Rat an Junge Damen: Steht an heiligen Stätten

  Marianne Holman, Mitarbeiterin der Church News

  • 3. April 2013

JD-Chor bei der Allgemeinen JD-Versammlung.  Foto von Laura Seitz, Deseret News.

„[Gott] hat euch nicht auf diese Reise geschickt, damit ihr planlos allein umherstreift. Er möchte, dass ihr zu ihm nach Hause kommt.“ – Präsident Dieter F. Uchtdorf von der Ersten Präsidentschaft

In Frühlingsfarben gekleidete Mädchen saßen im Konferenzzentrum in Salt Lake City im Chor, während Führer der Kirche bei der jährlichen Allgemeinen JD-Versammlung am 30. März im vollen Auditorium zu den Anwesenden – sowie über Satellit zu Mitgliedern der Kirche auf der ganzen Welt – sprachen.

Die gesamte Erste Präsidentschaft – Präsident Thomas S. Monson, Präsident Henry B. Eyring und Präsident Dieter F. Uchtdorf – waren mit dabei. Präsident Uchtdorf und die Präsidentschaft der Jungen Damen hielten Ansprachen.

Präsident Dieter F. Uchtdorf

Bei seiner Ansprache sagte Präsident Uchtdorf, dass die Mädchen ihren Weg auf ihrer Reise zurück nach Hause finden und für andere inspirierend sein werden, indem sie der Landkarte des liebenden himmlischen Vaters folgen.

Präsident Uchtdorf sprach darüber, dass alle Menschen sich in den vorirdischen Sphären für diese irdische „Reise“ entschieden und dass dieses Erdenleben eine wunderbare Reise zurück zu ihrer himmlischen Heimat darstelle.

„Nachdem ihr nun hier auf der Erde seid, wäre es wohl klug, wenn ihr euch fragen würdet, wie ihr auf der Reise vorankommt“, sagte er. „Seid ihr auf dem richtigen Kurs? Werdet ihr der Mensch, der ihr werden solltet und der ihr werden wolltet? Trefft ihr Entscheidungen, die euch helfen, zu eurem Vater im Himmel zurückzukehren?

Er hat euch nicht auf diese Reise geschickt, damit ihr planlos allein umherstreift. Er möchte, dass ihr zu ihm nach Hause kommt. Er hat euch liebevolle Eltern und treue Führer der Kirche mitgegeben und dazu eine Landkarte, auf der das Gelände beschrieben und Gefahren aufgezeigt werden; sie zeigt euch, wo man Glück und Frieden finden kann, und hilft euch, euren Rückweg nach Hause zu planen.“

Diese Landkarte finde man in den heiligen Schriften, den Worten der Propheten und Apostel und durch persönliche Offenbarung vom Heiligen Geist, so Präsident Uchtdorf.

Jedoch nütze einem der bloße Besitz der Landkarte gar nichts, wenn man sie nicht studiere und dazu verwende, seinen Kurs durchs Leben zu bestimmen.

Präsident Uchtdorf betonte drei konkrete Aussagen:

„Fürchtet euch nicht, denn ich, der Herr, bin mit euch.“

„Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.“

„Seid guten Mutes.“

Präsident Uchtdorf sagte den Jungen Damen: „Wenn ihr frohgemut die Landkarte benutzt, die euch unser Vater liebevoll für die Reise mitgegeben hat, werdet ihr das Höchstmaß eurer Möglichkeiten erreichen. Ihr werdet zu der Tochter Gottes heranwachsen, die ihr immer werden wolltet.“

Schwester Elaine S. Dalton

Sister Elaine S. Dalton forderte die Jungen Damen auf, nicht zu wanken. Die Aufforderung entnahm sie dem diesjährigen Leitgedanken für die Jugendlichen, der in Lehre und Bündnisse 87:8 zu finden ist: „Steht an heiligen Stätten und wankt nicht.“

Die Mädchen stünden heutzutage vor vielen wichtigen Entscheidungen und müssten jeden Tag Entscheidungen treffen, von denen einige schwierig seien und sich nicht nur auf ihre Zukunft auswirkten, sondern auf das Schicksal von Generationen, so Schwester Dalton. Wenn auch Stürme von Widerstand, Unglück, Gruppenzwang und sittlicher Verschmutzung wüteten, stünden die Mädchen doch unverrückbar und lebten das Evangelium inmitten der Stürme, die in der Gesellschaft toben.

„Lebt so, dass ihr den Heiligen Geist hören und wahrnehmen könnt. Er wird euch helfen, richtige Entscheidungen zu treffen“, sagte sie. „Er wird euch ‚alles [sagen], was ihr tun sollt‘.“

Schwester Mary N. Cook

Durch den tugendhaften Lebenswandel eines Mädchens würden dessen Vorfahren sowie die jetzige und künftige Familie gesegnet, erklärte Schwester Mary N. Cook, Erste Ratgeberin in der Präsidentschaft der Jungen Damen. Sie zitierte Präsident Gordon B. Hinckley, als sie sagte: „Wer ein Mädchen rettet, rettet Generationen!“

Dank rechtschaffen getroffener Entscheidungen würden die Mädchen dazu berechtigt sein, heilige Bündnisse einzugehen und zu halten, die ihre Familie auf ewig aneinander binden.

„Fasst jetzt den Entschluss, euer Möglichstes zu tun, um eure Lampen zu füllen, damit der Einfluss eures festen Zeugnisses und eures Beispiels in viele Generationen – vergangene, heutige und künftige – hineinwirkt.“

Schwester Ann M. Dibb

Schwester Ann M. Dibb, Zweite Ratgeberin in der JD-Präsidentschaft, erklärte den Jungen Damen, dass sie selbst in den schwersten Zeiten heilige Stätten schaffen und an solchen Stätten stehen können.

Eine heilige Stätte könne eine vorhandene Umgebung, ein bestimmter Ort sein – ein Tempel, ein Gemeindehaus oder das Zuhause –, aber es könne sich auch um einen bestimmten Zustand und eine bestimmte Einstellung oder Verfassung handeln.

Wenn ein Mädchen nach solchen heiligen Stätten Ausschau halte, diese schaffe und aufsuche, könne sie eine unglaublich stärkende Kraft verspüren.

„[Diese Stätten] geben euch Schutz, Kraft und Frieden in unruhigen Zeiten. Euer Zeugnis wird stärker, weil ihr auf großartige Weise für Wahrheit und Rechtschaffenheit eintretet.“