Wieder einmal haben wir uns versammelt

Präsident Thomas S. Monson


Unser Vater im Himmel achtet auf jeden von uns und weiß, was wir brauchen. Möge sein Geist uns erfüllen, wenn wir nun an dieser Konferenz teilnehmen.

Meine lieben Brüder und Schwestern, wieder einmal haben wir uns zu einer Generalkonferenz der Kirche versammelt, und ich heiße Sie herzlich willkommen. Ich fühle mich Ihnen sehr verbunden. Alle sechs Monate kommen wir zusammen, um einander zu stärken, um Mut zu machen, Trost zu spenden und den Glauben aufzurichten. Wir sind hier, um zu lernen. Manche von Ihnen suchen vielleicht Antworten auf Fragen oder bei Schwierigkeiten, vor denen sie stehen. Manch einem macht eine Enttäuschung oder ein Verlust zu schaffen. Sie alle können erleuchtet und aufgerichtet und getröstet werden, wenn der Geist des Herrn sich einstellt.

Sollten Sie in Ihrem Leben Änderungen vornehmen müssen, so mögen Sie jetzt den Antrieb und den Mut dazu finden, wenn Sie die inspirierten Worte hören, die gesprochen werden. Möge ein jeder von uns sich abermals entschließen, so zu leben, dass wir ein würdiger Sohn, eine würdige Tochter unseres Vaters im Himmel sind. Mögen wir dem Bösen auch weiterhin entgegentreten, wo immer es auftritt.

Welch ein Segen es doch ist, dass wir zu einer Zeit wie dieser auf die Welt gekommen sind – einer wunderbaren Zeit in der langen Geschichte dieser Welt. Wir können uns nicht alle unter einem Dach versammeln, aber wir können den Ablauf dieser Konferenz mithilfe solcher Wunderwerke wie dem Fernsehen, dem Radio und dem Internet über Kabel oder Satellit mitverfolgen – selbst an mobilen Endgeräten. Wir kommen vereint zusammen. Wir sprechen viele Sprachen, wohnen in vielen Ländern, aber wir sind eins, was den Glauben, die Lehre und das Ziel betrifft.

Aus kleinen Anfängen vor 182 Jahren sind wir nun zu einer Größe geworden, die man auf der ganzen Welt wahrnimmt. Das große Werk, an dem wir beteiligt sind, wird immer weiter vorankommen und das Leben der Menschen dabei zu ihrem Vorteil ändern. Kein Einfluss, keine Macht auf der ganzen Welt kann dem Werk Gottes Einhalt gebieten. Trotz allem, was da kommen mag, geht es mit dieser großen Sache voran. Sie kennen ja bestimmt die prophetischen Worte des Propheten Joseph Smith: „Keine unheilige Hand kann den Fortschritt dieses Werks aufhalten; Verfolgung mag wüten, Horden mögen sich zusammenrotten, Armeen mögen aufgestellt werden, Verleumdung mag sich gegen uns richten, aber die Wahrheit Gottes wird vorwärtsschreiten, unerschrocken, erhaben und unbeirrbar, bis sie jeden Kontinent durchdrungen, jeden Breitengrad erreicht, jedes Land überzogen hat und in jedem Ohr erklungen ist, bis die Pläne Gottes verwirklicht sind und der erhabene [Jehova] sagt: Das Werk ist getan.“1

Vieles ist in der heutigen Welt schwierig und problematisch, meine Brüder und Schwestern, aber es gibt auch viel Gutes und Erbauliches. Es ist so, wie wir im 13. Glaubensartikel verkünden: „Wenn es etwas Tugendhaftes oder Liebenswertes gibt, wenn etwas guten Klang hat oder lobenswert ist, so trachten wir danach.“ Mögen wir uns darin nie beirren lassen.

Ich danke Ihnen für Ihren Glauben und dafür, dass Sie sich dem Evangelium so verpflichtet fühlen. Ich danke Ihnen für die Liebe und Fürsorge, die Sie einander erweisen. Ich danke Ihnen für den Dienst, den Sie in Ihren Gemeinden und Zweigen, in Ihren Pfählen und Distrikten leisten. Dieser Dienst ist es, der den Herrn in die Lage versetzt, viele seiner Absichten hier auf der Erde zu verwirklichen.

Ich danke Ihnen für die Güte, die Sie mir erweisen, wohin ich auch komme. Ich danke Ihnen, dass Sie für mich beten. Ich spüre diese Gebete und bin äußerst dankbar dafür.

Meine Brüder und Schwestern, wir sind hierhergekommen, um belehrt und inspiriert zu werden. Während der nächsten zwei Tage werden viele Botschaften übermittelt werden. Ich kann Ihnen versichern, dass sich all die Männer und Frauen, die zu uns sprechen werden, bei der Vorbereitung ihrer Botschaft um Hilfe und Weisung vom Himmel bemüht haben. Sie wurden inspiriert, worüber sie zu uns sprechen sollen.

Unser Vater im Himmel achtet auf jeden von uns und weiß, was wir brauchen. Möge sein Geist uns erfüllen, wenn wir nun an dieser Konferenz teilnehmen. Darum bete ich aufrichtig im heiligen Namen unseres Herrn und Erretters, Jesus Christus. Amen.

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  1.  

    1.  Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith, Seite 156