Wie Jung und Alt zusammenfinden

Von Désirée R. , 16 Jahre, Dresden

  • 09. Januar 2013

Sorgfältig wird die selbst gekochte Speise auf den 50 Tellern von Marion Zocher, Ratgeberin der JD-Leitung, Lucienne, Bischof Bartsch als Chefkoch, Oliver, Désirée und Denise (v.l.) komponiert.
- (Foto von Jeanette Bartsch, Dresden)

„Bei diesem Beisammensein habe ich das Gefühl, dass uns eigentlich nur die Zahl der Jahre trennt.“, sagte Désirée zu ihrer Oma.
 

Dresden (EB): Um den älteren Geschwistern der Gemeinde Dresden zu zeigen, dass sie geliebt und geschätzt werden, haben die Jungen Damen und die Jungen Männer die über 65-Jährigen am 17.11.2012 zu einem „Nachmittag für Junggebliebene“ eingeladen.

Pünktlich um 15.00 Uhr saßen die Gäste erwartungsvoll an der gedeckten Tafel. Natürlich waren die Jugendlichen sehr aufgeregt, ob alles so klappen würde, wie es geplant und geprobt war.

Das Programm wurde durch die Erinnerung an Personen aus den heiligen Schriften eingeleitet, die noch im hohen Alter Großes vollbracht haben. Auch die meisten Senioren, die gekommen waren, sind noch aktiv und bringen sich ins Gemeindeleben ein.

Denise, Oliver und Christian trugen dann ihre schönsten Stücke auf dem Flügel vor.

Das Publikum war fantastisch. Es applaudierte bei jedem Beitrag voller Begeisterung.

In froher Erwartung sitzen die über 65jährigen “Junggebliebenen” an der festlich gedeckten Tafel. - (Foto von Jeanette Bartsch, Dresden)

In einer kleinen Playbackshow ließen einige Jugendliche Schlager aus vergangener Zeit mit ihren Interpreten aufleben – „Ramona“ mit Jan & Kjeld, „Weiße Rosen aus Athen“ mit Nana Mouskouri, „Martin“ mit Mireille Mathieu. Eine Modenschau präsentierte dann mit französischem Charme, was die Dame der 60er und 70er Jahre trug. Das Publikum hat sich köstlich amüsiert. Eine musikalische Handpuppendarstellung schloss das heitere Programm ab.

Alles klappte wie am Schnürchen, auch das Servieren des Drei-Gänge-Menüs, das gemeinsam mit den Jugendführern zubereitet worden war.

Judith, Stefanie, Christian, Fridolin und Lukas (v.l.) servieren die Speisen. - (Foto von Jeanette Bartsch, Dresden)

„Ich fand das richtig toll, als wir zusammen mit den Omas und Opas gegessen haben und dabei viel Lob für unsere Darbietung erhielten.“, sagte Lucienne hinterher.

Da die geladenen Gäste alle ein Foto aus ihrer Kinder- oder Jugendzeit abgegeben hatten, folgte ein Ratespiel für Jung und Alt. „Wer ist wer?“ Ohne die Hilfe der Älteren hätten die Jungen nur wenige Gesichter wiedererkannt. Es war sehr lustig.

„Bei diesem Beisammensein habe ich das Gefühl, dass uns eigentlich nur die Zahl der Jahre trennt.“, sagte Désirée zu ihrer Oma. „Beim Vater im Himmel spielt das Alter so wie so keine Rolle.“ antwortete sie.