie der Erlöser die Lehre erläuterte. Besprecht in der nächsten Sitzung der Klassenpräsidentschaft, was ihr während des Schriftstudiums entdeckt habt. Legt gemeinsam mit den Führungsbeamten fest, wann und wo ihr den Mädchen in eurer Klasse die Lehre nahebringen könnt.

Hilfsmittel

Komm und folge mir nach!: „Verwenden Sie die Schriften“ – Wie könnt ihr die Macht der heiligen Schriften und der Worte der lebenden Propheten nutzen, um bei allem, was ihr als Führerinnen und Lehrerinnen tut, den Geist einzuladen? Was könnt ihr tun, um die Mädchen zu ermutigen, die heiligen Schriften zu verwenden?

 

Lektion 5:
Zur Mitarbeit und fleißigem Lernen anregen

Den Grundsatz vorstellen

Als der Erretter auf Erden lebte, lehrte er seine Jünger oft, indem er ihnen Fragen stellte, die sie veranlassten, gründlich nachzudenken. Er gab ihnen Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen und über ihre Erkenntnisse zu sprechen. Er beantwortete ihre Fragen und hörte gut zu, wenn sie von ihren Erfahrungen berichteten. Weil er ihnen Liebe entgegenbrachte, waren sie gerne bereit, ihre Gedanken und Gefühle offenzulegen.

Sinnvolle Unterrichtsgespräche tragen dazu bei, dass man Beziehungen aufbaut und stärkt. Der Herr hat gesagt: „Und nun siehe, ich gebe euch das Gebot: Wenn ihr versammelt seid, so unterweist und erbaut einander.“ (LuB 43:8.)

Als Klassenpräsidentschaft werdet ihr dazu aufgefordert, Gespräche zu leiten und bei Sitzungen der Klassenpräsidentschaft und im Unterricht andere zur Mitarbeit anzuregen. Ermutigt beim Erfüllen eurer Führungsaufgaben alle Mädchen dazu, über ihre Gedanken und Gefühle in Hinblick auf das Evangelium zu sprechen.

Gemeinsam lernen

  • Seht euch das Video „Stellen Sie uns Fragen“ an. Was hilft den Mädchen in eurer Klasse, keine Angst davor zu haben, Fragen zu stellen und über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen? Was könnt ihr als Klassenpräsidentschaft tun, um es ihnen leichter zu machen?

Das Gelernte in die Tat umsetzen

Besprecht bei einer Sitzung der Klassenpräsidentschaft, nach der Lektion am Sonntag oder nach einer Aktivität unter der Woche, was euch hinsichtlich der Mitarbeit der Mädchen in eurer Klasse aufgefallen ist. Wurden sie alle zur Mitarbeit angeregt? Waren einige etwas zögerlich? Sprecht darüber, was ihr unternehmen wollt, um die Mädchen verstärkt zur Mitarbeit anzuregen. Was könnt ihr diese Woche tun, um den Mädchen eurer Klasse das Gefühl zu geben, dass sie keine Angst haben brauchen und sich angenommen fühlen?

Hilfsmittel

Komm und folge mir nach!: „Wir erzählen von uns“ – Warum ist es so wichtig, dass man von sich erzählt, wenn man selbst dazulernen will oder möchte, dass andere etwas lernen? Wie laden wir dadurch, dass wir von uns erzählen, den Geist ein und stärken unser Zeugnis und das Zeugnis anderer?