Tempelarbeit einmal anders

Von Oliver Berndt, Zweiter Ratgeber Pfahlpräsidentschaft Berlin

  • 12. November 2013

Fröhliche Gesichter nach getaner Arbeit im Tempel und in der Herberg - (Foto von Oliver Berndt)

Berlin/Freiberg (MD): Der Freiberg-Tempel war am 21. September 2013 für heilige Handlungen geschlossen, aber trotzdem machten sich über 40 Junge Damen und Junge Männer auf den Weg zum Haus des Herrn. Der Grund war außergewöhnlich.

Alle opferten ihren Schlaf und fuhren schon um 7 Uhr früh vom Berliner Pfahlhaus mit guter Laune  gen Süden. Nach dreistündiger Busfahrt waren die arbeitswilligen Jugendlichen am Tempel angekommen. Unmittelbar nach der Ankunft wurden Gruppen gebildet, die zum Reinigen der Tempelherberge und einzelner Räume im Tempel eingeteilt wurden.

Alle putzten, polierten, ackerten und schwitzten, damit der Tempel und die Herberge für alle Besucher ein besonders schöner Ort sein kann. „Es war zwar ganz schön anstrengend“, äußerten sich Kimberly (13) und Theresia (15), „aber wir hatten trotzdem sehr viel Spaß und Freude, weil wir wussten, dass wir den Tempelarbeitern damit helfen.“

Mit Elan wurden Betten bezogen, Schränke ausgewischt, Pflanzen entstaubt, Ochsen poliert, Fenster geputzt, Fugen gebürstet, Geschirr gezählt, Böden gefegt und vieles mehr. Hannah (17) berichtete: „Auch wenn es eine Arbeit war, die man nicht häufig macht, wusste ich, dass es für den Herrn ist.“

Die Motivation und der Arbeitseinsatz waren bei den Jugendlichen außergewöhnlich hoch. Es gab kein Zaudern und Murren, jede Aufgabe wurde angenommen und ordentlich erledigt.

„Zum Anfang klang das nach einem Haufen Arbeit“, erzählte Jakob (16), „jedoch konnte ich feststellen, da wir so zahlreich waren, haben wir die Aufgaben gemeinsam gut bewältigen können. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht und ich hoffe, dass so ein besonderer Supersamstag irgendwann noch einmal stattfindet.“

Nach der Arbeit kommt der Lohn, dachten sich die Jugendleiter und hatten Fleisch und Würstchen gegrillt und im Schwimmbad konnte die restliche Energie verbraucht oder Entspannung gesucht werden.

Dominic (18) formulierte, was wohl alle erlebten: „Die Fahrt nach Freiberg, um dort im Tempel und der Herberge zu putzen, war in jeglicher Hinsicht ein aufbauendes Erlebnis. Durch diese Gelegenheit konnte man sich wieder einmal bewusst werden, wie viel Freude der Dienst am Nächsten selber bringen kann. Hierdurch ist uns vor allem bewusst geworden, wie dankbar wir uns schätzen können, dass Geschwister jede Woche so viel Zeit aufwenden, damit man sich in unserem Tempel und einer sauberen Herberge wohl fühlen kann.“