Beschreibung der Veranstaltung

Die angestellten Organisten und Gastorganisten geben von 12:00 Uhr bis 12:30 Uhr montags bis samstags dreißigminütige Konzerte im Tabernakel. Sonntags finden diese Konzerte von 14:00 Uhr bis 14:30 Uhr im Tabernakel statt. Die eindrucksvolle Pfeifenorgel ist ein Symbol dafür, wie wichtig es den Mitgliedern der Kirche ist, Gott durch Musik zu verehren.

Die Orgel im Tabernakel hat eine interessante Geschichte. Präsident Brigham Young betraute Joseph Harris Ridges mit dem Bau der ersten Orgel im Tabernakel. Joseph Ridges wuchs in der Nähe einer Orgelfabrik in England auf. Geeignetes Holz wurde gefunden und von Freiwilligen aus den Parowan- und Pine-Valley-Bergen 480 Kilometer südlich von Salt Lake City herangeschafft. Anfänglich wurde die Orgel durch einen Blasebalg manuell, später mit Wasserkraft und heute mit Elektrizität betrieben. Aufgrund verbesserter Orgelbaumethoden wurde das Instrument seither mehrmals aufgearbeitet und vergrößert. Jetzt umfasst die Orgel insgesamt 11.623 Pfeifen in 206 Registern und der Spieltisch besitzt fünf Klaviaturen. Die Orgel des Tabernakels wird als eine der besten Orgeln der Welt angesehen.

Die Orgel im Konferenzzentrum wurde von 2000 bis 2003 von Schoenstein & Co. aus San Francisco gebaut. Die im Stil der amerikanischen Romantik gebaute Orgel hat einen warmen, lebendigen Klang, der charakteristisch für Instrumente englischer Bauart ist. Obwohl die Orgel vornehmlich zur facettenreichen Begleitung von Chören und anderen Musikproduktionen gedacht ist, kann sie auch als Soloinstrument wunderschöne Musik wiedergeben. Über einen Spieltisch mit fünf Klaviaturen werden die 7708 Pfeifen in ihren 130 Registern, die auf sieben Werke aufgeteilt sind, bedient.

Zusätzlich zu ihren täglichen Konzerten begleiten die angestellten Organisten den Tabernakelchor bei all seinen Konzerten, Proben, Tourneen und Übertragungen. Sie spielen auch das Orgelsolo in der wöchentlichen Übertragung Music and the Spoken Word, die je nach Saison entweder im Tabernakel auf dem Tempelplatz oder im Konferenzzentrum aufgenommen wird.

Richard Elliott

Richard Elliott aus Baltimore in Maryland ist einer der Organisten des Tabernakels. Er erwarb seine frühe musikalische Ausbildung am Peabody-Konservatorium und an der Catholic University of America. Er hat einen Bachelorabschluss für Musik vom Curtis Institute in Philadelphia sowie einen Masterabschluss und einen Doktortitel von der Eastman School of Music in Rochester im Staat New York. Als er in Philadelphia studierte, war er stellvertretender Organist an der berühmten Wanamaker-Orgel.

Clay Christiansen

Clay Christiansen war zehn Jahre lang Organist und Chorleiter der Saint Mark Cathedral in Salt Lake City und fünf Jahre lang Organist der Congregation Kol Ami, der jüdischen Synagoge in Salt Lake City, bevor er 1982 als Organist des Tabernakels ausgewählt wurde. Er hat einen Bachelorabschluss von der Brigham-Young-Universität und einen Masterabschluss und Doktortitel von der University of Utah. Soloauftritte führten ihn quer durch die USA, Kanada und England.

Andrew Unsworth

Andrew Unsworth, heute Organist im Tabernakel, wuchs ursprünglich in Potsdam im Staat New York in einer Musikerfamilie auf. Er erwarb einen Bachelorabschluss für Musik an der Brigham-Young-Universität und erhielt einen Masterabschluss und Doktortitel von der Duke University. Bevor er auf dem Tempelplatz Organist wurde, arbeitete Andrew Unsworth als stellvertretender Musikleiter und Organist der Cathedral of the Madeleine in Salt Lake City und jüngst als Dozent der Musikgeschichte und des Orgelspiels an der Stephen F. Austin State University in Nacogdoches, Texas.

Bonnie Lauper Goodliffe

Bonnie Lauper Goodliffe ist eine der Organistinnen am Tempelplatz. Sie erwarb ihren Bachelor- und Masterabschluss an der Brigham-Young-Universität. Sie ging über das Studentenaustauschprogramm der Brigham-Young-Universität nach Salzburg, Österreich, wo sie bei Oskar Peter an der Universität Mozarteum Salzburg Orgelunterricht bekam. Sie ist seit 1984 Organistin am Tempelplatz. Damit umfassen ihre Pflichten auch die Arbeit mit dem Chor am Tempelplatz und der dazugehörigen Gesangsschule.

Linda Swenson Margetts

Auch Linda Swenson Margetts ist Organistin am Tempelplatz. Nach ihrem Bachelor- und Masterabschluss in Orgelspiel von der Brigham-Young-Universität erwarb sie einen Doktortitel von der University of Utah, wo sie noch immer als Dozentin arbeitet. Auch sie ist seit 1984 Organistin am Tempelplatz. Ihre Pflichten umfassen auch die Arbeit mit dem Chor am Tempelplatz und der dazugehörigen Gesangsschule.


Eintrittskarten


Für diese Konzerte sind keine Eintrittskarten erforderlich. Einlass in den Tabernakel findet an Tür 11 statt.


 Besonderheiten

  • Sitzplätze für Rollstuhlfahrer sind verfügbar.
  • Bitte benutzen Sie während dieser Konzerte keine Kameras oder andere Aufnahmegeräte. Besucher dürfen vor oder nach dem Konzert gern Fotos machen.
  • Besucher, die früher gehen möchten, haben nach dem ersten Teil des Konzerts die Möglichkeit dazu. Danach bleiben die Türen bis zum Ende des Konzerts geschlossen.