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Frühjahr 2017 | Damit unser Licht den Nationen ein Banner sei

Damit unser Licht den Nationen ein Banner sei

Frühjahr 2017 Generalkonferenz

Das Evangelium des Erretters und seine wiederhergestellte Kirche geben uns viele Möglichkeiten, unser Licht zu einem Teil des großen Banners für die Nationen zu machen.

Als ich vor vielen Jahren Seminarlehrer war, hörte ich, wie einer meiner Kollegen seine Schüler dazu aufforderte, über diese Frage nachzudenken: Wenn ihr zur Zeit des Erretters gelebt hättet, warum wärt ihr ihm wohl als einer seiner Jünger gefolgt? Sie gelangten zu der Schlussfolgerung, dass diejenigen, die dem Erretter heute nachfolgen und sich bemühen, seine Jünger zu sein, es wahrscheinlich auch damals getan hätten.

Seitdem habe ich oft über diese Frage und über ihre Schlussfolgerung nachgedacht. Ich frage mich oft, wie ich mich wohl gefühlt hätte, wenn ich den Erretter in der Bergpredigt hätte sagen hören:

„Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Matthäus 5:14-16.)

Können Sie sich vorstellen, wie Sie sich gefühlt hätten, wenn Sie die Stimme des Erretters gehört hätten? Eigentlich müssen wir es uns nicht vorstellen. Es ist zu einem regelmäßigen Erlebnis für uns geworden, die Stimme des Herrn zu hören, denn wenn wir die Stimme seiner Diener hören, ist es dasselbe.

1838 verkündete der Herr durch den Propheten Joseph Smith eine ähnliche Botschaft wie in der Bergpredigt:

„Denn so soll meine Kirche in den letzten Tagen genannt werden, nämlich: Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Wahrlich, ich sage euch allen: Erhebt euch und lasst euer Licht leuchten, damit es den Nationen ein Banner sei.“ (LuB 115:4,5.)

Unsere Zeit ist so außergewöhnlich, dass sie in einer Vision sogar dem Propheten Jesaja gezeigt wurde. Auch er hat den Tag der Wiederherstellung der Kirche Jesu Christi sowie ihren Zweck gesehen und diesbezüglich prophezeit, nämlich: „Er stellt für die Völker ein Zeichen auf, um die Versprengten Israels wieder zu sammeln, um die Zerstreuten Judas zusammenzuführen von den vier Enden der Erde.“ (Jesaja 11:12.)

Im Kontext der heiligen Schriften ist ein Banner eine Fahne, um die sich Menschen mit einem gemeinsamen Ziel versammeln. In alter Zeit wurde ein Banner als Sammelpunkt für Soldaten verwendet, die sich in einer Schlacht befanden. Im übertragenen Sinne sind das Buch Mormon und die wiederhergestellte Kirche Jesu Christi Banner für alle Nationen (siehe Schriftenführer, „Panier“, scriptures.lds.org).

Zweifelsohne gehört zu diesen großen Bannern der Letzten Tage auch diese wunderbare Generalkonferenz, bei der das großartige Werk und der Plan unseres Vaters im Himmel, nämlich „die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen“ (Mose 1:39), unablässig verkündet werden.

Die regelmäßige Durchführung der Generalkonferenz ist ein gewichtiges Zeugnis dafür, dass wir als Heilige der Letzten Tage alles „glauben …, was Gott offenbart hat, und alles, was er jetzt offenbart; und [dass] wir glauben, dass er noch viel Großes und Wichtiges offenbaren wird, was das Reich Gottes betrifft“ (9. Glaubensartikel).

Was hat der Herr denn durch Präsident Thomas S. Monson offenbart, was wir beständig tun sollen, damit unser Licht den Nationen ein Banner sein kann? Was gibt es Wichtiges zu tun in dieser herrlichen Zeit des Aufbaus Zions und der Sammlung Israels?

Der Herr hat uns seinen Willen schon immer „Zeile um Zeile …, Weisung um Weisung, hier ein wenig und dort ein wenig“ offenbart (2 Nephi 28:30). Deshalb sollten wir uns über das, was uns vielleicht geringfügig erscheint, nicht wundern, nur weil es simpel ist oder wiederholt wird, denn der Herr hat uns bereits gesagt, dass diejenigen „gesegnet sind, die auf meine Weisungen hören und meinem Rat ihr Ohr leihen, denn sie werden Weisheit lernen; denn dem, der empfängt, werde ich mehr geben“ (2 Nephi 28:30).

Ich bezeuge, wenn wir „Zeile um Zeile“, „Weisung um Weisung, hier ein wenig und dort ein wenig“ lernen und wenn wir auf den Rat unserer Führer hören, erhalten wir Öl für unsere Lampen, wodurch wir anderen Licht geben können, wie es uns der Herr gebietet.

Obwohl es vieles gibt, was wir tun können, um anderen ein Licht und ein Banner zu sein, möchte ich mich auf die folgenden drei Punkte konzentrieren: den Sabbat heilighalten, das Erlösungswerk auf beiden Seiten des Schleiers beschleunigen und auf die Weise des Erretters lehren.

Das Licht, über das wir sprechen, resultiert aus unseren Bemühungen, den Sabbat heiligzuhalten – sowohl in der Kirche als auch zuhause. Es ist das Licht, das immer stärker wird, wenn wir uns von der Welt unbefleckt halten. Es ist das Licht, das hervorkommt, wenn wir am heiligen Tag des Herrn unsere heiligen Handlungen darbringen und dem Allerhöchsten unsere Gottesverehrung entrichten. Durch all dies können wir den Geist des Herrn immer bei uns haben. Es ist das Licht, das immer stärker und sichtbar wird, wenn wir mit dem Gefühl von Vergebung wieder nach Hause gehen, von dem Präsident Henry B. Eyring bei der letzten Herbst-Generalkonferenz gesprochen hat, als er sagte: „Von all den Segnungen, die wir sehen können, ist bei weitem die größte das Gefühl von Vergebung, das sich einstellt, wenn wir vom Abendmahl nehmen. Wir empfinden größere Liebe und Wertschätzung für den Erretter, dessen unbegrenztes Opfer es möglich macht, dass wir von Sünde gereinigt werden.“ („Dankbarkeit am Sabbat“, Liahona, November 2016, Seite 100.)

Wenn wir den Sabbat heilighalten und vom Abendmahl nehmen, werden wir nicht nur gereinigt, sondern unser Licht wird auch stärker.

Auch nimmt unser Licht zu, wenn wir der Suche nach den Namen unserer Vorfahren Zeit widmen und uns Zeit nehmen, diese Namen in den Tempel mitzunehmen und unseren Angehörigen und anderen zu zeigen, wie sie es uns gleichtun.

Diese heilige Tempelarbeit und die Familienforschung, die uns mit den Heiligen auf beiden Seiten des Schleiers verbinden, schreiten durch den Bau der Tempel des Herrn weiter voran denn je. In den Tempeln werden jetzt Zeiten für Familien angeboten, die mit ihren eigenen Namenskarten für Vorfahren kommen, und meine Frau und ich haben schon wundervolle Erlebnisse mit unseren Kindern und Enkelkindern im Tempel gehabt.

Wenn wir Namen finden, sie in den Tempel mitnehmen und anderen zeigen, wie sie es uns gleichtun, leuchten wir gemeinsam wie ein Banner.

Zu lernen, wie der Erretter zu lehren, ist eine weitere Möglichkeit, wie wir uns erheben und leuchten können. Ich freue mich mit jedem, der gerade dabei ist zu lernen, auf die Weise des Erretters zu lehren. Ich möchte Ihnen vorlesen, was auf dem Umschlag des neuen Leitfadens steht: „Das Ziel eines jeden Lehrers im Evangelium – jedes Vaters und jeder Mutter, jedes offiziell berufenen Lehrers, jedes Heimlehrers und jeder Besuchslehrerin und jedes Nachfolgers Christi – besteht darin, die reine Evangeliumslehre durch den Geist zu lehren, um den Kindern Gottes dabei zu helfen, ihren Glauben an den Erretter zu stärken und ihm ähnlicher zu werden.“ (Auf die Weise des Erretters lehren, 2016.)

Jetzt gerade halten tausende treue Lehrer ein Licht hoch, weil sie mehr darüber lernen, wie man auf die Weise des Erretters lehrt. In diesem Zusammenhang ist auch das neue Lehrerforum eine Möglichkeit, sich zu erheben und zu leuchten, wenn sich die Schüler um das Banner der Lehre Christi versammeln, denn: „Wenn wir wie der Erretter lehren möchten, müssen wir so leben, wie er gelebt hat.“ (Auf die Weise des Erretters lehren, Seite 4.)

Wenn wir alle auf die Weise des Erretters lehren und lernen und mehr wie er werden, leuchtet unser Licht heller und kann nicht verborgen werden. Dann wird es zu einem Banner für diejenigen, die nach dem Licht des Erretters suchen.

Meine lieben Brüder und Schwestern, wir sollen und dürfen unser Licht nicht verbergen. Unser Erretter hat uns geboten, unser Licht leuchten zu lassen, genau wie eine Stadt auf einem Berg oder das Licht auf einem Leuchter. Wenn wir das tun, verherrlichen wir unseren Vater im Himmel. Das Evangelium des Erretters und seine wiederhergestellte Kirche geben uns viele Möglichkeiten, unser Licht zu einem Teil des großen Banners für die Nationen zu machen.

Ich bezeuge, dass Jesus Christus das Licht ist, das wir widerspiegeln müssen. Im Namen Jesu Christi. Amen.