Die Kirche stellt den Ort, an dem das Buch Mormon übersetzt wurde, wieder her

  Heather Wrigley, Nachrichten und Veranstaltungen der Kirche

  • 22 April 2011

Der Susquehanna, wo Joseph Smith und Oliver Cowdery das Aaronische Priestertum empfingen und getauft wurden, wird Teil einer historischen Stätte sein, die die Kirche wiederherstellen will.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Die Kirche hat vor, die Gedenkstätte in Pennsylvanien, die in der Geschichte der Kirche als Harmony bekannt ist und heute Susquehanna heißt, zu restaurieren.
  • Mehrere historische Gebäude werden wiederaufgebaut.
  • Es werden auch Denkmäler errichtet, mit denen der Wiederherstellung des Aaronischen Priestertums gedacht werden soll.

„Es begeistert uns, diesen Ort und die Ereignisse, die hier in der Geschichte der Kirche stattgefunden haben, hervorzuheben. Wir hoffen, dass die Mitglieder spüren können, wie bedeutend die Ereignisse, die hier stattgefunden haben, im Hinblick auf die Wiederherstellung und Joseph Smith sind, der hier seine Aufgabe als Prophet begann.“

– Mark Staker, leitender Forscher in der für die historischen Stätten zuständigen Gruppe der Geschichtsabteilung der Kirche

Die Erste Präsidentschaft hat bekannt gegeben, dass die Gedenkstätte in Pennsylvanien, die in der Geschichte der Kirche als Harmony bekannt ist und heute Susquehanna heißt, restauriert werden soll. Dort hat der Prophet Joseph Smith einen Großteil des Buches Mormon übersetzt und Johannes der Täufer hat dort im Jahr 1829 das Aaronische Priestertum wiedergebracht.

Das Projekt umfasst den Bau historischer Gebäude und die Rekonstruktion der Farmlandschaft in Harmony wie auch Denkmäler, mit denen der Wiederherstellung des Aaronischen und Melchisedekischen Priestertums im Jahr 1929 gedacht werden soll. Der erste Spatenstich dafür soll im Jahr 2012 erfolgen. Man geht davon aus, dass das Projekt zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.

In Harmony in Pennsylvanien hat Joseph Smith zwischen 1827 und 1830 große Teile des Buches Mormon übersetzt und 15 der ersten Offenbarungen empfangen, die im Buch Lehre und Bündnisse enthalten sind.

Am gleichen Ort empfingen Joseph Smith und Oliver Cowdery von Johannes dem Täufer 1829 das Aaronische Priestertum wie in Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:66-75 beschrieben. Kurz darauf übertrugen ihnen Petrus, Jakobus und Johannes das Melchisedekische Priestertum.

Mark Staker, leitender Forscher in der für die historischen Stätten zuständigen Gruppe der Geschichtsabteilung der Kirche hat bereits mit den archeologischen Forschungen begonnen, um festzustellen, wo sich einige der ursprünglichen Gebäude in der Gegend befanden.

„Wir haben vor, das Haus wiederaufzubauen, in dem Joseph und Emma in Harmony lebten, ebenso den Geburtsort von Emma Smith und das Haus ihrer Familie“, sagte er.

Emma Smith wurde in einer kleinen Blockhütte geboren, an die später ein zweistöckiges Fachwerkhaus angebaut wurde.

„Wir bemühen uns, herauszufinden, wie die Gebäude ausgesehen haben“, meinte Bruder Staker. „Wir sehen uns die Landschaft an und freuen uns darauf, die bedeutenden Ereignisse in der Geschichte der Kirche zu erklären, die hier stattgefunden haben.“

Eine Skulptur von Joseph Smith und Oliver Cowdery, wie sie das Aaronische Priestertum empfingen, befindet sich bereits auf dem 90 Morgen großen Gelände. Und es werden Pläne für weitere Denkmäler entworfen. Vor Ort soll auch ein Besucherzentrum entstehen

Zum Besitz gehören auch ein Zuckerahornwald und ein Friedhof, auf dem Josephs und Emmas kleiner Sohn Alvin wie auch Emmas Eltern beerdigt wurden.

„Es begeistert uns, diesen Ort und die Ereignisse, die hier in der Geschichte der Kirche stattgefunden haben, hervorzuheben“, meint Bruder Staker. „Wir hoffen, dass die Mitglieder spüren können, wie bedeutend die Ereignisse, die hier stattgefunden haben, im Hinblick auf die Wiederherstellung und Joseph Smith sind, der hier seine Aufgabe als Prophet begann.“

Die Führer der Kirche haben interessierte Mitglieder aufgefordert, für das Projekt eine kleine, einmalige Spende zu leisten. Für eine solche Spende vermerkt man auf dem Formular „Zehnter und andere Spenden“, das beim Bischof oder Zweigpräsident erhältlich ist, unter Sonstiges „Gedenkstätte für das Priestertum“.

Es gibt etwa zwei Dutzend historische Stätten in der Welt, die die Kirche unterhält, darunter Orte in Nauvoo, Illinois und Kirtland in Ohio. Wie bei diesen Gedenkstätten gehen die Forscher und Entwickler davon aus, dass auch die Gedenkstätte Susquehanna das Interesse der Mitglieder erregen wird.

„Unsere historischen Stätten helfen uns, die einzigartige Geschichte der Heiligen der Letzten Tage zu erzählen“, sagte Elder Marlin K. Jensen, Historiker und Berichtführer der Kirche. „An jedem dieser Orte findet man eine Fülle historisch akkurater Einzelheiten und fesselnde Ausstellungen, die den Leuten ein besseres Verständnis davon vermitteln sollen, wer wir sind und was uns wichtig ist.“