Spannende Ausstellung von Bildern der Gebrüder Gubler in Bonstetten

Von Kurt Blaser, Gemeinde Bonstetten, Pfahl St. Gallen

  • 17 November 2013

Galina Vracheva bringt auf dem Flügel die Gemälde "zum Sprechen". - (Foto: Michael A. Maurer)

Bonstetten (DW): Im Gemeindehaus Bonstetten wurden vom 6. - 13. November 2013 Werke der Gebrüder Eduard (1891-1971), Ernst (1895-1958) und Max (1898-1973) Gubler gezeigt.

Christian Gräub und Eduard Meier, der Enkel des Malers Eduard Gubler, haben die Ausstellung unter Mithilfe von Gemeindemitgliedern mit viel Elan in der Kapelle des Gemeindehauses aufgebaut. Die Stellwände wurden locker wie zu einem Puzzle angeordnet. An ihren Wänden hingen 70 Werke obiger Künstler. Sie waren zwanglos und doch thematisch abgestimmt platziert.

Die Werke umfassen Landschaften, Einzelpersonen, Familien und andere Personengruppen in einer natürlichen Umgebung. Sie entsprechen einer gelebten Wirklichkeit und zeigen interessante Einzelheiten aus dem Alltag des ersten Teils des 20. Jahrhunderts. Dinge, die berühren. Dinge, die nicht aus fernen Welten sind und die an Aktualität nichts eingebüsst haben.

Die Eröffnungsrede zur Vernissage wurde von Christian Gräub gehalten. Musik war auch dabei, dargeboten auf dem Flügel von der bekannten Pianistin Galina Vracheva Sie ist eine hochtalentierte Spielerin und sorgte mit einem fulminanten Einstieg für eine passende Stimmung im Publikum der Ausstellung. Anschliessend liess sie sich von einem Besucher zu einem Bild führen, das sie tiefsinnig betrachtete und dann am Flügel musikalisch interpretierte. Diese Improvisationen auf dem Flügel zu erleben, wurde zu einem besonderen Erlebnis. Die Zuhörer konnten wahrlich spüren, wie sich zwei Künste (Malerei & Musik) ineinander verwoben. Die Anwesenden waren sehr begeistert.

Es durften auch andere musikalische Wünsche vorgetragen werden. So wünschte sich ein Zuhörer ein musikalisches Bild von der Brandung des Pazifiks an der Küste von Honolulu. Zwischen fortissimo und molto piano spielte Frau Vracheva alle möglichen Varianten von Brandungsgeräuschen und gab der Freude der wagemutigen Wellenreiter Ausdruck. Der Besucher, der dieses musikalische Bild als Wunsch aussprach, war glücklich und bewegt, dass die begabte Pianistin seinem Wunsch auf so erhabene und virtuose Weise nachkam und damit eine Erinnerung wachrief, die den Besucher seit 30 Jahren begleitete.

Gespräche mit den Besuchern zeigten, dass die Werke der Gebrüder Gubler geschätzt werden. Leider leben sie nicht mehr. Ein bisschen mehr Ruhm zu Lebzeiten hätten sie verdient gehabt. Aber Frau Meier-Gubler, die Tochter des Malers Eduard, und Eduard Meier, ein Enkel, nahmen die Komplimente gerne entgegen.