Elder Nelson hält ein geistiges Festmahl für Missionare ab

  R. Scott Lloyd, Mitarbeiter der Church News

  • 4. Dezember 2013

Elder Russell M. Nelson schüttelt den Missionaren bei einer Andacht zu Thanksgiving virtuell die Hand.  Foto von R. Scott Lloyd, Church News.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Elder Nelson riet den Missionaren, den Gemeindemissionsleiter kennenzulernen und mit ihm zusammenzuarbeiten.
  • Er legte ihnen dringend ans Herz, an diejenigen zu denken, die sich bekehrt haben, und mit ihnen in Kontakt bleiben.
  • Schwester Nelson trug ihnen auf, um Führung zu beten, damit sie das Evangelium denen bringen könnten, deren Vorfahren es angenommen haben.

„Anderen das Evangelium zu bringen und sie zu taufen zieht unendliche Dankbarkeit nach sich.“ – Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel

An Thanksgiving (staatlicher Feiertag, der am vierten Donnerstag des Monats November gefeiert wird; Anm. d. Übers.) weideten sich Missionare an Missionarsschulen weltweit geistig an dem Rat eines Apostels und seiner Frau. Später am Tag halfen die Missionare an der Missionarsschule in Provo dabei, andere mit körperlicher Nahrung zu versorgen, indem sie 350.000 Nahrungsmittelpakete zusammenstellten, welche dann von der Utah Food Bank an Bedürftige ausgegeben werden.

„Anderen das Evangelium zu bringen und sie zu taufen zieht unendliche Dankbarkeit nach sich“, erklärte Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel bei der Live-Übertragung aus der Missionarsschule in Provo. Er sprach nach seiner Frau Wendy.

Dreitausend Missionare an verschiedenen Missionarsschulen in aller Welt verfolgten die Morgenandacht.

Elder Nelson riet den Missionaren, den Gemeindemissionsleiter kennenzulernen und mit ihm zusammenzuarbeiten, wenn sie in eine neue Gemeinde versetzt werden.

„Er wird zu Ihrem besten Freund. … Sie werden ganz eng mit ihm zusammenarbeiten.“

Er berichtete davon, dass er und seine Frau vor kurzem aus Peru zurückgekehrt waren. Dort hatten sie eine Gemeinde besucht, in der der Gemeindemissionsleiter eine Liste mit zukünftigen Missionaren aus der Gemeinde erstellt hatte. Er trug den Vollzeitmissionaren auf, jeden auf der Liste zu der Pfahlkonferenz einzuladen, wo Elder Nelson zu Gast war.

„Hunderte von ihnen kamen zur Pfahlkonferenz“, sagte er. „Wir hatten Dutzende Empfehlungen.“

Auch sollten die Missionare sich mit dem Berater für Familiengeschichte in der Gemeinde anfreunden, so Elder Nelson. „Sehen Sie, wie stark Sie sein können, wenn Sie jemandem, der Interesse an der Kirche hat und von dem Sie wissen, dass er seine acht Urgroßeltern nicht beim Namen nennen kann, sagen können: ‚Wenn Sie mit uns zur Kirche kommen, … finden wir gemeinsam heraus, wie Ihre acht Urgroßeltern heißen‘?

Wer wird so ein Angebot ausschlagen?“

Er erinnerte die Missionare an den allumfassenden Zweck ihrer Mission, nämlich, die Kirche des Herrn aufzurichten, indem sie „den Glauben an den Herrn Jesus Christus, Umkehr, Taufe durch Untertauchen zur Sündenvergebung, das Händeauflegen zur Spendung der Gabe des Heiligen Geistes und das Ausharren bis ans Ende predigten und selbst danach lebten.

„Jeder einzelne Schritt ist notwendig. Wenn auch nur einer ausgelassen wird oder wenn diese Reihenfolge nicht eingehalten wird, errichten Sie die Kirche nicht auf die Weise des Herrn.“

Elder Nelson mahnte, dass die heilige Handlung der Taufe nicht ohne entsprechende Vorbereitung seitens des Bekehrten durchgeführt werden sollte.

„Sie dürfen diese heilige Handlung niemals stiefmütterlich behandeln“, mahnte er. „Wir dürfen niemals auf saloppe oder grobe Art und Weise über die Taufe sprechen – auch dann nicht, wenn wir nur ‚unter uns‘ sind. Wir dürfen sie niemals ungebührlich durchführen.“

Elder Nelson erinnerte die Missionare daran, dass die Taufe nicht das Endziel oder die letzte heilige Handlung sei. Die höchsten Segnungen der Kirche könnten im Endowment empfangen werden. „Die Segnungen des Tempels führen zur Erhöhung der Familie.“

Auch sagte er: „Sie werden also nicht nur ausgesandt, die Kirche zu errichten, sondern dies mit generationsübergreifenden Familien des Glaubens zu tun.“

Am Donnerstag, den 28. November 2013 stellten Tausende von Missionaren der Kirche Jesu Christi 350.000 Lebensmittelpakete an der Missionarsschule in Provo zusammen. Foto von Scott G. Winterton.

Er forderte die Missionare auf, „ihre Bekehrten“ nicht zu vergessen. „Sie sind weiterhin für all diejenigen verantwortlich, die Sie in die Kirche bringen.“ Er sagte: „Bleiben Sie mit ihnen in Kontakt. Auf sehr reale Weise sind sie Ihre Kinder in der Kirche.“

Er erinnerte die Missionare daran, dass es ihre Aufgabe sei, die Lehre Christi zu verkünden. Er wies darauf hin, dass im Topical Guide in der von der Kirche herausgegebenen englischen Bibel 18 Seiten mit Verweisen auf Christus zu finden seien, dazu gehörten 57 Untertitel wie Fürsprecher, Gesalbter, Sühnopfer und Schöpfer.

„Der Inhalt dieser Seiten sollte Ihr persönlicher Kernlehrplan werden“, sagte er.

Elder Nelson riet den Missionaren auch, ihre geistigen Batterien immer vollgeladen zu haben, nachdem sie die Missionarsschule verlassen haben werden. Er erklärte, sie sollten sich ein Beispiel am Auto nehmen, bei dem die Batterie während der Fahrt durch die Lichtmaschine aufgeladen werde.

„Sie werden voller Energie sein, wenn Sie sich ans Werk machen; wenn Sie lehren, Zeugnis geben, Menschen finden und ihnen Gutes tun.“

In ihrer Ansprache sagte Schwester Nelson den Missionaren: „Auf Mission werden Sie von einem Kind Gottes zu einem Mann oder einer Frau Gottes. Es ist eine Zeit, im Herrn heranzuwachsen – eine Zeit, für den Herrn groß zu werden.“

Dafür unterbreitete sie drei Vorschläge.

Als erstens ermahnte sie die Missionare dazu, die jegliche Probleme aus der Vergangenheit in Ordnung zu bringen, damit sie nichts beim Voranschreiten hindern werde.

Ihr zweiter Vorschlag war, dass sie alles in ihrer Macht tun sollten, um ihr Verständnis vom Sühnopfer Christi zu vertiefen.

Schließlich forderte sie die Missionare auf: „Beten Sie, damit Sie zu denen geführt werden, deren Vorfahren bereit sind, die erlösenden heiligen Handlungen zu empfangen.“

Am Nachmittag stellten die Missionare an der Missionarsschule in Provo Lebensmittelpakete zusammen, die aus Linsen, Reis und anderen Nahrungsmitteln bestanden.

Diese Pakete werden im Rahmen des Rucksackprogramms der Utah Food Bank verteilt. Dank diesem Programm werden Pakete mit lagerfähigen Nahrungsmittel an Schulen in Utah geliefert, von wo aus sie am Wochenende an weniger begüterte Familien ausgeteilt werden.