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Frühjahr 2017 | Grundlagen des Glaubens

Grundlagen des Glaubens

Frühjahr 2017 Generalkonferenz

Meine Bitte ist, dass wir die nötigen Opfer bringen und jene Demut an den Tag legen, die die Grundlagen unseres Glaubens an den Herrn Jesus Christus stärken.

Was für eine wunderschöne Konferenz das doch gewesen ist! Sie hat uns wahrhaftig aufgebaut. Jede Generalkonferenz dient vor allem dazu, unseren Glauben an Gottvater und an unseren Erretter, den Herrn Jesus Christus, zu stärken.

Heute spreche ich über die Grundlagen dieses Glaubens.

Die Grundlage, auf die der Einzelne baut, wird – wie fast alles, was erstrebenswert ist – schrittweise errichtet, Schicht für Schicht, da eine Erfahrung, dort eine Herausforderung, hier ein Rückschlag, da ein Erfolg. Wenn ein Kind seine ersten Schritte macht, ist das für die Eltern immer ein ganz besonderes Erlebnis. Es ist ein herrlicher Anblick: In dem süßen Gesichtsausdruck des Kleinen spiegeln sich Entschlossenheit, Freude, Überraschung und Erfolg wider – ein wahrhaftig bahnbrechendes Ereignis!

In unserer Familie gab es vor Jahren auch einmal so eine Sternstunde. Unser Jüngster kam mit seinen etwa vier Jahren ganz stolz ins Haus und verkündete der ganzen Familie freudestrahlend: „Ich kann jetzt alles! Ich kann binden, fahren und zumachen.“ Uns war schon klar, was gemeint war: Er konnte sich die Schnürsenkel zubinden, mit dem Dreirad fahren und selber den Reißverschluss seiner Jacke zumachen. Wir lachten zwar, doch uns war auch bewusst, was für bahnbrechende Leistungen das für ihn waren. Er dachte tatsächlich, er hätte es geschafft und wäre nun erwachsen!

Die körperliche, die intellektuelle und die geistige Entwicklung haben vieles gemeinsam. Die körperliche Entwicklung ist unübersehbar. Als Kleinkind machen wir die ersten Schritte – und Tag für Tag, Jahr für Jahr machen wir weiter Fortschritt. Wir wachsen und entwickeln uns, bis wir eines Tages den Körper eines Erwachsenen haben. Diese Entwicklung verläuft bei jedem anders.

Wenn ein Sportler oder ein Musiker herausragende Leistungen erbringt, heißt es oft, er sei äußerst talentiert. Das stimmt im Grunde genommen ja auch. Und doch sind seine Leistungen auch das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung und Übung. Der bekannte Autor Malcolm Gladwell nennt dies die „Zehntausend-Stunden-Regel“. Wissenschaftlern zufolge muss man so viele Stunden mit Üben zubringen, sei es im Sport, in der Musik, um eine Wissenschaft zu beherrschen, bestimmte berufliche Fertigkeiten zu erlernen, medizinische oder juristische Fachkenntnis zu erwerben und so weiter. Einer dieser Wissenschaftler sagt: „Man braucht zehntausend Übungsstunden, um etwas so beherrschen zu können wie ein Experte von Weltrang – und das gilt für alles.“1

Den meisten ist bewusst, dass Vorbereitung und Übung unumgänglich sind, will man körperlich oder intellektuell Spitzenleistungen erbringen.

Leider wird in unserer zunehmend profanen Welt nicht so viel Augenmerk darauf gelegt, dass es auch eines großen Maßes an geistigem Wachstum bedarf, um mehr wie Christus zu werden und die Grundlagen für dauerhaften Glauben zu legen. Wir neigen dazu, geistige Schlüsselerlebnisse überzubewerten. Damit meine ich den besonderen Fall, wenn wir unmissverständlich spüren, wie der Heilige Geist eine geistige Einsicht in Herz und Verstand bestätigt. Wir freuen uns an solchen Augenblicken und wollen deren Bedeutung auch gar nicht schmälern. Aber wer dauerhaften Glauben und den Heiligen Geist als ständigen Begleiter sucht, für den gibt es keinen Ersatz: Er muss, wie das auch bei der körperlichen und der intellektuellen Entwicklung der Fall ist, konsequent nach seiner Religion leben. Wir müssen auf ebenjene Erlebnisse, die manchmal den ersten Schritten eines Kleinkindes ähneln, bauen. Dazu müssen wir uns verpflichten, die heilige Abendmahlsversammlung zu besuchen, uns eingehend mit den Schriften zu befassen, zu beten und zu dienen, wo auch immer wir berufen sind. Im Nachruf eines jüngst verstorbenen Vaters von 13 Kindern steht, dass die Angewohnheit des „täglichen Gebets und Schriftstudiums seine Kinder maßgeblich beeinflusst und ihnen eine unverrückbare Grundlage des Glaubens an den Herrn Jesus Christus mitgegeben hat“2.

Ein Schlüsselerlebnis hatte ich im Alter von 15 Jahren: Meine gläubige Mutter hatte stets wacker versucht, mir dabei zu helfen, mein Leben auf die Grundlagen des Glaubens zu stellen. Ich besuchte die Abendmahlsversammlung, war in der PV gewesen, bei den Jungen Männern und im Seminar. Ich las das Buch Mormon und pflegte mein persönliches Gebet. Als dann mein lieber älterer Bruder in Erwägung zog, auf Mission zu gehen, kam es in unserer Familie zu einem einschneidenden Vorfall: Mein guter Vater, der in der Kirche weniger aktiv war, verlangte, mein Bruder solle seine Ausbildung fortsetzen, statt auf Mission zu gehen. Dies wurde zu einem Streitpunkt.

In einem denkwürdigen Meinungsaustausch mit meinem fünf Jahre älteren Bruder, der der Wortführer war, gelangten wir damals zu der Einsicht, dass die Entscheidung für eine Mission von drei Faktoren abhängt: 1.) Ist Jesus Christus der Gottessohn? 2.) Ist das Buch Mormon wahr? 3.) Ist Joseph Smith der Prophet der Wiederherstellung?

Als ich an jenem Abend eindringlich betete, bestätigte mir der Geist die Wahrheit dieser drei Punkte. Mir wurde auch klar, dass so gut wie jede weitere Entscheidung in meinem Leben ebenfalls von der Antwort auf diese drei Fragen abhängt. Und insbesondere wurde mir bewusst, wie unabdingbar der Glaube an den Herrn Jesus Christus ist. Zurückschauend verdanke ich es wohl hauptsächlich meiner Mutter, dass die Grundlagen vorhanden waren, sodass ich an jenem Abend eine geistige Bestätigung erhalten konnte. Mein Bruder, der bereits ein Zeugnis hatte, entschied sich für die Mission und gewann schlussendlich auch die Unterstützung unseres Vaters.

Geistige Führung erlangen wir je nach Bedarf, und zwar gemäß dem Zeitplan und dem Willen des Herrn.3 Das Buch Mormon – ein weiterer Zeuge für Jesus Christus ist ein sehr gutes Beispiel. Vor kurzem konnte ich ein Exemplar der Erstausgabe des Buches Mormon betrachten. Mit 23 Jahren vollendete Joseph Smith die Übersetzung. Einiges über den Vorgang des Übersetzens und die dabei verwendeten Hilfsmittel ist ja bekannt. Jener ersten Ausgabe aus dem Jahr 1830 fügte Joseph Smith ein kurzes Vorwort bei, in dem er einfach und unumwunden kundtat, dass das Buch „durch die Gabe und Macht Gottes“4 übersetzt worden ist. Was ist nun mit den Hilfsmitteln zum Übersetzen – dem Urim und Tummim, den Sehersteinen? Waren sie erforderlich oder wurden sie – wie die Stützräder eines Fahrrads – nur so lange gebraucht, bis Joseph Smith den notwendigen Glauben ausüben und Offenbarung unmittelbar empfangen konnte?5

Einband des Buches Mormon, Ausgabe von 1830Vorwort zum Buch Mormon, Ausgabe von 1830

So wie Wiederholung und stetes Bemühen notwendig sind, wenn jemand auf sportlichem oder intellektuellem Gebiet Großes leisten will, so ist dies auch bei geistigen Angelegenheiten der Fall. Bedenken wir doch: Der Bote Moroni erschien Joseph Smith vier Mal mit genau derselben Botschaft, bevor dieser die Platten sehen durfte. Ich bin der Ansicht, dass die wöchentliche Teilnahme an der heiligen Abendmahlsversammlung geistige Auswirkungen hat, die wir noch gar nicht ganz erfassen. Wenn wir regelmäßig über die heiligen Schriften nachsinnen, statt nur gelegentlich darin zu lesen, kann etwas Herrliches geschehen, was unser Leben ändert: An die Stelle bloßen oberflächlichen Verstehens tritt stärkerer Glaube.

Der Glaube ist ein Grundsatz, in dem Macht liegt. Ich möchte dies verdeutlichen. Als ich erst kurz auf Mission war, erläuterte mir mein lieber Missionspräsident6 auf eindrucksvolle Weise den Bericht aus Lukas 8 von der Frau, die schon zwölf Jahre lang an Blutungen gelitten und all ihr Geld den Ärzten gegeben hatte, die sie jedoch nicht zu heilen vermochten. Bis zum heutigen Tag ist dies eine meiner Lieblingsschriftstellen.

Wie Sie ja wissen, glaubte die Frau daran, sie werde geheilt, wenn sie nur den Saum des Gewandes des Erretters berührt. Und als sie dies tat, wurde sie auch sofort geheilt. Der Erretter, der mit seinen Jüngern unterwegs war, fragte: „Wer hat mich berührt?”

Die Antwort des Petrus lautete, dass sich ja die Leute von allen Seiten um ihn drängten.

„Jesus erwiderte: Es hat mich jemand berührt; denn ich fühlte, wie eine Kraft von mir ausströmte.“

Der Erretter spricht hier von einer Kraft. Er hatte die Frau weder gesehen noch sich auf ihr Anliegen konzentriert. Doch ihr Glaube war dermaßen stark, dass sie sich durch die Berührung des Saums seines Gewandes die heilende Kraft des Gottessohnes sicherte.

„Da sagte er zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!“7

Über diese Schriftstelle denke ich immer wieder nach. Mir ist bewusst, dass unsere Gebete und Bitten an den liebevollen Vater im Himmel im Namen Jesu Christi zu Segnungen führen können, die unser Verständnis bei weitem übersteigen. Die Grundlagen des Glaubens, nämlich jener Art Glaube, wie ihn diese Frau an den Tag gelegt hat, sollten auch unser großer Herzenswunsch sein.

Doch auch eine anfängliche Grundlage des Glaubens bedeutet nicht – selbst wenn sie mit einer geistigen Kundgebung einhergeht –, dass wir vor Herausforderungen gefeit sind. Bekehrung zum Evangelium heißt ja nicht, dass sich all unsere Probleme in Luft auflösen.

In den Anfangstagen der Kirche und in den Offenbarungen im Buch Lehre und Bündnisse finden sich sehr gute Beispiele dafür, wie Glaubensgrundlagen geschaffen werden und wie man mit den Wechselfällen des Lebens und mit Problemen, wie sie jeder durchmacht, umgeht.

Die Fertigstellung des Kirtland-Tempels war für die gesamte Kirche ein grundlegendes Ereignis. Sie wurde begleitet von geistigen Kundgebungen, Offenbarungen zur Lehre und der Wiederherstellung notwendiger Schlüssel für den weiteren Aufbau der Kirche. Wie die ursprünglichen Apostel am Pfingsttag, so hatten auch in Zusammenhang mit der Weihung des Kirtland-Tempels viele Mitglieder wunderbare geistige Kundgebungen.8 Aber wie auch bei uns heißt das nicht, dass diese Menschen in der Folge nicht auch mit Problemen oder Schwierigkeiten zu ringen gehabt hätten. Die Mitglieder konnten damals noch nicht wissen, dass den Vereinigten Staaten im Jahr 1837 eine Finanzkrise bevorstand, die auch die Mitglieder bis aufs Äußerste auf die Probe stellen sollte.9

Eine solche Herausforderung in Zusammenhang mit der Finanzkrise hat auch Elder Parley P. Pratt erlebt, eine der großen Führungspersönlichkeiten aus den Tagen der Wiederherstellung. Er gehörte dem ursprünglichen Kollegium der Zwölf Apostel an. Anfang 1837 starb seine liebe Frau Thankful nach der Geburt ihres ersten Kindes. Parley und Thankful Pratt waren fast zehn Jahre verheiratet gewesen und ihr Tod warf ihn völlig aus der Bahn.

Nur ein paar Monate später befand sich Elder Pratt inmitten einer der schwierigsten Zeiten, die die Kirche jemals durchgemacht hatte. Abgesehen von der landesweiten Krise gab es vor Ort noch weitere wirtschaftliche Probleme, etwa Landspekulationen und ein ums Überleben kämpfendes Geldinstitut, das Joseph Smith und weitere Führer der Kirche gegründet hatten. All das führte in Kirtland zu Zwistigkeiten und erheblichen Meinungsverschiedenheiten. Privat trafen manche Führer der Kirche in finanzieller Hinsicht nicht immer die klügsten Entscheidungen. Parley Pratt erlitt herbe Verluste und war eine Zeit lang nicht gut auf den Propheten Joseph Smith zu sprechen.10 In einem Schreiben kritisierte er ihn scharf und äußerte sich auch öffentlich abfällig über ihn. Doch gleichzeitig sagte Parley Pratt von sich, er glaube weiterhin an das Buch Mormon und das Buch Lehre und Bündnisse.11

Elder Pratt hatte seine Frau, seinen Grundbesitz und sein Zuhause verloren. Ohne Joseph Smith Bescheid zu geben, machte er sich auf den Weg nach Missouri. Unterwegs traf er unerwarteterweise seine Mitapostel Thomas B. Marsh und David Patten, die auf dem Rückweg nach Kirtland waren. Ihnen war es wichtig, dass im Kollegium wieder Einklang herrschte, und sie brachten Pratt dazu, mit ihnen zurückzukehren. Ihm wurde auch klar, dass niemand herbere Verluste zu beklagen gehabt hatte als Joseph Smith und dessen Familie.

Pratt suchte den Propheten auf, weinte und gestand, dass das, was er getan hatte, falsch gewesen sei. In den Monaten nach dem Tod seiner Frau hatte sich Parley Pratt wie „unter einer dunklen Wolke“ befunden und war seinen Befürchtungen und Enttäuschungen erlegen.12 Joseph Smith, der wusste, wie es ist, wenn man Widerstand und Versuchungen ausgesetzt ist, vergab Pratt „freimütig“, betete für ihn und segnete ihn.13 Parley Pratt sowie andere, die treu blieben, zogen Nutzen aus diesen Schwierigkeiten in Kirtland. Sie nahmen an Weisheit zu und wurden edler und rechtschaffener. Diese Ereignisse wurden Teil ihrer Glaubensgrundlage.

Widrigkeiten sollten nie als Missfallensbekundung des Herrn oder als Entzug seiner Segnungen betrachtet werden. Zum Feuer des Schmelzers, das uns auf unsere ewige, celestiale Bestimmung vorbereiten soll, gehören nun einmal Gegensätze in allem.14 Als der Prophet Joseph Smith im Gefängnis zu Liberty eingekerkert war, zählte der Herr mannigfache Probleme auf, etwa Drangsal oder falsche Beschuldigungen, und schloss mit den Worten:

„Wenn die Hölle selbst ihren Rachen weit aufreißt nach dir, dann wisse, mein Sohn, dass dies alles dir Erfahrung bringen und dir zum Guten dienen wird.

Des Menschen Sohn ist unter das alles hinabgefahren. Bist du größer als er?“15

Der Herr machte Joseph Smith auch klar, dass seine Tage bekannt seien und ihm nichts davon abgerechnet werden würde. Zuletzt bekräftigte er: „Darum fürchte nicht, was Menschen tun können, denn Gott wird mit dir sein für immer und immer.“16

Was sind nun die Segnungen des Glaubens? Was bewirkt der Glaube? Die Liste ist fast endlos:

Aufgrund des Glaubens an Christus können uns unsere Sünden vergeben werden.17

Diejenigen, die Glauben haben, haben Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist.18

Durch Glauben an den Namen Christi wird man errettet.19

Gemäß unserem Glauben an Christus empfangen wir Kraft.20

Niemand kann in die Ruhe des Herrn eingehen außer diejenigen, die aufgrund ihres Glaubens ihre Kleider im Blut Christi gewaschen haben.21

Gebete werden gemäß unserem Glauben erhört.22

Wenn es unter den Menschenkindern keinen Glauben gibt, kann Gott keine Wundertaten unter ihnen wirken.23

Letzten Endes ist unser Glaube an Jesus Christus die unentbehrliche Grundlage für unsere ewige Errettung und Erhöhung. Schon Helaman lehrte seine Söhne: „Denkt daran, dass es auf dem Fels unseres Erlösers ist, und das ist Christus, der Sohn Gottes, dass ihr eure Grundlage bauen müsst[, und] der eine sichere Grundlage ist, und wenn die Menschen auf dieser Grundlage bauen, können sie nicht fallen.“24

Ich bin dankbar, dass durch diese Konferenz die Grundlagen unseres Glaubens gestärkt worden sind. Meine Bitte ist, dass wir die nötigen Opfer bringen und jene Demut an den Tag legen, die die Grundlagen unseres Glaubens an den Herrn Jesus Christus stärken. Für ihn lege ich ein zweifelsfreies Zeugnis ab. Im Namen Jesu Christi. Amen.

Quellenangaben anzeigenQuellenangaben ausblenden

    Anmerkungen

    1. Malcolm Gladwell, Outliers: The Story of Success, 2008, Seite 40; hier wird der Neurologe Daniel Levitin zitiert

    2. Nachruf für Bryant Hinckley Wadsworth in Deseret News, 15. Januar 2017, legacy.com/obituaries/deseretnews

    3. Siehe 2 Nephi 28:30. Wir erlangen nicht sogleich umfassendes Wissen oder lernen alle Grundsätze kennen, die für eine Sache von Belang sind. Zeile um Zeile, Weisung um Weisung werden sie uns bei Bedarf kundgetan.

    4. In der ersten Druckausgabe des Buches Mormon von 1830 schrieb der Prophet Joseph Smith: „Ich [möchte] Sie in Kenntnis setzen, dass ich [das Buch] durch die Gabe und Macht Gottes übersetzt habe.“ (Vorwort der Buch-Mormon-Ausgabe von 1830.) Weitere Ausgaben des Buches Mormon enthalten eine ähnliche Aussage: „Schließlich wurden die Platten Joseph Smith übergeben, der sie durch die Gabe und Macht Gottes übersetzte.“ (Einleitung zum Buch Mormon, 2003, Seite V.)

    5. Orson Pratt sagte, er sei oftmals zugegen gewesen, wenn Joseph Smith das Neue Testament übersetzte, und er habe sich gefragt, warum Joseph dabei auf keinerlei Hilfsmittel zurückgegriffen habe. „Joseph blickte auf, als habe er seine Gedanken gelesen, und meinte, der Herr habe ihm den Urim und Tummim gegeben, als er mit dem Geist der Offenbarung noch wenig Erfahrung hatte. Nun jedoch sei er so weit vorangeschritten, dass er verstehe, wie dieser Geist wirkt. Er sei daher auf dieses Hilfsmittel nicht mehr angewiesen.“ („Two Days’ Meeting at Brigham City, June 27 and 28, 1874“, Millennial Star, 11. August 1874, Seite 499; siehe auch Richard E. Turley Jr., Robin S. Jensen und Mark Ashurst-McGee, „Joseph, der Seher“, Liahona, Oktober 2015, Seite 11–17.)

    6. Mein Missionspräsident war Elder Marion D. Hanks, der auch Generalautorität war.

    7. Siehe Lukas 8:43-48

    8. Siehe Apostelgeschichte 2

    9. Siehe Mosia 2:36,37; siehe auch Henry B. Eyring, „Geistige Vorbereitung – fangen Sie frühzeitig an und bleiben Sie dabei!“, Liahona, November 2005, Seite 38: „Die große Prüfung im Leben besteht also darin, ob wir inmitten der Stürme des Lebens auf Gottes Gebote hören und sie befolgen. Es geht nicht darum, Stürme zu ertragen, sondern darum, sich für das Richtige zu entscheiden, während sie wüten. Die Tragödie des Lebens besteht darin, in dieser Prüfung zu versagen und somit nicht würdig zu sein, in Herrlichkeit zu unserem himmlischen Zuhause zurückzukehren.“

    10. Siehe Terryl L. Givens und Matthew J. Grow, Parley P. Pratt: The Apostle Paul of Mormonism, 2011, Seite 91–98; Einleitung sowie Einleitung zu Band 5, The Joseph Smith Papers, Documents, Volume 5: October 1835–January 1838, Hg. Brent M. Rogers et al., 2017, Seite XXVIII–XXXI, 285–293

    11. Siehe „Letter from Parley P. Pratt, 23 May 1837“, in The Joseph Smith Papers, Documents, Volume 5: October 1835–January 1838, Seite 386–391

    12. Siehe „History of John Taylor by Himself“, Seite 15, in „Histories of the Twelve, 1856–1858, 1861“, Historisches Archiv der Kirche; Givens und Grow, Parley P. Pratt, Seite 101f.

    13. Siehe The Autobiography of Parley P. Pratt, Hg. Parley P. Pratt Jr., 1874, Seite 183f.

    14. Siehe 2 Nephi 2:11

    15. Lehre und Bündnisse 122:7,8

    16. Lehre und Bündnisse 122:9

    17. Siehe Enos 1:5-8

    18. Siehe Jarom 1:4

    19. Siehe Moroni 7:26,38

    20. Siehe Alma 14:26

    21. Siehe 3 Nephi 27:19

    22. Siehe Moroni 7:26

    23. Siehe Ether 12:12

    24. Helaman 5:12