LDS-Missionare helfen nach Überflutung

Von Elder Tracy Hall, Klagenfurt

  • 09.Januar 2013

Elders Eaker and Stapleton  in ihrer „Brennholz-Mine“ - (Foto von Elder Tracy Hall)

Lavamünd, Kärnten (RHS): Im November 2012 suchten verheerende Regenfälle den Süden Österreichs heim. Aus den örtlichen Medien erfuhr man, dass die Drau, ein Zufluss der Donau,  über die Ufer getreten war und die Grenzstadt Lavamünd unter Wasser gesetzt hatte. Zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden. Die erste Katastrophenhilfe erfolgte durch die örtliche freiwillige Feuerwehr, die Großartiges leistete. Die Fluten konnten auch glücklicherweise gestoppt werden. Dennoch hatte die Bevölkerung der Stadt an den Spätfolgen der Überschwemmung zu leiden.

Die noch immer angeschwollene Drau von der Brücke aus gesehen - (Foto von Elder Tracy Hall)

Nach einer Woche waren die örtlichen freiwilligen Helfer bereits erschöpft, doch immer noch wurde dringend Hilfe gebraucht, da Sand und feuchter, schwerer Schlamm in die Keller, Garagen. Lagerräume und Häuser eingedrungen war.

Elder Hall in einem der freigeschaufelten Räume - (Foto von Elder Tracy Hall)

In dieser Situation beschlossen Missionare, die gerade zu einer Distriktskonferenz in Klagenfurt zusammengekommen waren, bei den Aufräumarbeiten in Lavamünd zu helfen. Der Missionspräsident erteilte die Erlaubnis – und so wurde aus einer Distriktskonferenz ein Tag des öffentlichen Dienens. Die vier Elders Stapleton, Riser, Eaker und Gibbons, die beiden Sisters Stapleton und Holmstead, das Missionsehepaar Hall und der Gemeindemissionsleiter Heinz Mauch schaufelten unter der Leitung der örtlichen Feuerwehr mehrere Räume frei und stapelten das gerettete Holz auf. Kohleschaufeln, Schubkarren und Verpflegung für die unerwarteten Helfer wurden von der Stadt zur Verfügung gestellt. Es war für viele Einheimische in dieser Gegend der erste Kontakt mit Missionaren der Kirche, weshalb man ihnen mehrmals die Frage stellte, warum sie bereit waren, in einer fremden Stadt völlig fremden Menschen zu helfen.

Die Missionare genießen im Feuerwehrhaus nach ihrem Arbeitstag einen Imbiss, den das Rote Kreuz zur Verfügung gestellt hat. - (Foto von Elder Tracy Hall)