Peruanische Mitglieder feiern die Gründung des 100. Pfahls in Peru

  Jason Swensen, Mitarbeiter der Church News

  • 16. Juli 2013

Bei einer Feier anlässlich der Gründung des 100. Pfahls in Peru führen Dutzende junge Menschen am 29. Juni peruanische Volkstänze auf. Die Zuschauer bekamen auch ein Video zu sehen, worin die Geschichte der Kirche in diesem Gebiet dargestellt wurde.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • In Peru gibt es mehr als eine halbe Million Mitglieder, zehn Missionen und einen Tempel. Außerdem sind zwei weitere Tempel in Planung.
  • Elder Christofferson hatte den Vorsitz bei der Gründung des neuen Pfahls.
  • Die Feier war die größte Zusammenkunft von Heiligen der Letzten Tage in der Geschichte Perus.

Mit mehr als einer halben Million Mitglieder, zehn Missionen, einem herrlichen Tempel in der Hauptstadt und zwei weiteren Tempeln in Planung – einer in Trujillo und einer in Arequipa – kann man Peru wahrhaftig als einen Anker der Kirche bezeichnen. Am 30. Juni wurde Peru das vierte Land (nach den USA, Mexiko und Brasilien), in dem es 100 Pfähle gibt.

Elder D. Todd Christofferson vom Kollegium der Zwölf Apostel hatte den Vorsitz bei der Gründung des Pfahls Santa Patricia in Lima. Rudy Palhua Romero wurde als Präsident des neuen Pfahls berufen. Manuel Fernando Belaunde Suarez und Oscar Eduardo Gonzalez Aguilar sind seine Ratgeber.

Der neue Pfahl war für Mitglieder im ganzen Land und auch im Ausland ein Anlass zur Freude und zum Feiern. Am Abend vor der Gründung des 100. Pfahls waren Elder Christofferson und tausende Mitglieder in Lima zu einer Festveranstaltung im Stadion der Universidad de San Marcos zusammengekommen.

Die Festveranstaltung stellte die größte Zusammenkunft an Heiligen der Letzten in der Geschichte Perus dar. Aber nicht nur die Anwesenden im Fußballstadion nahmen daran teil. Mitglieder und andere Menschen von überall auf der Welt konnten über die Länderwebsite der Kirche dabei sein.

In seiner kurzen Botschaft dankte Elder Christofferson den peruanischen Mitgliedern für ihre Bemühungen, aufgrund derer solch eine historische Pfahlgründung möglich geworden sei. Er forderte die Mitglieder vor Ort auch dazu auf, gute Staatsbürger zu sein und ihr Möglichstes dafür zu tun, ihr Land zu unterstützen. Einige andere Generalautoritäten waren ebenfalls anwesend, unter anderem die Präsidentschaft des Gebiets Südamerika Nordwest – Elder Rafael E. Pino, Elder Juan A. Uceda und Elder W. Christopher Waddell.

Dutzende von jungen Menschen führten bei der Festveranstaltung peruanische Volkstänze auf. Die Zuschauer sahen auch ein Video über die Geschichte der Kirche in Peru und applaudierten einer Parade von Missionaren und jungen Leuten, die künftige Generationen von Missionaren darstellten. Ein Team von mehr als 300 Leuten arbeitete hinter den Kulissen, um die Festveranstaltung auf die Beine zu stellen.

Elder Christofferson hatte während seiner Zeit in Peru ein volles Programm. Der spanischsprechende Apostel wurde im nationalen Radio interviewt. In dem Interview sprach er davon, dass demnächst ein landesweites Dienstprojekt stattfinden werde.

„Wir haben uns vorgenommen, dieses Jahr am 7. Dezember die Strände [Perus] zu säubern.“ Man würde sich über eine Zusammenarbeit mit allen Peruanern und den Stadtverwaltungen freuen. Er kam auch mit örtlichen Vertretern aus Kirche und Staat zusammen. Er traf unter anderem Octavio Salazar Miranda, Kongressabgeordneter und ehemaliger Innenminister Perus. Bei jeder Versammlung sprach Elder Christofferson über die zentrale Rolle der Familie in der Kirche und in der heutigen Gesellschaft. Er sprach auch über die Bemühungen der Kirche, den Menschen in Peru zu mehr Eigenständigkeit zu verhelfen.

Die Anfänge der Kirche in Peru reichen etwas mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Frederick S. Williams, dessen Name beim Aufbau der Kirche in Südamerika nicht wegzudenken ist – zog 1956 mit seiner Familie nach Peru. Er setzte sich sofort mit dem Hauptsitz der Kirche in Verbindung und bat um Erlaubnis, einen Zweig zu gründen und mit der Missionsarbeit zu beginnen.

Elder Henry D. Moyle vom Kollegium der Zwölf Apostel reiste nach Peru und gründete am 8. Juli 1956 den Zweig Lima. Drei Jahre später wurde die Anden-Mission mit Sitz in Lima gegründet. Das stetige Wachstum während des darauffolgenden Jahrzehnts wurde 1970 durch die Gründung des ersten Pfahls in Peru offenkundig. Dieser wurde von Elder Gordon B. Hinckley, der damals noch dem Kollegium der Zwölf Apostel angehörte, gegründet.

2010 wurde die erste Generalautorität aus Peru, Elder Juan A. Uceda von den Siebzigern, bestätigt.