Apostel gründen Pfähle in Paris und Rom

  Sarah Jane Weaver, Mitarbeiterin der Church News

  • 2. Oktober 2013

Elder Dallin H. Oaks begrüßt vor einer Pfahlkonferenz in Paris einen Jungen. Während der Versammlung gründete Elder Oaks den dritten Pfahl der Kirche in der Stadt.  Foto von Tom Garner, © IRI.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Elder Ballard forderte die Mitglieder auf, den Missionaren zu helfen, Menschen zu finden, denen sie das Evangelium bringen können.
  • Die Apostel gingen auf die große geistige Kraft der Mitglieder in Europa ein.
  • Elder Oaks traf sich mit Abgeordneten des britischen Parlaments sowie mit führenden Muslimen und sprach mit ihnen über Religionsfreiheit.

„Die Kirche in Europa ist lebendig und gesund und schreitet eindrucksvoll voran.“
– Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel

Zwei Apostel besuchten im September fünf europäische Länder. Sie sprachen zu Mitgliedern und Missionaren, gründeten Pfähle in zwei Großstädten, führten eine Gebietsprüfung sowie ein Seminar für 32 Missionspräsidenten und deren Frauen durch, kamen mit Regierungsvertretern und Führern anderer Glaubensgemeinschaften zusammen und erkundigten sich über den Fortschritt des Tempelbaus in Rom und Paris.

Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel und seine Frau, Kristen, sowie Elder M. Russell Ballard, ebenfalls vom Kollegium der Zwölf Apostel, und seine Frau, Barbara, bereisten vom 6. bis 16. September Europa. Sie wurden von Elder Richard J. Maynes von der Präsidentschaft der Siebziger und Bischof Dean M. Davies, Zweiter Ratgeber in der Präsidierenden Bischofschaft, sowie von Mitgliedern der Präsidentschaft des Gebiets Europa begleitet.

Nach seiner Rückkehr aus Europa sagte Elder Ballard: „In die Welt hinausgehen zu können und zu verkünden, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, ist eine große Ehre.“

In Leeds, Manchester, Madrid und Paris wurden Priestertums­führerschafts­versammlungen abgehalten. Die Frauen der Generalautoritäten sprachen bei dieser Gelegenheit auch zu Führungsbeamtinnen aus den umliegenden Städten. In den anschließenden besonderen Pfahlkonferenzen sprachen die Führer der Kirche zu rund 12.000 Heiligen der Letzten Tage, die aus Dutzenden Pfählen zusammengekommen waren.

„Die Kirche in Europa ist lebendig und gesund und schreitet eindrucksvoll voran“, erklärte Elder Oaks.

Elder Ballard freute sich sehr, dass er auf die Britischen Inseln zurückkehren konnte, wo er als junger Missionar tätig gewesen war. Er sagte: „Die Britischen Inseln spielten eine große Rolle in Hinblick auf das Wachstum der Kirche überall auf der Welt. Ich finde das sehr wichtig. Wir sollten das immer würdigen.“

Und doch sähen sich die Mitglieder der Kirche in Europa vielen Herausforderungen gegenüber, weil Religion hier im Allgemeinen immer mehr an Bedeutung verliere. „Die Mitglieder sehen sich zunehmend weltlichem Druck ausgesetzt, der sich auf die Jugendlichen und die Familien auswirkt“, sagte er.

In vielen Ländern würden Mitglieder mit Pornografie und anderem Süchtig­machendem bombardiert. Auch würden grundlegende Werte und die Religionsfreiheit angegriffen. „All dies führt dazu, dass der Glaube an Gott und das Vertrauen in den Herrn Jesus Christus bei allen – Männern und Frauen – zunichte gemacht wird.“

Bei mehreren Versammlungen für Mitglieder bat Elder Ballard alle anwesenden Vollzeitmissionare, nach vorne zu kommen. Das Evangelium Jesu Christi sei die Antwort auf die Probleme in Europa, erklärte er, und forderte die Mitglieder dazu auf, den Missionaren zu helfen, Menschen zu finden, denen sie das Evangelium verkünden können.

Mit der größten Anzahl an Missionaren in der Geschichte der Kirche, „müssen wir uns jetzt ernsthaft in diesem großartigen Werk einbringen. Wir alle müssen Missionare sein. Die Missionare sind hierher gekommen, um die wunderbare Botschaft der Wiederherstellung zu lehren“, so Elder Ballard.


Die 30 Missionspräsidenten und zwei Präsidenten an Missionarsschulen nahmen vom 10. bis 13. September an einem Seminar für Missionspräsidenten in Versailles teil. Diese hälfen ihren Missionaren dabei zu lernen, wie man lehrt, so Elder Ballard. Die Führer der Kirche und die Missionspräsidenten sprachen darüber, wie man in Europa die weltlichen Einflüsse überwinden und die Herausforderungen meistern könne, die diese mit sich brächten.Elder Ballard sagte den europäischen Mitgliedern, dass die ganze Kirche, „erkennen muss, dass der Herr sein Erlösungswerk beschleunigt und dass wir alle daran mitwirken müssen“.

Elder M. Russell Ballard und Elder Dallin H. Oaks sprechen bei ihrer Europareise mit und zu den Mitgliedern. © IRI

Trotz der Herausforderungen ist das Wachstum der Kirche in Europa deutlich zu sehen.

„Die zunehmende Stärke der Jugendlichen in Europa ist bemerkenswert“, erzählte Bischof Davies nach seinem Besuch bei Pfahlkonferenzen in York und in Brüssel. „Sie spiegeln das Licht Christi wider und haben ein glühendes Zeugnis. Sie werden die Führer der Zukunft sein.“

Elder Oaks bemerkte: „Elder Ballard konnte nach Rom gehen, um dort einen neuen Pfahl zu gründen. Dort wird gerade ein Tempel gebaut. Ich konnte in Paris einen neuen Pfahl gründen. Dort wird in Kürze ein neuer Tempel errichtet. Das war etwas ganz Besonderes für uns beide.“ Mit der Gründung des Pfahls in Paris würden nun aus neun Pfählen und einem Distrikt in Frankreich zehn Pfähle, die ganz Frankreich abdecken, berichtete Elder Oaks.

Elder Maynes, der Elder Ballard bei der Gründung des neuen Pfahls in Rom unterstützte, sagte, er sei „sehr beeindruckt von der Erfahrung und der geistigen Reife“ der Priestertumsführer in Italien.

Ein PV-Kind bei einer Versammlung für Mitglieder in England. Zwei Apostel besuchten vom 6. bis 16. September fünf europäische Länder und sprachen zu Mitgliedern und Missionaren. Foto von James Dalrymple, © IRI.

Elder Maynes sagte, dass eine Gebietsprüfung zu den Hauptaufgaben bei dieser Reise ins Gebiet Europa gehörte. Zu erfahren, dass die Anwesenheit in der Abendmahlsversammlung in Europa so hoch ist wie nie zuvor, sei einer der Höhepunkte dabei gewesen.

Während der Reise kam Elder Oaks mit drei britischen Parlamentsabgeordneten und fünf führenden Muslimen zusammen, um sich über Religionsfreiheit auszutauschen. Elder Oaks sagte: „Was wir mit den verantwortlichen muslimischen Führern gemeinsam haben ist zweifelsohne viel gewichtiger als das, was uns unterscheidet.“

Elder Oaks erklärte, dass das Werk der Kirche in Europa dank der liebevollen, bunt gemischten und treuen Mitgliederschaft in Europa mit großer geistiger Kraft vorangehen werde.