Apostel bei Mitgliedern und Regierungsvertretern in Südamerika

  Jason Swensen, Mitarbeiter der Church News

  • 3. Dezember 2013

Elder Jeffrey R. Holland und seine Frau Patricia nehmen bei einer Versammlung für Ehepaare an einer Frage-und-Antwort-Runde teil, die im ganzen Gebiet Südamerika Süd übertragen wurde.  Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Mehr als 35.600 Menschen wurden bei einer gebietsweiten Versammlung für Ehepaare von den Aposteln belehrt.
  • Elder Holland und Elder Christofferson trafen in Chile und Paraguay auf Vertreter aus Politik und Religion.
  • Die Apostel haben durch ihren bisherigen Dienst vor Ort eine lebenslange Zuneigung für die Menschen und Kulturen in Südamerika entwickelt.

„Es gibt nahezu 600.000 Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hier, obwohl die Kirche erst vor 50 Jahren in Santiago so richtig Fuß fasste, als die ersten Missionare ankamen. Wir freuen uns sehr über das Wachstum in diesem Land, das wir so sehr lieben.“ – Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel

Vor kurzem wurden bei einem apostolischen Besuch im Süden Südamerikas die guten Beziehungen zwischen der Kirche und Regierungsvertretern mehrerer lateinamerikanischer Länder gefestigt.

Am 14. und 15. November führten Elder Jeffrey R. Holland und Elder D. Todd Christofferson vom Kollegium der Zwölf Apostel zusammen mit Elder Ulisses Soares von der Präsidentschaft der Siebziger eine Gebietsprüfung im Gebiet Südamerika Süd durch. Auf ihrer Reise führten sie mehrere Schulungen für Priestertumsführer, Mitglieder und Missionare durch, außerdem trafen sie sich in Chile und Paraguay mit Führern aus Politik und Religion.

Während ihres Aufenthaltes in Südamerika kamen sie bei verschiedenen Versammlungen mit zehntausenden Mitglieder zusammen, entweder in Person oder per Internetübertragung.

Zu den Höhepunkten gehörte eine gebietsweite Versammlung für Ehepaare. Die Veranstaltung fand in Buenos Aires in Argentinien statt und wurde im gesamten Gebiet Südamerika Süd in die Gemeindehäuser übertragen. Insgesamt nahmen über 35.600 Personen teil.

Bei der Versammlung sprachen auch Elder Christofferson und seine Frau Katherine sowie Elder Soares und seine Frau Rosana.

Elder Holland und seine Frau Patricia hielten am Ende der Versammlung eine besondere Frage-und-Antwort-Runde ab.

Ihr liebevoller Rat „förderte viele Tränen zutage, aber auch frohe Gesichter“, sagte Elder Christofferson. „Die Leute wurden auf wunderbare Weise erbaut.“

Bei seiner Ansprache sagte Elder Christofferson, dass Männer und Frauen zuerst eine feste, persönliche Beziehung zu ihrem himmlischen Vater aufbauen müssten. Eine starke Ehe sei dann die Folge.

Er fügte hinzu, dass das Kollegium der Zwölf Apostel gebeterfüllt zu einstimmigen Entscheidungen über die wichtigsten Themen kommt. „So sollte es auch in unserer Ehe sein.“

Elder Holland und Elder Christofferson fühlen sich in Südamerika nicht fremd. Elder Holland leitete das Gebiet Chile von 2002 bis 2004. Dabei vertiefte sich seine Liebe für die Menschen und die Kultur Chiles.

Elder Christofferson entwickelte eine lebenslange Zuneigung zur Region, als er von 1964 bis 1966 eine Vollzeitmission in Argentinien erfüllte.

Am 11. November besuchte Elder Holland den Präsidentenpalast „Palacio De La Moneda“ in Santiago, wo er mit einer herzlichen „Abrazo“ (einer Umarmung) von Gonzalo Guerrero, Minister für Religionsangelegenheiten in Chile, begrüßt wurde. Die beiden Männer hatten sich im letzten Monat bei einem Symposium der BYU zum Thema Internationales Recht und Religion angefreundet.

Elder D. Todd Christofferson spricht mit Monsignor Pastor Cuquejo, Erzbischof von Asunción über die humanitäre Hilfe der Kirche in Paraguay. Foto von Fernando Florentin, MACRO.

Danach wurde Elder Holland zum Büro des chilenischen Präsidenten, Sebastian Piñera, begleitet. Die beiden führten ein freundliches Gespräch, wobei Elder Holland den Präsidenten dafür lobte, dass er traditionelle Familienwerte hochhält und die Religiosität in Chile pries..

Auch sprachen sie über das Wachstum und den Einfluss der Kirche in Chile. Elder Holland informierte den Präsidenten: „Es gibt nahezu 600.000 Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hier, obwohl die Kirche erst vor 50 Jahren in Santiago so richtig Fuß fasste, als sie ersten Missionare ankamen. Wir freuen uns sehr über das Wachstum in diesem Land, das wir so sehr lieben.“

Präsident Piñera sprach darüber, dass er die Kirche schon kannte, besonders durch seine Besuche in Utah, wozu auch ein Gastaufenthalt während der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City gehörte. Der chilenische Präsident fügte hinzu, dass er das Buch Mormon gelesen hatte, nachdem er es von einem Freund und Kollegen, Rafael Viñas, geschenkt bekommen hatte.

Elder Jeffrey R. Holland, links, gibt Präsident Sebastian Piñera im chilenischen Präsidentenpalast die Hand. Elder Jorge F. Zeballos, ganz links, und Elder Francisco J. Viñas sind ebenfalls mit von der Partie. Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Vor seiner Abreise schenkte Elder Holland dem Präsidenten noch die Figur „Family Ties“ (Familienbande) sowie eine Messingplatte, in die die Namen seiner Familie eingraviert waren. Auch überreichte er Präsident Piñera einen Globus aus Lapislazuli, einem blauen Stein, der nur in Chile und Afghanistan zu finden ist.

Elder Christofferson besuchte in der Zwischenzeit den neu gewählten Präsidenten Paraguays, Horacio Manuel Cartes, am 13. November.

Präsident Cartes sprach über seine Zusammenarbeit mit der Kirche, um das Leben der Paraguayer durch Dienst am Nächsten und Eigenständigkeit zu verbessern.

„Alles hängt zusammen“, sagt er. „Ich arbeite daran, mehr Arbeitsplätze für mein Volk zu schaffen. Sie bringen ihnen bei, wie man einen Arbeitsplatz findet.“

Elder D. Todd Christofferson und einige Mitglieder bei einem Besuch in Paraguay bei Präsident Horacio Manuel Cartes in Asunción. Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Präsident Cartes sprach darüber, wie sehr er die humanitäre Arbeit der Kirche bewundert, die in seinem Land durchgeführt wird, oftmals auch in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Hilfsorganisationen.

Elder Christofferson schenkte Präsident Cartes ebenfalls die Figur „Family Ties“ (Familienbande), die eine in den heiligen Schriften lesende Familie darstellt.

Der Präsident brachte seine eigene Wertschätzung für die heiligen Schriften zum Ausdruck. „Jeden Morgen lese ich vor der Arbeit einen Psalm“, sagte er. „Das schafft Gottvertrauen, und ich bete auch.“

Dann brachte Präsident Cartes eine einfache, aber von Herzen kommende Bitte vor: „Bitte beten Sie für mich.“ Elder Christofferson erwiderte: „Das machen wir schon, und wir werden es auch weiterhin tun.“

Die Mitglieder in Buenos Aires in Argentinien kommen für eine Versammlung für Ehepaare zusammen. Die Versammlung wurde in vier Ländern im Gebiet Südamerika Süd übertragen. Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Alle, die dem Treffen beiwohnten, bemerkten ein Gefühl der Bruderschaft zwischen Präsident Cartes und den führenden Brüdern der Kirche.

In Paraguay traf Elder Christofferson auch mit Monsignor Pastor Cuquejo, Erzbischof von Asunción, zusammen. Sie sprachen über ihre gemeinsamen, glaubensbasierten Interessen und über gemeinsam durchgeführte humanitäre Hilfsprojekte zwischen dem humanitären Dienst der Kirche und der katholischen Hilfsorganisation „Pastoral Social“.

Elder Christofferson übergab dem Erzbischof eine Nachbildung der Statue Christus.