Auf den Spuren seines Großvaters – Elder Ballard in Argentinien

– Jason Swensen, Nachrichten der Kirche

  • 18. März 2014

Von Links: Elder Ronald A. Rasband, Elder M. Russell Ballard und Elder Jorge F. Zeballos bei dem Denkmal, dass an die prophetischen Worte von Elder Melvin J. Ballard erinnert. Das Denkmal befindet sich in der Nähe des Buenos-Aires-Tempels in Argentinien.  Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Fast neun Jahrzehnte sind vergangen, seit Elder Melvin J. Ballard vom Kollegium der Zwölf Apostel mit einigen anderen in einem Park in Buenos Aires zusammenkam und Südamerika für die Verkündigung des Evangeliums geweiht hat.

Das war im Jahr 1925. Es gab in ganz Südamerika nur ein paar Mitglieder, die aus Europa gekommen waren. Doch nach seinen ersten acht Monaten dort verhieß Elder Ballard, der als Prophet und Seher ordiniert war, der Kirche auf dem ganzen Kontinent eine fruchtbare Zukunft:

„Das Werk des Herrn wird [in Südamerika] eine Weile nur langsam voranschreiten, so wie aus einer Eichel nur langsam eine Eiche heranwächst. Es wird nicht an einem Tag hervorschießen wie die Sonnenblume, die schnell wächst und dann auch schnell verwelkt. Tausende werden sich hier der Kirche anschließen. Die Mission wird geteilt werden und wird zu den stärksten Missionen in der Kirche gehören. Das Werk des Herrn wird beständig vorangehen. Der Tag wird kommen, wenn die Lamaniten hier in Südamerika ihre Chance bekommen werden. Die Südamerikanische Mission wird in der Kirche zu einer echten Größe werden.“

Die Erfüllung von Elder Melvin J. Ballards Prophezeiung ist noch immer im Gange und gehört nach wie vor zu den Wundern der wiederhergestellten Kirche. Heute gibt es in Südamerika um die 4,5 Millionen Mitglieder. Über den ganzen Kontinent – von Caracas nach Buenos Aires – verteilt gibt es vierzehn in Betrieb befindliche Tempel und weitere werden gerade gebaut.

Elder M. Russell Ballard spricht bei einer Andacht für junge Alleinstehende in Buenos Aires. Die Versammlung wurde in Gemeindehäuser überall im Gebiet Südamerika Süd übertragen. Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Und wie es verheißen wurde, gibt es in den Ländern Südamerikas heute unzählige Missionen und Pfähle.

„Der Tag der Söhne und Töchter Lehis ist angebrochen“, so Elder M. Russell Ballard, ein Enkel von Elder Melvin J. Ballard. „Sie werden in der Welt noch mehr hervorstechen, und wir werden sehen, was der Herr mit ihnen vorhat.“

Der jüngere Elder Ballard war schon häufig in Argentinien sowie in ganz Südamerika. Vor kurzem kehrte er ins Gebiet Südamerika Süd zurück. Vom 13. bis 24. Februar bereiste er das Gebiet.

Er wurde von seiner Frau, Barbara, und von Elder Ronald A. Rasband von der Präsidentschaft der Siebziger und dessen Frau, Melanie, begleitet.

Im Süden Südamerikas führten Elder Ballard und Elder Rasband bei verschiedenen Versammlungen den Vorsitz, unter anderem bei Konferenzen für Priestertumsführer, Pfahlkonferenzen, Missionarsversammlungen, einem Seminar für Missionspräsidenten und deren Frauen, einer Andacht für junge Alleinstehende sowie bei einer Versammlung mit örtlichen Gebietssiebzigern.

Sie wurden von der Präsidentschaft des Gebiets Südamerika Süd – Elder Walter F. González, Elder Jorge F. Zeballos und Elder Francisco J. Viñas – bei verschiedenen Versammlungen begleitet. Auch deren Frauen – Zulma González, Carmen Zeballos und Cristina Viñas waren dabei.

In Anwesenheit örtlicher Führer und deren Frauen und auf Weisung der Ersten Präsidentschaft weihte Elder Ballard Argentinien und sprach einen Segen über das Land aus. Das Land wurde möglicherweise schon zuvor von einem Apostel geweiht, aber es gibt keinen Bericht darüber in den Aufzeichnungen der Kirche. Elder Ballard sagte: „Es war mir eine große Ehre, Argentinien zu weihen und einen Segen über das Land auszusprechen, das für jeden in der Familie Ballard ein ganz besonderer Ort ist.“

Elder M. Russell Ballard und weitere Generalautoritäten begrüßen Teilnehmer einer Konferenz für Priestertumsführer in Buenos Aires. Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Elder Ballard und die übrigen Generalautoritäten sprachen bei Versammlungen in Argentinien, Chile, Uruguay und Paraguay.

Führer der Kirche an der Baustelle für den Córdoba-Tempel in Argentinien. Von Links: Maria Barros, Elder Juan C. Barros, Elder M. Russell Ballard, Elder Ronald A. Rasband, Melanie Rasband, Elder Jorge F. Zeballos und Carmen Zeballos. Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Die führenden Brüder kamen – dank moderner Technik und des Satellitensystems der Kirche – mit gut 15.000 jungen Alleinstehenden zusammen, die sich an 250 Übertragungsorten versammelt hatten. Bei einer Gebietsversammlung für Priestertumsträger konnten rund 24.000 Männer von vier Ländern aus teilnehmen.

Elder Ballard und die übrigen Generalautoritäten konzentrierten sich auf eine Botschaft, nämlich das Erlösungswerk beschleunigen.

„Bei der Schulung wollten wir erreichen, dass die Führungsbeamten der Kirche, insbesondere die Pfahl- und Gemeinderäte und Priestertumskollegien, sich mit den Vollzeitmissionaren zusammentun“, erklärte Elder Ballard.

Die Zeiten, in denen sich ein gutes Mitglied die Missionsarbeit nur halbherzig auf die Fahne geschrieben habe, seien nun vorbei. „Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, die Mitglieder für die Zusammenarbeit mit den Vollzeitmissionaren bereitzumachen, damit sie ihnen helfen, Gottes Kinder zu finden, zu unterweisen und zu taufen.“

Elder Rasband berichtete, dass Elder Ballard sehr großen Fokus auf das Thema „Das Werk beschleunigen“ gelegt habe.

„Dieses Thema steht in der Kirche und für den Propheten im Mittelpunkt“, fügte er hinzu. „Wir waren dort, um das erneut zu bekräftigen.“

Elder Ballard sprach während der verschiedenen Versammlungen auch darüber, wie wichtig es sei, die Familie, die Gemeinden und Zweige zu stärken, indem man jedes Mitglied erreicht, und zwar eines nach dem anderen. „Der größte Schutz, den jeder für die kommende Zeit haben kann, besteht darin, ein unerschütterliches Zeugnis vom Evangelium Jesu Christi zu entwickeln.“

Elder M. Russell Ballard und seine Frau, Barbara, begrüßen Anwesende bei einer Andacht im Buenos-Aires-Park, wo einst Elder Melvin J. Ballard Südamerika für die Missionsarbeit weihte. Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

In Argentinien besuchten Elder Ballard und Elder Rasband den Buenos-Aires-Tempel sowie die Baustelle für den künftigen Tempel in Córdoba. Außerdem trafen Elder Ballard und Elder Zeballos den katholischen Bischof von Córdoba, Pedro Javier Torres, in dessen Residenz.