Elder Bednar: Die Kirche in Afrika sei „lebendig und wachse“

Hinzugefügt von Sarah Jane Weaver und James Dalrymple, Mitarbeiter der Church News

  • 14. November 2013

Elder David A. Bednar und seine Frau, Susan, mit Mitgliedern aus der Republik Gabun, einem Staat an der Westküste Zentralafrikas.

„Jedes Mal, wenn ich die Gelegenheit habe, hier zu sein und zu sehen, was der Herr unter den Menschen hier zustande bringt, bin ich einfach begeistert. Afrika verändert mich.“ – Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel

„Die Kirche in Afrika ist lebendig und wächst“, sagte Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel bei seinem letzten Besuch im Gebiet Afrika Südost.

Man sehe Eifer und ein Licht in den Augen der afrikanischen Heiligen der Letzten Tage, sagte er. „Hier haben viele mit Herausforderungen und Schwierigkeiten zu kämpfen. Sie erfreuen sich oftmals nicht der vielen Annehmlichkeiten und Segnungen, die die Menschen in der westlichen Welt haben. Viele Mitglieder hier sind froh, wenn sie einmal am Tag eine ordentliche Mahlzeit auf den Tisch bekommen. Doch das Evangelium Jesu Christi erfüllt sie mit hellem Licht und großer Hoffnung. Bei jedem Besuch in Afrika lerne ich unglaublich viel von den Menschen hier.“

Elder Bednar und seine Frau, Susan, waren vom 23. Oktober bis zum 6. November in Afrika. Sie kamen mit Mitgliedern und Missionaren zusammen. Außerdem führte er eine Gebietsprüfung im Gebiet Afrika Südost durch, und sie bereisten Gabun, einen unabhängigen Staat an der Westküste Zentralafrikas.

Elder Bednar wurde bei seiner Reise auch von Elder Craig C. Christensen von der Präsidentschaft der Siebziger und dessen Frau, Debbie, Bischof Gérald Caussé, Erster Ratgeber in der Präsidierenden Bischofschaft, und seiner Frau, Valérie, und den Mitgliedern der Präsidentschaft des Gebiets Afrika Südost und ihren Frauen begleitet.

Die Führungsbeamten, Mitglieder und Missionare in Johannesburg und Durban in Südafrika, Lubumbashi und Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo sowie in Libreville in Gabun wurden von den führenden Brüdern und deren Frauen aufgebaut und belehrt.

„Afrika ist ein herrlicher und inspirierender Ort“, freute sich Elder Bednar. „Afrika ist vielfältig und komplex. Es gibt hier stark industrialisierte und hochentwickelte Gegenden sowie einfache Dörfer auf dem Land. Das Evangelium Jesu Christi vereinigt alle Arten von Menschen. Auch wenn es einen gemeinsamen und starken Glauben unter den Heiligen der Letzten Tage gibt, so gibt es doch auch eine bemerkenswerte Vielfalt.“

Fotos (engl.)


In Afrika wächst die Kirche besonders schnell. Elder Bednar sprach über dieses Wachstum und führte das Beispiel eines Pfahlpräsidenten in der Demokratischen Republik Kongo an, der sich jeder Woche einer ungewöhnlichen Herausforderung in der Abendmahlsversammlung gegenübersieht – nämlich genügend Zeit für die ganzen Konfirmierungen zu finden. In einer Versammlung wurden letztens 18 neue Mitglieder konfirmiert.

„So ein Problem hat man doch gerne“, sagte Elder Bednar. Nicht überall in Afrika kommen zur Zeit Missionare zum Einsatz. Dennoch werden Pfähle gegründet, und sie wachsen weiterhin aufgrund der Missionsarbeit der Mitglieder. „Es ist kein großes Problem in Afrika, Menschen zu finden, die etwas über das Evangelium hören wollen. Schwierig ist, genug Priestertumsführer und HO-Führungsbeamte zu finden, die mit dem Wachstum umgehen können, damit die Kirche einheitlich und stark sein kann.“

Bischof Caussé, der Afrika zum ersten Mal besuchte, erklärte, dass die Präsidierende Bischofschaft über das Wachstum dort im Bilde sei. Sie bemühten sich darum, dass die Mitglieder genügend Versammlungshäuser hätten und alle Hilfe bekämen, die für das Werk notwendig sei.

Elder David A. Bednar vor Mitgliedern bei einem Besuch in Südafrika. Foto von James Dalrymple.

Oft wird anhand von Kriterien wie beispielsweise Anzahl der Gemeindehäuser oder Anzahl der Mitglieder pro Gemeinde beurteilt, wie „reif“ die Kirche in einem bestimmten Gebiet ist. „Wie reif die Kirche ist, hängt vom Herzen der Mitglieder ab. In Afrika finde ich darum eine sehr ausgereifte Kirche vor“, stellte er fest. „Die Familie bildet den Mittelpunkt des Evangeliums, das kann man daran sehen, wie die Menschen hier bei sich zuhause das Evangelium leben.“

Elder Bednar berichtete, dass die Mitglieder „geistig wichtige Fragen“ stellten, insbesondere die Jugendlichen, die tiefgreifende und wichtige Fragen über den Tempel an ihn richteten. Auch stellte er fest, dass dort, wo es Mitglieder gibt, die sich eifrig auf den Tempel vorbereiteten, wie beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo, auch ein überaus großer Glaube herrscht.

„Dies ist ein Land, ein Volk, und ein Ort großen Glaubens an den Herrn Jesus Christus“, sagte er. „Man kann es spüren und hören, wenn diese Heiligen beten und singen.

Diese Mitglieder haben einen einfachen Glauben, der von nichts abgelenkt ist. Er ist auf Christus ausgerichtet. Und er beschert ihnen viele Segnungen und Gaben des Geistes.“

Zum Schluss bekräftigte Elder Bednar: „Jedes Mal, wenn ich die Gelegenheit habe, hier zu sein und zu sehen, was der Herr unter den Menschen hier zustande bringt, bin ich einfach begeistert. Afrika verändert mich.“