Zu Besuch bei den „Zehn Jungfrauen“

Von Eva-Maria Bartsch, Redakteurin der Regionalen Umschau

  • 15 Juli 2013

Nach dem Besuch bei den „Zehn Jungfrauen“ präsentieren die Jungen Damen ihr Erinnerungsgeschenk - ein Öllämpchen direkt aus Israel. - (Foto von Björn Bauerfeind, Leipzig 2)
 

Bei den „Klugen Jungfrauen“ konnten die Besucherinnen den besonderen Geist spüren... Nur ungern verließen sie diese Räume.
 

Leipzig: Zu Beginn eines jeden neuen Jahres feiern die Jungen Damen ihren „Neuen Anfang“ – ein jährliches Programm zum Beginn der Teilnahme 12-jähriger Mädchen in dem Jugendprogramm der Kirche. Hier geht es um die Vermittlung persönlicher Werte. Diese Aktivität war auch der Anlass, als im Januar 2013 sich 14 Mädchen mit ihren Müttern des Pfahles Leipzig im Pfahlhaus trafen.

Sie waren bei den „Zehn Jungfrauen“ aus dem biblischen Gleichnis im 25. Kapitel des Matthäus Evangeliums eingeladen. Eingeteilt in Vierergruppen besuchten sie die von Leipziger Schwestern dargestellten Jungfrauen in ihren „Gemächern“.

„Wir hatten … die Gelegenheit, die zehn Jungfrauen ganz persönlich in ihrem kleinen Reich kennenzulernen. Wir durften für jeweils einige wenige Minuten, bei den zehn Jungfrauen vorbeischauen. Vorher wurde uns der Rat gegeben, ganz sehr auf unsere Gefühle bei diesen Besuchen zu achten. Das war auch wichtig, denn manche dieser Frauen verloren kein Wort an uns, aber das, was wir dort erlebten und vor allem fühlten, berührte uns wohl mehr, als es jedes Wort oder jede noch so gut gemeinte Belehrung je hätte tun können.“, berichtete Mutti Kerstin Unger.

Bei den „Klugen Jungfrauen“ konnten die Besucherinnen den besonderen Geist spüren, der sie anspornte, Jesus Christus nachzufolgen, das Gebet zu pflegen, die Familie zu stärken, den Tempel zu besuchen und aus der Heiligen Schrift zu lernen. Nur ungern verließen sie diese Räume.

Die törichten Jungfrauen präsentierten weltliche Begierden. Eine der törichten Jungfrauen hatte das Handy in der rechten und eine schrille Zeitschrift in der linken Hand, die sie nur ablegte, um auf dem Laptop zu hantieren. Gefangen in der virtuellen Welt merkte sie nicht, was um sie herum geschah.

Zur Erinnerung bekam jedes Mädchen eine echte Öllampe aus Israel geschenkt. „Sie soll sie immer an das erinnern, was die Jungen Damen an diesem Tag erlebt und vor allem gefühlt haben und ihnen helfen, stetig Tropfen kostbaren Öls zu sammeln. …

Ich bin dankbar, dass wir inspirierte Führerinnen für unsere Jungen Damen haben, die ihre Probleme kennen und ihre Bedürfnisse, die sie lieben und ihnen das geben, was sie im Moment wirklich brauchen.“, resümierte Schwester Unger.