Bei einem landesweiten Projekt der Mormon Helping Hands werden die Helfer Christus ähnlicher

  Hikari Loftus, Nachrichten und Veranstaltungen der Kirche

  • 27. Juli 2012

Freiwillige in Brasilien wollten während eines fünfmonatigen Dienstprojekts der Mormon Helping Hands bis zum 28. Juli 2012 gut 360 Tonnen Reis und Bohnen sammeln. Bereits am 27. Juli waren mehr als 450 Tonnen zusammengekommen.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Ehrenamtliche Helfer übertrafen ihr Ziel von 360 Tonnen um 90 Tonnen, schon einen Tag bevor das Projekt zu Ende ging.
  • Mehr als 130.000 ehrenamtliche Helfer aus allen 26 brasilianischen Bundesstaaten beteiligten sich daran, Spenden zu sammeln und einzulagern.
  • Die Mitglieder sprachen davon, wie sie Christus ähnlicher werden, indem Sie der Gemeinschaft durch Opferbereitschaft und Nächstenliebe helfen.

„Ich glaube, dass wir durch diese Art von Projekt das Evangelium Jesu Christi in die Tat umsetzen können. Es ist eine Gelegenheit, die alle Mitglieder der Kirche haben, das zu tun, was er tun würde, wenn er unter uns wäre.“– Silvio Antonio Pizzaia aus Vitória in Brasilien

Bei einer fünf Monate langen landesweiten Aktion arbeiteten knapp 130.000 Helfer in Brasilien zusammen an einem Projekt der Mormon Helping Hands, mit dem Ziel, über 360 Tonnen Reis und Bohnen zu spenden und einzutüten, damit Menschen in mehr als 150 Städten davon profitieren können.

Aber schon am 27. Juli 2012, einen Tag vor dem Ende des Projekts, hatten die Freiwilligen bereits über 450 Tonnen Nahrungsmittel eingelagert, womit das ursprüngliche Ziel um 90 Tonnen übertroffen wurde.

Das Ziel des Projekts war, Nahrungsmittel zu sammeln und den Menschen zu zeigen, wie man selber Nahrungsmittel haltbar macht und einlagert, doch die teilnehmenden Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erkannten dabei auch, dass der Dienst ihnen geholfen hat, ihren Glauben in die Tat umzusetzen und Christus ähnlicher zu werden.

„Ich glaube, dass wir durch diese Art von Projekt das Evangelium Jesu Christi in die Tat umsetzen können. Es ist eine Gelegenheit, die alle Mitglieder der Kirche haben, das zu tun, was er tun würde, wenn er unter uns wäre“, sagte Silvio Antonio Pizzaia aus Vitória in Brasilien.

Elder Claudio R. M. Costa von den Siebzigern, Präsident des Gebiets Brasilien, merkt an, dass Helping Hands in Brasilien einen guten Ruf als Hilfsorganisation genießt.

„Die Kirche ist als christliche Kirche anerkannt und die Mitglieder sind sehr gute Christen“, sagte er. „Ich bin mir sicher, dass wir einen ganz besonderen landesweiten Tag des Dienens haben werden, an dem wir Reis und Bohnen an Menschen in Not spenden können.“

Mitglieder aller Altersgruppen in jedem der 26 Bundesstaaten Brasiliens haben sich seit März zu Workshops mit dem Thema Nahrungsmittelvorrat und eine vorrausschauende Lebensweise in ihren örtlichen Gemeindehäusern getroffen. An manchen Orten wurden nicht nur Nahrungsmittel gespendet, sondern auch Bekleidung.

„Diese Art des Dienens ermöglicht den Mitgliedern, anderen zu helfen“, sagte Murilo Vicente aus Goiânia in Brasilien. „Außerdem sind die Mitglieder dazu aufgefordert, den Rat der Propheten, einen Vorrat anzulegen und sich eine vorausschauende Lebensweise anzueignen, zu befolgen. An den Workshops teilzunehmen, die umliegenden Nachbarn einzuladen und die Öffentlichkeit mit ins Boot zu holen, ermöglicht uns, zu zeigen, wer wir wirklich sind, nämlich Jünger Christi.“

Einrichtungen wie Pflegeheime, Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser sowie ärmliche Nachbarschaften werden die Spenden erhalten.

Bruder Vicente merkte an, dass die Teilnahme am Dienstprojekt für diejenigen, die weniger Glück im Leben haben, nicht nur ein Weg sei, dem Herrn zu dienen, sondern auch ein Weg, Nächstenliebe gegenüber seinen Kindern zu entwickeln. „Diese Nächstenliebe zu entwickeln ist ein wesentlicher Aspekt des Programms“, sagte er.

Zum Ende des Projekts werden in den Hauptstädten der Bundesstaaten und hunderten weiteren Städten zur gleichen Zeit verschiedene Workshops zum Thema Vorratshaltung abgehalten, wo einfache Techniken der Lebensmittelkonservierung mithilfe von Knoblauch und Plastikflaschen gezeigt werden. Dabei wird nicht nur Eigenständigkeit gefördert, es werden auch 200.000 Plastikflaschen wiederverwendet, die sonst auf Deponien gelandet wären.

Bruder Júlio César B. Souza aus Salvador in Brasilien sagt, dass das Evangelium zu leben Opfer und Dienst am Nächsten erfordere. „Wenn wir unsere Zeit, unser Wissen, unsere Nahrung und unser Zeugnis geben, bemühen wir uns nicht nur, nach unserem Glauben zu leben, sondern wir sind auch bereit, ein Werkzeug in den Händen des Herrn zu sein.“