Nachrichten der Kirche

Mitglieder der Kirche in ganz Afrika nehmen an der sechsten jährlichen Aktion der Mormon Helping Hands teil

  Heather Whittle Wrigley, Nachrichten und Veranstaltungen der Kirche

  • 7. September 2012

Bei verschiedenen Projekten der Mormon Helping Hands leisteten die Mitglieder der Kirche am 18. August 2012 in ganz Afrika wertvollen Dienst, bauten Brücken zwischen den Religionen, vergrößerten den Bekanntheitsgrad der Kirche und stärkten ihr Zeugnis von der Nächstenliebe.

Am Samstag, dem 18. August 2012, versammelten sich zum sechsten Mal in Folge Tausende Heilige der Letzten Tage überall in Afrika und nahmen am jährlich stattfindenden „Tag der Mormon Helping Hands in ganz Afrika“ teil.

Seit 2007 haben die Mitglieder der Kirche aus Pfählen und Distrikten überall auf dem Kontinent am Tag des Dienens Dienstprojekte unterstützt. Von Handwerksarbeiten bis hin zum Auffüllen von Straßenlöchern und zur Gebäudereinigung war alles dabei.

Elder Adesina J. Olukanni, ein Gebietssiebziger, der als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Gebiet Afrika West tätig ist und auch 2007 in dieser Funktion tätig war, als der Tag des Dienens eingeführt wurde, erklärte im vergangenen Jahr, dass diese Aktion eine einfache Möglichkeit darstelle, das Evangelium zu leben.

„An diesem Tag können wir unseren Glauben an das Evangelium Jesu Christi durch Dienst am Nächsten zum Ausdruck bringen“, sagte er. „Es ist die einfachste Möglichkeit, durch die wir dem Aufruf des Propheten folgen können, freundlich zu unserem Nächsten zu sein, auf dessen Bedürfnisse zu reagieren und zu geben anstatt zu nehmen. Es ist die einfachste Möglichkeit, das Evangelium zu verkünden, nämlich indem wir ein Vorbild sind.“

Elder C. Terry Warner, Missionar für Öffentlichkeitsarbeit, merkte an, dass die Mitglieder der Kirche in Afrika schnell an Glauben und Hingabe zunähmen.

„Die Gemeinden und Zweige unternahmen alles in ihrer Macht Stehende, um einen wichtigen Beitrag zu leisten“, schrieb Elder Warner in einer E-Mail. „Sie suchten sich Mitstreiter; sie entschieden sich für Projekte, die zwar schwierig waren, bei denen sie aber wirklich etwas bewegten. Es kamen unglaublich viele Leute, die unbedingt mithelfen wollten. Sie verhalfen damit der Kirche zu mehr Akzeptanz.“

Nachstehend finden Sie Berichte von einigen der vielen Dienstprojekte, die im Rahmen des diesjährigen gesamtafrikanischen Tages der Mormon Helping Hands stattfanden.

Benin

Am 18. August kamen die Mitglieder und Missionare in Cotonou in Benin zusammen und reinigten trotz strömenden Regens die verschmutzten Straßen, so gut sie konnten. Dutzende ehrenamtliche Helfer sammelten, in gelbe Westen der Mormon Helping Hands gekleidet, stundenlang Müll ein und säuberten öffentliche Bereiche.

Ghana

Die Zeitung Daily Guide in Ghana berichtete über ein Dienstprojekt des Pfahls Kumasi in Ghana, im Rahmen dessen unter anderem in mehreren Krankenhäusern saubergemacht wurde. 1226 Mitglieder aus mehr als einem Dutzend Gemeinden jäteten Unkraut und entfernten Spinnweben, reinigten Abflussrinnen und putzten die Gebäude des Krankenhauses Kumasi Mitte und der Kinderklinik.

Die Repräsentanten der beiden Krankenhäuser waren sehr dankbar für dieses Dienstprojekt, und der Zuständige für das Gelände des Krankenhauses Kumasi Süd fragte sogar an, ob das Projekt nicht regelmäßig stattfinden könne, da die Arbeit der Umgebung des Krankenhauses sehr verschönere.

Pfahlpräsident Richard Samche sprach davon, dass der Dienst am Nächsten auch ein Dienst an Gott sei.

In Benin-Stadt brachten die Pfähle Ikpokpan und Ugbowo mehrere Stunden damit zu, Löcher in vielen Straßen aufzufüllen. In Sunyani reinigten 91 Mitglieder des dortigen Distrikts Straßen und sammelten Müll ein, berichtete Alfred Kwasi Mintah, Erster Ratgeber in der Distriktspräsidentschaft.

In Accra beteiligten sich Mitglieder aus allen sechs Gemeinden des Pfahls Kaneshie ebenfalls am Tag des Dienens. Sie machten Parks sauber, verschönten einige Gegenden in der Stadt, jäteten Unkraut und reinigten Abflussrinnen. Aus dem Pfahl Adenta erledigten unterdessen 400 Mitglieder ähnliche Arbeiten am Lehrkrankenhaus der University of Ghana und bei der Polizeistation von Legon.

Comfort Owusu-Sekyere aus der Gemeinde Madina 1 sagte: „Das Dienstprojekt bringt alle zusammen und bietet die Gelegenheit, den Evangeliumsgrundsatz des Dienens in die Tat umzusetzen. Wenn man die Kinderstation saubermacht, kommt man mit anderen Menschen in Kontakt.“

M. O. Sackey, ein Mitglied vor Ort, berichtete: „Die Mitglieder der Kirche machten sich mit so viel Begeisterung an das Dienstprojekt und waren so gründlich, so dass die Verantwortlichen an dem Lehrkrankenhaus und auf dem Polizeirevier ihre größte Zufriedenheit ausdrückten und den Wunsch äußerten, die Kirche möge die beiden Institutionen beim nächsten Dienstprojekt wieder auswählen.“

Im South Municipal Hospital in Accra machten 280 Mitglieder des Pfahls Kasoa ebenfalls mehrere Stunden lang sauber.

An anderer Stelle versammelten sich am 18. August 450 Mitglieder aus den zehn Gemeinden des Pfahls Cape Coast in Ghana um 6:30 Uhr in der Frühe, um die darauffolgenden fünf Stunden bei verschiedenen Projekten mitzuarbeiten.

Diejenigen, die in den Krankenhäusern und in der Ambulanz arbeiteten, reinigten Böden, beschnitten Büsche und sammelten Müll ein. Andere befreiten Straßen und Straßenränder von Unkraut und sammelten ebenfalls Müll ein.

In Ho in Ghana führten mehr als 100 Mitglieder aus dem dortigen Zweig ein Dienstprojekt bei der Bezirksverwaltung durch. Dabei halfen auch sechs Leute mit, die nicht der Kirche angehören. Ehrenamtliche Helfer jäteten Unkraut, fegten, reinigten und verschönten das Gelände um das Gebäude herum.

Mitglieder des Zweiges erzählten davon, wie schön es war, dass so viele Mitglieder der Kirche mithalfen. Außerdem bedankten sich mehrere Passanten für die Arbeit und den beispielhaften Dienst am Nächsten.

In Kwesimintsim jäteten fast 600 Mitglieder des Pfahls Takoradi in Ghana Unkraut, wischten den Boden in Amtsgebäuden, Gefängniszellen und auf Krankenstationen. Außerdem putzten sie Fenster, machten Abflussrinnen frei und und leisteten in anderer Form Dienst am Nächsten.

Bezirks-Polizeichef Ayamga Yakubu Akolgo bedankte sich schriftlich: „Das Polizeigelände war sauberer, als es seit dem Bau des Gebäudes je gewesen ist. Die Sauberkeit war richtig beeindruckend. Sie sind dem gerecht geworden, was in der Bibel steht, nämlich dass Sauberkeit gleich nach Gottesfurcht kommt. Wir … möchten Ihnen noch einmal für Ihre große Unterstützung danken, die wir auf ewig zu schätzen wissen.“

Elfenbeinküste

Fast 150 Helfer aus dem Pfahl Cocody in der Elfenbeinküste reinigten ein örtliches Polizeirevier von innen und außen.

„Diese Aktion zeigt, dass sie gute Staatsbürger sind“, erklärte der Assistent des Polizeichefs. „Diese Aktion sollte allen Bürgern ein Beispiel sein. Ich bete zum Herrn, dass Ihre Kirche in diesem Land schnell wachsen möge.“

Die Mitglieder des Pfahls Abobo machten in zwei Krankenhäusern sauber. Bei einem Krankenhaus wurde Rasen gemäht und jeder Raum saubergemacht. Im anderen durften die Mitglieder drinnen nicht saubermachen, deswegen wurde hauptsächlich Müll eingesammelt und die Mülltonnen geleert.

In Yopougon in Abidjan reinigten die Mitglieder des Pfahls Toit Rouge drei Stunden lang Abflussrinnen und Straßen vor dem Ivorian National Institute for the Advancement of the Blind (Nationales Institut der Elfenbeinküste zur Blindenförderung).

Die Mitglieder des Pfahls Niangon beteiligten sich in diesem Land am 18. August ebenfalls an Dienstprojekten.

Nigeria

In Nigeria teilten sich die acht Zweige des Distrikts Umuahia auf und führten gleichzeitig mehrere Dienstprojekte durch. Sie arbeiteten auf Marktplätzen, in Gesundheitszentren und anderen öffentlichen Gebäuden, an Straßenrändern und an Abwasserkanälen der Stadt.

An einem Standort halfen mehr als 60 Mitglieder mit, einen verstopften Abwasserkanal freizumachen. Chinenye Nwaogu, Präsident des Distrikts Umuahia in Nigeria, berichtete: „Die Anwohner waren erstaunt darüber, dass jemand sich solch einer Aufgabe annimmt. Viele von ihnen lobten die Kirche für dieses großartige Projekt.“

Um die 600 Kilometer weiter nördlich trotzten etwa 120 Mitglieder aus den sieben Zweigen des Distrikts Ile-Ife in Nigeria und sämtliche Vollzeitmissionare, die derzeit in dem Distrikt tätig sind, einem morgendlichen Regenschauer und führten ein Dienstprojekt in Sabo im Südwesten Nigerias durch.

Mitglieder der Zweige Eleyele 1, Eleyele 2 und Iremo kamen zusammen, um Abflussrinnen zu säubern, verrottenden Abfall wegzuräumen und die Gegend zu desinfizieren. Führungsbeamte der Zweige regelten den Verkehr, da die Mitglieder häufig die Straßen überqueren mussten, um den Abfall zum Müllwagen zu bringen. Die Anwohner waren froh, dass sie bei der Gelegenheit den Müll, der sich bei ihnen im Laufe der Zeit in Haus und Garten angesammelt hatte, ebenfalls in diesem Müllauto entsorgen konnten.

„Viele Passanten sagten, dass sie es unglaublich fanden, dass diese Leute den fürchterlichen Gestank, der aus den Abflüssen kam, aushalten konnten, ohne dass sie dafür bezahlt wurden“, so Wahab A. Omiwole, Präsident des Distrikts Ile-Ife. Er fügte hinzu, dass viele Leute die Mitglieder der Kirche an den gelben Westen erkannten, die schon zu früheren Dienstprojekten getragen wurden. „Für sie waren die Aufräumarbeiten wirklich die Antwort auf ihre Gebete.“

Die Zweige Urban Day, Ilesa, Osogbo und Ipetumodu arbeiteten währenddessen an Projekten in ihrem jeweiligen Zweiggebiet. Dabei wurde eine Entbindungsklinik saubergemacht, Abflussrinnen von Unrat befreit und an einer Behindertenschule Hilfe geleistet.

In Delta in Nigeria jäteten 50 Mitglieder des Zweiges Ughelli Unkraut und machten im Umkreis des Ughelli Central Hospital, dem städtischen Krankenhaus, sauber.

Mitglieder des Pfahls Eket in Nigeria stellten am Tag des Dienens im August zehn verschiedene Dienstprojekte auf die Beine, darunter Landschaftsverschönerung, Straßen- und Reinigungsarbeiten.

Alexaxander Etuwewe aus dem Pfahl Eket in Nigeria berichtete: „Es war wirklich gut, mit den anderen Organisationen zusammenzuarbeiten. Wir freuten uns, dass unser Vater im Himmel uns die Kraft gab, alle diese Dienstprojekte in den verschiedenen Gegenden durchzuführen.“

Im Pfahl Port Harcourt West bemühten sich die Führungsbeamten der Kirche besonders darum, dass sich jede der sieben Gemeinden am Tag des Dienens beteiligte. Die Mitglieder fuhren bis zu 80 km und halfen in mehreren Krankenhäusern und Polizeirevieren.

Die Mitglieder des Distrikts Ibadan in Nigeria nahmen ebenfalls am Tag des Dienens teil und reinigten ein Krankenhaus und andere Einrichtungen.

In Akwa Ibom in Nigeria wurden 500 Mitglieder aus dem Distrikt Ibiono und 50 Leute, die nicht der Kirche angehören, auf Dienstprojekte aufgeteilt, die an sechs verschiedenen Orten stattfanden.

Distriktspräsident Godwin Udofia schrieb: „Dorfbewohner und Kommunalvertreter freuten sich und waren bereit, zusammenzuarbeiten. … Wir betrachten dies als Teil der Missionsarbeit. Der Dienst am Nächsten hat tatsächlich unsere Mitmenschen vereint.“

Der Pfahl Uyo in Nigeria wählte einen lokalen Radiosender als Standort für sein Dienstprojekt im Rahmen des gesamtafrikanischen Tags des Dienens 2012. Es wurde Rasen gemäht, Abflussrinnen wurden frei geräumt, Blumen beschnitten und im Gebäude des Radiosenders und auf dem umliegenden Gelände saubergemacht. Auch die Vollzeitmissionare halfen mit und konnten einigen Menschen mehr über die Kirche erzählen.

Der Leiter des Radiosenders bedankte sich im Radio noch am selben Tag, an dem das Dienstprojekt durchgeführt wurde, für die von der Kirche geleistete Arbeit. Mitglieder berichteten davon, dass das Dienstprojekt dazu beigetragen habe, unter der Bevölkerung einen positiven Eindruck von der Kirche zu hinterlassen.

Sierra Leone

In ganz Sierra Leone versammelten sich Tausende Mitglieder am 18. August, um Dienstprojekte durchzuführen. Beispielsweise organisierten Mitglieder aus der Sierra-Leone-Mission Freetown ein Projekt, bei dem 700 Mitglieder und 60 Leute, die nicht der Kirche angehören, mithalfen, die Gebäude der Sierra Leone Broadcasting Corporation (Staatliche Rundfunkanstalt Sierra Leones) und einige weitere wichtige Regierungsgebäude sauberzumachen.

In den Dörfern Grafton und Kossoh pflanzten 370 Helfer 2525 Bäume. Diese Bäume dienen dem Schutz der natürlichen Beschaffenheit der Landschaft.

Außerdem pflanzten fast 300 ehrenamtliche Helfer aus dem Distrikt Bo in Sierra Leone Blumen auf dem Gelände des Regierungsgebäudes der Provinz und dem des örtlichen Verwaltungsgerichts. Zur selben Zeit machten weitere 100 Helfer das Distriktsgefängnis von Kenema sauber.

Südafrika

In Sada in Südafrika, so berichtete Elder Mxolisi Ndlovu aus der Südafrika-Mission Kapstadt, machten sich 45 Mitglieder der Gemeinde Sada auf den Weg zu einem örtlichen Altenheim. Vier Stunden lang schrubbten Mitglieder der Frauenhilfsvereinigung die Böden, stellten die Möbel um und putzten die Fenster. Die Männer arbeiteten unterdessen draußen; sie reparierten das Mauerwerk und zäunten den Garten ein.

Einige der Helfer waren keine Mitglieder der Kirche. Sie wurden von ihren Freunden in der Kirche eingeladen. „Trotz ihrer bescheidenen Umstände helfen diese Mitglieder einander voller Nächstenliebe und sind ein Vorbild in ihrer Nachbarschaft“, schrieb Elder Ndlovu.

Als das Projekt sich dem Ende neigte, forderte Bischof Antony Bovana die Mitglieder dazu auf, auch weiterhin im Gemeinwesen mitzuhelfen und in ihrer Umgebung ein leuchtendes Vorbild zu sein.