Die Kirche erweitert die Möglichkeiten für Jugendliche und Kinder, sich auf den Tempel vorzubereiten und darin mitzuwirken

– Camille West, Nachrichten der Kirche

  • 14 Dezember 2017

Vor kurzem bekanntgegebene Änderungen der Richtlinien ermöglichen es den Jugendlichen und Kindern in der Kirche, „sich voll Eifer“ auf neue Weise an der Tempelarbeit zu beteiligen.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Den Jugendlichen können zusätzliche Aufgaben im Taufbereich des Tempels übertragen werden.
  • Aus dem „Ausblick auf das Priestertum“ wird nun eine Versammlung zur Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum, an der alle Elfjährigen teilnehmen.

„Diese Änderungen ermöglichen eine gesteigerte Vorbereitung und Mitwirkung im großen Erlösungswerk für die Toten.“ – Elder Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel

Die Erste Präsidentschaft hat Änderungen an den Tempelrichtlinien bekanntgegeben, die den Jungen Männern und Jungen Damen in der Kirche mehr Möglichkeiten bei der Tempelarbeit verschaffen und den PV-Kindern helfen, sich besser darauf vorzubereiten, im Tempel zu dienen.

In einem Brief vom 14. Dezember werden die folgenden Änderungen an den Richtlinien erläutert, die ab dem 1. Januar 2018 in Kraft treten:

  • Unter der Leitung der Tempelpräsidentschaft können Junge Damen gebeten werden, bei Aufgaben im Taufbereich des Tempels mitzuhelfen, die derzeit von erwachsenen Schwestern, die als Tempelverordnungsarbeiterinnen oder ehrenamtliche Helferinnen tätig sind, ausgeführt werden.
  • Unter der Leitung der Tempelpräsidentschaft können ordinierte Priester gebeten werden, bei Taufen für Verstorbene zu amtieren, auch als Täufer und als Zeuge.
  • Aus dem „Ausblick auf das Priestertum“ in der Primarvereinigung wird eine gemeinsame Versammlung zur Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum, an der alle elfjährigen Mädchen und Jungen sowie deren Eltern teilnehmen.

Laut Elder Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel, der dem Führungskomitee für Tempel und Familiengeschichte vorsitzt, werden diese Änderungen den Jungen Damen, Jungen Männern und Kindern in der Kirche ein großer Segen sein. „Die heranwachsende Generation hat auf die Chancen und Herausforderungen, die mit den erstaunlichen technologischen Fortschritten verbunden sind, auf eine geistige Art reagiert“, sagt er. „Diese Änderungen ermöglichen eine gesteigerte Vorbereitung und Mitwirkung in dem großen Erlösungswerk für die Toten.“

Zusätzliche Möglichkeiten für Jugendliche, im Tempel mitzuwirken

Abhängig von den Bedürfnissen im jeweiligen Tempel kann die Tempelpräsidentschaft Junge Damen im Alter von 12 bis 18 Jahren und ordinierte Priester, die einen Tempelschein mit eingeschränkter Geltung besitzen, bitten, zusätzliche Aufgaben im Tempel zu erfüllen.

Abhängig von den Bedürfnissen im jeweiligen Tempel kann die Tempelpräsidentschaft Junge Damen im Alter von 12 bis 18 Jahren und ordinierte Priester, die einen Tempelschein mit eingeschränkter Geltung besitzen, bitten, zusätzliche Aufgaben im Tempel zu erfüllen.

„Unsere Jugendlichen sind der Aufforderung, sich an Familienforschung und Tempelarbeit zu beteiligen, in bemerkenswerter Weise gefolgt“, sagt Bonnie L. Oscarson, die Präsidentin der Jungen Damen. „Diese zusätzlichen Möglichkeiten, im Tempel zu dienen, verleihen dem, was sie erleben, wenn sie Taufen für ihre Vorfahren durchführen, noch mehr Bedeutung. Ich bin wirklich begeistert, dass sie sich diesem Werk in noch vielfältigerer Weise widmen können.“

Im Rahmen einer dieser Möglichkeiten können Junge Damen nun eine wichtigere Rolle im Taufbereich einnehmen. Sie können beispielsweise gebeten werden, Taufen und Konfirmierungen aufzuzeichnen, Tempelbesucher im Taufbereich willkommen zu heißen, Taufkleidung herauszugeben oder Schließfächer zuzuweisen.

„Der Einsatz und die Talente der Jungen Damen in der Kirche werden beim Aufbau des Reiches Gottes auf der Erde benötigt. Dies stellt eine weitere Art dar, wie sie dabei helfen können, das Werk voranzubringen“, so Schwester Oscarson.

Mit der Genehmigung der örtlichen Priestertumsführer sind zum Priester ordinierte Junge Männer befugt, Taufen für lebende Mitglieder in Gemeindehäusern und an anderen geeigneten Orten zu vollziehen. Durch die Änderung der Richtlinien können sie jetzt auch bei Taufen im Tempel als Täufer oder Zeugen tätig sein. Dadurch erfüllen sie diese Vorgabe aus den heiligen Schriften: „Die Pflicht des Priesters ist es, … zu taufen.“ (LuB 20:46.)

„Jeder Junge Mann, der im Tempel bei der heiligen Handlung Taufe für die Toten amtiert, erlangt ein größeres Verständnis davon, was der Dienst im Priestertum bedeutet und wie er allen Kindern Gottes ein Segen ist“, erklärt Bruder Stephen W. Owen, der Präsident der Jungen Männer. „Stellen Sie sich vor, wie das Dienen im Tempel ihnen helfen, ja, sie stärken wird, während sie sich auf den zukünftigen Dienst als Vollzeitmissionar vorbereiten.“

„Der Gedanke, dass viel mehr unserer jungen Priester die Gelegenheit erhalten werden, die heilige Handlung der Taufe durchzuführen, ist wunderbar“, ergänzt der Präsidierende Bischof, Gérald Caussé. „Wenn unsere Jungen Männer ihre Pflichten im Aaronischen Priestertum groß machen, können sie die heilige Vollmacht, die sie tragen, besser erkennen und ehren. Wenn sie bei dem großen Werk mithelfen, Menschenseelen zu erretten, wachsen ihr Glaube und ihre Liebe zum Evangelium, und sie bereiten sich auf den Tag vor, an dem sie das höhere Priestertum empfangen und ausüben und eine Mission erfüllen.“

Dem fügte Elder Cook hinzu: „Wir sind zuversichtlich, dass unsere Jugendlichen dieser Herausforderung gerecht werden, in ihrem Leben Christus ähnlicher werden und die ewigen Segnungen empfangen, die denen zuteilwerden, die zugunsten ihrer verstorbenen Vorfahren im Weingarten arbeiten. Wir hoffen sehr, dass dies ein Bestreben jedes Einzelnen, jeder Familie und jeder Gemeinde wird, damit jeder Jugendliche – auch derjenigen, die keine Vorfahren ausfindig machen können – dadurch gesegnet wird, dass er diese heiligen Handlungen vollzieht.“

Versammlung zur Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum für PV-Kinder

Der „Ausblick auf das Priestertum“ wurde üblicherweise einmal im Jahr für elfjährige Jungen und deren Eltern abgehalten, um sie auf das Priestertum einzustimmen und vorzubereiten.

Elder Cook erläutert, dass er und andere Führer der Kirche dankbar sind, dass die elfjährigen Mädchen und Jungen ab nächstem Jahr in einer jährlich stattfindenden Versammlung zur Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum mehr über den Dienst im Tempel, den Dienst im Priestertum und darüber erfahren, wie man heilige Bündnisse schließt und hält. Die Versammlung wird auf Weisung des Bischofs oder Zweigpräsidenten von der örtlichen PV-Leitung geplant. Die JM- und die JD-Leitung, die Diakonskollegiumspräsidentschaft und die Klassenpräsidentschaft der Bienenkorbmädchen können ebenfalls dazu eingeladen werden.

Schwester Joy D. Jones, die Präsidentin der Primarvereinigung, hat gesagt: „Wir freuen uns sehr über diese Änderung an der Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum. Dadurch kann unseren elfjährigen Jungen und Mädchen vor Augen geführt werden, was das Priestertum bedeutet, welche Segnungen der Dienst im Tempel bietet und wie wichtig es ist, heilige Bündnisse zu schließen und zu halten. Wir hoffen, dass sich diese Kinder des Bundes schon von frühester Kindheit an auf den Tempel ausrichten und sich darauf vorbereiten.“

„Die Mädchen in die neue Versammlung zur Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum einzubeziehen ist großartig!“, so Schwester Oscarson. „Dadurch können unsere Mädchen und Jungen Damen in einem noch jüngeren Alter erkennen, wie viel sie beitragen können und wie wichtig sie für das Werk der Kirche sind. Ich freue mich, dass alle unsere Jugendlichen jetzt ihre Bündnisse und die vielen Segnungen besser verstehen werden, die sich für alle durch die Mitwirkung vom Priestertum geleiteter Arbeit einstellen.“

„So wie bisher der ‚Ausblick auf das Priestertum‘ bietet die neue Versammlung zur Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum eine wichtige Gelegenheit, den Jungen die Bedeutung des Priestertums bewusst zu machen und sie in ihrem Entschluss zu bestärken, sich dafür bereit zu machen“, erklärt Bruder Owen. „So wie zu jeder anderen Zeit in der Geschichte der Kirche, brauchen wir auch heute Diakone, die bereit und bemüht sind, ihre Priestertumspflichten zu lernen und zu erfüllen. Wir hoffen, dass die Versammlung zur Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum die Voraussetzungen für kontinuierliches Lernen in den wöchentlichen Kollegiumsversammlungen schafft.“

Weiteres zur Vorbereitung auf den Tempel und das Priestertum finden Sie unter primary.lds.org und in der Online-Version von Handbuch 2: Die Kirche führen und verwalten (2010), 11:5.5.