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Frühjahr 2017 | Güte, Nächstenliebe und Liebe

Güte, Nächstenliebe und Liebe

Frühjahr 2017 Generalkonferenz

Stellen wir unser Leben auf den Prüfstand und entschließen wir uns dazu, dem Beispiel des Erretters zu folgen, indem wir gütig, liebevoll und wohltätig sind.

Meine lieben Brüder, ich fühle mich geehrt, in dieser weltweiten Zusammenkunft von treuen Trägern des Priestertums Gottes zu Ihnen sprechen zu dürfen. Heute Abend möchte ich über ein Thema sprechen, über das ich schon zuvor gesprochen habe.

Der Prophet Mormon erläutert einen der wichtigsten Wesenszüge des Erretters, die auch seine Jünger haben sollen. Er hat gesagt:

„Wenn ein Mensch sanftmütig und von Herzen demütig ist und durch die Macht des Heiligen Geistes bekennt, dass Jesus der Christus ist, muss er notwendigerweise Nächstenliebe haben; denn wenn er keine Nächstenliebe hat, ist er nichts; darum muss er notwendigerweise Nächstenliebe haben.

Und Nächstenliebe ist langmütig und ist gütig und neidet nicht und ist nicht aufgeblasen, sucht nicht das Ihre, lässt sich nicht leicht zum Zorn reizen. …

Darum, meine geliebten Brüder, wenn ihr nicht Nächstenliebe habt, seid ihr nichts, denn die Nächstenliebe hört niemals auf. Darum haltet an der Nächstenliebe fest, die von allem das Größte ist, denn alles muss aufhören –

aber die Nächstenliebe ist die reine Christusliebe, und sie dauert für immer fort; und bei wem am letzten Tag gefunden wird, dass er sie besitzt, mit dem wird es wohl sein.“1

Brüder, wir ehren das Priestertum Gottes nicht, wenn wir anderen gegenüber nicht gütig und freundlich sind.

Mein lieber Freund und Weggefährte Elder Joseph B. Wirthlin war ein wahrhaft gütiger Mann. Er hat gesagt:

„Güte und Freundlichkeit stehen im Mittelpunkt einer celestialen Lebensweise. So geht ein Christenmensch mit seinen Mitmenschen um. All unsere Worte und Taten am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Kirche und besonders zu Hause müssen von Güte und Freundlichkeit geprägt sein.

Jesus Christus, unser Heiland, war der Inbegriff von Güte und Mitgefühl.“2

Aus den heiligen Schriften lernen wir, dass die rechtschaffene Ausübung des Priestertums davon abhängt, wie gut wir die Grundsätze Güte, Nächstenliebe und Liebe in die Tat umsetzen. Im Buch Lehre und Bündnisse lesen wir:

„Kraft des Priestertums kann und soll keine Macht und kein Einfluss anders geltend gemacht werden als nur mit überzeugender Rede, … mit Milde und Sanftmut und mit ungeheuchelter Liebe,

mit Wohlwollen und mit reiner Erkenntnis, wodurch sich die Seele sehr erweitert, ohne Heuchelei und ohne Falschheit.“3

Brüder, stellen wir unser Leben auf den Prüfstand und entschließen wir uns dazu, dem Beispiel des Erretters zu folgen, indem wir gütig, liebevoll und wohltätig sind. Dann nämlich sind wir besser dazu in der Lage, die Mächte des Himmels herabzurufen – für uns, für unsere Familie und für die Mitreisenden auf diesem bisweilen mühsamen Weg zurück in unser himmlisches Zuhause. Darum bitte ich im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen.

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