Ein Frauentag der tatkräftigen Nächstenliebe

Von Annelie Schumann, Pfahl-FHV-Leiterin, München

  • 06. Dezember 2013

Die Schwestern des Pfahles München beim Packen der Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder in Südosteuropa -(Foto von Steffen Dzierzon, Pfahl München)

München (EB): Unter dem Motto „Weide meine Schafe!“ trafen sich am 05. Oktober 2013 fast 100 FHV-Schwestern und Junge Damen ab 16 Jahren des Pfahles München. Egal ob jung oder alt, groß oder klein – alle hatten eines gemeinsam: Sie erreichten das Pfahlhaus unter der Last ihres Gepäcks, das aus prallgefüllten Plastiktüten oder Kartons bestand.

Ende August wurde das Dienstprojekt „Johanniter Weihnachtstrucker“ in den Gemeinden und Zweigen bekanntgegeben. Zwei Minuten vor Beginn des Frauentages jedoch war nicht abzuschätzen, wie viele Schwestern teilnehmen und was sie mitbringen würden. In Windeseile verwandelte sich der vorbereitete Lagerplatz auf der Bühne der Kulturhalle in ein Durcheinander von Tüten und Kartons, kaum erkennbar, wer was beigesteuert hatte. Aber eines wurde offenkundig, alle hatten das Evangelium Jesu Christi so verstanden: „Glücklich wird man nur dann, wenn man seine Mitmenschen nicht vergisst.“ Mit den gespendeten Kleidungsstücken, Lebensmitteln, Spielzeug- und Malsachen sollen nämlich die bedürftigen Kinder im südosteuropäischen Raum zu Weihnachten erfreut werden. Sie sollen spüren, dass sie auch Kinder Gottes sind.

Das Besondere an der Aktion war, dass diejenigen, die mehr haben, viel mitbrachten und diejenigen, die selbst wenig haben, gaben so viel sie konnten. Genau so hat es der Heiland gelehrt: „Und gedenkt in allem den Armen und Bedürftigen, der Kranken und der Bedrängten, denn wer das nicht tut, der ist nicht mein Jünger.“ LuB 52:40

Mit diesem Geist der Nächstenliebe wurde das scheinbare Chaos beim Füllen der Kartons durch die fleißigen Jüngerinnen aufgelöst. Am Ende des Tages standen 115 Päckchen zum Fortschicken bereit.