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Herbst 2015 | Ein Sommer bei Großtante Rose

Ein Sommer bei Großtante Rose

Herbst 2015 Generalkonferenz

Möge auf Ihrem eigenen, hellen Weg einer Jüngerin der Glaube einem jeden Ihrer Schritte festen Halt geben.

Meine lieben Schwestern und liebe Freunde, ich freue mich sehr, dass ich heute bei Ihnen sein kann, und ich bin dankbar, dass unser Prophet, Präsident Thomas S. Monson, heute auch hier ist. Präsident Monson, wir haben Sie lieb. Der Verlust unserer drei geschätzten Freunde und wahren Apostel des Herrn stimmt uns traurig. Wir vermissen Präsident Packer, Elder Perry und Elder Scott; wir haben sie lieb. Wir beten für ihre Angehörigen und Freunde.

Ich freue mich immer sehr auf diese Versammlung der Konferenz – die herrliche Musik und die Ratschläge unserer inspirierten Schwestern lassen den Geist stets in Hülle und Fülle spürbar werden. Ich bin jedes Mal ein besserer Mensch, wenn ich bei Ihnen gewesen bin.

Als ich darüber nachdachte, was ich Ihnen heute sagen soll, wandten sich meine Gedanken der Art und Weise zu, wie der Erretter gelehrt hat. Ich finde es sehr aufschlussreich, wie er die erhabensten Wahrheiten mit ganz einfachen Gleichnissen veranschaulicht hat. Durch diese Geschichten konnten seine Jünger Wahrheiten nicht nur verstandesmäßig erfassen, sondern auch mit dem Herzen. Sie konnten ewige Grundsätze mit ihrem täglichen Leben in Verbindung bringen.1 Auch unser Präsident Monson ist ein Meister darin, Lehre anhand von persönlichen Geschichten anschaulich zu machen.2

Wenn heute auch ich meine Gedanken in Form einer Geschichte erzähle, so bitte ich Sie darum, mit dem Geist zuzuhören, denn der Heilige Geist wird Ihnen helfen, die persönliche Botschaft für Sie darin zu entdecken.

Großtante Rose

Die Geschichte handelt von einem Mädchen namens Eva. Über Eva muss man zwei wichtige Dinge wissen. Zum einen war sie in dieser Geschichte elf Jahre alt. Zum anderen wollte sie unter gar keinen Umständen bei ihrer Großtante Rose leben. Nie und nimmer!

Evas Mutter musste aber operiert werden und brauchte danach längere Zeit für die Genesung. Und so schickten Evas Eltern sie den Sommer über zu Großtante Rose.

Für Eva gab es tausend Gründe, warum das eine schlechte Idee war. Zunächst einmal wäre sie von ihrer Mutter getrennt. Außerdem müsste sie auch Freunde und Familie zurücklassen. Und obendrein kannte sie Großtante Rose noch nicht einmal. Sie fühlte sich da, wo sie war, eigentlich ganz wohl.

Doch es half kein Bitten und kein Betteln – die Entscheidung stand fest. Eva packte also ihren Koffer und begab sich mit ihrem Vater auf die lange Fahrt zu Großtante Rose.

Sie hatte deren Haus kaum betreten, da konnte sie es schon nicht ausstehen.

Da war alles so fürchterlich alt! Jeder Zentimeter war mit alten Büchern und merkwürdig gefärbten Flaschen vollgestopft, und aus Plastikeimern quollen Perlen, Schleifen und Knöpfe hervor.

Großtante Rose lebte allein dort, sie hatte nie geheiratet. Die einzige Mitbewohnerin war eine graue Katze, die sich am liebsten in jedem Raum die am höchsten gelegene Stelle aussuchte und dann hoch oben thronend auf alles, was unter ihr lag, wie ein hungriger Tiger hinunterstarrte.

Sogar das Haus selbst wirkte verlassen. Es lag draußen auf dem Land, wo die Häuser weit auseinander liegen. In mehreren hundert Metern Umkreis gab es niemanden in Evas Alter. Schon deswegen fühlte Eva sich allein gelassen.

Anfangs beachtete sie Großtante Rose nicht sonderlich, sondern dachte vor allem an ihre Mutter. Manchmal blieb sie nachts auf und betete aus tiefster Seele, dass ihre Mutter wieder gesund werden möge. Das geschah zwar nicht sofort, aber Eva hatte doch allmählich das Gefühl, dass Gott ihre Mutter behütete.

Schließlich erhielt sie die Nachricht, dass die Operation gut verlaufen war. Nun musste Eva nur noch bis zum Ende des Sommers durchhalten. Ach, wie sehr sie dieses Durchhalten hasste!

Nachdem sie nun aber beruhigt war, was ihre Mutter betraf, schenkte Eva Großtante Rose ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Sie war eine mächtige Frau, und alles an ihr war mächtig: ihre Stimme, ihr Lächeln, ihre ganze Persönlichkeit. Sie kam nicht leicht vom Fleck, aber bei der Arbeit sang und lachte sie immerzu, und der Klang ihres Gelächters erfüllte das ganze Haus. Jeden Abend setzte sie sich auf ihr dick gepolstertes Sofa, zog ihre heiligen Schriften hervor und begann, laut darin zu lesen. Bisweilen entfuhren ihr beim Lesen Ausrufe wie „Ach, das hätte er nicht machen sollen!“ oder „Was hätte ich darum gegeben, dabei zu sein!“ oder „Hat man jemals so etwas Schönes gehört?“. Immer wenn sich die beiden später am Abend an Evas Bett zum Beten niederknieten, sprach Großtante Rose die allerschönsten Gebete. Sie dankte ihrem Vater im Himmel für die bunten Vögel und die prächtigen Bäume, den Sonnenuntergang und die Sterne und für „das Wunder des Lebens“. Eva hatte dabei den Eindruck, als ob Rose wusste, dass Gott ihr Freund ist.

Mit der Zeit machte Eva eine überraschende Entdeckung: Großtante Rose war womöglich der glücklichste Mensch, den sie je kennengelernt hatte!

Wie konnte das sein?

Worüber konnte sie nur so glücklich sein?

Sie hatte nie geheiratet, hatte keine Kinder, hatte niemanden, der ihr Gesellschaft leistete, außer dieser grässlichen Katze, und sie hatte schon mit ganz einfachen Verrichtungen wie die Schuhe zubinden oder die Treppe hinaufsteigen ihre liebe Not.

Wenn sie in die Stadt ging, trug sie auffällig große, leuchtende Hüte. Aber niemand lachte über sie. Stattdessen scharten sich alle um sie herum und wollten mit ihr reden. Rose war Lehrerin gewesen, und so kam es nicht selten vor, dass ehemalige Schüler, die nun erwachsen waren und selbst Kinder hatten, stehen blieben, um ein Schwätzchen zu halten. Sie dankten ihr dafür, dass sie einen so guten Einfluss auf sie gehabt hatte. Oft wurde dabei gelacht, manchmal sogar auch geweint.

Im Laufe des Sommers verbrachte Eva immer mehr Zeit mit Rose. Sie unternahmen lange Spaziergänge, und Eva lernte, Spatzen und Finken auseinanderzuhalten. Sie pflückte Holunderbeeren und kochte Orangenmarmelade. Sie erfuhr etwas über ihre Ururgroßmutter, die ihre geliebte Heimat verlassen hatte, über einen Ozean gesegelt war und die Prärie überquert hatte, um bei den Heiligen zu sein.

Schon bald machte Eva eine weitere verblüffende Entdeckung: Großtante Rose war nicht nur der glücklichste Mensch, den sie kannte – auch Eva selbst war glücklicher, wenn sie in ihrer Nähe war.

Der Sommer ging nun immer schneller vorüber. Ehe Eva sich versah, erklärte Großtante Rose ihr, dass es nun bald an der Zeit sei, nach Hause zurückzukehren. Eigentlich hatte Eva sich ja seit dem Tag ihrer Ankunft auf diesen Augenblick gefreut, aber nun war sie sich nicht mehr so sicher, was sie davon halten sollte. Sie spürte, dass sie dieses merkwürdige alte Haus, die Katze, die sich dauernd anschlich, und ihre geliebte Großtante Rose schon bald vermissen würde.

Am Tag bevor ihr Vater kam, um sie abzuholen, stellte Eva die Frage, die ihr seit Wochen auf der Zunge gelegen hatte: „Tante Rose, warum bist du so glücklich?“

Tante Rose musterte sie eingehend und führte sie dann zu einem Gemälde, das im Vorderzimmer hing. Es war ein Geschenk eines talentierten, lieben Freundes gewesen.

„Was siehst du da?“, fragte sie.

Hüpfendes Pioniermädchen

Eva war das Gemälde schon vorher aufgefallen, aber sie hatte es sich nicht so genau angesehen. Ein Mädchen in einem Pionierkleid hüpfte einen hellblauen Pfad entlang. Das Gras und die Bäume waren leuchtend grün. Eva sagte: „Auf dem Bild ist ein Mädchen. Sieht so aus, als ob es hüpft.“

„Ja, da sieht man ein fröhliches Pionier mädchen herumhüpfen“, bestätigte Tante Rose. „Ich könnte mir denken, dass die Pioniere eine Menge finstere und düstere Tage erlebt haben. Ihr Leben war viel schwerer, als wir uns das überhaupt vorstellen können. Aber auf diesem Bild ist alles leuchtend hell und voller Hoffnung. Das Mädchen hat einen federnden Schritt und bewegt sich vorwärts und aufwärts.“

Eva war ganz still, und so redete Großtante Rose weiter. „Im Leben geht genügend schief. Da könnte ein jeder sich in schlechter Laune ertränken und in Trübsinn versinken. Aber ich kenne Menschen, die sich ganz auf den Zauber und das Wunder des Lebens besinnen, auch wenn nicht alles gut geht. Es sind die glücklichsten Menschen, die ich kenne.“

„Man kann aber doch nicht einfach einen Schalter umlegen von traurig auf glücklich“, entgegnete Eva.

„Nein, das wohl nicht.“ Tante Rose lächelte sanft. „Aber Gott hat uns nicht zum Traurigsein erschaffen. Er hat uns erschaffen, damit wir Freude haben!3 Wenn wir uns also auf ihn verlassen, dann hilft er uns, das Gute, Strahlende, Hoffnungsvolle im Leben zu erkennen. Und ganz gewiss wird die Welt dann heller. Das geschieht natürlich nicht sofort, aber wo stellt sich das Gute schon ganz von selbst ein? Mein Eindruck ist, dass das Beste auf der Welt Geduld und Arbeit erfordert, genau wie selbst gebackenes Brot oder selbst gekochte Orangenmarmelade.“

Eva dachte eine Weile darüber nach und sagte dann: „Vielleicht haben es Menschen nicht so einfach, bei denen nicht alles im Leben vollkommen ist.“

„Meine liebe Eva, denkst du denn, in meinem Leben ist alles vollkommen?“ Sie setzte sich mit Eva auf das dick gepolsterte Sofa. „Es gab sogar mal eine Zeit, da war ich so mutlos, dass ich keinen großen Sinn mehr darin sah, weiterzumachen.“

„Du?“, fragte Eva.

Tante Rose nickte. „Ich habe mir für mein Leben so manches gewünscht.“ Als sie nun sprach, legte sich eine Traurigkeit auf ihre Stimme, die Eva nie zuvor wahrgenommen hatte. „Das meiste ist nie eingetreten. Auf einen Kummer folgte der nächste. Eines Tages wurde mir klar, dass es nie so werden würde, wie ich es mir erhofft hatte. Das war ein elender Tag. Ich war drauf und dran, aufzugeben und unglücklich zu werden.“

„Was hast du dann gemacht?“

„Eine Zeit lang gar nichts. Ich war einfach nur wütend. Ich habe mich wie ein richtiges Scheusal aufgeführt.“ Sie lachte kurz auf, aber es war nicht das übliche dröhnende Lachen, das die Wände wackeln ließ. „Das Lied, das ich mir in Gedanken immer wieder vorsang, war: Es ist ja alles so ungerecht! Aber dann habe ich endlich etwas entdeckt, was mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat.“

„Und was war das?“

„Der Glaube!“ Tante Rose lächelte. „Ich habe den Glauben entdeckt. Und der Glaube führte zur Hoffnung. Und Glaube und Hoffnung führten zu der Zuversicht, dass eines Tages alles einen Sinn ergeben werde und dass wegen des Erretters alles Unrecht durch Recht ersetzt werde. Da sah ich, dass der Weg, der vor mir lag, nicht so trostlos und staubig war, wie ich gedacht hatte. Mir fielen allmählich die hellen Blautöne auf, das saftige Grün und das feurige Rot. Ich erkannte, dass ich die Wahl hatte: Ich konnte den Kopf hängen lassen und meine Füße voller Selbstmitleid einen staubigen Weg entlang schleppen – oder ein wenig Glauben ausüben, mir ein buntes Kleid anziehen, in meine Tanzschuhe schlüpfen und singend den Lebensweg entlanghüpfen.“ Dabei hüpfte nun auch ihre Stimme wie das Mädchen auf dem Gemälde.

Tante Rose reichte hinüber zum Beistelltisch, zog ihre abgegriffenen heiligen Schriften hervor und legte sie sich auf den Schoß. „Ich glaube nicht, dass ich eine regelrechte Depression hatte, daraus kann man sich wohl nicht so leicht herausreden. Aber dass ich unglücklich war, hatte ich mir zweifellos selbst eingeredet. Ja, es gab ein paar finstere Tage, aber alles Bangen und Sorgen würde daran doch nichts ändern; es würde nur noch schlimmer werden. Der Glaube an den Erretter hat mich gelehrt, dass meine Vergangenheit gar keine Rolle spielt. Meine Geschichte konnte doch noch glücklich ausgehen.“

„Woher wusstest du das?“, fragte Eva.

Tante Rose schlug eine Seite in ihrer Bibel auf und sagte: „Genau da steht es!

,[Gott] wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.

Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.ʻ“4

Großtante Rose sah Eva an. Sie lächelte breit, als sie mit leicht bebender Stimme flüsterte: „Hast du jemals so etwas Schönes gehört?“

Es hörte sich wirklich schön an, fand Eva.

Tante Rose blätterte ein paar Seiten zurück und zeigte dann auf einen Vers, den Eva vorlesen sollte: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“5

„Wenn die Zukunft derart herrlich ist“, sagte Tante Rose, „wieso sich dann mit Sachen aus der Vergangenheit oder der Gegenwart belasten, die nicht ganz so gelaufen sind, wie man das geplant hatte?“

Eva runzelte die Stirn. „Moment mal!“, sagte sie. „Willst du damit sagen, dass man nur glücklich sein kann, wenn man sich auf das Glück in der Zukunft freut? Liegt unser ganzes Glück in der Ewigkeit? Können wir nicht ein bisschen davon jetzt schon haben?“

„Na, sicher können wir das!“, rief Tante Rose da aus. „Mein liebes Kind, der heutige Tag ist doch ein Teil der Ewigkeit! Sie fängt nicht erst an, wenn wir gestorben sind. Glaube und Hoffnung werden dir die Augen öffnen für das Glück, das vor deiner Nase liegt.

Ich kenne ein Gedicht, das heißt:, Die Ewigkeit besteht aus Augenblickenʻ.6 Ich wollte nicht, dass meine Ewigkeit aus lauter finsteren, furchterregenden Augenblicken besteht. Und ich wollte auch nicht in einem dunklen Bunker leben, die Zähne zusammenbeißen, die Augen zumachen und missmutig bis ans bittere Ende durchhalten. Der Glaube hat mir die Hoffnung gegeben, die ich brauchte, um schon jetzt mit Freude zu leben!“

„Wie hast du das angestellt?“, fragte Eva.

„Ich habe auf Gottes Verheißungen gebaut und mein Leben mit Sinnvollem angefüllt. Ich bin zur Schule gegangen. Ich habe eine Ausbildung gemacht. Dadurch habe ich einen Beruf gefunden, den ich gerne ausgeübt habe.“

Eva dachte kurz darüber nach und sagte dann: „Aber durch das Arbeiten bist du doch nicht so glücklich geworden. Es gibt eine Menge Leute, die viel zu tun haben und gar nicht glücklich sind.“

„Wie kann so ein junger Mensch wie du so klug sein?“, wunderte sich Tante Rose. „Du hast völlig Recht. Die meisten vielbeschäftigten, unglücklichen Leute haben vergessen, worauf es auf der Welt am meisten ankommt und was, wie Jesus sagt, der Kern seines Evangeliums ist.“

„Und was ist das?“, wollte Eva wissen.

„Die Liebe – die reine Christusliebe“, erwiderte Rose. „Weißt du, alles andere im Evangelium – all dieses du sollst, du musst und du sollst nicht – führt zur Liebe. Wenn wir Gott lieben, wollen wir ihm dienen. Wir wollen wie er sein. Wenn wir unseren Nächsten lieben, machen wir uns nicht mehr so viele Gedanken um unsere eigenen Probleme, sondern helfen anderen, die ihren zu lösen.“7

„Und das macht uns dann glücklich?“, fragte Eva.

Großtante Rose nickte und lächelte. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. „Ja, Liebes. Das macht uns glücklich.“

Nie mehr dieselbe

Am nächsten Tag umarmte Eva ihre Großtante Rose und dankte ihr für alles. Sie kehrte nach Hause zurück zu ihrer Familie, ihren Freunden, ihrem Zuhause und ihrem Viertel.

Aber sie war nie mehr ganz dieselbe.

Eva wurde älter und dachte oft an die Worte ihrer Großtante Rose. Schließlich heiratete sie, zog selber Kinder groß und lebte ein langes, herrliches Leben.

Als sie eines Tages in ihrer Wohnung bewundernd vor dem Gemälde eines Mädchens in Pionierkleidung stand, das einen hellblauen Pfad hinunterhüpfte, fiel ihr auf, dass sie nun in etwa so alt war wie ihre Großtante Rose in jenem denkwürdigen Sommer.

Hüpfendes Pioniermädchen

Als ihr dies klar wurde, fühlte sie ein besonderes Gebet in ihrem Herzen emporsteigen. Nun war Eva dankbar für ihr Leben, für ihre Familie, für das Evangelium Jesu Christi und für den schon so lange vergangenen Sommer, in dem Großtante Rose8 sie über Glaube, Hoffnung und Liebe belehrt hatte.9

Ein Segen

Meine lieben Schwestern und meine lieben Freunde in Christus, ich hoffe und bete, dass etwas an dieser Geschichte Ihr Herz berührt und Ihre Seele inspiriert hat, ganz gleich, wie jung Sie sind oder in welcher Lebenssituation Sie sich befinden. Ich weiß, dass Gott lebt und dass er jede Einzelne von Ihnen liebt.

Möge auf Ihrem eigenen, hellen Weg einer Jüngerin der Glaube einem jeden Ihrer Schritte festen Halt geben, möge die Hoffnung Ihnen die Augen öffnen für die Herrlichkeiten, die der Vater im Himmel für Sie bereithält, und möge die Liebe zu Gott und zu all seinen Kindern Ihr Herz erfüllen. Als Apostel des Herrn lege ich dieses Zeugnis ab und gebe Ihnen diesen Segen. Im Namen Jesu Christi. Amen.

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    Anmerkungen

    1. Siehe beispielsweise Matthäus 13:24-30; 18:23-35; 20:1-16; 22:1-14; 25; Lukas 10:25-37; 15:11-32

    2. Siehe beispielsweise Thomas S. Monson, „Die sichere Heimkehr“, Liahona, November 2014, Seite 67ff.; „Liebe – der Wesenskern des Evangeliums“, Liahona, Mai 2014, Seite 91–94; „Wir sind niemals allein“, Liahona, November 2013, Seite 121–124; „Gehorsam bringt Segnungen“, Liahona, Mai 2013, Seite 89–92

    3. Siehe 2 Nephi 2:25

    4. Offenbarung 21:3,4

    5. 1 Korinther 2:9

    6. „Forever – is composed of Nows“, in Final Harvest: Emily Dickinson’s Poems, Hg. Thomas H. Johnson, 1961, Seite 158; siehe auch poetryfoundation.org/poem/182912

    7. Siehe Lukas 9:24

    8. „Saepe creat molles aspera spina rosas“, Ovid, Epistulae ex Ponto, Buch 2, Brief 2, Zeile 34

    9. Siehe Moroni 7:42