Führungskräfte der jungen Alleinstehenden sehen Vorteile in der Umstrukturierung von JAE-Gemeinden

Hinzugefügt von Heather Wrigley, Nachrichten und Veranstaltungen der Kirche

  • 20 April 2011

Die Umstrukturierung von JAE-Gemeinden und -Pfählen in Utah wird etwa 40.000 junge Alleinstehende betreffen.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Die JAE-Gemeinden werden geographisch in JAE-Pfähle umstrukturiert; Studentengemeinden werden aufgelöst.
  • Jede JAE-Gemeinde kann von allen jungen Alleinstehenden im Alter von 18 bis 30 Jahren besucht werden, die im Gemeindegebiet wohnen.
  • Die jungen Alleinstehenden können sich aussuchen, ob sie die JAE-Gemeinde oder die reguläre Gemeinde in ihrem Gebiet besuchen möchten.

„Wir hoffen, dass die Umstrukturierung den jungen Alleinstehenden mehr Gelegenheiten gibt, in Führungspositionen zu dienen, zu unterrichten und zu führen. … Wir hoffe, dass sie dadurch mehr Leute kennenlernen und sinnvoll dienen können – und wir möchten, dass sich ihnen diese Gelegenheiten dort eröffnen, wo sie wohnen.“ – Elder Steven E. Snow von der Präsidentschaft der Siebziger

Um das Kirchenleben der jungen Alleinstehenden im Alter von 18 bis 30 Jahren angenehmer zu gestalten, strukturiert die Kirche die JAE-Gemeinden und -Pfähle in Utah um und ändert die Grenzen.

Die JAE-Gemeinden werden geographisch in JAE-Pfähle umstrukturiert und in neu gegründete JAE-Pfähle integriert. Studentengemeinden werden aufgelöst.

Jede JAE-Gemeinde kann von allen jungen Alleinstehenden im Alter von 18 bis 30 Jahren besucht werden, die im Gemeindegebiet wohnen. Die jungen Alleinstehenden können sich aussuchen, ob sie die JAE-Gemeinde oder die reguläre Gemeinde in ihrem Gebiet besuchen möchten.

Es gibt zwar JAE-Gemeinden überall in den Vereinigten Staaten, die Änderungen betreffen jedoch vor allem Utah und Idaho. Für die Mitglieder entlang des Wasatch-Gebirges kommt hinzu, dass alle JAE-Gemeinden von nun an zu einem JAE-Pfahl gehören.

Die Führer der Kirche hoffen, dass so unter den jungen Alleinstehenden weniger Verwirrung herrscht, welche Gemeinde man besuchen soll. Etwa 40.000 junge Alleinstehende sind von der Änderung betroffen.

„In dieser Altersgruppe tendiert man dazu, sich nicht auf eine Gemeinde festzulegen und verschiedene zu besuchen“, meint Elder Steven E. Snow von der Präsidentschaft der Siebziger. „Wir hoffen, dass die Umstrukturierung den jungen Alleinstehenden mehr Gelegenheiten gibt, in Führungspositionen zu dienen, zu unterrichten und zu führen. … Wir hoffe, dass sie dadurch mehr Leute kennenlernen und sinnvoll dienen können – und wir möchten, dass sich ihnen diese Gelegenheiten dort eröffnen, wo sie wohnen.“

Der Unterschied ist bereits zu spüren

Die jungen Alleinstehenden und deren Führungskräfte, in deren Gebiet die Änderungen schon vorgenommen wurden, merken den Unterschied bereits.

Wess R. Greene, Präsident des Pfahles JAE 4 in Logan in Utah, sagt, die Änderung habe einen Zusammenhalt geschaffen. „Früher war die Einstellung deutlich spürbar, dass ein junger Alleinstehender, der nicht studiert, auch keine JAE-Gemeinde, in der vorwiegend Studenten sind, besuchen solle“, berichtet er. „Seit der Umstrukturierung stehen die JAE-Gemeinden nun jedem offen, der sie gern besuchen möchte.“

Sam Powell (23) aus der Gemeinde JAE 37 in Logan, meint, die Umstrukturierung habe die Mitglieder nicht nur auf geographischer Ebene zusammengebracht, sondern auch in ihrer Beziehung zueinander.

„Wir folgen dem Grundsatz des Herrn, einen Bericht zu führen und zu einer Herde zu gehören“, sagt er. „Die Mitglieder der Gemeinde wohnen nun dichter beieinander, und wir fühlen uns mehr wie eine reguläre Gemeinde, in der man mit den Nachbarn befreundet ist.“

„Meiner Meinung nach ist das eine der besten Änderungen, die die Kirche je vorgenommen hat“, sagt Ronald S. Godfrey, Präsident des Pfahles JAE 2 in Logan. „Die jungen Leute sind zielbewusster geworden.“

Immer neue Möglichkeiten

Diverse Gemeinden und Pfähle in Ogden nahmen im vergangenen April die Änderungen vor; JAE-Pfähle in Logan, Cedar City, St. George und Ephraim zogen nach. Die Gemeinden und Pfähle in den Kreisen Salt Lake City, Davis und Utah werden bis Juni 2011 umstrukturiert.

Die Führer der Kirche konzentrieren sich vor allem darauf, dass die jungen Alleinstehenden Führungsqualitäten und soziale Kompetenzen verbessern, ihr Glaube gestärkt wird, und weniger Aktive zur Kirche zurückkommen.

Ein besserer geselliger Rahmen

Die Kirche hält dazu an, dass die jungen Mitglieder geselligen Umgang pflegen und Zeit miteinander verbringen. Die Umstrukturierung bietet einen bessere geselligen Rahmen, damit die jungen Alleinstehenden Zeit miteinander verbringen und einander sinnvoll dienen können.

Präsident Greene ist Vorsitzender für JAE-Aktivitäten in seinem Gebiet. Sein Komitee plant gemeinsame Aktivitäten für JAE-Pfähle und -Gemeinden, sodass die jungen Alleinstehenden Gelegenheiten haben, viele verschiedene Leute kennenzulernen.

„Die Mitglieder lernen einander kennen und verbringen gemeinsam Zeit in einer heiligen, ungefährlichen Atmosphäre“, erklärt er. „Die jungen Alleinstehenden können gestärkt werden und Freundschaften schließen.“

Mehr Berufungen

Ein weiterer Vorteil der Umstrukturierung ist, dass die jungen Alleinstehenden vermehrt eine Berufung erfüllen.

In Präsident Godfreys Pfahl besuchen mehr Mitglieder die eigene Gemeinde und können daher verschieden Berufungen erfüllen, auch Führungsaufgaben übernehmen.

Präsident Greene vergleicht die neuen JAE-Gemeinden mit den Missionarsschulen – nur dass es sich hier um eine Art Schule für Führungskräfte handele.

„Die Kirche wird sich weiterhin ausbreiten und diese Generation wird einst die Führungskräfte der Kirche ersetzen“, sagt er. „In diesen Gemeinden erfahren die künftigen Führer mehr über die Vollmacht und die Schlüssel des Priestertums. Die jungen alleinstehenden Männer und Frauen erfahren, wie man anderen die Hand reicht, ihnen hilft und Verständnis aufbringt.“

Elder Thomas M. Cherrington, ein Gebietssiebziger im Gebiet Utah Nord, der sich an der Umsetzung des neuen Programms im Cache Valley beteiligte, erklärt, dass es in den JAE-Gemeinden mehr Möglichkeiten für junge Alleinstehende gebe, ein Führungsamt zu übernehmen.

„In einer regulären Gemeinde kommt es nur selten vor, dass ein junger Alleinstehender Ältestenkollegiumspräsident oder FHV-Leiterin wird“, sagt er. „In der JAE-Gemeinde hingegen erfüllen die jungen Alleinstehenden nahezu jede Berufung – außer der des Bischofs.“

Die Reaktivierung zahlt sich aus

Die Bemühungen, junge Alleinstehende zu reaktivieren, zahlen sich nicht nur in der Anwesenheit in der Gemeinde aus.

„Junge Leute, die seit geraumer Zeit nichts mehr mit der Kirche zu tun hatten, sind zurückgekehrt“, berichtet Elder Snow. „Wir bemühen uns, alle Schafe in die Herde zu bringen. Jeder soll sich wohlfühlen.“

„Einige waren sich nicht so sicher, ob sie in eine Studentengemeinde gehen sollen“, erzählt die 22-jährige Elissa Mellor, FHV-Leiterin in der Gemeinde 37 in Logan. „Es ist gut, dass man nun die Bezeichnung ,JAE-Gemeinde‘ verwendet. Jeder ist herzlich willkommen.“

Allein Pfahl JAE 2 in Logan wurden etwa 200 junge Alleinstehende seit der Umstrukturierung am 1. September 2010 reaktiviert.

„Jetzt gibt es keine Unterschiede mehr“, meint Präsident Godfrey. „Es geht nur darum, ein junger Alleinstehender zu sein. Es spielt keine Rolle, ob man studiert oder nicht. Jeder verspürt Frieden und weiß, wo er hingehört.“

Laut Präsident Greene sind es die jungen Alleinstehenden selbst, die diese Änderung bewirken.

In seiner Berufung als Ältestenkollegiumspräsident der Gemeinde JAE 37 hat Sam Powell erlebt, wie sich die Umstrukturierung auf die Reaktivierung ausgewirkt hat. „Es ist ein Wunder, wie alle jungen Alleinstehenden jeden mit offenen Armen empfangen – ob er nun studiert oder nicht, teilweise aktiv ist oder gar nicht aktiv. „Es gibt keinen Unterschied zwischen einem 19-jährigen im ersten Uni-Semester und einem 29-jährigen, der eine Vollzeitstelle hat.“

Wenn mehr und mehr junge Alleinstehende wieder aktiv werden, werde die Kirche auch neue Gemeinde bilden, so Elder Cherrington.

Den Glauben stärken

Ein weiterer Grund für die Umstrukturierung besteht darin, dass die Führungskräfte – Pfahlpräsident, Bischof, Ältestenkollegiumspräsident und FHV-Leiterin – eine bessere Beziehung zu den Mitgliedern aufbauen sollen, für die sie zuständig sind.

Bislang gab es für die jungen Alleinstehenden so viele Möglichkeiten und viele besuchten ständig eine andere Gemeinde, weshalb es schwierig war, die Heimlehrarbeit gut zu organisieren und festzustellen, wie aktiv die einzelnen jungen Alleinstehenden sind. Da die Gemeinden nun auf geographischer Ebene neu umstrukturiert wurden, wissen die Priestertumsführer genau, welche Mitglieder in ihrem Gemeindegebiet wohnen und können sich besser um diese kümmern. Umgekehrt wissen auch die Mitglieder, wer ihr Bischof ist und können sich an ihn wenden, wenn sie Rat und Hilfe brauchen.

„Es hat das Verhältnis der Mitglieder gefestigt und auf etwas ausgerichtet“, sagt Präsident Greene. „Präsident Monson hat gesagt, dass wir den Einzelnen retten sollen – das geht nun viel besser.“

Zu Christus kommen

Die Umstrukturierung der JAE-Gemeinden und -Pfähle ist auch einigen sehr schwer gefallen, die sich in ihrer Gemeinde wohlgefühlt haben und nun einer anderen angehören.

„Es ist aber nichts, was die Führer der Kirche einfach so entschieden haben“, sagt Schwester Mellor. „Der Herr hat es gesagt, und wir müssen Glauben an ihn haben und ihm vertrauen, damit wir dazulernen, Fortschritt machen und aufgrund dieser Änderung mehr wie Christus werden können.“

Bruder Powell berichtet, dass die Gemeinde JAE 37 wie auch andere Gemeinden einige Mitglieder verloren hat, die man sehr gern hatte.

„Uns muss jedoch bewusst sein, dass wir gesegnet werden, wenn wir uns an das halten, was die Führer der Kirche sagen“, sagt er. „Ich weiß es. Wir haben hier im Cache Valley erlebt, wie man durch Gehorsam gesegnet wird.“

Das oberste Ziel ist natürlich, alle Menschen zu Christus zu bringen. Bei der Struktur, wie sie früher war, fühlten sich manche regelrecht verloren und nicht dazugehörig.

„Letztlich bemühen wir uns im Hintergrund, jedem die Botschaft der Auferstehung und die Liebe des Heilands zukommen zu lassen“, sagt Präsident Godfrey, „ob sie nun vom Weg abgekommen sind oder nach den Grundsätzen des Evangeliums leben. Ich habe den Eindruck, dass sich diese Änderung für uns alle als Segen erwiesen hat.“