Die Mitglieder freuen sich über den ersten Spatenstich für den Tijuana-Tempel in Mexiko

  Jerry Earl Johnston, Nachrichten der Kirche

  • 24. August 2012

Die Führer der Kirche führten am 18. August 2012 den ersten Spatenstich für den Tijuana-Tempel in Mexiko durch. Wenn dieser fertig ist, wird er in seiner Bauweise an die alten spanischen Missionen und Kirchen der Kolonialzeit erinnern.

„Ich habe das Wachstum der Kirche miterlebt. Viele Gemeindehäuser wurden gebaut. Aber der Tempel sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre des Friedens und der Ruhe.“ – Dominga G. Sifuentes, ein Mitglied vor Ort

Der erste Spatenstich, ob für eine Aussaat oder einen neuen Tempel, ist ein Akt des Glaubens. So kamen am Samstag, dem 18. August 2012, um die 2000 Heilige der Letzten Tage im Osten Tijuanas in Mexiko zusammen, um das Grundstück für einen neuen Tempel zu weihen und voller Hoffnung den ersten Spatenstich durchzuführen.

Elder Benjamín De Hoyos von den Siebzigern, Erster Ratgeber in der Präsidentschaft des Gebiets Mexiko, hatte den Vorsitz bei der Versammlung. Sein Zweiter Ratgeber Elder José L. Alonso, der auch den Siebzigern angehört, leitete sie. Wie die Pioniere vor Alters saßen oder standen die treuen Mitglieder der Kirche Jesu Christi in der Wüstensonne, fächerten sich Luft zu und hörten zu, wie Zeugnisse gegeben, Rat erteilt und Dank zum Ausdruck gebracht wurde. Bunte Schirme, die ein wenig für Schatten sorgten, ähnelten hier und da hervorsprießenden Wildblumen.

Ein Chor sang begeistert „Ein Engel aus der Höhe“ (Gesangbuch, Nr. 8) und „Hoch auf des Berges Höhn“ (Gesangbuch, Nr. 4) und sorgte damit für die richtige Stimmung.

Dominga G. Sifuentes, die 1964 getauft wurde, betrachtete dieses Ereignis als den Höhepunkt ihres glaubensvollen Lebens.

„Ich weiß noch, als das erste Gemeindehaus hier errichtet wurde“, erklärt sie. „Wir waren damals 30 Mitglieder. Jetzt haben wir einen Tempel. Ich habe das Wachstum der Kirche miterlebt. Viele Gemeindehäuser wurden gebaut. Aber der Tempel sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre des Friedens und der Ruhe.“

„Wir haben beobachtet, dass in anderen mexikanischen Städten, in denen ein Tempel errichtet wurde, ein dort bislang ungekannter Friede herrscht“, sagte Elder De Hoyos. „Nicht nur in Mexiko, sondern auch in anderen lateinamerikanischen Ländern, die ich besucht habe, kann ein Tempel ein Gefühl der Sicherheit vermitteln und zum Gedeihen einer Stadt beitragen.Wir sind überzeugt, dass dasselbe auch hier geschehen wird.“

Elder Luis Sergio Hernández Gallo, ein Gebietssiebziger, fügte dem jedoch gleich hinzu, dass der Tempel kein Anlass dazu ist, sich in aller Ruhe zurückzulehnen, sondern eine Aufforderung zum Handeln darstelle.

„Für die Mitglieder der Kirche“, sagt er, „ist dieser Tempel ein Aufruf zur Arbeit. Die Pfähle sind bereits dabei, 300.000 neue Namen für den Tempel vorzubereiten.“

Tijuana und Tempel dort können der Beginn einer neuen Zeit sein.

In seiner Ansprache sprach Elder Alonso davon, wie er als junger Missionar in Tijuana ankam und in der Nähe des jetzt geweihten Tempelgrundstücks stand, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen.Er sagte, dass er und seine Mitarbeiter es sich nie vorstellen hätten können, dass dort, wo sie standen, einst heiliger Boden sein würde.

Elder Hernandez sprach zu den Versammelten. Evelia De Hoyos, die Frau von Elder De Hoyos, ebenso. Unter Tränen forderte sie die Jugendlichen eindringlich auf, nichts zu tun, „was euch daran hindern könnte, in den Tempel zu gehen und die Segnungen des Tempels zu empfangen.“

Elder De Hoyos hielt eine kurze Ansprache, gab Zeugnis und sprach das Weihungsgebet.

Das Anfangsgebet beim ersten Spatenstich sprach Heriberto Sanchez Zatarain, Präsident des Pfahls Insurgentes in Tijuana in Mexiko.Alma Obeso de Casillas aus Mexicali sprach das Schlussgebet.

Während des 90-minütigen Programms zierte eine Zeichnung des neuen Tempels das Podium. Elder De Hoyos sagte den Church News, dass der Tempel nicht ohne Grund den alten spanischen Missionen und den Kirchen der Kolonialzeit aus der Gegend nachempfunden ist.

„Diese frühen spanischen Mönche waren sehr tapfer sowohl als Prediger als auch beim Errichten von Gebäuden“, erklärt er. „Außerdem haben wir uns heutzutage in Mexiko sehr an den Stil dieser alten Kirchen gewöhnt. Der Tempel wird für die gesamte Bevölkerung Tijuanas ein Wahrzeichen sein.“

Der neue Tempel wird in der Insurgentes Street im Gebiet der Gemeinde Insurgentes inmitten des Pfahles Insurgentes gebaut und wird damit an einer bedeutenden Stätte für die Kirche in Tijuana stehen. Er wird auch eine Art Eben-Eser (siehe 1 Samuel 7:12) sein, der aufzeigt, wie stark die Kirche hier gewachsen ist und wie tief das Evangelium im fruchtbaren, mexikanischen Boden verwurzelt ist.Es ist der 13. Tempel der Kirche Jesu Christi in Mexiko und auch einer der eindrucksvollsten. Ein 14-jähriges Mädchen, das sich das Bild des Tempels nach dem ersten Spatenstich anschaute, rief: „Ich hoffe, dass ich hier eines Tages heiraten werde.“

Auf Spanisch heißt „Spatenstich“ palada inicial – die „erste Schaufel“.

Die Mitglieder der Kirche in Tijuana bauen darauf, das diese Zeremonie nur die erste von vielen „Schaufeln“ für die Errichtung einer besseren Welt ist.