Führer der Kirche besuchen „tief bewegende“ Festspiele in Großbritannien

  David M. W. Pickup, Korrespondent der Church News

  • 14. August 2013

Elder Russell M. Nelson und seine Frau, Wendy, mit einem Kind, das bei den Festspiele mitwirkte. Foto von Simon Jones.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Drei Apostel und weitere Generalautoritäten sahen sich bei einem Besuch in Großbritannien die dortigen Festspiele der Kirche an.
  • An mehreren Tagen kamen sie auch mit den Darstellern, den Helfern und Organisatoren der Festspiele zusammen.
  • Elder Nelson segnete die Darsteller und Helfer und sagte ihnen: „Sie sind die Zukunft der Kirche auf den Britischen Inseln.“

„Die Geschichte, die Sie erzählen werden und an deren Umsetzung Sie so hart gearbeitet haben, ist wahr. Von den damit verbundenen Auswirkungen wird man immer wieder sprechen. Es ist eine großartige Geschichte, genauso großartig wie jede andere in der Geschichte der Kirche.“  – Elder M. Russell Ballard vom Kollegium der Zwölf Apostel

Chorley, Lancashire, England

„Sie sind die Zukunft der Kirche auf den Britischen Inseln“, erklärte Elder Russell M. Nelson der Besetzung und den Helfern bei den Festspielen der Kirche in Großbritannien, die vom 31. Juli bis 3. August und vom 5. bis 10. August am Preston-Tempel in England in der Nähe von Chorley stattfanden. Bei den Festspielen mit dem Motto „Die Wahrheit wird siegen“ wurde die Geschichte der Kirche in Großbritannien wiedergegeben.

Am 8. und 9. August unterbrachen Elder Russell M. Nelson, Elder M. Russell Ballard, und Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel, ihre Frauen und einige Siebziger eine Schulung für neue Missionspräsidenten und Missionare, um sich Vorstellungen bei den Festspielen anzusehen und mit Darstellern, Helfern und Organisatoren zusammenzukommen.

Bevor er die Aufführung am Abend besuchte, sprach Elder Ballard am 8. August bei einer Andacht für Darsteller und Helfer und erzählte davon, wie seine Vorfahren – Bekehrte aus Großbritannien – alles hinter sich ließen, um der Kirche zu helfen. Elder Ballard war auch als Missionar in England tätig gewesen und hatte 1948 in der Gegend von Preston auf dem Marktplatz vom selben Obelisk aus gepredigt, wo auch die Apostel Heber C. Kimball und Orson Hyde 1837 gepredigt hatten.

„Unterschätzen Sie niemals die enorme Unterstützung, die beim Aufbau des Reiches Gottes von Großbritannien ausging“, sagte Elder Ballard. „Die Geschichte, die Sie erzählen werden und an deren Umsetzung Sie so hart gearbeitet haben, ist wahr. Von den damit verbundenen Auswirkungen wird man immer wieder sprechen. Es ist eine großartige Geschichte, genauso gut und wichtig wie jede andere in der Geschichte der Kirche.“

Elder Ballard gab den Darstellern und den Helfern Rat und sprach einen Segen aus: „Ich bete, dass der Herr Sie mit großer Entschlossenheit im Innersten segnen möge, diese Geschichte weiterzuerzählen, wenn Sie wieder nach Hause kommen. Dies soll nur ein Anfang sein. Rufen Sie es von den Dächern, falls nötig. Verkündigen Sie die herrliche Erkenntnis von der Wiederherstellung des Evangeliums durch Joseph Smith. Krempeln Sie die Ärmel hoch und machen Sie sich wieder daran, das Reich Gottes für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus aufzurichten.“

Elder M. Russell Ballard und seine Frau, Barbara, begrüßen junge Darsteller bei den Festspielen der Kirche in Großbritannien. Foto von David M. W. Pickup.

Nach der Aufführung schrieben Elder Ballard und Elder Ronald A. Rasband von der Präsidentschaft der Siebziger an den Vorsitzenden der Festspiele, Stephen Kerr: „Die herzliche Begeisterung der Darsteller schlug auf die Zuschauer über. Das Ergebnis all Ihrer Vorbereitung war eine tief bewegende Darbietung, die die Zuschauer dazu angeregt hat, ernsthaft über die Botschaft der Wiederherstellung nachzusinnen. Mitglieder und Freunde gleichermaßen konnten diese Botschaft im Innersten verspüren, worauf bei den Festspielen so oft hingewiesen wurde.“

Bei einer Andacht mit den Darstellern und den Helfern am 9. August sprach Elder Nelson über die Zukunft der Kirche im Land und sagte, dass es in Großbritannien weitere Pfähle und Missionen geben werde. Foto von David M. W. Pickup.

Bei einer weiteren Andacht sprach Elder Nelson am 9. August über die Zukunft der Kirche im Land. Es werde weitere Pfähle und Missionen geben. Außerdem sagte er: „Sie sind die Zukunft der Kirche auf den Britischen Inseln.“ Er sprach den Darstellern und Helfern einen Segen aus, dass sie in guten wie in schlechten Zeiten Freude am Dienst am Nächsten haben werden. „Ich segne Sie, dass durch Ihren Dienst Ihre Familie im Evangelium gestärkt wird. Ich segne Sie mit Gesundheit, Kraft und Ausdauer beim Dienen. Ich segne Sie, dass Sie ein leuchtendes Vorbild für Ihre Bekannten sein werden. Ich segne Sie mit Gesundheit und Heilung.“

Bei seiner Botschaft bekräftigte Elder Holland, dass die Mission, die 1837 in Großbritannien angefangen hat, buchstäblich die Kirche rettete. „Der Prophet Joseph Smith brauchte Hilfe, und sie kam von den britischen Heiligen“, sagte er. Er fügte hinzu, dass er den Eindruck hatte, dass die ersten Apostel der Neuzeit auf diese Festspiele herabsahen.

In einem Interview mit den Medien sagte Elder Nelson: „Die Bedeutung der britischen Heiligen in der Geschichte der Kirche sucht ihresgleichen“, sagte er. „Die Festspiele sind ein wunderbarer Versuch, die wechselseitige Beziehung zwischen Großbritannien und Amerika zu zeigen, die sehr wichtig für die Geschichte der Kirche gewesen ist.“ Er sprach über die mehr als 75.000 britischen Auswanderer, die zu der Zeit, als sich so viele zum Evangelium bekehrten, nach Amerika gingen. „Das war ein großer Beitrag zur Stärke der Kirche. Wir schulden Großbritannien sehr viel.“

Elder Holland und Elder Nelson mit Kindern, die bei den Festspielen der Kirche in Großbritannien mitgewirkt haben. Foto von David M. W. Pickup.

Elder Nelson sagte, als er nach seiner Einschätzung über die Zukunft der Kirche Großbritannien gefragt wurde: „Ich sehe eine Wiederaufleben an Aktivität und fortdauerndes Wachstum der Kirche – nicht nur hier in Großbritannien, sondern in ganz Europa. Wir wissen, dass die Zahl der Missionen steigt, die Anzahl der Bekehrten wird weiter zunehmen und die Auslastung der Tempel floriert und wird weiterhin ansteigen. Je schlechter die Welt wird, desto heller und auffälliger leuchtet das Banner, das Licht und die Liebe des Evangeliums, und die Kirche wird wachsen.“

Bei zehn Aufführungen sahen sich insgesamt 17.000 Zuschauer die Festspiele an.