Handbuch 2:
Die Kirche führen und verwalten

 

21.2 Richtlinien für die Nutzung von Gebäuden und sonstigem Eigentum der Kirche

Die Gebäude und das sonstige Eigentum der Kirche sind für den Gottesdienst, den Religionsunterricht und sonstige mit der Kirche zusammenhängende Aktivitäten bestimmt. Das Eigentum der Kirche darf weder für geschäftliche noch für politische Zwecke genutzt werden – das würde den Gesetzen zuwiderlaufen, die der Kirche Steuerfreiheit garantieren. Das Eigentum der Kirche darf auch für keine anderen Zwecke genutzt werden, die gegen diese Gesetze verstoßen. Hier einige Beispiele für eine nicht gestattete Nutzung:

  1. 1.

    Vermietung oder Verpachtung von Einrichtungen der Kirche für gewerbliche Zwecke.

  2. 2.

    Werbung für Geschäftsvorhaben oder Geldanlagen, wozu auch der Aushang kommerzieller Werbung und die Förderung kommerzieller Unterhaltung zählen.

  3. 3.

    Kauf, Verkauf und Verkaufsförderung von Produkten, Dienstleistungen, Veröffentlichungen oder schöpferischen Werken sowie die Vorführung von Waren.

  4. 4.

    Nicht genehmigte Geldbeschaffungsprojekten (siehe 13.6.8).

  5. 5.

    Einladung von Sprechern oder Lehrern, die ein Entgelt erhalten oder die im Rahmen von Seminaren, Unterrichtsstunden, Aerobic-Kursen und dergleichen Teilnehmer rekrutieren oder Kunden und Käufer anwerben. Als Ausnahme dürfen Klaviere oder Orgeln im Gemeindehaus für bezahlten Privatunterricht genutzt werden (siehe 14.7).

  6. 6.

    Sportveranstaltungen, die nicht von der Kirche ausgerichtet werden; dazu zählt auch das Training.

  7. 7.

    Politische Veranstaltungen und Kampagnen. Eine Ausnahme ist die Nutzung von Einrichtungen der Kirche für die Eintragung in die Wählerlisten oder als Wahllokal auf Anfrage der Wahlbehörde, wenn:

    1. a)

      es keine vertretbare Alternative gibt

    2. b)

      die Wahlhelfer und Wähler sich im Gebäude an die Maßstäbe der Kirche halten

    3. c)

      die Veranstaltung keine Gefahr für das Gebäude darstellt

    4. d)

      die Veranstaltung dem Ansehen der Kirche nicht schadet

Die Nutzung von Eigentum der Kirche darf weder für die Teilnehmer noch für das Eigentum ein nennenswertes Schadensrisiko darstellen. Sie darf auch kein übermäßiges Haftungsrisiko für die Kirche bedeuten oder die Nachbarn in der Umgebung stören.

Ausführlichere Anweisungen zur Nutzung und Pflege von Gebäuden und sonstigem Eigentum der Kirche finden Sie in der Veröffentlichung Richtlinien für die Verwaltung von Gemeindehäusern und sonstigen Liegenschaften der Kirche oder Sie können sich beim Hauptsitz der Kirche oder der zuständigen Stelle der Verwaltung erkundigen.

 21.2.1

Kunstwerke

Von der Kirche genehmigte Bilder für Gemeindehäuser können unter Verwendung des Katalogs Church Facilities Artwork (Bilder für Einrichtungen der Kirche) über den Regionalleiter B&I bezogen werden. Der Regionalleiter B & I kann für Gemeindehäuser geeignete Bilder auch über den Versand der Kirche beschaffen.

Gemälde und andere Bilder können an geeigneten Stellen im Gemeindehaus angebracht werden. Sie dürfen sich jedoch nicht in der Kapelle oder in der Nähe des Taufbeckens befinden. Statuen, Wandgemälde oder Mosaiken sind nicht zulässig. Diese Richtlinie gilt nicht unbedingt für Kunstwerke, die schon seit vielen Jahren in der Kapelle bestehender Gemeindehäuser zu sehen sind.

Bilder für Gemeindehäuser sind mit einem ordentlichen Rahmen zu versehen.

 21.2.2

Dekoration

Dekorationen für Weihnachten, sonstige Feiertage und ähnliche Anlässe dürfen vorübergehend im Foyer oder in der Mehrzweckhalle des Gemeindehauses angebracht werden, wie es unter der Leitung der Pfahlpräsidentschaft genehmigt wird. Mit Ausnahme von Blumen darf im Bereich der Kapelle des Gemeindehauses keine Dekoration angebracht werden. Auch dürfen der Außenbereich des Gemeindehauses und die Außenanlagen nicht geschmückt werden.

Die Dekoration muss dezent und kostengünstig sein und darf keine Brandgefahr darstellen. Heu, Stroh, Palmwedel oder sonstiges getrocknetes Material sowie brennende Kerzen dürfen nicht verwendet werden. Falls ein Weihnachtsbaum aufgestellt wird, muss es ein künstlicher oder feuerfest gemachter Baum ohne elektrische Lichter oder Kerzen sein. Die vor Ort geltenden Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen sind einzuhalten.

 21.2.3

Notfälle

In einer Notsituation entscheidet die Pfahlpräsidentschaft, ob die regulären Gemeindeversammlungen abgehalten werden oder nicht.

Wenn ein ganzes Gebiet von einer Notsituation oder einer Katastrophe betroffen ist, kann der Pfahlpräsident anerkannte Katastrophenschutz- und Hilfsorganisationen unterstützen, indem er Gemeindehäuser als Notunterkunft zur Verfügung stellt. Die Kirche behält die Aufsicht. Die Führungsbeamten in Pfahl und Gemeinde sorgen dafür, dass diejenigen, die das Gebäude nutzen, sich an die Verhaltensmaßstäbe der Kirche halten, solange sie sich darin aufhalten – auch an das Wort der Weisheit.

 21.2.4

Schusswaffen

Kirchen sind für die Gottesverehrung und als Zuflucht vor den Sorgen und Nöten der Welt geweiht. Innerhalb ihrer Mauern ist es unangebracht, todbringende Waffen mitzuführen – sei es verborgen oder offenkundig –, außer wenn es sich um jemanden handelt, der eine Dienstwaffe tragen muss.

 21.2.5

Feuer und Kerzen

Offenes Feuer und brennende Kerzen dürfen in den Gebäuden der Kirche nicht verwendet werden.

 21.2.6

Flaggen

Die Nationalflagge darf auf dem Gelände der Kirche jederzeit gehisst sein, sofern dies den örtlichen Sitten und Gebräuchen entspricht. Im Gebäude darf die Nationalflagge zu besonderen Anlässen, beispielsweise patriotischen Programmen, gezeigt werden. Echter Patriotismus bedarf nicht der ständigen Zurschaustellung der Flagge im Gotteshaus.

 21.2.7

Der Montagabend

Siehe 13.6.10.

 21.2.8

Übernachtung und Camping

Das Gemeindehaus und das dazugehörige Grundstück dürfen nicht für Übernachtungen, Camping oder Pyjamapartys genutzt werden.

 21.2.9

Parkplätze

Die Parkplätze der Kirche sind gemäß den am Anfang von Abschnitt 21.2 genannten Richtlinien zu nutzen. Außerdem dürfen Parkplätze der Kirche nicht ohne die Genehmigung des Verwaltungsdirektors von Pendlern genutzt werden.

 21.2.10

Fotos, Filmaufnahmen und Übertragungen in der Kapelle

In der Kapelle dürfen weder Fotos noch Filmaufnahmen gemacht werden. Versammlungen und andere Veranstaltungen, die in der Kapelle stattfinden, dürfen weder über das Internet noch auf andere Weise übertragen werden (eine Ausnahme finden Sie unter 18.3.1).

 21.2.11

Die Küche im Gemeindehaus

Die Küche im Gemeindehaus ist nicht zur Zubereitung von Mahlzeiten oder zum Kochen gedacht, außer es gehört zum Unterricht, zu einer Vorführung oder zu einer sonstigen Unterweisung. Wenn im Gebäude oder auf dem Gelände etwas zu essen serviert werden soll, ist es anderswo zuzubereiten und zum Gemeindehaus mitzubringen, wo es bis zum Auftragen warm gehalten oder gekühlt werden kann.

 21.2.12

Lagerung

Im Gemeindehaus dürfen nur Gegenstände für die Instandhaltung und sonstige genehmigte Bedarfsartikel und Geräte gelagert werden. Wohlfahrtsgüter und dergleichen dürfen im Gemeindehaus nicht gelagert werden.

Material wie Benzin, Propangas, Streichhölzer und Campingausrüstung ist in einem Gebäude abseits vom Gemeindehaus unterzubringen.

Autos, Freizeitfahrzeuge und sonstige Geräte aus Privateigentum dürfen auf dem Gelände der Kirche nicht dauerhaft abgestellt werden.