Nachrichten der Kirche

Kirche gewinnt in Südamerika an Beachtung, berichten Elder Oaks und Elder Bednar

  Jason Swensen, Mitarbeiter der Church News

  • 9. November 2012

Elder Dallin H. Oaks trifft den Erzbischof von Santiago in Chile, Monsignor Ricardo Ezzati Andrello. Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Südamerika Süd.

Der erste Abschnitt des Buches Lehre und Bündnisse enthält die Prophezeiung, dass die Kirche „aus dem Dunkel und aus der Finsternis“ hervorgebracht wird. Dieser Tag ist in vielen Ländern Südamerikas wohl schon da.

„Wir sind aus Dunkelheit und Finsternis hervorgebracht“, sagte Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel nach seiner Rückkehr aus Südamerika. „Diese Wahrheit zeigt sich daran, dass [südamerikanische] Regierungsvertreter die Kirche kennen und anerkennen und wie sie Repräsentanten der Kirche empfangen, wenn wir zu Besuch sind.“

Elder Bednar begleitete Elder Dallin H. Oaks, einen dienstälteren Apostel, bei einer Reise ins Gebiet Südamerika Süd vom 19. bis 28. Oktober. Sie wurden von Elder Donald L. Hallstrom von der Präsidentschaft der Siebziger begleitet. Auch Schwester Kristen Oaks, Schwester Susan Bednar und Schwester Diane Hallstrom waren mit dabei. Zu den Höhepunkten des Besuchs der führenden Brüder gehörte eine Prüfung des Gebiets Südamerika Süd, Versammlungen mit Missionaren und Priestertumsführern sowie Andachten für Jugendliche und junge Alleinstehende, die nach Chile, Argentinien, Uruguay und Paraguay übertragen wurden.

Gastgeber war die Gebietspräsidentschaft – Elder Mervyn B. Arnold, Elder Jorge F. Zeballos, und Elder Francisco J. Viñas von den Siebzigern. Die besuchenden Generalautoritäten kamen auch mit vielen Regierungsvertretern und religiösen Würdenträgern zusammen, unter anderem mit dem Präsidenten Uruguays, José Mujica und dem Präsidenten Paraguays, Luis Federico Franco.

„Jeder einzelne Regierungsvertreter hatte großen Respekt vor der Kirche“, sagte Elder Oaks, der auch mit dem Erzbischof von Santiago in Chile, Monsignor Ricardo Ezzati Andrello zusammenkam. „Die meisten wussten sehr viel über die Kirche. … Ich war positiv von dem herzlichen und respektvollen Empfang beeindruckt.“

Laut Elder Oaks sei es den Mitgliedern vor Ort zu verdanken, dass sich die Beziehungen zwischen der Kirche und vielen Führungspersonen aus dem Gemeinwesen im südlichen Südamerika immer weiter verbessern. „Es gab eine Reihe von hervorragenden Führungsbeamten in den Gebieten Südamerika Süd und Chile. Sie haben ein stabiles Fundament gelegt.“

Auch sprach er über die gute persönliche Zusammenarbeit zwischen einigen Regierungsvertretern und Mitgliedern der Kirche. Diese guten Beziehungen haben für Vertrauen und gegenseitige Achtung gesorgt und Führern der Kirche, wie Elder Oaks, Elder Bednar und Elder Hallstrom, die zu Besuch kommen, leichteren Zugang zu ihnen verschafft.

Vertreter örtlicher Behörden seien sich unserer Werte bewusst und schätzen diese sehr, merkte Elder Bednar an.

Die Apostel waren nicht nur erstaunt, sondern schmunzelten auch ein wenig darüber, dass viele Regierungsvertreter, unter anderem auch der paraguayische Präsident Franco, schon mit unterschiedlichen Mitgliedern Basketball gespielt haben. Der Innenminister Uruguays, Eduardo Bonomi Velala, beispielsweise lernte Elder Viñas vor vielen Jahren bei einer intensiven „Schlacht“ auf dem Hallenparkett kennen.

Elder Oaks, Elder Bednar und Elder Hallstrom freuten sich auch sehr darüber, dass sie mit tausenden Mitgliedern im Gebiet Südamerika Süd zusammenkommen konnten.

„Ich war sehr beeindruckt davon, dass es immer mehr Familien in diesen Ländern gibt, die schon seit mehreren Generationen in der Kirche sind“, so Elder Hallstrom. „Man trifft häufig auf Mitglieder in der vierten Generation.“

Die Generalautoritäten kamen im Laufe ihrer Reise insgesamt mit über 1800 Missionaren zusammen, die in den vier Ländern in diesem Gebiet tätig sind. „Wir begrüßten alle Missionare, denen wir begegnet sind, persönlich. Sie sahen alle prächtig aus“, sagte Elder Oaks. „Es war eine eindrucksvolle Anzahl an Missionaren aus Nord- und Südamerika.“

Bei einer Andacht für Jugendliche und bei einer Andacht für junge Alleinstehende aus dem Gebiet gab es jeweils um die 15.000 Zuhörer. Elder Oaks führte bei der Andacht für junge Alleinstehende den Vorsitz, die an 326 Orte im ganzen Gebiet übertragen wurde. Elder Bednar nahm die gleiche Funktion bei der Andacht für Jugendliche wahr, die an 439 Orten von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 und von ihren Eltern verfolgt wurde.

Die südlichen Länder in Südamerika spielen, wie es prophezeit wurde, eine wichtige Rolle in der Kirche. „Aber es gibt noch viel Arbeit in diesen Ländern zu tun“, sagte Elder Oaks.

Bei jeder Schulungsversammlung und Andacht sprachen die führenden Brüder davon, wie wichtig es sei, ein höheres Maß an „echtem Wachstum“ zu erzielen. Dies werde erreicht, wenn sich die Anwesenheit in der Abendmahlsversammlung erhöht, mehr Mitglieder ihr Endowment empfangen und im Tempel heiraten und mehr junge Leute eine Vollzeitmission erfüllen. Bei der Andacht für die jungen Alleinstehenden betonte Elder Oaks beispielsweise, wie wichtig es sei, jeden Sonntag am Abendmahl teilzunehmen.

„Es ist unerlässlich“, sagte er, „dass Sie zur Abendmahlsversammlung gehen und am Sabbat vom Abendmahl nehmen, damit die Verheißung, den Geist immer bei sich zu haben, für sie wirksam sein kann.“

Bei der Andacht für die Jugendlichen konnten diese Elder Bednar, Elder Hallstrom und den anderen Generalautoritäten Fragen stellen. Die führenden Brüder beantworteten die unterschiedlichsten Fragen zur Missionsvorbereitung und darüber, wie man in einer immer schlechter werdenden Welt rechtschaffen bleiben kann.

„Viele Fragen hatten mit geistiger Bekehrung zu tun, welche ein zentraler Bestandteil unserer Botschaft ist“, erklärte Elder Hallstrom. „Wir waren sehr beeindruckt, wie tiefgründig sie an das Thema herangingen.“

Die führenden Brüder sprachen mit den örtlichen Priestertumsführern darüber, dass echtes Wachstum im Gebiet nur geschehen könne, wenn mehr Missionsarbeit verrichtet und mehr an der Aktiverhaltung gearbeitet werde. Eine Reihe glaubenstreuer zurückgekehrter Missionare werde benötigt, um sicherzustellen, dass es auch in Zukunft erfahrene Führungsbeamte gibt, so Elder Oaks.

Das Zeugnis der Generalautoritäten, die zu Besuch kamen, gelangte nicht nur zu Mitgliedern und Vertretern der Öffentlichkeit. Elder Bednar war in einer Fernsehsendung auf einem öffentlich-rechtlichen Sender in Paraguay zu sehen, bei der er über die Kirche ganz allgemein sprach sowie über die zentrale Rolle Jesu Christi in der Geschichte und den Lehren der Kirche. „30 Minuten lang haben wir das Evangelium landesweit im Fernsehen gelehrt“, sagte er. „Es war großartig.“

Elder Arnold beschrieb den Besuch der Generalautoritäten, die allesamt von ihrer Frau begleitet wurden, als „inspirierend, aufbauend und sehr informativ“.

„Ihre Liebe, ihre Freundlichkeit und ihre Worte werden wir für immer im Gedächtnis behalten“, sagte er.