Nachrichten der Kirche

Tage der offenen Tür des Tegucigalpa-Tempels: Besucher verspüren inneren Frieden

  Don Searle, zuständig für Internetseiten des Gebiets Mittelamerika

  • 27. Februar 2013

Äste umrahmen die Worte „Heilig dem Herrn“, die auf Spanisch an der Vorderseite des Tegucigalpa-Tempels in Honduras stehen, der am 17. März geweiht wird.

TEGUCIGALPA, HONDURAS

„Ich warte seit 58 Jahren auf diesen Tempel“, meint José Ruiz, der vor einem Fenster steht, durch das man den neuen Tegucigalpa-Tempel in Honduras sehen kann. Bruder Ruiz, ein Mitglied der Gemeinde Girasoles im Pfahl Tegucigalpa in Honduras, wurde im November 1954 getauft. Er schloss sich als neuntes Mitglied in seinem Land der Kirche an.

Er nannte den Tempel ein „wunderbares“ Geschenk für die Mitglieder in Honduras. Auch das Wachstum, das er seit fast 60 Jahren in der Kirche miterlebt hat, sei ein Wunder, das durch den Glauben und die Beharrlichkeit der Missionare und Mitglieder zuwege gebracht werden konnte.

Bei den Tagen der offenen Tür, die am 9. Februar begannen und bis zum 2. März andauerten, schauten sich während der ersten zwei Wochen über 100.000 Besucher den Tempel an. Er wird am 17. März geweiht.

Nahezu alle Mitglieder und andere Besucher sprachen über den Frieden, den sie im Tempel verspürten. Einige Missionare erzählten, dass kleine Kinder diesen Frieden am meisten zu verspüren schienen. „Ein kleines Mädchen sagte, sie hätte das Gefühl, dass sie im Tempel mit Gott sprechen könne“, sagte Schwester Katy Bundie von der Honduras-Mission Tegucigalpa. Sie erzählte von einer Untersucherin, die von ihr und ihrer Mitarbeiterin belehrt worden war, die sagte, als sie aus dem Tempel herauskam, dass sie sich taufen lassen wolle. In den ersten zwei Wochen der Tage der offenen Tür erhielten die Missionare über 5000 Empfehlungen.

Der Tegucigalpa-Tempel ist der sechste Tempel in Mittelamerika.

Die Mitglieder der Kirche außerhalb von Tegucigalpa freuen sich aber auch aus praktischen Gründen sehr über den Tempel. Da es acht Stunden dauerte, mit dem Bus zum Tempel in Guatemala-Stadt zu fahren, mussten für Tempelfahrten drei Tage eingeplant werden. Jetzt ist die Fahrtzeit nur noch halb so lang, sodass eintägige Gemeinde- oder Pfahl-Tempelfahrten geplant werden können. Aufgrund von Zeitersparnissen und dem Wegfall von Bustickets konnte der finanzielle Aufwand um 90 Prozent reduziert werden.

Die Mitglieder freuen sich über den Tempel jedoch mehr wegen der geistigen Segnungen, die von ihm ausgehen.

Juan und Yesenia Barahona aus Tegucigalpa, die erst seit acht Monaten verheiratet sind, sehen den Tempel als großen Segen an, weil sie in der Lage sein werden, öfter zum Haus des Herrn zu gehen.

Yolanda Amado, die 1969 getauft wurde, diente als Vollzeitmissionarin in der Guatemala-El-Salvador-Mission. Sie blickt auf die Menschenmenge, die durch den neuen Tempel strömt und spricht über die Freude, die sie verspürt, ein Haus des Herrn in ihrem Heimatland zu sehen. „Es ist wunderbar, dass der Himmel offen steht, um den Heiligen und den Jugendlichen zu helfen“, sagte sie.

„So wie in Honduras jeden Tag der Tau vom Himmel fällt, so wird das Land jeden Tag mit Segnungen überschüttet.“