Mormon Helping Hands in Aktion nach dem Hochwasser in Bayern

Von Eva Hettenkofer, Pfahl München

  • 06. Dezember 2013

Tatkräftig gingen Missionare gemeinsam mit Asylbewerbern beim Aufräumen eines verwüsteten Wanderweg ans Werk. -  (Foto von Thomas Lübke, Rosenheim)

München (EB): Samstag, den 29. Juni 2013. Rund 200 Mitglieder, Jugendliche und Missionare aus Bayern sind dem Aufruf der Pfahlpräsidentschaft München gefolgt, den Menschen in den Überschwemmungsgebieten um Passau, Deggendorf und Rosenheim zu helfen.

Passau

Die „Drei-Flüsse-Stadt-Passau“ eine alte historische Stadt im Osten Bayerns, erlebte im Juni 2013 die schlimmste Hochwasserkatastrophe seit 1954.

Am 3. Juni 2013 hatte die Donau den höchsten Pegel von 13 Metern erreicht, wodurch die ganze Altstadt überflutet war.

Nach dem Abfließen des Wassers blieb eine mehrere Meter hohe Schlammwüste zurück. Die Häuser waren durchnässt und ölverseucht.

Tausende freiwillige und professionelle Helfer waren viele Wochen rund um die Uhr unermüdlich im Einsatz, um die furchtbaren Schäden zu beseitigen. Mit der Aktion „Mormon Helping Hands“ kamen auch Mitglieder und Missionare aus Kaufbeuren, München und Passau, um Keller und Wohnungen auszuräumen. Ein völlig zerstörtes Kino wurde mit großer Muskelkraft und technischen Hilfsmitteln leergeräumt.

Deggendorf

Auch in Deggendorf trafen sich die „Mormon Helping Hands“-Helfer am Sammelplatz des THWs, um den teilweise noch vom Wasser überschwemmten Ortsteilen Fischerdorf und Natterfeld von Nutzen zu sein. Das Heizöl hatte sich mit dem Wasser vermischt und breitete sich überall aus. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurden die Häuser leergeräumt. Erinnerungsstücke kamen auf den Dachboden, Möbel und Küchen vor die Häuser zur späteren Entsorgung.  

Trotz der Sorgen und Nöte eines Hauseigentümers, bedankte er sich ein paar Tage später für den tollen Einsatz der Helfer mit den gelben Westen.

Zwanzig Mitglieder der Kirche kamen dem Hilferuf einer türkischen Gemeinde nach. Dort wurden drei große Zelte eines Camps im Vorhof, die nicht mehr zu retten waren, abgebaut. Missionare entsorgten das Erdgeschoss des türkischen Gemeindehauses von durchweichten Möbeln, Teppichen, Kühlschränken, Kühlregalen, Waschmaschinen und anderen Elektrogeräten. Die Jugendlichen mit ihren Betreuern organisierten ihr geplantes Zeltlager in eine Hilfsaktion um und räumten das im Wasser gestandene Obergeschoß aus.

Trotz der schlimmen Situation interessierten sich hinzukommende Helfer für die gelben Westen der Mitglieder und baten um ein Foto.

Die Jugendlichen des Pfahles unter 16 Jahren, die nicht an den Aufräumarbeiten in den Überschwemmungsgebieten mithelfen durften, sortierten die vielen Spenden für die Hochwasseropfer in einem Parkhaus.

Kiefersfelden

Missionare und Asylbewerber beseitigten die Verwüstungen durch das Hochwasser am Wanderweg zum Hechtsee.

Über diese ungewöhnliche Gruppe ehrenamtlicher Helfer berichtete das Landratsamt Rosenheim in einer Pressemitteilung: „…Neben neun Mitgliedern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage packten noch sieben im Gruberhof untergebrachte Asylbewerber mit an. Die Verständigung geschah in Englisch oder mit Händen und Füßen. …“