Quilt-Ausstellung: Was alle Menschen verbindet

  Hikari Loftus, Zeitschriften der Kirche

  • 11. März 2011 bis 15. Januar 2012

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Bei der Ausstellung geht es nicht so sehr darum, Decken zu präsentieren, sondern es wird dargestellt, worin eine Beziehung besteht.
  • Über interaktive Schaukästen können Besucher einen eigenen magnetischen Quilt zusammensetzen, etwas sticken und Geschichten über Quilts aufzeichnen oder ansehen.

„Es geht um unsere Beziehung zum Herrn und wie sich diese auf alle anderen Beziehungen auswirkt. All diese Beziehungen, auch wie ich mich selbst sehe, sind ein Teil von mir – und ich bin Teil einer Familie, Teil meines Umfelds, Teil der Welt. Indem wir von unserer Geschichte berichten, können wir einander stärken und helfen, ein besserer Mensch zu sein.“ – Jennifer Hadley, Fachkraft für Bestandspflege in der Genealogieabteilung

Bei der neuen interaktiven Ausstellung mit dem Titel „Ein Teil von mir: Quilts als Ausdruck menschlicher Beziehungen“, die derzeit im Historischen Museum der Kirche in Salt Lake City zu bestaunen ist, werden Männer, Frauen und Kinder aufgefordert, über das nachzudenken, was alle Menschen verbindet. 

Die Ausstellung, die noch bis zum 15. Januar 2012 zu sehen sein wird, ist nicht aufgebaut wie reguläre Ausstellungen von Quilts. Der Eintritt ist kostenlos. 

„Üblicherweise ist eine Quilt-Ausstellung so aufgebaut wie ganz normale Kunstausstellungen: Es werden schöne, handtechnisch hervorragende Decken gezeigt; darunter sind Titel und Künstler vermerkt“, erklärt Jennifer Hadley, eine Fachkraft für Bestandspflege bei der Genealogieabteilung. „Wir legen jedoch den Schwerpunkt auf die Geschichte, die hinter den Quilts steht, und was wir aus ihr erfahren können.“

Die Ausstellung besteht aus vier Schaukästen, über die jeder Besucher mehr über sich selbst erfahren soll und was alle Familien, die Gesellschaft und letztlich die Welt verbindet. Historische Quilts aus den Beständen der Kirche sowie Leihgaben von diversen Künstlern werden mit dazugehörigen Kunstgegenständen ausgestellt. 

„Es geht um unsere Beziehung zum Herrn und wie sich diese auf alle anderen Beziehungen auswirkt“, sagt Schwester Hadley. „All diese Beziehungen, auch wie ich mich selbst sehe, sind ein Teil von mir – und ich bin Teil einer Familie, Teil meines Umfelds, Teil der Welt. Indem wir von unserer Geschichte berichten, können wir einander stärken und helfen, ein besserer Mensch zu sein.“

Ein Quilt mit dem Titel „An jedes würdige männliche Mitglied“ wurde aus afrikanischen Stoffen hergestellt. Darauf sind die Hände vieler Männer aus aller Welt dargestellt. Durch den Quilt solle ausgedrückt werden, dass jeder würdige Mann das Priestertum tragen könne und die Bruderschaft in aller Welt zu finden sei, erklärt Schwester Hadley. 

Neben dem Quilt steht ein Radio, das Joseph William Billy Johnson gehörte, einem Geistlichen in Afrika, der sich der Kirche anschloss. Bruder Johnson habe seiner Gemeinde das Evangelium gepredigt und die meisten von ihnen haben sich der Kirche ebenfalls angeschlossen, berichtet Schwester Hadley. Sie warteten 14 Jahre lang darauf, dass ein Priestertumsträger zu ihnen kommen und sie taufen konnte. Über das Radio, das ausgestellt wird, hörte Bruder Johnson einst, als bekanntgegeben wurde, dass alle würdigen Männer das Priestertum tragen dürfen.

Es gibt auch viele interaktive Schaukästen, über die die Besucher sticken und einen magnetischen Quilt zusammensetzen können; sowie Videokabinen, in denen eigene Geschichten über Quilts angesehen oder über eine Webcam aufgezeichnet werden können. 

Schwester Hadley vergleicht das Leben mit einer außergewöhnlichen Steppdecke, die aus Samt, Seide, Brokat und anderen dekorativen Stoffen in asymmetrischer Anordnung und ungleichmäßigen Formen zusammengesetzt wird – anders als ein traditioneller Quilt aus Baumwolle, bei dem Drei- oder Vierecke zusammengenäht werden und ein Muster ergeben. 

„Das Leben setzt sich aus wahllosen, vielseitigen Bestandteilen zusammen, die zu einem schönen Gesamtbild zusammengesetzt werden“, meint Schwester Hadley. „Jeder Bereich, jede Beziehung im Leben ergänzen das Gesamtbild. Jedes ist ein Bestandteil meines Lebens.“

Das Historische Museum der Kirche befindet sich an der 45 North West Temple Street in Salt Lake City. Es ist montags bis freitags von 9:00 bis 21:00 Uhr geöffnet und am Wochenende von 10:00 bis 19:00 Uhr.

Gruppen von zehn oder mehr Teilnehmern müssen angemeldet werden. Bei angemeldeten Gruppen sind auch Führungen möglich. 

Das Museum fordert alle Künstler dazu auf, über die Geschichte zu ihrem Quilt zu berichten. Melden Sie sich dazu unter www.piecesofmeexhibit.org an und reichen Sie die Geschichte und ein Foto Ihrer Familie ein.