Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn

Von Denise B., 16 Jahre, Dresden

  • 11. November 2012

Die Jugendlichen, Missionare und Jugendführer aus Dresden verabschieden sich nach ihrer Taufsession vom Tempel - (Foto von Uwe Bartsch, Dresden)

Dresden (EB): Es war ein sonniger Samstagmorgen am 22. September 2012, als wir, die Jungen Damen, Jungen Männer, Missionare und Jugendführer unserer Gemeinde uns in Grillenburg trafen. Unser gemeinsames Vorhaben mit dem Ziel, gemeinsam eine Taufsession im Freiberg Tempel zu erleben, stand unter dem Motto: „Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn“. Schon oft haben wir uns für unsere Vorfahren taufen lassen, aber dieses Mal ging es nicht so bequem in den Autos unserer Eltern dort hin, sondern zu Fuß mit eigener Kraft.

Begeistert zeigen die Jugendlichen ihr Motto und beginnen ihren 20 km-Marsch zum Freiberg Tempel. - (Foto von Uwe Bartsch, Dresden)

Die Jungen Männer, die schon in der Nacht die Strecke von Dresden zurückgelegt und dann im Freien übernachtet hatten, warteten bereits sehnsüchtig auf uns, weil wir nämlich das leckere Frühstück mitbrachten. Geistige Stärkung erhielten wir durch motivierende Worte unseres Bischofs. Danach begab sich die Gruppe von 37 Personen voller Elan auf die Wanderung. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wohl nur wenige, was vor uns lag. Nach einer Stunde strammen Schrittes erreichten wir die erste Station mit der ersehnten Erholungspause. Zaghaft erkundigten sich schon die Ersten, wie weit es noch sei, obwohl erst ein kleiner Teil der über 20 km langen Strecke hinter uns lag. Da wir uns während des Wanderns angeregt unterhielten, vergaßen wir die Anstrengungen und die körperlichen Verschleißerscheinungen. Die Schnelleren und Stärkeren warteten stets auf die, welche mit ihren Kräften sparsamer umgehen mussten. Immer wieder munterten wir uns gegenseitig auf und hielten oft Ausschau nach der Spitze des Tempels.

Große Freude beim Erreichen des Ortsschildes von Freiberg - (Foto von Uwe Bartsch, Dresden)

Groß war die Freude als wir dann endlich das Ortsschild von Freiberg erreichten. Nun war das Ziel nicht mehr weit, was uns neue Kraft verlieh. Nachdem wir das Stadtzentrum durchquert hatten, sahen wir endlich den goldenen Engel Moroni auf der Tempelspitze. Manche waren so begeistert darüber, dass sie die letzten hundert Meter trotz der Erschöpfung rannten.

Jeder Einzelne der Gruppe wurde mit Jubel und gegenseitigen Glückwünschen am Tor des Tempelplatzes begrüßt.

Gemeinsam haben wir es geschafft und jeder hat alles dafür gegeben.

Die abschließende Taufsession war ein geistiger und stärkender Höhepunkt, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Diese Aktivität hat mir und bestimmt allen, die dabei waren, gezeigt, dass es sich lohnt, alle Kraft dafür einzusetzen, hinauf zum Haus des Herrn zu ziehen und immer würdig für den Tempel zu sein.