Handbuch 2:
Die Kirche führen und verwalten

Die Frauenhilfsvereinigung

Die Frauenhilfsvereinigung unterstützt als Hilfsorganisation das Priestertum. Alle Hilfsorganisationen sind dazu da, den Mitgliedern der Kirche zu helfen, ihr Zeugnis vom Vater im Himmel, von Jesus Christus und vom wiederhergestellten Evangelium zu vertiefen. Mit ihrer Arbeit geben die Hilfsorganisationen den Mitgliedern Anleitung, sie machen ihnen Mut, und sie unterstützen sie in dem Bestreben, nach den Grundsätzen des Evangeliums zu leben.

 

9.10 Weitere Richtlinien und Bestimmungen

 9.10.1

Schwestern mit besonderen Herausforderungen

Zu den Schwestern mit besonderen Herausforderungen gehören beispielsweise Schwestern, die krank, schon älter, verwitwet, geschieden, ans Haus gebunden oder in Trauer sind oder die für einen chronisch kranken Angehörigen sorgen. Die anderen FHV-Schwestern bieten Hilfe an.

Schwestern mit diesen oder anderen besonderen Herausforderungen können sich mit ihren Anliegen an die FHV-Leiterin wenden. Diese hört gut zu, zeigt Zuneigung, spricht Mut zu und wahrt die gebührende Diskretion. Wenn sie von Bedenken hinsichtlich der Würdigkeit oder heiklen Familienangelegenheiten erfährt, verweist sie die Schwestern an den Bischof.

Näheres dazu, wie man Schwestern hilft, die eine Behinderung haben, finden Sie unter 21.1.26 und disabilities.lds.org.

 9.10.2

Kleiderordnung

Die FHV-Leitung lehrt die Schwestern, sich gepflegt und schicklich zu kleiden. Die Leitung bringt den Schwestern nahe, dass ihr Erscheinungsbild und ihre Kleidung in den Versammlungen der Kirche Ehrfurcht und Achtung vor dem Herrn erkennen lassen sollen. Sie bringt den Schwestern auch nahe, dass sie sich bei einem Tempelbesuch passend zu kleiden haben, wie es sich für das Haus des Herrn schickt. Sie sollen dazu weder Freizeit- noch Sportkleidung noch auffälligen Schmuck tragen.

 9.10.3

Unterstützung bei einem Todesfall

Wenn jemand in der Gemeinde stirbt, kann der Bischof die FHV-Leiterin bitten, sich mit der Familie in Verbindung zu setzen, um Trost zu spenden, festzustellen, was gebraucht wird, und Unterstützung anzubieten. Genauso kann er den Ältestenkollegiumspräsidenten oder den Hohepriestergruppenleiter um Hilfe bitten. Die Führungsbeamten des Melchisedekischen Priestertums und der FHV koordinieren diese Bemühungen.

In Vorbereitung auf eine Beerdigung kann der Bischof die FHV-Leitung auch bitten, anderweitig zu helfen, beispielsweise mit dem Blumenschmuck, bei den Mahlzeiten oder der Kinderbetreuung oder dabei, nach dem Trauergottesdienst ein einfaches Essen für die Angehörigen bereitzustellen. Näheres zu Beerdigungen finden Sie unter 18.6.

Wenn es möglich ist, werden verstorbene Mitglieder, die das Endowment empfangen haben, in Tempelkleidung bestattet. In manchen Fällen kann der Bischof die FHV-Leiterin bitten, eine Frau, die das Endowment empfangen hat, zu beauftragen, eine Verstorbene, die das Endowment empfangen hat, einzukleiden, oder darauf zu achten, dass sie ordnungsgemäß eingekleidet wird. Der Bischof und die FHV-Leiterin achten darauf, dass nur jemand diesen Auftrag erhält, dem dies nicht unangenehm ist. Richtlinien für das Einkleiden verstorbener Mitglieder finden Sie in den Anweisungen für das Einkleiden von Verstorbenen, die [das Endowment] empfangen haben. Die Führungsbeamten können diese Anweisungen über den Versand der Kirche beziehen.

Weitere Anweisungen zum Einkleiden Verstorbener in Tempelkleidung findet der Bischof in Handbuch 1, 3.4.9.

Die FHV-Leiterin, die Besuchslehrerinnen und die anderen Schwestern bieten den Hinterbliebenen in der Zeit der Umstellung nach einem Todesfall weiterhin Hilfe, Trost und Unterstützung an.

 9.10.4

Unverheiratete schwangere Mädchen; junge unverheiratete Mütter

Siehe 10.12.4.

 9.10.5

Anweisungen zur Tempelkleidung und zum Garment

Siehe 21.1.42.

 9.10.6

Finanzen

Siehe 13.2.8.