Nachrichten der Kirche

Der Prophet in Deutschland

Von Reinhard Staubach, Redakteur der Regionalen Umschau

  • 02. November 2012

Präsident Thomas S. Monson besucht im Oktober Gläubige in München - (Foto von Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten.)

Deutschland: Nur wenige Tage nach der Generalkonferenz Anfang Oktober 2012 besuchte Präsident Thomas S. Monson Deutschland und sprach in vier Sonderversammlungen zu über 10.000 Heiligen der Letzten Tage. Weitere Tausende nahmen an der Satellitenübertragung aus der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main teil, die in die Gemeindehäuser in Deutschland, Österreich und die Schweiz übertragen wurde. Im Mittelpunkt seiner Botschaft stand die Einladung, Jesus Christus nachzufolgen.

Elder José Teixeira, der Präsident des Gebiets Europa, begleitete Präsident Monson zu den Versammlungen nach Hamburg, Berlin, München und Frankfurt, wo er ebenfalls zu den Heiligen sprach. Er bezeugte, dass die Anwesenden die Worte des lebenden Propheten hören und bat darum, ihm zuzuhören.

„Deutschland, ich liebe dich!“ Präsident Thomas S. Monson (Mitte) winkt der Menge in Hamburg zu. Links Pfahlpräsident Dr. Karl Schmidt, rechts Elder José A. Teixeira, Präsident des Gebietes Europa - (Foto von Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten.)

In den Versammlungen sprach Präsident Monson immer wieder über Jesus Christus und sagte am 13. Oktober 2012 in der Sporthalle Hamburg unter anderem: „Mein Gebet lautet heute, mögen wir lauschende Ohren haben, damit wir Ihn wiederum hören, wenn er anklopft, damit wir die Einladung des Herrn schätzen und die Weisheit besitzen, den Torweg zu unserem Herzen sowie die Pforte zu unserem Sinn weit zu öffnen, sodass Jesus Christus bei uns einkehren kann.“ - Bruder Daniel Schröder besuchte jene Versammlung und hielt fest: „Präsident Monson ermunterte uns, Weisheit aus den besten Büchern zu suchen. Er erinnerte uns daran, dass die Wahl unserer Entscheidungen unser Schicksal bestimmt. Er forderte uns auf: Christus nachzufolgen und sagte: ,Wählen Sie zu arbeiten, es ist nicht genug, nur zu wünschen und zu versprechen, sondern wir müssen es auch tun.’“ - Bruder Andreas Heilmann notierte von den Worten des Propheten: „Gott segnet mit Licht, aber er zwingt nicht zur Herrlichkeit. Bereiten wir uns immer vor, den Geist bei uns zu haben. Eine der schönsten Erfahrungen im Leben ist es, ein Werkzeug in den Händen des Herrn zu sein, zum Segen anderer Menschen.“ - An die Anwesenden gewandt, sagte Präsident Monson nach seine Ansprache in deutscher Sprache: „Ich liebe Dich.“

Am darauf folgenden Sonntag sprach Präsident Monson im ICC am Messedamm in Berlin, wo ein Verkehrschaos den pünktlichen Beginn der Versammlung verhinderte. Schwester Eva-Maria Bartsch berichtet: „Endlich kam Präsident Thomas S. Monson in Begleitung weiterer Kirchenführer herein. Alle Anwesenden erhoben sich von den Plätzen. Erwartungsvolle Ruhe trat ein... Voller Herzlichkeit und Liebe begrüßte er die Menge. Er erinnerte sich, wie er 1968 das erste Mal den ,Check Point Charlie’ erlebte und die Gemeinden Görlitz und Dresden besuchte. Im Laufe der Zeit sah er, wie sich die Verheißungen aller Segnungen erfüllten.“

Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage versammeln sich im ICC Berlin, um von Präsident Thomas S. Monson zu hören. - (Foto von Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten.)

Es war auch 1968 als Präsident Monson den Mitgliedern in der DDR verhieß: „Wenn Sie den Geboten Gottes treu bleiben, wird jede Segnung, deren sich die Kirchenmitglieder in anderen Ländern erfreuen, auch die Ihre sein.“ Die Verheißung erfüllte sich. Missionare der Kirche durften in die DDR einreisen, Missionare aus der DDR erhielten die Genehmigung das Land zu verlassen, um im Ausland zu dienen, und in Freiberg wurde ein Tempel der Kirche gebaut.

Aus der Versammlung in der Residenz in München am 20. Oktober 2012 berichtet Schwester Regina Schaunig: „Es war einfach ein gewaltiges Ereignis, den Propheten zu hören und zu sehen! … Er zeigte Deutschland und den deutschsprachigen Ländern, wie sehr er die Menschen hier liebt und dass er, wenn der Geist es ihm eingibt, spontan kommt, um zu dienen... Er hat uns ein Beispiel gegeben, wie Jesus handeln würde. Wir sahen die Liebe Christi wirklich plastisch vor uns.“

Gleich zu Beginn seiner Ansprache in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main sagte Präsident Monson „Ich kann gar nicht sagen, was ich empfinde. Seit Wochen freue ich mich auf diesen Tag, hier bei Ihnen zu sein! Ich habe Ihr Land bereist, war auch in der Schweiz und in Österreich. Ich möchte Ihnen sagen, dass ich Sie alle lieb habe.“ - Seine Ausführungen bereicherte Präsident Monson mit etlichen Begebenheiten aus seinem Leben, die hier nur angedeutet werden können.

Die Versammlung am 21. Oktober 2012 in der Frankfurter Jahrhunderthalle wurde live via Satellit in die deutschsprachigen Gemeindehäuser übertragen. Schwester Doris Weidmann nahm an einer Übertragung teil und berichtet: „Die Ansprache von Präsident Monson war sehr berührend und persönlich. Er brachte Christus in den Mittelpunkt seiner Ansprache, indem er hervorhob, dass wir ihm nachfolgen, indem wir uns unseren Mitmenschen zuwenden, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Besonders berührt hat mich die Geschichte von dem 91-jährigen Mann, der vergebens auf den Besuch seiner Familie wartete, als er Geburtstag hatte.“

Schwester Marianne Dannenberg berichtete: „Die Jahrhunderthalle bietet Platz für über 2000 Besucher und war voll besetzt. Ich machte mir Gedanken über diese vielen Menschen, die allein durch ihre Anwesenheit bezeugten, dass ihnen der Prophet sehr wichtig ist und sie auch von diesem Tag etwas Wichtiges erwarten. Als dann Präsident Monson stehend mit dem Lied ,Wir danken, o Gott, für den Propheten’ begrüßt wurde, ging mir besonders eine Zeile des Liedes sehr nahe: ,...und mag auch die Welt uns verspotten, wir bleiben dir ewig getreu!’“