Tempel bieten jetzt Zeiten an, in denen Familien Vorrang haben

– Marianne Holman Prescott, Nachrichten der Kirche

  • 3 März 2015

In Tempeln in aller Welt werden jetzt Zeiten festgelegt, in denen Familien Vorrang haben. Dies soll die Familien motivieren, den Tempel gemeinsam zu besuchen.

Das Wichtigste aus dem Artikel

  • Schon bald kann jede Familie bei dem für sie zuständigen Tempel Termine für Tauf- oder Siegelungssessionen vereinbaren.

„Wir möchten nach wie vor, dass die Jugendlichen – vor allem mit eigenen Namen – als Jugendgruppe kommen, aber sie sollen auch gemeinsam mit ihrer Familie kommen. So kann ihr Tempelbesuch zu einem noch schöneren Erlebnis werden.“ – Elder Kent F. Richards, Direktor der Hauptabteilung Tempel

In Tempeln in aller Welt werden in Kürze Zeiten festgelegt, in denen Familien Vorrang haben. Dies soll die Familien motivieren und es ihnen erleichtern, den Tempel gemeinsam zu besuchen.

Zwar ist ein voller Taufraum ein herrlicher Anblick – vor allem, wenn man bedenkt, wie viele heilige Handlungen dort stellvertretend verrichtet werden –, doch der Andrang kann es Familien erschweren, gemeinsam die heiligen Handlungen für ihre Vorfahren zu erledigen.

„Es kommen so viele Jugendliche in den Tempel – und das ist wirklich prima –, aber dadurch haben Familien es schwer, ohne eine lange Wartezeit an die Reihe zu kommen“, so Elder Kent F. Richards, geschäftsführender Direktor der Hauptabteilung Tempel.

Stellvertretende Taufen werden normalerweise in der Reihenfolge des Erscheinens durchgeführt, ohne dass eine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Familien sind zwar jederzeit willkommen, aber mit den neu vorgesehenen Zeiten, in denen sie Vorrang haben, können sie jetzt im Voraus einen Termin vereinbaren – nämlich, wie angedeutet, innerhalb des eigens dafür vorgesehenen Zeitraums. Diesen legt jeder Tempel selbst fest.

„Wir legen den Familien ans Herz, beim Tempel anzurufen und einen Termin zu vereinbaren. Dann können sie nach ihrer Ankunft gleich in den Taufraum gehen“, erklärte Elder Richards. „Auf diese Weise können sie die Tempelarbeit ohne lange Wartezeit zur vereinbarten Zeit verrichten.“

Dies werde es den Familien erleichtern, gemeinsam Taufen im Tempel zu erledigen, so Elder Richards. „Wir möchten nach wie vor, dass die Jugendlichen – vor allem mit eigenen Namen – als Jugendgruppe kommen, aber sie sollen auch gemeinsam mit ihrer Familie kommen. So kann ihr Tempelbesuch zu einem noch schöneren Erlebnis werden.“

Elder Richards machte diese Ankündigung am 14. Februar. Die entsprechende Anweisung ist bereits an alle Tempelpräsidenten ergangen. Diese legen derzeit die für Familien vorrangigen Zeiten für ihren Tempel fest.

„Als Tempelbesucher schaut man lediglich auf LDS.org nach, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten Familien im jeweiligen Tempel Vorrang haben. Dann ruft man an und vereinbart einen Termin“, so Elder Richards.

Einige Tempel haben bereits damit begonnen, Termine für Familien zu vergeben; andere werden die Änderung in den nächsten Monaten umsetzen. Die Tempelbesucher können auf der Website ihres Tempels nachsehen, welche Änderungen in ihrem Distrikt vorgenommen werden. Nach wie vor vergeben die Tempel Termine für Jugendgruppen von Gemeinden und Pfählen.

Zwar müssen Familien keine Namen von Angehörigen mitbringen, um gemeinsam an heiligen Handlungen teilnehmen zu dürfen, doch haben die Führer der Kirche die Familien dazu aufgefordert, eigene Vorfahren ausfindig zu machen, die die heiligen Handlungen brauchen. Dadurch werden Familien nicht nur auf ewig miteinander verbunden, sondern die Familien, die die heiligen Handlungen verrichten, werden auch gestärkt.

„Wenn der Vater mit seinen Kindern im Taufbecken steht und auch die Mutter für eigene Vorfahren getauft wird, dann ist das ein krönendes Erlebnis für die Familie“, erklärte Elder Richards.

„Wir haben unsere Enkel schon zu Taufen mitgenommen und wir nehmen mit unseren verheirateten Kindern regelmäßig an Siegelungssessionen für Namen von Angehörigen teil. Das als Familie zu erleben ist herrlich. Wir genießen es sehr, gemeinsam an einem heiligen Ort zu sein und den Geist der Liebe zu verspüren. Wir fühlen uns viel inniger mit unserer Familie verbunden als je zuvor.“

Rufen Sie in den kommenden Monaten lds.org/temples auf, um zu erfahren, zu welchen Zeiten Familien in Ihrem Tempel Vorrang haben!