150 Millionen Exemplare des Buches Mormon

  • 20. April 2011

Nach dem 181. Jahrestag der Veröffentlichung des Buches Mormon im März wird nun ein weiterer Meilenstein erreicht: der Vertrieb des 150-millionsten Exemplars.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • 26. März 1830 – Die Erstausgabe des Buches Mormon ist in E. B. Grandins Buchladen in Palmyra im US-Bundesstaat New York erhältlich.
  • 2003 – Die Literaturzeitschrift „Book“ führt in ihrer Liste der 20 Bücher, die Amerika veränderten, auch das Buch Mormon auf.
  • März 2011 – Das 150-millionste Exemplar des Buches Mormon wird versandt.

„Über all die Jahre hinweg haben Kritiker versucht, es zu erklären. Sie haben sich dagegen ausgesprochen. Sie haben es ins Lächerliche gezogen. Doch es hat sie alle überdauert, und es hat heute größeren Einfluss als jemals zuvor in seiner Geschichte.“ – Präsident Gordon B. Hinckley (1910–2008), 15. Präsident der Kirche

Nach dem 181. Jahrestag der Veröffentlichung des Buches Mormon im März wird nun ein weiterer Meilenstein erreicht: der Vertrieb des 150-millionsten Exemplars.

Die Erstausgabe des Buches Mormon war am 26. März 1830 in E. B. Grandins Buchladen in Palmyra im US-Bundesstaat New York erhältlich. Die Erstauflage belief sich auf 5000 Stück. In den nächsten 150 Jahren wurden über 39 Millionen Exemplare gedruckt.

1988 verkündete Präsident Ezra Taft Benson (1899–1994), es sei „schon längst an der Zeit, dass die Erde mit dem Buch Mormon überflutet“ werde.

Bis 1990 wurden insgesamt 50 Millionen Exemplare gedruckt, die von den Mitgliedern und Missionaren ausgegeben werden konnten. Bis 2000 verdoppelte sich diese Zahl, wobei die Kirche in diesen zehn Jahren durchschnittlich alle sieben Sekunden ein Exemplar druckte. Dieses Tempo musste beibehalten werden, wenn man die angepeilten 150 Millionen Exemplare bis 2011 erreichen wollte. Gedruckt wird größtenteils in Salt Lake City, aber auch in Brasilien, Deutschland, Japan, Korea und Taiwan.

Ein mächtiger Einfluss

Präsident Benson nannte als einen der Gründe, die Erde mit dem Buch Mormon zu überfluten, den Einfluss des Buches. Der Prophet Joseph Smith erklärte den Führern in der Anfangszeit der Kirche, „wenn man sich an dessen Weisungen halte, werde man dadurch näher zu Gott kommen als durch jedes andere Buch“.

Seitdem haben viele den Einfluss des Buches erkannt. 2003 führte die Literaturzeitschrift Book das Buch Mormon in ihrer Liste der 20 Bücher auf, die Amerika verändert haben. Es tauchte somit neben bekannten Werken wie Common Sense von Thomas Paine und Früchte des Zorns von John Steinbeck auf.

Im Jahr 2005 verhieß Präsident Gordon B. Hinckley (1910–2008) den Mitgliedern, die das Buch Mormon lasen: „Der Geist des Herrn [wird dadurch] stärker in Ihrem Leben und in Ihrer Familie zu spüren sein. Sie werden sich noch fester entschließen, die Gebote Gottes zu befolgen, und Sie werden ein festeres Zeugnis empfangen, dass der Sohn Gottes wirklich lebt.“

Im Oktober 2007 sagte er über das Buch: „Über all die Jahre hinweg haben Kritiker versucht, es zu erklären. Sie haben sich dagegen ausgesprochen. Sie haben es ins Lächerliche gezogen. Doch es hat sie alle überdauert, und es hat heute größeren Einfluss als jemals zuvor in seiner Geschichte.“

Die Übersetzungsarbeit

Dieser Einfluss ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass das Buch sich in so vielen Sprachen über die Erde ergießt.

Das Buch Mormon wurde vollständig in 82 Sprachen veröffentlicht und in Auszügen in 25 weiteren. Nach der englischen Originalausgabe erschien das Buch Mormon 1851 auf Dänisch und 1852 auf Französisch, Italienisch, Walisisch und Deutsch.

Weitere Sprachen sind derzeit in Bearbeitung. 2010 wurden die Übersetzungen auf Indonesisch und Thai fertiggestellt. Außerdem gibt es seit kurzem die Internetausgabe der heiligen Schriften auf Japanisch.

Mojca Zeleznikar hat sich der Kirche angeschlossen, bevor das Buch Mormon in ihrer Muttersprache, Slowenisch, erhältlich war. Sie hat ein Zeugnis erlangt, dass das Evangelium wahr ist, indem sie den Missionaren zuhörte und das Buch Mormon auf Kroatisch und Englisch erforschte.

Im Jahr 2002, ein paar Jahre nach Schwester Zeleznikars Taufe, wurde das Buch Mormon ins Slowenische übersetzt. Als sie die Übersetzung las, spürte sie die ganze Macht seiner Worte. „Ich merkte, wie sich die Wahrheit klar und einfach und in völliger Reinheit vor mir ausbreitete“, erinnert sie sich. „Die Stimme meines Schöpfers [sprach] zu mir in meiner eigenen Sprache – in der Sprache, in der meine Mutter stets mit mir gesprochen hatte.“

Die Erde wird überflutet

Abgesehen davon, dass immer mehr Übersetzungen erhältlich sind, nutzt die Kirche auch den technischen Fortschritt, um die Erde mit dem Buch Mormon in unterschiedlichen Formaten zu überfluten.

Präsident Benson sagte: „Im Zeitalter der elektronischen Medien und des Massenvertriebs von Gedrucktem zieht Gott uns zur Rechenschaft, wenn wir das Buch Mormon jetzt nicht mit großer Anstrengung verbreiten.“

Eine Hörbuchfassung des Buches Mormon auf Englisch, Chinesisch, Japanisch, Portugiesisch und Spanisch ist auf www.audio.lds.org zu finden; weitere Sprachen werden folgen. Die Textfassung des Buches Mormon ist in 21 Sprachen unter scriptures.lds.org zu finden; über 740.000 Menschen verwenden die Internetausgabe der heiligen Schriften jeden Monat. 

Die Gesamtausgabe der heiligen Schriften sowie Studienhilfen sind unter scriptures.lds.org in verschiedenen Sprachen zu finden. Des Weiteren kann man Inhalte mit anderen Internetseiten verlinken und Hilfsmittel wie das Notizbuch fürs Studium verwenden.

Außerdem hat die Kirche 2010 ein Schriftenprogramm für mobile Geräte auf Englisch veröffentlicht; weitere Sprachen werden folgen.

Im Oktober dieses Jahres wird es eine Sonderausgabe des Liahonas zum Buch Mormon geben.

Welche Folgen es hat, wenn man das Buch Mormon weitergibt, liegt auf der Hand. Es ist ein Schlussstein, ein weiterer Zeuge für Jesus Christus, der jedes Jahr Hunderttausenden hilft, sich zu bekehren, indem sie vom wiederhergestellten Evangelium Jesu Christi erfahren und es annehmen. Je mehr Exemplare des Buches Mormon es gibt, je mehr Sprachen, je mehr Formate, je mehr Missionare und Mitglieder, die es weitergeben können, desto mehr greifen das Buch Mormon und sein Einfluss um sich.

Angesichts von Milliarden Menschen, die das Buch Mormon noch nicht kennen, erscheint im Hinblick auf dessen Veröffentlichung und Verbreitung auch heute noch geboten, wozu Präsident Benson 1988 dringend aufrief.

„Wir haben das Buch Mormon“, sagte er damals auf der Herbst-Generalkonferenz. „Wir haben die Mitglieder, wir haben die Missionare, […] und die Welt braucht das Buch Mormon. Jetzt ist die Zeit!“

Präsident Thomas S. Monson, der 16. Präsident der Kirche, hat ebenfalls hervorgehoben, wie wichtig das Buch ist: ”„Der Herr brachte das Buch Mormon zu einem Zeitpunkt hervor, als die Druckmethoden die Verbreitung in nah und fern ermöglichten. Ich habe ein Zeugnis davon, dass das Buch Mormon das Leben der Menschen verändert. Es ist wirklich ein weiterer Zeuge für Jesus Christus.“