Führer der Kirche besuchen Staatsoberhäupter in Kroatien und Bosnien

  • 4. Oktober 2012

Elder Ronald A. Rasband (rechts) überreicht Željko Komšić, Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, ein Geschenk.  

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Bei seinem Besuch in Kroatien sicherte Elder Rasband zu, dass sich die Kirche auch weiterhin für die Familie stark machen, humanitäre Hilfe leisten, zu Bildung und persönlichem Fortschritt anspornen und sich für moralische Grundsätze einsetzen werde, die sich an den Lehren Jesu Christi ausrichten.
  • Führer der Kirche hielten in Kroatien auch eine besondere Andacht für Mitglieder und eine Schulungsversammlung für Missionare ab, die in Kroatien und Slowenien tätig sind.
  • In Bosnien kam Elder Rasband bei einer Versammlung mit neuen Mitgliedern der Kirche zusammen. Auch schulte er Missionare und traf sich mit einem Mitglied des bosnisch-herzegowinischen Staatspräsidiums.Jedes dieser Ereignisse war das erste seiner Art in Bosnien, wo die Kirche erst in diesem Jahr offiziell anerkannt wurde.

Elder Ronald A. Rasband von der Präsidentschaft der Siebziger und Elder Kent F. Richards, Zweiter Ratgeber in der Präsidentschaft des Gebiets Europa, kamen bei ihrer dreitägigen Reise mit Staatsoberhäuptern Kroatiens und Bosnien und Herzegowinas zusammen.

Kroatien

Am 10. September trafen Elder Rasband und Elder Richards den kroatischen Präsidenten, Ivo Josipović, in Zagreb.Sie wurden dabei von Edward B. Rowe, Präsident der Adria-Mission Nord, Miljenko Babić, Präsident des Distrikts Kroatien, und Fatima Hamsić, Distrikts-FHV-Leiterin, begleitet.

Bei diesem historischen Treffen merkte Elder Rasband an, dass vor genau 40 Jahren Krešimir Ćosić, ein bereits verstorbener Basketballstar der BYU, die Kirche in seinem geliebten Heimatland bekanntgemacht hat.

Im Namen der Kirche dankte Elder Rasband Präsident Josipović dafür, dass die Regierung Religionsfreiheit unterstütze. Das sei der Kirche in den vergangenen 40 Jahren zugutegekommen. Elder Rasband sicherte zu, dass sich die Kirche auch weiterhin für die Familie stark machen, humanitäre Hilfe leisten, zu Bildung und persönlichem Fortschritt anspornen und sich für moralische Grundsätze einsetzen werde, die sich an den Lehren Jesu Christi ausrichten.

Präsident Josipović bedankte sich bei Elder Rasband und Elder Richards dafür, dass sie ihn in Kroatien besuchten. Er sprach darüber, wie sehr seine Regierung Religionsfreiheit unterstütze und dass diese Toleranz zwischen den Glaubensgemeinschaften und Völkern fördern möchte.Er brachte auch seine Dankbarkeit für die humanitäre Hilfe zum Ausdruck, welche die Kirche seinem Land habe zukommen lassen, insbesondere für die Hilfsgüter nach den Zerstörungen durch den Balkankrieg in den 90er Jahren.

Bruder Babić, Präsident des Distrikts Kroatien, erzählte Präsident Josipović, inwiefern seine Erfahrungen als junger Missionar in Manchester ihn darauf vorbereitet haben, sowohl als guter Ehemann und Vater als auch in seinem Beruf als Geschäftsmann bei einer internationalen Firma zum Aufbau Kroatiens beizutragen.

Nach dem Treffen merkte Elder Rasband an: „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir so herzlich empfangen worden sind.Ich war besonders beeindruckt von Präsident Josipovićs Meinung zu Religion und religiöser Toleranz sowie von seiner Kenntnis über die Anfänge der Kirche in Kroatien vor 40 Jahren.Er schien den positiven Einfluss der Kirche in Kroatien sehr zu schätzen.“

Später am Abend wurden Elder Rasband und seine Frau, Melanie T. Rasband, sowie Elder Richards und seine Frau, Marsha G. Richards, in der Gemeinde in Zagreb, von Mitgliedern und Gästen aus Kroatien und Slowenien herzlich begrüßt.Die Besucher waren gerührt, dass so viele treue Mitglieder mehrere Stunden Anreise in Kauf genommen hatten, um sie zu treffen und von ihnen Rat und Zuspruch zu erhalten.Bei dieser besonderen Andacht waren mehr als 160 Anwesende zugegen.

Am nächsten Tag führten Elder Rasband und Elder Richards eine Schulungsversammlung mit Missionaren durch, die in Kroatien und Slowenien tätig sind. Danach begaben sie sich auf den Weg nach Bosnien und Herzegowina, um an weiteren historischen Treffen teilzunehmen.

Bosnien und Herzegowina

Am Abend des 11. Septembers führte Elder Rasband bei einer Versammlung für neue Mitglieder der Kirche in Bosnien den Vorsitz. Die Versammlung fand im ersten, gepachteten Gemeindehaus der Kirche in Sarajevo und unter der Leitung von Adam Lamoreaux, Präsident des Zweiges Sarajevo, statt. Viele bosnische Gäste und Medien waren ebenfalls anwesend. Elder Rasband, seine Frau, Elder Richards und seine Frau sprachen über Glauben, die Realität der Wiederherstellung des Evangeliums, die Heiligkeit der Familie und die weltweite Ausrichtung der Kirche.

Dies war die erste Versammlung in Bosnien unter der Leitung einer Generalautorität seit der offiziellen Anerkennung der Kirche einige Monate zuvor.Nun ist die Kirche in allen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens und in ganz Europa anerkannt und hat überall Einheiten und Vollzeitmissionare.

Am Morgen des nächsten Tages, dem 12. September, kamen die Missionare aus Bosnien, Serbien, und den östlichen Teil von Kroatien in Sarajevo zusammen, um von Elder und Schwester Rasband und Elder und Schwester Richards unterwiesen zu werden. Dies war die erste Versammlung dieser Art in Bosnien – Missionare aus Bosnien hielten mit Missionaren aus Nachbarländern eine Versammlung ab und wurden dabei vom dienstältesten Mitglied der Präsidentschaft der Siebziger und einem Ratgeber in der Gebietspräsidentschaft belehrt.

Im Anschluss kamen Elder Rasband und Elder Richards mit Željko Komšić zusammen, einem der drei Mitglieder des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina.Dies war ebenfalls ein historisches Ereignis, da Führer der Kirche erstmals mit einem Staatsoberhaupt Bosniens zusammentrafen. Anwesend war auch Präsident Rowe, Missionspräsident der Adria-Mission Nord, und einer seiner Ratgeber, Elder Phillander Smartt. Elder Smartt und seine Frau, Sister Gloria Smartt, wurden als erste Missionare nach Bosnien berufen.

Elder Rasband bedankte sich bei Präsident Komšić dafür, dass sich so viele Regierungsvertreter für die gesetzliche Anerkennung der Kirche als Religionsgemeinschaft in Bosnien und Herzegowina eingesetzt haben.Er erklärte, dass diese Entwicklung besonders aufgrund der Geschichte der Kirche im ehemaligen Jugoslawien bedeutsam sei, wo die Kirche schon in den 70er Jahren staatlich anerkannt wurde.

Präsident Komšić beschrieb, wie viele verschiedene Religionen in Bosnien zusammenleben, und hieß die Kirche als Teil dieser Gemeinschaft willkommen.Er erklärte, dass die Familie in der Gesellschaft von heute großen Herausforderungen gegenüberstehe, und machte deutlich, dass ihm der Erfolg und das Wohlergehen der Familien in seinem Land am Herzen liegen.

Elder Rasband pflichtete ihm bei und meinte, dass die Familie in der Kirche einen hohen Stellenwert besitze und dass die Mitglieder der Kirche dieses gemeinsame Ziel in Bosnien und Herzegowina gern unterstützen wollen, so wie es die Kirche auch weltweit in anderen Ländern tut.Außerdem sprach er darüber, dass die Kirche in Bosnien auch auf andere Weise einen positiven Beitrag in der Gesellschaft leisten wolle.

Nach dem Treffen fand ein Empfang für Vertreter aus Politik, Religion und anderen Bereichen statt. Dort begrüßten Elder Rasband und seine Frau sowie Elder Richards und seine Frau viele bosnisch-herzegowinische Führungspersönlichkeiten im Namen der Kirche. James Lyon, der in den 80er Jahren in Jugoslawien auf Mission war und jetzt zum Zweig Sarajevo gehört, half bei der Organisation dieses Empfangs und dolmetschte für Elder Rasband.

Über die Ereignisse in Sarajevo sagte Elder Rasband: „Am 8. September 2010 war Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel hier und sprach das Weihungsgebet für dieses Land.Er beendete das Gebet mit dieser prophetischen Aussage: ‚Wir danken dir, o Vater, dass jetzt ein neuer Tag für diese Nation anbricht.‘Wir haben während unseres kurzen Besuchs hier erlebt, dass dieses apostolische Gebet schon teilweise in Erfüllung gegangen ist.“