Handbuch 2:
Die Kirche führen und verwalten

 

16.4 JAE-Gemeinden

Wenn die örtlichen Gegebenheiten und die Zahl an jungen alleinstehenden Mitgliedern es wünschenswert erscheinen lassen, können die Priestertumsführer gemäß den Richtlinien in Handbuch 1, 9.1.6, die Bildung einer JAE-Gemeinde vorschlagen.

Die in Frage kommenden Mitglieder dürfen sich nach Beratung mit ihren Eltern aussuchen, ob sie Mitglied der JAE-Gemeinde werden oder lieber in ihrer regulären Gemeinde bleiben wollen. Der Pfahlpräsident kann bewilligen, dass die JAE-Gemeinde andere Junge Alleinstehende im Pfahl, die weniger aktiv sind, ausfindig macht und den Kontakt mit ihnen pflegt, um sie zu integrieren. Diejenigen, die aktiv werden, dürfen sich dann ebenfalls aussuchen, ob sie zur JAE-Gemeinde oder zu ihrer regulären Gemeinde gehören wollen.

Mit Genehmigung des Pfahlpräsidenten kann der Bischof einer JAE-Gemeinde eine zweite FHV für die jungen alleinstehenden Frauen und ein zweites Ältestenkollegium für die jungen alleinstehenden Männer einrichten. Dies verschafft den jungen Menschen zusätzliche Gelegenheiten, zu dienen und den Umgang miteinander zu pflegen.

In einer JAE-Gemeinde ist man nur vorübergehend Mitglied. Wenn ein Junger Alleinstehender heiratet oder 31 Jahre alt geworden ist, helfen ihm die Führungsbeamten bei der Rückkehr in eine reguläre Gemeinde. Der Übergang soll frühzeitig geplant werden, damit Raum für Gespräche bleibt und der Bischof der regulären Gemeinde überlegen kann, welche Berufung der betreffende Junge Alleinstehende erhalten kann, damit er sich willkommen fühlt und spürt, dass er gebraucht wird.